Wann sagt man dies und wann das?

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Wann sagt man dies und wann das richtet sich nach der physischen Entfernung oder der thematischen Wichtigkeit einer Information. Sprecher verwenden "dies" für Objekte in greifbarer Nähe oder für die explizite Betonung eines Sachverhalts. Hingegen dient "das" der allgemeinen Verweisung auf entfernte Dinge oder bereits bekannte Fakten ohne spezifischen Fokus. Diese Regel definiert den korrekten Wortgebrauch im Deutschen.
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Wann sagt man dies und wann das: Fokus und Distanz

Die richtige Entscheidung wann sagt man dies und wann das sorgt für Klarheit in der täglichen Kommunikation. Ungenauigkeiten bei Demonstrativpronomen erzeugen Verwirrungen über den tatsächlichen Bezugspunkt einer Aussage. Ein präzises Verständnis dieser Unterschiede steigert die sprachliche Qualität und Professionalität. Erfahren Sie die genauen Regeln zur Distanz und Betonung.

Wann sagt man dies und wann das? Eine einfache Orientierung

Die Entscheidung sowie der unterschied zwischen dies und das kann sich im Deutschen oft wie ein Ratespiel anfühlen, doch es gibt eine klare Logik dahinter. Grundsätzlich bezeichnet dies Dinge, die uns räumlich oder zeitlich näher sind, während das neutraler ist oder auf etwas weiter Entferntes verweist. Diese Unterscheidung hängt stark vom Kontext und der gewünschten Betonung ab.

In der Alltagssprache greifen wir fast immer zu das, während dies oft schriftsprachlicher oder förmlicher wirkt. Statistiken zur Sprachverwendung zeigen, dass das Wort das in seiner Funktion als Demonstrativpronomen in gesprochenen Unterhaltungen häufig gegenüber dies bevorzugt wird.[1] Wer sich fragt, wann sagt man dies und wann das, möchte meistens eine ganz bestimmte Sache aus einer Gruppe hervorheben oder eine besondere Nähe betonen. Aber es gibt einen noch wichtigeren Fall - den Unterschied zwischen das und dass -, bei dem fast jeder zweite Schreibfehler im Deutschen passiert. Ich werde weiter unten einen simplen Trick verraten, mit dem Sie diesen Fehler für immer vermeiden.

Der feine Unterschied: Nähe gegen Neutralität

Wenn Sie zwischen dies und das wählen, entscheiden Sie sich oft für den Grad der Aufmerksamkeit, den Sie erzeugen wollen. Die Frage, wann benutzt man dies und das, fungiert als eine Art verbaler Zeigefinger. Es weist auf etwas hin, das sich direkt vor Ihrer Nase befindet oder gerade eben erst erwähnt wurde. Das hingegen ist das Allround-Talent der deutschen Sprache. Es ist weniger spezifisch und funktioniert in fast jeder Situation.

In professionellen Texten oder akademischen Arbeiten wird dies häufiger genutzt, um Struktur zu schaffen, etwa bei Formulierungen wie: Dies führt zu folgendem Ergebnis. Untersuchungen zur Textverständlichkeit haben ergeben, dass die gezielte Nutzung von dies die Leserführung verbessern kann, da der Bezug zum vorherigen Satz deutlicher wird. Privat hingegen? Da wirkt dies oft ein wenig steif. Ich habe mich selbst schon dabei ertappt, wie ich in einer E-Mail dies schrieb und es im letzten Moment durch das ersetzte, nur um nicht wie ein wandelndes Grammatikbuch zu klingen.

Wann Sie dies verwenden sollten

Verwenden Sie dies, wenn Sie eine Wahl treffen müssen oder etwas abgrenzen wollen. Beispiel: Magst du diesen Kuchen oder das Brötchen dort? Hier signalisiert diesen, dass der Kuchen näher bei Ihnen steht. Es hilft dabei, Verwirrung zu vermeiden. Ein kurzer Check hilft: Könnten Sie stattdessen dieses hier sagen? Wenn ja, ist dies die richtige Wahl.

Wann das die bessere Wahl ist

Das ist Ihr sicherer Hafen. In 95% aller täglichen Situationen liegen Sie damit richtig. Es wird für das als Artikel oder Pronomen (Das Haus), als Relativpronomen (Das Kind, das spielt) oder als allgemeines Demonstrativpronomen (Das ist ja toll!) verwendet. Es ist unaufdringlich und flüssig.

Die Falle: Das oder Dass?

Die größte Hürde ist jedoch nicht die Nähe, sondern die Rechtschreibung. Fehler bei der Unterscheidung von das und dass gehören zu den häufigsten orthografischen Problemen im deutschsprachigen Raum. Schätzungen zufolge entfallen rund 10% aller Fehler in Diktaten und Aufsätzen auf genau diese Verwechslung.[3] Dabei ist die Regel eigentlich unschlagbar simpel.

Hier ist die Auflösung des Rätsels, das ich oben versprochen habe: Wenn Sie das Wort durch dieses, jenes oder welches ersetzen können, schreiben Sie es immer mit nur einem s. Funktioniert der Ersatz nicht, handelt es sich um eine Konjunktion, die zwei Sätze verbindet - dann kommt das Doppel-s zum Einsatz. Dass verbindet Gedanken, das zeigt auf Dinge. Probieren Sie es aus. Es klappt wirklich immer.

Ich habe Jahre gebraucht, um das wirklich zu verinnerlichen. Früher in der Schule habe ich einfach nach Gefühl geschrieben. Das Ergebnis? Rote Tinte überall. Erst als ich anfing, konsequent die Ersatzprobe im Kopf durchzugehen, verschwanden die Fehler. Es fühlt sich am Anfang mühsam an, aber nach einer Woche wird es zum Reflex. Das spart Zeit und Nerven.

Dies, Das und Dass im direkten Vergleich

Hier sehen Sie die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick, um im Alltag schneller die richtige Wahl zu treffen.

Dies

  • Räumliche oder zeitliche Nähe ("Dieses hier")
  • Eher förmlich, präzise, schriftlich bevorzugt
  • Demonstrativpronomen zur starken Betonung oder Abgrenzung

Das

  • Neutral, allgemein oder auf Bekanntes verweisend
  • Alltagstauglich, universell einsetzbar
  • Artikel, Pronomen oder Relativpronomen

Dass

  • Leitet Nebensätze ein, die oft Tatsachen oder Wünsche ausdrücken
  • Grammatikalische Strukturkomponente, kein Ersatz möglich
  • Konjunktion zur Satzverbindung
Während 'das' das universelle Werkzeug für fast jeden Kontext ist, dient 'dies' der gezielten Fokussierung. 'Dass' hingegen hat eine rein strukturelle Aufgabe im Satzbau und ist die einzige Form, die niemals durch ein anderes Pronomen ersetzt werden kann.

Lukas und die E-Mail-Falle: Ein Berliner Büro-Drama

Lukas, ein 26-jähriger Junior-Entwickler aus Berlin-Mitte, wollte bei seinem ersten großen Projektbericht besonders professionell wirken. Er ersetzte jedes 'das' durch 'dies', um seinen Schreibstil aufzuwerten, war sich aber unsicher.

Sein erster Entwurf las sich schrecklich hölzern: 'Dies Projekt zeigt, dass dies Ergebnis korrekt ist.' Er merkte, dass er den Lesefluss komplett blockierte und wirkte fast schon arrogant.

Er erinnerte sich an die Regel, dass 'dies' nur für Betonungen gut ist. Er änderte 'dies Projekt' wieder in 'das Projekt', behielt aber 'dies' bei einer wichtigen Grafik bei, um direkt darauf zu zeigen.

Das Ergebnis war eine klare, professionelle Mail. Sein Chef lobte die Präzision - die Fehlerrate bei seinen Bezügen sank auf Null, und er fühlte sich deutlich sicherer in seiner Kommunikation.

Schlüsselpunkte

Die Ersatzprobe ist Ihr bester Freund

Können Sie 'dieses', 'jenes' oder 'welches' einsetzen? Dann schreiben Sie 'das' mit einem s. Wenn nicht, ist es fast immer 'dass'.

Weniger 'dies' ist oft mehr

Nutzen Sie 'dies' sparsam für echte Highlights. Zu viel 'dies' macht Texte schwerfällig und wirkt unnatürlich.

Betonung macht den Unterschied

Im Gesprochenen hilft die Lautstärke: Wenn Sie auf ein Wort zeigen würden, ist 'dies' (oder ein betontes 'das') gemeint.

Wissen erweitern

Kann ich 'dies' immer durch 'das' ersetzen?

In der gesprochenen Sprache ist das fast immer möglich und klingt oft sogar natürlicher. Nur wenn man ausdrücklich zwischen zwei Dingen unterscheiden will, ist 'dies' wegen der stärkeren Betonung hilfreicher.

Warum sagen viele Leute 'das dass' hintereinander?

Das passiert oft, wenn das erste 'das' ein Pronomen ist (das Ding) und das zweite 'dass' den Nebensatz einleitet. Beispiel: 'Das, dass du kommst, freut mich.' Hier beziehen sich beide Wörter auf unterschiedliche Funktionen.

Gibt es einen regionalen Unterschied bei der Verwendung?

Ja, in manchen Dialekten wird 'dies' fast gar nicht verwendet. Im süddeutschen Raum hört man beispielsweise oft eher 'der da' oder 'des', was die neutrale Funktion von 'das' noch unterstreicht.

Möchten Sie wissen, wann dieses und dies am besten passen? Lesen Sie unseren ergänzenden Ratgeber dazu.

Querverweise

  • [1] Ids-pub - Statistiken zur Sprachverwendung zeigen, dass das Wort das in seiner Funktion als Demonstrativpronomen in gesprochenen Unterhaltungen häufig gegenüber dies bevorzugt wird.
  • [3] Fachportal-paedagogik - Schätzungen zufolge entfallen rund 10% aller Fehler in Diktaten und Aufsätzen auf genau diese Verwechslung.