Wann kann man dies nutzen?

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Wann nutzt man dies? Alleinstehend als Demonstrativpronomen zur Referenz auf Sachverhalte. Als Artikelwort vor einem Substantiv zur direkten Bestimmung. In Abgrenzung zu jenem für räumlich oder zeitlich nähere Objekte. In der Schriftsprache zur präzisen Verknüpfung von Informationseinheiten. Verwendung findet das Wort zudem bei der Zusammenfassung vorheriger Sätze.
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Wann nutzt man dies? Die Regeln zur Verwendung

Die korrekte Frage Wann nutzt man dies? betrifft die präzise Ausdrucksweise in der deutschen Sprache. Das Verständnis dieser grammatikalischen Struktur schützt vor Missverständnissen in der schriftlichen Kommunikation und verbessert den sprachlichen Ausdruck erheblich. Erfahren Sie hier die wesentlichen Einsatzbereiche, um Fehler zu vermeiden und Ihre Texte professioneller zu gestalten.

Wann nutzt man dies? Die Grundlagen der präzisen Verweisung

Man nutzt das Wort „dies“ im Deutschen vor allem als Demonstrativpronomen oder Demonstrativartikel, um gezielt auf eine bereits erwähnte Information, einen ganzen Sachverhalt oder ein räumlich nahes Objekt hinzuweisen. Es fungiert als sprachlicher Scheinwerfer, der das Bezugswort stärker betont als das schlichte „das“. Es gibt jedoch eine feine Nuance zwischen dies und dieses, die oft übersehen wird - ich löse das Rätsel im Abschnitt über grammatikalische Feinheiten weiter unten auf.

In der geschriebenen Sprache tritt das Wort häufiger auf als in der gesprochenen Alltagskommunikation. Während wir beim Sprechen meist zum unauffälligeren „das“ greifen, hilft „dies“ in Texten dabei, Bezüge klarer zu gestalten. In wissenschaftlichen Texten machen Demonstrativpronomen wie dies einen nennenswerten Anteil der Verknüpfungselemente aus.[2] Das ist wichtig, wenn man sich fragt: Wann nutzt man dies? Ohne diese Präzision würden komplexe Argumentationsketten oft in sich zusammenbrechen, da der Leser den Bezug verlieren könnte. Ich habe selbst oft erlebt, dass Texte durch den gezielten Einsatz von „dies“ sofort professioneller wirken, solange man es nicht übertreibt. Zu viel davon wirkt schnell hölzern.

Der entscheidende Unterschied: Dies versus Das

Warum sollte man überhaupt „dies“ nutzen, wenn „das“ doch auch funktioniert? Der Hauptgrund liegt in der Intensität der Zeigefunktion. Während „das“ oft nur als einfacher Begleiter oder neutraler Verweis dient, signalisiert „dies“ eine unmittelbare Nähe - entweder räumlich, zeitlich oder gedanklich. Viele Deutschlernende haben anfangs Schwierigkeiten, den Unterschied dies und das korrekt einzuschätzen [3]. Das ist völlig normal.

Anfangs dachte ich, beide Wörter seien völlig austauschbar. Das Resultat war frustrierend. Meine Texte klangen entweder wie ein verstaubtes Gesetzbuch oder wie eine flüchtige SMS. Der Durchbruch kam, als ich verstand: „Dies“ selektiert eine Sache aus einer Gruppe heraus. Wenn ich sage „Dies ist mein Haus“, dann meine ich genau dieses hier vor mir, im Gegensatz zu anderen. In Texten verweist es oft auf den gesamten Inhalt des vorangegangenen Satzes und prägt so die Bedeutung von dies im Satz. „Dies führt zu Problemen“ meint dann nicht nur ein Wort, sondern den gesamten zuvor beschriebenen Prozess.

Die grammatikalische Verwendung: Artikel oder Pronomen?

Man muss unterscheiden, ob „dies“ alleine steht oder ein Substantiv begleitet. Diese Unterscheidung ist die Basis für eine korrekte Grammatik.

Dies als alleinstehendes Pronomen

Hier ersetzt das Wort einen ganzen Begriff oder Satz. Beispiel: „Er kam zu spät. Dies ärgerte sie sehr.“ Funktion: Das Wort bezieht sich auf den Umstand des Zu-spät-Kommens. Hier wird „dies“ oft als erstarrte Form genutzt, die nicht dekliniert werden muss. Es ist die neutralste Form der Verweisung.

Dies als Begleiter (Artikelwort)

In diesem Fall steht es direkt vor einem Substantiv. In der modernen Standardsprache wird hier meist die gebeugte Form verwendet (dieses, diese, dieser). Beispiel: „Dieses Buch (statt dies Buch) gefällt mir.“ Interessanterweise findet man die Kurzform „dies“ vor einem Nomen heute fast nur noch in der Lyrik oder in sehr alten Texten. Wer heute im Alltag „dies Haus“ sagt, erntet oft verwunderte Blicke. Das klingt schlichtweg veraltet. Meistens ist die gebeugte Form die sicherere Wahl.

Räumliche Abgrenzung: Dies versus Jenes

Ein klassisches Paar in der deutschen Grammatik ist das Duo aus „dies“ und „jenes“. Hier hilft eine kurze dies vs jenes Erklärung: In der Theorie zeigt „dies“ auf das Nahe und „jenes“ auf das Ferne. In der Praxis hat die Verwendung von „jenes“ in den letzten Jahrzehnten jedoch drastisch abgenommen. In heutigen Alltagstexten wird „jenes“ nur noch selten verwendet, in denen ein Kontrast nötig wäre. [4]

Die meisten Sprecher nutzen stattdessen eine Kombination aus „dieses hier“ und „das da“. Wenn Sie jedoch einen gehobenen Stil pflegen möchten, ist die Gegenüberstellung weiterhin ein starkes Werkzeug. Es schafft eine klare Struktur. In wissenschaftlichen Vergleichen hilft es, zwei verschiedene Theorien sauber voneinander zu trennen, ohne ständig die Namen der Autoren wiederholen zu müssen. Aber Vorsicht. Wer „jenes“ falsch platziert, wirkt schnell überheblich oder künstlich.

Häufige Fehler und die Auflösung des Rätsels

Hier kommen wir zur Auflösung des Rätsels, das ich am Anfang erwähnt habe: Wann nutzt man die Kurzform „dies“ und wann die lange Form „dieses“? Die unaufhaltsame Tendenz in der modernen Sprache geht dahin, „dies“ fast nur noch als reines Pronomen für abstrakte Sachverhalte zu nutzen. Sobald ein konkretes, sächliches Substantiv folgt, ist „dieses“ die grammatikalisch korrekte Wahl. Der Fehler, „dies“ als Artikel vor maskulinen oder femininen Wörtern zu nutzen, kann in schriftlichen Prüfungen von Fortgeschrittenen[5] zu Fehlern führen.

Lassen Sie uns ehrlich sein: Die deutsche Grammatik ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Mein größter Fehler war es, „dies“ für alles zu benutzen, was ich wichtig fand. Das klang schrecklich. Heute nutze ich es nur noch, wenn ich einen vorherigen Gedanken zusammenfassen will. Ein typischer Satzbau wäre: „Die Umsätze sanken im Winter. Dies lag vor allem am Wetter.“ Hier ist „dies“ perfekt. Hätte ich geschrieben „Dieses lag am Wetter“, wäre es zwar verständlich, aber stilistisch schwächer. Es wirkt dann so, als würde man auf ein konkretes Objekt zeigen, das gar nicht da ist.

Vergleich der Demonstrativ-Optionen

Je nach Kontext wählen wir zwischen verschiedenen Formen, um auf Dinge hinzuweisen. Hier ist der direkte Vergleich für die richtige Wahl.

Dies (Pronomen)

Hoch in akademischen Texten

Formell, schriftsprachlich, präzise

Ganze Sätze oder abstrakte Ideen

Dieses (Artikel)

Alltäglich in Schrift und Sprache

Standardsprachlich korrekt vor Nomen

Konkrete, sächliche Objekte (Neutrum)

Das (Neutral)

Am häufigsten verwendet (Rang 3 im Korpus)

Umgangssprachlich, neutral, unaufdringlich

Allgemeine Verweise ohne starke Betonung

Für die meisten Situationen ist 'das' die sicherste Wahl. 'Dies' sollte man sich für Momente aufsparen, in denen man eine Aussage zusammenfassen oder eine starke Betonung setzen möchte.

Lukas und die Abschlussarbeit: Präzision statt Wiederholung

Lukas, ein Jura-Student aus Heidelberg, kämpfte mit den Korrekturen seiner Bachelorarbeit. Sein Professor kritisierte, dass seine Verweise mit dem Wort 'das' zu ungenau seien und man oft nicht wisse, worauf er sich beziehe.

Zuerst versuchte Lukas, jedes 'das' durch 'dieses' zu ersetzen. Das Ergebnis war ein stilistisches Desaster. Der Text las sich abgehackt, und die Lesbarkeit sank laut einer Software-Analyse um fast 20 Prozent.

Nach einem Gespräch in der Fachschaft lernte er, 'dies' gezielt als Zusammenfassung für ganze Argumente am Satzanfang zu nutzen. Er identifizierte die fünf wichtigsten Thesen und setzte dort den Fokus neu.

Die überarbeitete Version wirkte deutlich strukturierter. Die Fehlerquote bei den Bezügen sank auf Null, und Lukas erhielt ein Lob für seinen 'geschärften akademischen Stil' - ein Erfolg nach drei Wochen harter Umformulierung.

Weitere Referenzen

Ist 'dies' höflicher als 'das'?

Es ist nicht direkt höflicher, aber es wirkt formeller und gebildeter. In einem Geschäftsbrief signalisiert die Verwendung von 'dies', dass der Schreiber die Nuancen der Sprache beherrscht und präzise kommuniziert.

Kann ich 'dies' auch für Personen nutzen?

Nur sehr eingeschränkt in Sätzen wie 'Dies ist meine Kollegin'. Im weiteren Verlauf des Gesprächs nutzt man jedoch 'sie' oder 'diese'. 'Dies' bezieht sich meistens eher auf die Identität als auf die Person selbst.

Warum klingt 'dies Haus' so komisch?

Weil die Kurzform von Demonstrativartikeln vor Substantiven im modernen Deutsch veraltet ist. In der Standardsprache muss die Endung des Falls und Geschlechts angehängt werden, also 'dieses Haus' im Nominativ oder Akkusativ.

Haben Sie weitere Fragen zur Grammatik? Entdecken Sie unsere detaillierten Demonstrativpronomen dies Beispiele für noch mehr Klarheit.

Zusammenfassung & Fazit

Nutzen Sie dies zur Zusammenfassung

Verwenden Sie 'dies' am Satzanfang, um sich auf den gesamten Inhalt des vorherigen Satzes zu beziehen. Das schafft Klarheit.

Vermeiden Sie die Kurzform vor Nomen

Vor einem Substantiv sollten Sie fast immer die gebeugte Form wie 'dieses', 'dieser' oder 'diese' wählen, um nicht veraltet zu klingen.

Schrift vs. Sprache beachten

In Texten ist 'dies' ein starkes Stilmittel, in der gesprochenen Alltagssprache wirkt es oft zu steif. Hier ist 'das' die bessere Wahl.

Quellmaterialien

  • [2] Deutschakademie - In wissenschaftlichen Texten machen Demonstrativpronomen wie dies oft bis zu 15 Prozent der Verknüpfungselemente aus.
  • [3] Lingoda - Rund 45 Prozent der Deutschlernenden haben anfangs Schwierigkeiten, die Nuance zwischen dies und das korrekt einzuschätzen.
  • [4] Deutsch-als-fremdsprache - In heutigen Alltagstexten wird jenes in weniger als 5 Prozent der Fälle verwendet, in denen ein Kontrast nötig wäre.
  • [5] Deutschakademie - Der Fehler, dies als Artikel vor maskulinen oder femininen Wörtern zu nutzen, führt zu einer Fehlerquote von etwa 12 Prozent in schriftlichen Prüfungen von Fortgeschrittenen.