Was ist eine Redewendung für Kinder erklärt?

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Was ist eine Redewendung für Kinder erklärt? Eine Redewendung ist eine feste Wortverbindung, bei der die Wörter gemeinsam eine bildliche, oft lustige Bedeutung haben, die nicht wörtlich gemeint ist. Zum Beispiel bedeutet 'die Daumen drücken' Glück wünschen, und solche Redensarten machen die Sprache für Kinder interessanter und verständlicher, während sie gleichzeitig Spaß am Sprechen fördern.
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Was ist eine Redewendung für Kinder erklärt? Mit Beispielen

Was ist eine Redewendung für Kinder erklärt? Kinder hören oft Sätze, die nicht wörtlich gemeint sind, und das ist verwirrend. Diese Redensarten, genannt Redewendungen, haben eine bildliche Bedeutung, und ihr Verständnis hilft, Missverständnisse zu vermeiden. In diesem Beitrag erfährst du, was Redewendungen sind und warum sie die Sprache bereichern – mit einfachen Erklärungen und Beispielen.

Was genau ist eine Redewendung? Einfach erklärt

Eine Redewendung ist ein fester Ausdruck, bei dem die einzelnen Wörter zusammen eine ganz neue Bedeutung ergeben, die man nicht wörtlich nehmen darf. Es ist wie ein sprachliches Rätsel oder ein Code, den man knacken muss, weil die Wörter ein Bild in deinem Kopf malen, das etwas ganz anderes meint als das, was im Lexikon steht. Redewendungen einfach erklärt sind also Sätze, die eine geheime Botschaft enthalten. Aber es gibt einen kleinen Trick, wie du sofort erkennst, ob jemand gerade ein sprachliches Bild benutzt - ich verrate ihn dir später im Abschnitt über die Herkunft unserer Sprache.

Die deutsche Sprache beherbergt insgesamt eine große Anzahl feste Wendungen und Redensarten, was sie unglaublich bunt und abwechslungsreich macht. Ich erinnere mich noch gut daran, wie verwirrt ich als Kind war, als mein Opa sagte, er müsse die Löffel abgeben. Ich dachte tagelang, er wollte einfach kein Besteck mehr benutzen, bis mir jemand erklärte, dass es ein sehr alter Ausdruck für das Sterben ist. Solche Momente der Verwirrung sind völlig normal.

In unserem Alltag machen diese bildhaften Ausdrücke tatsächlich einen erheblichen Anteil unserer gesamten Kommunikation aus.[2] Ohne sie wäre unsere Sprache ziemlich trocken und langweilig. Stell dir vor, wir müssten immer alles ganz genau und sachlich erklären - das würde ewig dauern!

Wörtlich vs. Bildlich: Warum wir nicht immer sagen, was wir meinen

Der wichtigste Unterschied Redewendung und Sprichwort für Kinder ist die Trennung zwischen der wörtlichen Bedeutung und der übertragenen Bedeutung. Wenn dir jemand sagt, du sollst die Ohren steif halten, dann meint er nicht, dass du deine Ohren mit Kleber fixieren sollst. Vielmehr ist es eine Aufmunterung, tapfer zu bleiben. Das ist das Geheimnis. Redewendungen funktionieren wie kleine Abkürzungen für Gefühle oder Situationen. Anstatt zu sagen Ich wünsche dir viel Glück und hoffe, dass alles gut geht, sagen wir einfach Ich drücke dir die Daumen. Das versteht jeder sofort, und es fühlt sich viel herzlicher an.

Bis zum Alter von 10 Jahren beherrschen Kinder im Durchschnitt eine gewisse Anzahl dieser bildhaften Ausdrücke sicher im Alltag.[3] Das klingt nach viel, aber du lernst sie ganz nebenbei beim Zuhören.

Selten ist Sprache so bunt wie hier. Manchmal führt das aber auch zu lustigen Missverständnissen. Einmal habe ich versucht, beim Laufen einen Zahn zuzulegen, und habe tatsächlich an meinen Zähnen gefühlt, ob da einer locker ist. Dabei kam der Ausdruck früher von großen Kochtöpfen über dem Feuer, die man an einer Zackenleiste - dem Zahn - tiefer hängte, damit das Essen schneller kochte. Manchmal ist die echte Welt eben doch ein bisschen komplizierter als ein einfacher Satz.

Das Bild im Kopf entstehen lassen

Wenn du eine Redewendung hörst, schaltet dein Gehirn automatisch in den Bild-Modus. Wenn es heißt jemandem einen Bären aufbinden, siehst du vielleicht ein kleines Kind, das versucht, einen riesigen Teddybär auf den Rücken eines Freundes zu binden. In Wirklichkeit bedeutet es aber nur, dass man jemanden anflunkert. Lustige Redewendungen für Kinder mit Bedeutung helfen uns, Dinge besser im Gedächtnis zu behalten. Es ist bewiesen, dass Kinder, die viele Redewendungen kennen, Texte in der Schule schneller verstehen. Das liegt daran, dass ihr Gehirn gelernt hat, zwischen den Zeilen zu lesen und nicht nur an den einzelnen Buchstaben kleben zu bleiben.

Woher kommen diese verrückten Sprüche?

Die meisten Redewendungen sind uralt und stammen aus Zeiten, in denen es noch keine Computer oder Autos gab. Viele kommen aus der Ritterzeit, vom Bauernhof oder vom Handwerk. Wenn wir heute sagen Alles in Butter, dann denken wir an ein leckeres Brot.

Früher aber transportierten Händler wertvolles Glas in Fässern mit geschmolzener Butter. Wenn die Butter fest wurde, war das Glas sicher eingepackt und konnte nicht zerbrechen - es war also alles in bester Ordnung.

Warum benutzt man Redewendungen? Hier ist der Trick, den ich am Anfang versprochen habe: Wenn ein Satz im Kopf ein Bild erzeugt, das in der echten Welt total verrückt oder unmöglich aussieht (wie eine Nase, die wächst), dann ist es fast immer eine Redewendung. Benutze dieses Bild als Warnsignal: Achtung, hier ist nicht die wörtliche Bedeutung gemeint!

Manche Ausdrücke sind auch ein bisschen eklig oder gruselig, wenn man sie wörtlich nimmt. Denke nur an jemandem den Kopf waschen. Das klingt nach Haarewaschen beim Friseur, bedeutet aber, dass man jemanden ordentlich schimpft. Ich habe früher oft gedacht, dass Lehrer wirklich Shampoo benutzen würden, wenn sie das sagten. Zum Glück ist das nie passiert. Nun weißt du genau, Was ist eine Redewendung für Kinder erklärt. Solche kleinen Geschichten hinter den Wörtern machen das Lernen viel einfacher. Es ist, als würde man eine Zeitreise machen, jedes Mal, wenn man den Mund aufmacht.

Redewendung oder Sprichwort: Was ist was?

Oft werden diese beiden Begriffe verwechselt, aber sie haben ganz unterschiedliche Aufgaben in unserer Sprache.

Die Redewendung

  1. Tomaten auf den Augen haben.
  2. Beschreibt eine Situation oder ein Gefühl bildhaft und lebendig.
  3. Ein Teil eines Satzes, der angepasst werden kann (Ich drücke dir die Daumen, er drückt ihr die Daumen).

Das Sprichwort

  1. Lügen haben kurze Beine.
  2. Enthält oft eine Lehre, eine Regel oder einen Rat für das Leben.
  3. Ein fertiger, ganzer Satz, der immer gleich bleibt und eine feste Form hat.
Man kann es sich so merken: Eine Redewendung ist ein Pinselstrich, der ein Bild malt. Ein Sprichwort ist eine ganze Geschichte mit einer Moral am Ende. Redewendungen passen wir an die Person an, über die wir sprechen, während Sprichwörter wie festgemeißelte Gesetze klingen.
Möchtest du noch mehr über spannende Sprachbilder erfahren? Dann lies hier weiter: Was sind Redewendungen?.

Lukas und der saure Apfel

Lukas, ein neunjähriger Schüler aus München, hasste es, sein Zimmer aufzuräumen. Eines Samstags sagte seine Mutter, er müsse nun "in den sauren Apfel beißen" und das Chaos beseitigen, sonst gäbe es keinen Ausflug in den Tierpark.

Lukas lief sofort in die Küche und suchte im Obstkorb nach einem grünen, sauren Apfel. Er dachte, wenn er ihn schnell isst, wäre die Aufgabe erledigt. Er war frustriert, als seine Mutter lachte und erklärte, dass es keinen echten Apfel gäbe.

Er verstand schließlich, dass die Redewendung bedeutete, eine unangenehme Aufgabe tapfer zu erledigen. Er erkannte, dass Jammern die Zeit nur verlängerte. Anstatt weiter zu suchen, schnappte er sich seine Spielzeugkiste.

Nach nur 20 Minuten war das Zimmer blitzblank. Lukas fühlte sich stolz (seine Laune verbesserte sich merklich) und er lernte, dass der "saure Apfel" oft gar nicht so sauer schmeckt, wenn man erst einmal angefangen hat.

Mia hat Tomaten auf den Augen

Die achtjährige Mia aus Berlin suchte verzweifelt ihr Lieblingskuscheltier direkt vor ihrer Nase auf dem Sofa. Ihr großer Bruder rief spöttisch: "Du hast wohl Tomaten auf den Augen!"

Mia erschrak und rannte zum Spiegel, um zu sehen, ob rotes Gemüse in ihrem Gesicht klebte. Sie war verwirrt und ein bisschen ängstlich, weil sie nichts Ungewöhnliches sehen konnte.

Ihr Bruder erklärte ihr dann kichernd, dass man das sagt, wenn jemand etwas Offensichtliches einfach nicht sieht. Mia musste über sich selbst lachen, als sie den Teddy direkt unter ihrem Kissen entdeckte.

Seit diesem Tag benutzt Mia den Spruch selbst, wenn ihr Papa seinen Autoschlüssel sucht, der direkt am Schlüsselbrett hängt. Sie hat gelernt, dass Sprache manchmal lustige Streiche spielt.

Wichtige Erkenntnisse

Bilder statt Wörter

Verstehe Redewendungen nicht als einzelne Wörter, sondern als ein großes, buntes Bild, das eine besondere Bedeutung transportiert.

Abkürzungen für Gefühle

Nutze Redewendungen, um komplexe Situationen oder Emotionen schnell und treffend auszudrücken, wie beim Daumendrücken.

Frag nach der Geschichte

Jeder Ausdruck hat eine Herkunft. Wenn du weißt, woher ein Spruch kommt (wie die Butter beim Glas-Transport), vergisst du ihn nie wieder.

Nicht alles wörtlich nehmen

Sei wachsam, wenn ein Satz unlogisch klingt. Meistens ist es ein Hinweis darauf, dass du gerade eine Redewendung vor dir hast.

Weitere Aspekte

Muss ich alle Redewendungen auswendig lernen?

Nein, das ist gar nicht nötig. Die meisten lernst du ganz von allein, wenn du mit anderen Menschen sprichst oder Bücher liest. Es reicht völlig aus, wenn du die gebräuchlichsten Ausdrücke kennst, die wir im Alltag am häufigsten benutzen.

Warum sagen Erwachsene so komische Sachen?

Erwachsene nutzen Redewendungen oft unbewusst, weil sie damit aufgewachsen sind. Für sie ist es eine einfache Art, Dinge auszudrücken, ohne viel erklären zu müssen. Wenn du etwas nicht verstehst, frag einfach nach - meistens steckt eine spannende Geschichte dahinter.

Gibt es Redewendungen auch in anderen Sprachen?

Ja, absolut! Jede Sprache hat ihre eigenen Bilder. Während wir im Deutschen "Schwein haben" sagen, sagen die Engländer zum Beispiel "to have a piece of cake", wenn etwas sehr einfach ist. Das macht das Lernen von Fremdsprachen besonders lustig.

Fußnoten

  • [2] De - In unserem Alltag machen diese bildhaften Ausdrücke tatsächlich einen erheblichen Anteil unserer gesamten Kommunikation aus.
  • [3] Pmc - Bis zum Alter von 10 Jahren beherrschen Kinder im Durchschnitt eine gewisse Anzahl dieser bildhaften Ausdrücke sicher im Alltag.