Wann ist dies und das?

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Die Bedeutung von „dies und das“ bezeichnet eine Redewendung für verschiedene Dinge oder Themen ohne konkrete Benennung. Diese Formulierung dient als Sammelbegriff für vielfältige Kleinigkeiten in der täglichen Kommunikation und fasst Sachverhalte ohne detaillierte Aufzählung zusammen. Im Gegensatz zu präzisen Fachbegriffen bleibt diese umgangssprachliche Wendung bewusst vage und findet häufige Verwendung in privaten Gesprächen oder lockeren Erzählungen.
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dies und das bedeutung: Vage vs präzise Begriffe

Die dies und das Bedeutung ist ein wesentlicher Bestandteil der alltäglichen Ausdrucksweise für viele Sprecher. Ein korrektes Verständnis dieser Redensart hilft dabei, Missverständnisse in Gesprächen zu vermeiden und die eigene Kommunikation effizienter zu gestalten. Erfahren Sie mehr über die Anwendung dieser Wendung im Alltag.

Was bedeutet dies und das eigentlich?

Die Redewendung dies und das kann sich auf viele verschiedene Dinge beziehen, meist jedoch nicht auf eine konkrete Uhrzeit oder einen Termin. Es handelt sich um eine umgangssprachliche Formel, die wir im Alltag nutzen, wenn wir eine Mischung aus unterschiedlichen Themen, kleinen Aufgaben oder Gegenständen zusammenfassen wollen, ohne sie einzeln aufzuzählen.

In der deutschen Sprache begegnen uns solche festen Wendungen ständig. Schätzungen aus der Korpuslinguistik zufolge machen solche vorgefertigten Bausteine oder idiomatischen Ausdrücke einen erheblichen Anteil unserer alltäglichen Kommunikation aus. Diese helfen uns, Gespräche flüssiger zu gestalten, da unser Gehirn sie als fertige Einheiten abruft, anstatt jedes Wort neu zu kombinieren. Wenn Sie also sagen, Sie hätten am Wochenende dies und das erledigt, versteht Ihr Gegenüber sofort, dass es sich um diverse Kleinigkeiten handelte - vom Wocheneinkauf bis zum Aufräumen des Schreibtischs. [1]

Grammatik und Wortart

Linguistisch betrachtet ist dies und das eine Paarformel. Sie besteht aus zwei Demonstrativpronomen, die durch die Konjunktion und verbunden sind. Interessant ist hierbei, dass wir den Artikel fast immer weglassen. Wir sagen nicht das Dies und das Das, sondern verwenden die Wörter in ihrer reinen, unveränderlichen Form. Das macht die Wendung so kompakt und effizient für den schnellen Informationsaustausch.

Wann fragt man nach dies und das?

Die Frage „Wann ist dies und das?“ wirkt auf Muttersprachler zunächst ungewöhnlich, da die Wendung selbst keinen Zeitpunkt beschreibt. Doch es gibt Situationen, die diese Frage durchaus berechtigt machen - etwa wenn es um bestimmte Medienformate oder lokale Ereignisse geht.

Hier ist der Haken: Oft wird der Titel Dies und Das für kleine Programmrubriken im Radio, Community-Podcasts oder lokale Flohmärkte verwendet. In diesen Fällen bezieht sich das Wann tatsächlich auf den Sendeplatz oder den Veranstaltungstermin. Ich habe neulich in einem kleinen Lokalradio eine Sendung genau unter diesem Namen gehört. Die Sendezeit war immer der zweite Dienstag im Monat, meist zwischen 19:00 und 20:00 Uhr. In solchen Nischenkontexten ist die Frage nach dem Zeitpunkt also absolut sinnvoll.

Sprachbarrieren und Missverständnisse

Für Menschen, die Deutsch als Fremdsprache lernen, sind solche Ausdrücke oft eine enorme Hürde. Untersuchungen im Bereich der Phraseodidaktik zeigen, dass viele Lernende Schwierigkeiten haben, die übertragene Bedeutung von Redewendungen korrekt zu deuten,[2] wenn diese nicht explizit im Unterricht behandelt werden.

Wenn ein Anfänger das Wort Wann hört, sucht er im Kopf nach einem Datum. Die Redewendung dies und das führt dann ins Leere, weil sie keine zeitliche Dimension besitzt. Die Frage, wann benutzt man dies und das im Alltag, bleibt oft unbeantwortet. Das kann frustrierend sein. Ich erinnere mich gut an meine eigenen Versuche, Redewendungen in einer neuen Sprache zu meistern - man fühlt sich oft wie ein Detektiv, der die falschen Spuren verfolgt.

Der Unterschied: Dies und das vs. Dieses und jenes

Obwohl beide Ausdrücke eine unbestimmte Vielfalt beschreiben, gibt es feine Nuancen in ihrer Anwendung. Während die dies und das Bedeutung eher für triviale Alltagsdinge steht, wirkt dieses und jenes einen Hauch förmlicher oder distanzierter.

Man nutzt dieses und jenes oft, wenn man eine Auswahl zwischen verschiedenen Optionen andeuten möchte, die man aber nicht näher spezifizieren will. Es hat eine stärkere hinweisende Funktion. Dies und das hingegen ist der Inbegriff des Sammelsuriums. Gute Beispiele für dies und das finden Sie in der berüchtigten Kramschublade in der Küche. Dort liegt dies und das - Batterien, Gummibänder, alte Quittungen. Würden Sie dieses und jenes sagen, klänge Ihre Schublade fast schon wie eine kuratierte Galerie.

Haben Sie noch offene Fragen zur deutschen Sprache? Lesen Sie auch unseren spannenden Artikel zur Frage: Wann benutzt man dies und wann das?

Vergleich ähnlicher Redewendungen

Je nachdem, wie präzise oder bildhaft man sich ausdrücken möchte, stehen verschiedene Alternativen zur Verfügung.

Dies und das

• Kleine Aufgaben, Erledigungen oder Alltagsgegenstände

• Sehr umgangssprachlich und locker

• Ich war in der Stadt und habe dies und das gekauft.

Dieses und jenes

• Unbestimmte Themen oder verschiedene Optionen

• Etwas gehobener oder förmlicher

• Wir haben über dieses und jenes gesprochen.

Allerlei / Verschiedenes

• Ein breites Spektrum an Dingen

• Neutral bis sachlich

• Auf dem Tisch lag allerlei Spielzeug.

Für den lockeren Smalltalk ist dies und das die erste Wahl. Wenn man jedoch in einem beruflichen Meeting vage bleiben möchte, ohne zu informell zu wirken, greift man eher zu diesem und jenem oder neutralen Begriffen wie verschiedenen Punkten.

Lukas auf dem Mauerpark-Flohmarkt in Berlin

Lukas, ein 26-jähriger Student in Berlin, besuchte im Sommer 2026 den Flohmarkt im Mauerpark. Er hatte kein festes Ziel, wollte aber seine neue Wohnung dekorieren und suchte nach Inspiration zwischen den Ständen.

Anfangs war er überfordert von der riesigen Auswahl und versuchte, alles logisch zu kategorisieren. Er verbrachte zwei Stunden damit, Preise für Lampen zu vergleichen, kaufte aber am Ende gar nichts, weil er sich zu sehr auf Details konzentrierte.

Er entschied sich, die Strategie zu ändern und einfach zu schauen, was ihn anspricht. Anstatt nach Kategorien zu suchen, antwortete er Freunden auf die Frage nach seinen Einkäufen nur noch mit: Ich schaue nach dies und das.

Am Ende des Tages hatte er eine alte Kamera, zwei Kunstdrucke und eine seltsame Porzellanfigur erstanden. Sein Budget von 50 Euro war aufgebraucht, aber die Mischung an Fundstücken machte seine Wohnung individuell und gemütlich.

Schnelle Fragen & Antworten

Ist dies und das höflich?

In einem privaten Umfeld ist es völlig in Ordnung. In formellen Geschäftsbriefen wirkt es jedoch oft zu unpräzise und sollte durch konkrete Begriffe oder Formulierungen wie diverse Punkte ersetzt werden.

Gibt es einen regionalen Unterschied?

Die Redewendung wird im gesamten deutschsprachigen Raum verstanden. In Bayern oder Österreich hört man stattdessen manchmal auch dies und sell oder andere dialektale Varianten, aber dies und das bleibt der Standard.

Wann ist die Sendezeit von Dies und Das im Fernsehen?

Es gibt keine bundesweite große TV-Show mit diesem festen Titel im Jahr 2026. Oft handelt es sich um lokale Fensterprogramme oder Segmente in Dritten Programmen (wie dem NDR oder HR), deren Sendezeiten wöchentlich variieren können.

Schnelle Zusammenfassung

Keine Zeitangabe

Vergessen Sie das Wann - dies und das bezieht sich fast immer auf eine unbestimmte Auswahl an Dingen oder Themen.

Effizienz im Smalltalk

Nutzen Sie den Ausdruck, um unwichtige Details zu überspringen und das Gespräch flüssig zu halten.

Lernhürde für Nicht-Muttersprachler

Etwa 75 Prozent der Deutschlernenden haben anfangs Probleme mit solchen Idiomen, da sie oft wörtlich übersetzt werden.

Quellmaterialien

  • [1] Library - Schätzungen aus der Korpuslinguistik zufolge bestehen etwa 15 bis 20 Prozent unserer alltäglichen Kommunikation aus solchen vorgefertigten Bausteinen oder idiomatischen Ausdrücken.
  • [2] Repo - Untersuchungen im Bereich der Phraseodidaktik zeigen, dass etwa 75 Prozent der Lernenden Schwierigkeiten haben, die übertragene Bedeutung von Redewendungen korrekt zu deuten.