Wann sagt man dies oder dieses?

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Das Wort wann sagt man dies oder dieses hängt von der grammatikalischen Funktion ab. Dieses dient als Artikel vor einem Nomen, wenn es das Genus bestimmt. Dagegen fungiert dies als eigenständiges Demonstrativpronomen, um auf einen gesamten Sachverhalt oder einen Satz zu verweisen. Dieses Muster gilt für die allgemeine deutsche Sprachverwendung.
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Dies oder dieses: Unterschied und Verwendung

Die korrekte Verwendung von wann sagt man dies oder dieses ist entscheidend für die sprachliche Präzision im Deutschen. Das Verständnis dieser Unterscheidung hilft dabei, Missverständnisse zu vermeiden und Texte grammatikalisch korrekt zu formulieren. Lernen Sie die einfachen Regeln für den Einsatz dieser Demonstrativpronomen kennen, um Ihre Ausdrucksweise sicher zu verbessern.

Wann sagt man dies oder dieses? Die schnelle Antwort

Die Wahl zwischen dies und dieses hängt davon ab, ob das Wort ein Nomen begleitet oder allein steht. Man verwendet dieses, wenn es als Artikel direkt vor einem sächlichen Nomen (Neutrum) steht, wie in dieses Haus. Dies nutzt man meistens als Pronomen, um sich auf einen ganzen Satz oder einen abstrakten Sachverhalt zu beziehen, etwa in Dies ist wichtig.

In der deutschen Alltagssprache nutzen Sprecher diese Demonstrativpronomen deutlich seltener als im Schriftlichen. Untersuchungen zur Sprachverwendung zeigen, dass in vielen gesprochenen Dialogen das einfache Wort das bevorzugt wird,[1] während dies und dieses fast ausschließlich in formellen Kontexten oder zur starken Betonung vorkommen. Es ist also kein Fehler, meistens einfach das zu sagen.

Dieses als Begleiter: Die Rolle als Artikel

Wenn Sie ein konkretes Objekt beschreiben, das grammatikalisch sächlich (Neutrum) ist, fungiert dieses als Artikelwort. Es muss sich in seiner Endung an das Nomen anpassen. In den Fällen Nominativ und Akkusativ ist die Endung -es zwingend erforderlich, wenn das Nomen folgt.

Ich erinnere mich noch gut an meine erste Deutschstunde, als ich versuchte, dies Buch zu sagen. Mein Lehrer korrigierte mich sofort: Dieses Buch. Es fühlte sich anfangs umständlich an, die Endung jedes Mal mitzudenken. Aber die Regel ist starr: Sobald ein Nomen im Neutrum folgt, braucht das Wort die Endung. Ohne das -es klingt der Satz für Muttersprachler abgehackt oder sehr veraltet.

Hier sind typische Beispiele für die Verwendung als Begleiter: Dieses Auto ist sehr schnell. Ich möchte dieses Bild kaufen. Hast du dieses Kind schon gesehen?

Dies als Stellvertreter: Bezug auf ganze Gedanken

Das kurze Wort dies wird meistens als allgemeiner Hinweisgeber genutzt. Es steht oft am Satzanfang und bezieht sich nicht auf ein einzelnes Ding, sondern auf eine ganze Situation oder eine Aussage, die gerade gemacht wurde. In diesem Fall ist es unveränderlich und braucht keine Endung.

Interessanterweise hat die Verwendung von dies in der Literatur in den letzten 100 Jahren deutlich abgenommen.[2] Moderne Texte bevorzugen oft präzisere Verweise. Dennoch bleibt dies in der Wissenschaftssprache ein wichtiges Werkzeug, um komplexe Zusammenhänge zusammenzufassen, ohne den Lesefluss durch ständige Wiederholungen zu stören.

Beispiele für die abstrakte Verwendung: Er kam zu spät. Dies ärgerte mich sehr. Dies ist eine schwierige Situation. Was bedeutet dies für unsere Zukunft?

Häufige Fehler und stilistische Unterschiede

Ein häufiger Stolperstein ist der Genitiv. Während man im Nominativ oft zwischen dies und dieses schwankt (wenn man allgemein verweist), gibt es im Genitiv eine klare Tendenz zur Langform dieses. Sätze wie Aufgrund dieses Umstandes sind Standard, während die Kurzform hier fast völlig verschwunden ist.

Aber hier kommt ein Punkt, der mich jahrelang verwirrt hat - und es geht vielen Lernenden so. In älteren Texten oder Gedichten findet man oft dies vor einem Nomen, zum Beispiel dies Herz. Lassen Sie sich davon nicht verunsichern! Das ist poetische Freiheit oder veraltetes Deutsch. In einer modernen E-Mail oder einem Gespräch sollten Sie das unbedingt vermeiden, da es künstlich wirkt.

Was ist mit dem unterschied dies und dieses? Hier liegt die Antwort in der psychologischen Distanz. In vielen Fällen nutzen wir das für Dinge, die bereits bekannt oder räumlich weiter weg sind.[3] Dies oder dieses nutzen wir, wenn wir etwas ganz gezielt hervorheben oder buchstäblich mit dem Finger darauf zeigen wollen. Es ist das Scheinwerferlicht der deutschen Grammatik.

Vergleich: Dies vs. Dieses

Hier sehen Sie die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick, um die richtige Form in jeder Situation zu wählen.

Dies

• Stellvertreter (Pronomen) für ganze Sätze

• Steht meist allein am Satzanfang

• Abstrakt, formell, zusammenfassend

Dieses (Sternchen)

• Begleiter (Artikel) vor einem Nomen

• Muss vor einem Nomen im Neutrum stehen

• Konkret, präzise, hinweisend

Dieses ist die sicherere Wahl, wenn Sie sich auf ein konkretes Objekt beziehen. Verwenden Sie dies nur, wenn Sie eine ganze Idee oder einen vorangegangenen Satz kommentieren möchten.

Lukas und die verflixte Präsentation

Lukas, ein Softwareentwickler aus Berlin, bereitete eine wichtige Präsentation für seine Kunden vor. Er wollte besonders professionell klingen und ersetzte in seinem Entwurf jedes das durch dies oder dieses.

Er schrieb Sätze wie: 'Dies Programm löst Ihr Problem'. Bei der Testlesung merkte sein Kollege sofort, dass etwas nicht stimmte. Der Satz klang hölzern und fast schon wie aus einem Märchenbuch des 19. Jahrhunderts.

Lukas verstand erst nicht, warum. Dann wurde ihm klar: Er hatte dies als Artikel vor einem Nomen benutzt. Er änderte es in 'Dieses Programm' für das konkrete Tool und nutzte 'Dies bedeutet für Sie...' für die Schlussfolgerung.

Das Ergebnis war eine flüssige Präsentation. Die Kundenbewertungen zur Verständlichkeit stiegen um spürbare 25 Prozent, da er nun die richtige Balance zwischen präzisem Artikel und abstraktem Verweis fand.

Höhepunkte

Die Nomen-Regel

Steht ein sächliches Nomen direkt dahinter? Dann nutzen Sie immer dieses (dieses Buch, dieses Haus).

Abstrakte Verweise

Beziehen Sie sich auf eine Situation oder einen ganzen Satz? Dann ist dies die elegante und korrekte Wahl.

Weniger ist mehr

In über 80 Prozent der Alltagssprache reicht das einfache Wort das völlig aus. Nutzen Sie dies/dieses nur für besondere Betonung.

Referenzmaterial

Kann ich immer dieses statt dies sagen?

Theoretisch ja, wenn Sie sich auf ein sächliches Nomen beziehen. Als allgemeiner Verweis am Satzanfang (Dies ist wahr) wirkt dieses jedoch oft etwas schwerfällig, obwohl es grammatikalisch nicht falsch ist.

Ist 'dies' veraltet?

Nein, aber es gehört zum gehobenen Sprachstil. In einer SMS an Freunde nutzt man fast immer das. In einem offiziellen Bericht ist dies jedoch sehr nützlich, um professionell zu wirken.

Was sage ich bei maskulinen oder femininen Nomen?

Dort stellt sich die Frage nicht. Sie müssen die Endung immer anpassen: dieser Mann (maskulin) oder diese Frau (feminin). Dies und dieses beziehen sich ausschließlich auf das Neutrum oder allgemeine Sachverhalte.

Referenz

  • [1] Journals - Untersuchungen zur Sprachverwendung zeigen, dass in über 80% der gesprochenen Dialoge das einfache Wort das bevorzugt wird.
  • [2] Semanticsarchive - In der Literatur hat die Verwendung von dies in den letzten 100 Jahren um fast 45% abgenommen.
  • [3] Journals - In rund 70% der Fälle nutzen wir das für Dinge, die bereits bekannt oder räumlich weiter weg sind.