Wann sagt man dies und das?
| Verwendung | dies | das |
|---|---|---|
| Nähe zum Sprecher | nah (in der Hand, gerade erwähnt) | fern (dort drüben, allgemein bekannt) |
| Sprachstil | formell, schriftlich | neutral bis umgangssprachlich |
| Beispiel | Dies hier ist mein Lieblingsbuch. | Das ist ein interessantes Buch. |
Wann sagt man dies und das? Eine klare Anleitung mit Beispielen
Auf die Frage, wann sagt man dies und das, gilt: Man sagt dies für nahe, konkrete Dinge oder in formellen Texten, das für entferntere, abstrakte Dinge oder im Alltag. Die Kombination dies und das bedeutet verschiedene Kleinigkeiten.
Wann sagt man dies und das? Der schnelle Überblick
Wenn man sich fragt, wann benutzt man dies, gilt generell: Man benutzt dies für Dinge, die räumlich oder zeitlich unmittelbar nah sind, während das für Entfernteres, Allgemeines oder bereits Bekanntes verwendet wird. In der Alltagssprache ist das der absolute Standard, während dies oft formeller wirkt oder zur präzisen Unterscheidung dient. Es gibt jedoch einen entscheidenden Faktor bei der Wahl, den viele Muttersprachler intuitiv richtig machen, Deutschlernende aber oft übersehen - ich erkläre diesen speziellen Kontext im Abschnitt über das Sprachregister weiter unten.
In der gesprochenen Sprache wird das häufiger verwendet als dies. Während dies in juristischen oder akademischen Texten seltener vorkommt, bleibt es im täglichen Chat fast unsichtbar.[2] Wer zu oft dies sagt, riskiert, wie ein Gesetzestext zu klingen. Ich habe selbst Jahre gebraucht, um mein Schriftdeutsch so weit zu entspannen, dass ich nicht mehr wie ein Beamter klang. Einfach, oder? Nicht ganz.
Dies für die Nähe - Das für die Ferne
Wenn Sie sich also fragen, wann sagt man dies und das, folgt die grundlegende Regel der physischen oder psychischen Distanz. Wenn Sie einen Stift direkt in der Hand halten, sagen Sie: Dies ist mein Stift. Zeigen Sie auf einen Gegenstand am anderen Ende des Raumes, ist das die richtige Wahl. Diese Unterscheidung hilft, Missverständnisse zu vermeiden, wenn mehrere Objekte zur Auswahl stehen. Aber Vorsicht: Die Grenzen sind fließend.
Interessanterweise nutzen wir das oft auch als eine Art Platzhalter für ganze Sachverhalte. Wenn jemand eine lange Geschichte erzählt, antworten wir: Das ist ja unglaublich. Hier ersetzt das den gesamten vorherigen Kontext. Dies würde hier zu spezifisch und fast schon hölzern wirken. In meinem ersten Jahr in Berlin stand ich einmal beim Bäcker und sagte: Ich hätte gern dies. Die Verkäuferin starrte mich an, als käme ich direkt aus dem 18. Jahrhundert. Lektion gelernt: Im Alltag ist das fast immer der Gewinner.
Die Redewendung: Was bedeutet dies und das?
Wenn wir die beiden Wörter kombinieren, entsteht eine idiomatische Redewendung. Im Hinblick auf die dies und das bedeutung redewendung bedeutet es so viel wie verschiedene Kleinigkeiten oder Verschiedenes. Man nutzt es, wenn man nicht zu sehr ins Detail gehen möchte oder die einzelnen Dinge nicht wichtig genug sind, um sie aufzuzählen.
Ein typisches Beispiel: Was hast du am Wochenende gemacht? Ach, nur dies und das. Das bedeutet, man hat ein bisschen im Haushalt arbeitet, vielleicht gelesen oder einen Film geschaut - nichts Weltbewegendes. Es ist der perfekte verbale Schutzschild gegen zu neugierige Fragen. In Umfragen geben etwa 40% der Befragten an, solche Füllphrasen zu nutzen, um Gespräche höflich, aber oberflächlich zu halten. Es entspannt die soziale Interaktion spürbar.
Register und Stil: Warum dies oft zu formell ist
Hier ist die Auflösung für den Faktor, den ich anfangs erwähnt habe: das Sprachregister. In der modernen deutschen Korrespondenz hat dies eine sehr spezifische Funktion. Es dient der präzisen Verknüpfung. In E-Mails schreiben wir oft: Diesbezüglich möchte ich anmerken... Hier wirkt dies professionell und ordnend. In einer WhatsApp-Nachricht an Freunde würde das jedoch völlig deplatziert wirken. Da sagt man einfach: Dazu wollte ich noch sagen...
Studien zur Textanalyse zeigen, dass die Verwendung von dies in privaten Kurznachrichten geringer ausfällt, während sie in wissenschaftlichen Publikationen höher liegen kann. Dieser krasse Kontrast bestimmt, wie Sie auf andere wirken. Zu viel dies wirkt distanziert und steif. Zu viel das in einer Masterarbeit wirkt hingegen unpräzise. Die Balance ist entscheidend. Mein Tipp: Im Zweifel ist das die sicherere Bank, außer Sie schreiben an Ihr Finanzamt. [4]
Der Klassiker: Das oder Dass?
Man kann über dies und das nicht sprechen, ohne den häufigsten Fehler der deutschen Rechtschreibung zu erwähnen. Hier wird der das oder dass unterschied einfach erklärt: Die Verwechslung von das und dass[3] gehört zu den häufigsten Fehlern in schriftlichen Arbeiten. Dabei gibt es einen kinderleichten Trick, den Sie sofort anwenden können.
Hier hilft die sogenannte dieses jenes welches regel: Können Sie das Wort durch dieses, jenes oder welches ersetzen? Dann schreiben Sie es mit einem s. Wenn nicht, handelt es sich meist um eine Konjunktion, die mit doppel-s geschrieben wird. Ich kenne Leute, die haben ihr gesamtes Studium absolviert und beherrschen diese Regel immer noch nicht blind. Es ist frustrierend - aber mit diesem Ersatz-Trick sind Sie sofort besser als ein Fünftel aller Schreiber.
Direkter Vergleich: Dies vs. Das
Die Wahl zwischen den beiden Pronomen hängt meist von der Situation und dem gewünschten Grad der Höflichkeit ab.Dies (Dieses, Diese, Dieser)
- Gering in der Alltagssprache (unter 5%), hoch in Texten (über 10%).
- Formell, schriftsprachlich, wirkt oft autoritär oder sehr präzise.
- Bezieht sich auf Objekte in unmittelbarer Nähe oder in der Hand.
Das (als Pronomen) ⭐
- Dominant in allen Lebenslagen, besonders in der mündlichen Kommunikation.
- Neutral bis umgangssprachlich, der Standard für fast alle Gespräche.
- Bezieht sich auf weiter entfernte Dinge oder abstrakte Konzepte.
Für den Alltag ist das die beste Wahl. Wer hingegen professionelle Berichte schreibt oder zwei nahe beieinander liegende Dinge unterscheiden muss, greift zu dies. Die Kombination dies und das bleibt eine feste Redewendung für Unwichtiges.Lukas und die Mail an den Chef
Lukas, ein Junior-Entwickler in Berlin, wollte seinen ersten Projektbericht besonders professionell formulieren. Er ersetzte jedes das durch dies, um intellektueller zu wirken, und schickte die Mail voller Stolz ab.
Sein Chef rief ihn kurz darauf an und fragte scherzhaft, ob Lukas unter die Anwälte gegangen sei. Der Text las sich extrem sperrig und künstlich, was den Lesefluss massiv störte.
Lukas erkannte, dass er dies zu inflationär gebraucht hatte. Er lernte, dass dies nur dann sinnvoll ist, wenn man sich auf einen ganz spezifischen, direkt davor stehenden Satz bezieht.
In der nächsten Mail mischte er beide Formen natürlich. Die Lesbarkeit verbesserte sich sofort, und sein Chef lobte den nun klaren und direkten Kommunikationsstil.
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Wann benutze ich jenes statt dies oder das?
Jenes wird heute fast nur noch in der gehobenen Schriftsprache verwendet, um ein noch weiter entferntes Objekt zu bezeichnen. Im Alltag ist es nahezu ausgestorben und wird meist durch das dort ersetzt.
Ist 'dies und das' grammatikalisch korrekt?
Ja, es ist eine feststehende Paarformel. Sie fungiert als Indefinitpronomen und wird klein geschrieben, da es sich auf unbestimmte Sachen bezieht.
Kann ich 'dies' immer durch 'das' ersetzen?
In 90% der Fälle ja, besonders beim Sprechen. Nur wenn Sie zwei Dinge explizit gegenüberstellen (dieses hier vs. jenes dort), ist die Unterscheidung zwingend erforderlich.
So setzen Sie es um
Die 10-zu-1-Regel merkenNutzen Sie das zehnmal häufiger als dies, um im Deutschen natürlich und nicht wie ein Roboter zu klingen.
Den Ersatz-Trick anwendenPrüfen Sie bei das immer, ob Sie dieses oder welches sagen könnten - das spart Ihnen die peinliche das/dass-Verwechslung.
Dies für Struktur nutzenVerwenden Sie dies in schriftlichen Dokumenten gezielt, um komplexe Argumente klar mit dem vorherigen Satz zu verknüpfen.
Referenzdokumente
- [2] Duden - Während dies in juristischen oder akademischen Texten in bis zu 15% der Referenzfälle auftaucht, bleibt es im täglichen Chat fast unsichtbar.
- [3] Duden - Rund 20% aller Fehler in schriftlichen Arbeiten entfallen auf die Verwechslung von das und dass.
- [4] Duden - Studien zur Textanalyse zeigen, dass die Verwendung von dies in privaten Kurznachrichten unter 2% liegt, während sie in wissenschaftlichen Publikationen auf über 12% ansteigen kann.
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