Was ist eine Redewendung mit einfacher Erklärung?

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Eine was ist eine redewendung einfache erklärung beschreibt bildhafte Ausdrücke mit übertragener Bedeutung, die in der deutschen Sprache als feste Bausteine dienen. Diese Ausdrücke besitzen eine von der wörtlichen Bedeutung abweichende, figurative Qualität. Während Wörter eine direkte Sache benennen, erzeugen diese Redewendungen kleine Bilder im Kopf, die ein grundlegendes Verständnis der deutschen Sprache erfordern.
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Was ist eine Redewendung: Einfache Erklärung

Wer die deutsche Sprache lernt, stößt schnell auf bildhafte Ausdrücke, die beim bloßen Lesen verwirren können. Das Verständnis dieser festen Bausteine hilft enorm dabei, den Kern der Kommunikation zu erfassen, statt sich an wörtlichen Übersetzungen festzuhalten. Entdecken Sie hier die was ist eine redewendung einfache erklärung, um diese Sprachbilder sicher und korrekt anzuwenden.

Was ist eine Redewendung? Die einfache Erklärung

Eine Redewendung ist eine feste Verbindung von Wörtern, die man nicht wörtlich nehmen darf. Die gesamte Gruppe von Wörtern hat zusammen eine ganz neue, bildhafte Bedeutung. Wenn man zum Beispiel sagt, jemand steht auf der Leitung, dann steht diese Person nicht wirklich auf einem Kabel - es bedeutet einfach, dass sie gerade etwas nicht versteht. Es ist wie ein Geheimcode der Sprache, den man einmal lernen muss, um ihn zu verstehen.

Vielleicht haben Sie schon einmal versucht, eine deutsche Redensart Wort für Wort in eine andere Sprache zu übersetzen. Das geht meistens schief. Viele Ausdrücke in der Alltagssprache bestehen aus solchen festen Wendungen oder Redensarten.[1] Diese Ausdrücke machen unsere Sprache bunter und helfen uns, Gefühle oder Situationen kurz und knapp auf den Punkt zu bringen. Ohne sie würde Deutsch klingen wie eine Bedienungsanleitung - korrekt, aber ziemlich trocken.

Wie erkennt man eine Redewendung im Alltag?

Das wichtigste Merkmal ist der Unterschied zwischen dem, was gesagt wird, und dem, was gemeint ist. Man nennt das auch die übertragene Bedeutung. Stellen Sie sich vor, Ihr Chef sagt: Wir müssen jetzt in den sauren Apfel beißen. Er meint damit nicht, dass Sie in der Mittagspause saures Obst essen sollen. Er meint, dass eine unangenehme Aufgabe erledigt werden muss, an der kein Weg vorbeiführt.

Ich erinnere mich noch gut an meine Schulzeit, als ich das erste Mal hörte, dass jemand den Faden verloren hat. Ich habe ernsthaft unter den Tisch geschaut, ob da irgendwo ein Garn liegt. Solche Momente zeigen: Redewendungen sind kleine Bilder im Kopf. In der deutschen Sprache gibt es schätzungsweise über 10.000 solcher feststehenden Ausdrücke. [2] Sie sind wie Bausteine, die wir in unsere Sätze einbauen, ohne darüber nachzudenken. Aber für jemanden, der die Sprache neu lernt, sind sie oft das größte Hindernis.

Bekannte Beispiele einfach erklärt

Um das Prinzip besser zu verstehen, hilft ein Blick auf Klassiker, die wir ständig benutzen: Alles in Butter: Das bedeutet, dass alles in bester Ordnung ist. Früher wurden zerbrechliche Gläser beim Transport in flüssige Butter eingelegt, die dann fest wurde und alles schützte.

Auf dem Holzweg sein: Man irrt sich gewaltig. Ein Holzweg ist ein Pfad im Wald, der irgendwo im Nichts endet, weil er nur zum Holzschleppen da war. Jemandem die Daumen drücken: Man wünscht jemandem viel Glück. Früher glaubte man, den Daumen als Glücksfinger bändigen zu müssen. Da platzt mir der Kragen: Man ist so wütend, dass man fast explodiert. Das Bild beschreibt jemanden, der vor Zorn einen roten Kopf bekommt, bis der Hemdkragen zu eng wird.

Interessanterweise behalten diese Wendungen ihre Form fast immer bei. Man sagt selten: Ich drücke dir den Zeigefinger. Das würde niemand verstehen. Die Starre dieser Wortverbindungen macht sie erst zu einer echten Redewendung. Aber Vorsicht: Manchmal ändert sich die Nutzung über die Jahre. Viele dieser Ausdrücke stammen aus der Landwirtschaft oder dem Handwerk, entstehen heute ständig neue[3] aus dem Internet oder der Technik.

Redewendung oder Sprichwort: Wo ist der Unterschied?

Das ist die Frage, die am häufigsten für Verwirrung sorgt. Der Hauptunterschied liegt in der Grammatik. Eine Redewendung ist meistens nur ein Bruchstück eines Satzes. Man muss sie anpassen, zum Beispiel: Ich ziehe dich an der Nase herum. Das Verb ziehen wird hier gebeugt. Ein Sprichwort hingegen ist fast immer ein ganzer, fertiger Satz, der eine Lebensweisheit enthält. Ein Sprichwort wie Morgenstund hat Gold im Mund bleibt immer genau so stehen - man kann es nicht verändern.

In meiner Erfahrung als Texter sehe ich oft, dass Leute beides vermischen. Aber hier ist die Faustregel: Wenn es ein Ratschlag ist (wie: Wer rastet, der rostet), ist es ein Sprichwort. Wenn es eine bildhafte Beschreibung für eine Handlung ist (wie: Den Löffel abgeben), ist es eine redewendung definition für kinder. Eigentlich ganz logisch, oder? Ein Sprichwort will uns etwas lehren, eine Redewendung will uns etwas zeigen.

Redewendung vs. Sprichwort im Check

Obwohl beide Begriffe oft synonym verwendet werden, gibt es klare Unterschiede in ihrer Struktur und Funktion.

Redewendung

- Jemandem einen Korb geben

- Unvollständiger Satzbaustein, muss grammatikalisch angepasst werden

- Beschreibt eine Situation oder Handlung bildhaft

Sprichwort

- Lügen haben kurze Beine

- Vollständiger Satz, bleibt in der Form immer starr

- Enthält eine Lehre, Warnung oder Lebensweisheit

Der entscheidende Punkt ist die Flexibilität: Redewendungen bauen wir aktiv in unsere eigene Satzstruktur ein, während Sprichwörter als fertige Zitate in das Gespräch eingestreut werden.

Das Missverständnis beim Abendessen

Lukas, ein Softwareentwickler aus Berlin, hatte seinen neuen Kollegen aus England zum Essen eingeladen. Während sie über ein schwieriges Projekt sprachen, sagte Lukas: Da haben wir wohl den Salat.

Sein Kollege schaute verwirrt auf seinen Teller, auf dem nur Steak und Kartoffeln lagen, und fragte, wo denn der Salat sei. Lukas versuchte zu erklären, dass er das Chaos im Projekt meinte, nicht das Essen.

Lukas bemerkte, dass bildhafte Sprache ohne kulturelles Wissen oft ins Leere läuft. Er fing an, Redewendungen bewusster zu nutzen und sie bei Bedarf kurz zu umschreiben.

Nach drei Wochen hatte sich die Kommunikation im Team verbessert. Die Fehlerquote bei Absprachen sank um etwa 15 Prozent, da Lukas lernte, Metaphern nur dort einzusetzen, wo sie wirklich verstanden wurden.

Die wichtigsten Punkte

Nicht wörtlich nehmen

Das wichtigste Gesetz: Ignoriere die einzelnen Wörter und schaue nur auf das Gesamtbild, das sie erzeugen.

Grammatikalische Flexibilität

Redewendungen müssen fast immer an das Subjekt und die Zeitform des Satzes angepasst werden.

Unterscheidung zum Sprichwort

Merk dir: Sprichwörter sind fertige Sätze mit Moral, Redewendungen sind bildhafte Satzteile.

Fragensammlung

Warum sagt man eigentlich Redewendung?

Der Begriff kommt daher, dass man die Sprache wendet - also von der normalen Bedeutung weg hin zu einer bildhaften Ebene. Man benutzt die Wörter in einer anderen Richtung als gewöhnlich.

Muss ich alle Redewendungen auswendig lernen?

Nein, das wäre unmöglich. Die meisten lernt man automatisch durch das Zuhören im Alltag. Es reicht völlig aus, die 50 bis 100 gängigsten Ausdrücke zu kennen, um im Alltag gut mitreden zu können.

Wenn du tiefer in das Thema eintauchen möchtest, erfahre hier mehr: Was sind Redewendungen?.

Können Redewendungen aussterben?

Ja, das passiert ständig. Ausdrücke aus der Zeit der Postkutschen oder Ritterburgen verschwinden langsam, während neue Begriffe aus der digitalen Welt, wie zum Beispiel jemanden ghosten, ihren Platz einnehmen.

Quellmaterialien

  • [1] De - Rund 30-40% der Alltagssprache bestehen aus solchen festen Wendungen oder Redensarten.
  • [2] Download - In der deutschen Sprache gibt es schätzungsweise über 10.000 solcher feststehenden Ausdrücke.
  • [3] Hwk-hildesheim - Während früher ca. 80% dieser Ausdrücke aus der Landwirtschaft oder dem Handwerk kamen, entstehen heute ständig neue.