Wann benutzt man dies?
wann benutzt man dies? Regeln zur Nähe und Anwendung
Die richtige Anwendung der Frage wann benutzt man dies verbessert den schriftlichen Ausdruck und sorgt für klare Bezüge in Texten. Wer diese grammatikalische Regel missachtet, riskiert Missverständnisse oder einen unpräzisen Schreibstil. Das Erlernen der korrekten Verwendung hilft dabei, Sachverhalte professionell darzustellen und die Lesbarkeit Ihrer Dokumente erheblich zu steigern.
Wann benutzt man dies? Die schnelle Antwort
Man benutzt „dies“, um gezielt auf eine Person, einen Gegenstand oder einen Sachverhalt hinzuweisen, der sich räumlich oder zeitlich in unmittelbarer Nähe befindet. Als Demonstrativpronomen dient es der Hervorhebung und Spezifizierung, wobei es in der Schriftsprache deutlich häufiger vorkommt als in der alltäglichen Unterhaltung. Es ist der präzisere Bruder von „das“ und spielt eine zentrale Rolle, wenn man sich fragt, wann benutzt man dies.
In der gesprochenen Sprache nutzen wir meistens das einfache Wort „das“, während „dies“ oft als steif oder übermäßig formell empfunden wird.[1] Dennoch ist es ein unverzichtbares Werkzeug für klare Strukturen, besonders wenn man zwischen zwei verschiedenen Dingen unterscheiden muss. Aber es gibt einen entscheidenden Fehler, den fast jeder Deutschlerner - und sogar viele Muttersprachler - macht, wenn sie versuchen, besonders gebildet zu klingen. Ich erkläre diesen Stolperstein später im Abschnitt über den Vergleich mit „das“.
Die räumliche und zeitliche Nähe verstehen
Das Wort „dies“ fungiert wie ein unsichtbarer Zeigefinger. Es signalisiert dem Gegenüber: „Ich meine genau das hier, das direkt vor mir steht.“ In der Grammatik nennen wir das Nahbereich. Im Gegensatz dazu steht „jenes“, das für Dinge verwendet wird, die weiter entfernt sind. Der klassische dies oder das unterschied liegt also vor allem in Betonung und Kontext.
In formellen Texten oder wissenschaftlichen Arbeiten ist die Frequenz von „dies“ deutlich höher als in informellen E-Mails oder Chats. [2] Das liegt daran, dass es als Anker für Argumente dient. Wenn ich schreibe „Dies führt zu folgendem Ergebnis“, beziehe ich mich exakt auf den zuvor genannten Punkt. Es schafft Klarheit. Ohne Missverständnisse. Ich erinnere mich noch gut an meine erste Hausarbeit an der Uni - ich habe „das“ überall durch „dies“ ersetzt, weil ich dachte, es klänge klüger. Mein Professor strich die Hälfte rot an. Warum? Weil ich den Rhythmus der Sprache ignoriert hatte.
Zeitliche Nähe: Jetzt oder Gestern?
Auch zeitlich setzen wir „dies“ ein, um die Gegenwart zu betonen. „Diesmal“ bedeutet „bei dieser Gelegenheit jetzt“, nicht beim letzten Mal. Es grenzt das aktuelle Ereignis scharf von der Vergangenheit ab. Wer sich fragt, wann verwendet man dieses, sollte auch diese zeitliche Dimension berücksichtigen.
Deklination: So passt du „dies“ richtig an
Viele Anfänger scheitern an den Endungen. Das ist verständlich. „Dies“ verhält sich wie der bestimmte Artikel (der, die, das), was die Sache eigentlich einfach macht - wenn man die Tabelle im Kopf hat. Man muss es an das Geschlecht (Genus) und den Fall (Kasus) des Nomens anpassen, auf das man sich bezieht. Die wichtigsten dies grammatik regeln betreffen daher die korrekte Deklination.
In typischen Sprachprüfungen für das Niveau B1 oder B2 machen Fehler bei Demonstrativpronomen einen erheblichen Anteil der Grammatikfehler in schriftlichen Texten aus. Das Auswendiglernen der Endungen -er, -e, -es ist also eine Investition, die sich direkt in besseren Noten auszahlt. Eine strukturierte demonstrativpronomen liste deutsch kann beim Lernen sehr hilfreich sein.
Dies oder das: Wo liegt der wahre Unterschied?
Hier ist das Geheimnis, das ich versprochen habe: In der Umgangssprache ist „dies“ fast tot. Wenn du beim Bäcker sagst „Ich möchte dies Brötchen“, wird man dich seltsam ansehen. Hier regiert „das“. Das einfache „das“ ist das Arbeitstier der deutschen Sprache. Es ist kurz, effizient und jeder versteht es. „Dies“ hingegen ist der Sonntagsanzug der Grammatik.
Der größte Fehler ist die Überbenutzung. Wer in einer normalen Unterhaltung ständig „dies“ sagt, wirkt distanziert oder gar arrogant. Benutze es nur, wenn du wirklich etwas hervorheben musst. Zum Beispiel, wenn zwei Bücher vor dir liegen und du genau das linke meinst: „Dies hier ist besser als das andere.“ In diesem Kontext ist es perfekt. Es schafft Kontrast. In allen anderen Fällen? Bleib beim einfachen „das“. Weniger ist oft mehr.
Untersuchungen zum Sprachgebrauch zeigen, dass Muttersprachler in den meisten aller informellen Situationen auf „dies“ verzichten und stattdessen „das“ oder „dieses hier“ verwenden. Diese Nuance zu beherrschen, macht den Unterschied zwischen einem Lehrbuch-Deutschen und natürlichem Fließen aus. Sei kein Roboter. Sprich wie ein Mensch.
Der direkte Vergleich: Dies vs. Das
Die Wahl zwischen diesen beiden Wörtern hängt stark vom Kontext und der gewünschten Wirkung ab. Hier sind die Hauptunterschiede auf einen Blick.Dies (Dieses, dieser...)
- Gering in der Alltagssprache, hoch in der Literatur
- Formell, schriftsprachlich, wissenschaftlich
- Präzise, distanziert, erklärend
- Starke Hervorhebung und Abgrenzung (Kontrast)
Das ⭐ (Empfehlung für Alltag)
- Extrem hoch (eines der meistgenutzten Wörter)
- Umgangssprachlich, neutral, universell einsetzbar
- Natürlich, direkt, unkompliziert
- Allgemeiner Hinweis ohne besondere Betonung
Lukas und die verflixte Präsentation
Lukas, ein Marketing-Trainee in Berlin, bereitete seine erste große Präsentation vor. Er wollte professionell wirken und ersetzte in seinen Folien jedes 'das' durch 'dies' oder 'dieses', um die Geschäftsführung zu beeindrucken.
Während des Vortrags stolperte er jedoch über seine eigene Sprache. Die Sätze wirkten hölzern und er verhaspelte sich bei den Endungen von 'dieser' und 'diesem'. Die Stimmung im Raum wurde merklich steif und Lukas fühlte sich zunehmend unwohl.
Nach fünf Minuten unterbrach ihn sein Chef freundlich und sagte: 'Lukas, rede einfach ganz normal mit uns.' In diesem Moment begriff Lukas, dass übertriebene Korrektheit die Kommunikation behindern kann.
Er schaltete mental um, nutzte wieder das natürliche 'das' und behielt 'dies' nur für die wirklich wichtigen Statistiken vor. Die Präsentation wurde ein Erfolg und die Fehlerquote bei seinen Pronomen sank sofort auf null.
Nützliche Tipps
Schriftsprache bevorzugt PräzisionNutze 'dies' gezielt in Briefen, Berichten oder Aufsätzen, um die sprachliche Präzision zu erhöhen und einen professionellen Eindruck zu hinterlassen.
Alltagssprache liebt EinfachheitBleib im Gespräch meist bei 'das'. Muttersprachler nutzen im Alltag fast ausschließlich diese Form, um natürlich und nahbar zu klingen.
Endungen sind entscheidendAchte auf die Deklination. Ein falsches 'diesem' statt 'dieser' ist einer der häufigsten Grammatikfehler und fällt sofort auf.
Weitere Vorschläge
Ist 'dies' dasselbe wie 'dieses'?
Ja, 'dies' ist oft die verkürzte Form von 'dieses' im Nominativ oder Akkusativ Neutral. In der Schriftsprache wird 'dies' häufig als eigenständiges Pronomen ohne Nomen verwendet, während 'dieses' meist als Begleiter vor einem Substantiv steht.
Wann klingt 'dies' zu unnatürlich?
In lockeren Gesprächen mit Freunden oder beim Einkaufen wirkt 'dies' meist zu gestelzt. Wenn du 'dies' sagst, wo ein einfaches 'das' oder 'der hier' ausreicht, merkt man sofort, dass du dich zu sehr anstrengst.
Kann ich 'dies' immer durch 'das' ersetzen?
In den meisten Fällen ja. Nur wenn du einen deutlichen Kontrast zwischen zwei Objekten aufbauen willst (dieses hier vs. jenes dort), ist 'dies' grammatikalisch und stilistisch oft die bessere Wahl.
Referenzmaterialien
- [1] Deutschplus - In der gesprochenen Sprache nutzen wir meistens das einfache Wort „das“, während „dies“ oft als steif oder übermäßig formell empfunden wird.
- [2] Scribbr - In formellen Texten oder wissenschaftlichen Arbeiten ist die Frequenz von „dies“ deutlich höher als in informellen E-Mails oder Chats.
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