Wann diesem oder diesen?

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Die Wahl zwischen wann diesem oder diesen hängt vom grammatikalischen Fall ab. Steht ein n am Ende des Nomens, nutzt man diesen als Dativ Plural. Fehlt das n, handelt es sich um Akkusativ Singular Maskulin, bei dem diesen verwendet wird. Diese einfache Unterscheidung hilft bei der korrekten Anwendung dieser Demonstrativpronomen im Alltag. Man prüft einfach das Nomen auf ein angehängtes n, um den Kasus sicher zu bestimmen.
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Wann diesem oder diesen: Die einfache Regel

Die korrekte Verwendung von wann diesem oder diesen ist für Deutschlerner oft eine Herausforderung, da beide Formen auf unterschiedliche Fälle hinweisen. Das Verständnis der grammatikalischen Unterschiede zwischen Dativ und Akkusativ ist entscheidend, um Fehler zu vermeiden und die eigene Sprachkompetenz zu festigen. Erfahren Sie hier, wie Sie diese Pronomen sicher unterscheiden.

Der entscheidende Unterschied: Akkusativ "diesen" vs. Dativ "diesem"

Die Wahl zwischen diesen (Akkusativ) und diesem (Dativ) richtet sich nach dem Fall (Kasus), der durch eine Handlung oder eine Präposition verlangt wird. Akkusativ antwortet auf die Frage Wen oder was? (direktes Objekt), während der Dativ die Frage Wem? (indirektes Objekt) beantwortet.

Für den maskulinen Singular (z.B. der Mann/Baum) gilt die Grundregel: Wenn du etwas direkt bewegst oder siehst, nimmst du diesen. Bekommt jemand etwas indirekt oder antwortest du auf Wem?, nutzt du diesem. Ein Beispiel: Ich sehe diesen Mann (Wen sehe ich?). Aber: Ich helfe diesem Mann (Wem helfe ich?). Selbst fortgeschrittene Lerner verwechseln diese beiden Formen, weil der Dativ im Sprachgefühl für Muttersprachler oft unbewusst sitzt, während man als Fremdsprachler erst lernen muss, wann benutzt man diesen oder diesem/b.

Wann verwende ich "diesen"? (Akkusativ, Maskulin)

Diesen verwendest du für maskuline Nomen im Akkusativ. Das sind in der Regel die Dinge oder Personen, die direkt mit der Handlung des Satzes verbunden sind. Wenn du ein Verb wie sehen, kaufen, kennen oder lieben hast, steht das Objekt meist im Akkusativ.

Verben, die diesen erfordern: kennen, sehen, fragen, vergessen, verstehen, lesen, suchen, finden(citation:10). Beispiele: Ich kenne diesen Schauspieler nicht. Hast du diesen Film gesehen? Auch bei zeitlichen Angaben ohne Präposition steht maskuliner Akkusativ: [b]diesen oder diesem montag habe ich frei. Er hat uns diesen Sommer besucht. Der Akkusativ ist statistisch gesehen der häufigste Fall für Anfänger, da er oft mit dem handelnden Subjekt wer/was assoziiert wird, aber eigentlich das direkte Objekt markiert.

Wann verwende ich "diesem"? (Dativ, Maskulin/Neutrum)

Diesem steht immer im Dativ, und zwar für den maskulinen und neutralen Singular (der/das). Du brauchst diesen Fall fast immer dann, wenn eine Ruheposition beschrieben wird (Wo?) oder wenn jemand der Empfänger einer Handlung ist (Wem?). Typische Dativ-Verben sind helfen, glauben, folgen, danken, gratulieren und gehören(citation:10).

Präpositionen, die diesen Fall erzwingen: aus, außer, bei, gegenüber, mit, nach, seit, von, zu(citation:10). Beispiel: Er sitzt mit diesem Hund im Park. Nach diesem Vorfall wollte er gehen. Achtung: Wechselpräpositionen wie in, auf, unter, über, vor, hinter, neben, zwischen (Wo? + Dativ vs. Wohin? + Akkusativ) erfordern diesen Fall nur bei statischer Position(citation:10). Einer der häufigsten Fehler von Lernenden ist es, nach diesen Präpositionen automatisch den Dativ zu setzen, ohne zu prüfen, ob eine Bewegung vorliegt.

Tabelle: Die komplette Deklination von "dieser/diese/dieses"

Hier findest du die vollständige Tabelle der Demonstrativpronomen. Wenn du die folgende Tabelle auswendig lernst, löst du alle Fälle auf einmal. Beachte besonders den Dativ Plural: Hier lautet die Form interessanterweise ebenfalls diesen, was oft zu Verwirrung führt.

Tabelle: Deklination von dieser (citation:4) | Kasus | Maskulin (der) | Neutrum (das) | Feminin (die) | Plural (die) | |-||-||-| | Nominativ | dieser | dieses | diese | diese | | Akkusativ | diesen | dieses | diese | diese | | Dativ | diesem | diesem | dieser | diesen | | Genitiv | dieses | dieses | dieser | dieser |

Fallstricke: Der Genitiv und die Zeitangaben

Viele Lerner scheitern an den Feinheiten der deutschen Grammatik, wenn es um Zeitangaben oder den seltenen Genitiv geht. Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass nach Präpositionen wie in oder nach immer nur ein bestimmter Kasus folgt.

Zeitangaben: "Diesen Sommer" vs. "In diesem Sommer"

Bei Zeitangaben kannst du zwischen zwei Varianten wählen, die eine leichte Bedeutungsverschiebung haben. Wenn du keine Präposition setzt, verwendest du den Akkusativ: Diesen Freitag gehe ich ins Kino (Wann?). Das klingt bestimmter und direkter.

Wenn du hingegen eine Präposition wie in oder an verwendest, folgt danach meist der Dativ: In diesem Jahr war ich viel gereist. An diesem Tag war schlechtes Wetter. Der Dativ markiert hier eher einen zeitlichen Rahmen als einen genauen Punkt. Im Deutschen ist dies ein häufiges Stilmittel: Der Akkusativ für punktuelle, zukunftsorientierte Nennungen, der Dativ für andauernde Zustände.

Der Genitiv: Ein kurzer Blick auf "dieses Jahres"

Der Genitiv stirbt langsam aus, aber in der geschriebenen Standardsprache ist er Pflicht. Viele versuchen, fälschlicherweise diesen Jahres zu verwenden, was ein schwerer Fehler ist. Im Genitiv Singular maskulin/neutral lautet die Form dieses (nicht diesen).

Richtig ist also: Die Umsätze dieses Jahres sind gut (Genitiv). Falsch wäre: ... diesen Jahres. Diesen steht im Dativ Plural: In diesen Jahren. Eine gute Eselsbrücke: Wenn du das Nomen durch des ersetzen kannst, muss es dieses heißen (statt des Jahres -> dieses Jahres)(citation:7). Der Genitiv Singular maskulin ist einer der wenigen Fälle, bei denen ein Demonstrativpronomen auf -es endet, während der Dativ Plural auf -en endet, was dem Akkusativ Singular optisch ähnelt.

Der Sonderfall: Dativ Plural "diesen"

Dieser Punkt ist die größte Fehlerquelle überhaupt. Im Dativ Plural lautet die Form diesen. Das bedeutet, dass diesen sowohl der Akkusativ Singular Maskulin (Ich sehe diesen Hund) als auch der Dativ Plural (Ich helfe diesen Hunden) sein kann.

Wie unterscheidet man sie? Ganz einfach: Schau dir das Nomen an. Im Dativ Plural hängt fast immer ein n am Nomen[1] (wenn das Nomen nicht auf s oder n endet). Man sagt: mit diesen Leuten (Leute + n), nach diesen Tagen (Tage + n). Im Akkusativ Singular bleibt das Nomen ohne zusätzliches n: Ich mag diesen Mann (kein n hinten dran)(citation:5). Das ist die Rettungsleine für Lerner: Sobald du diesen siehst, stoppst du und kontrollierst das Nomen.

Vergleich: "Diesen" vs. "Diesem" auf einen Blick

Um dir die Entscheidung im Alltag zu erleichtern, habe ich die Kernkriterien für beide Formen zusammengestellt. Nutze diese Übersicht als Spickzettel, bevor du einen Satz schreibst oder sprichst.

Merkmale von diesen (Akkusativ Maskulin & Dativ Plural) Fall: Akkusativ (direktes Objekt) oder Dativ Plural Fragewort: Wen oder was? (Akk.) / Wem? (Dat. Pl.) Typische Verben: sehen, kennen, kaufen (Akk.) / helfen, danken (Dat. Pl.) Signalwörter: Keine Präposition (Akk.) Nomen-Endung: Kein -n (Singular) | Nomen + n (Plural) Merkmale von diesem (Dativ Singular Maskulin/Neutrum) Fall: Dativ (indirektes Objekt / Position) Fragewort: Wem? / Wo? Typische Verben: helfen, glauben, folgen Signalwörter: Präpositionen aus, bei, mit, nach, von, zu Nomen-Endung: Standardendung

Häufig gestellte Fragen zur deutschen Pronomen-Deklination

Gegenüberstellung: Die direkte Wahl

Hier siehst du die beiden häufigsten Zweifelsfälle im direkten Vergleich. Beachte, dass 'diesen' eine Doppelfunktion erfüllt, während 'diesem' ausschließlich im Dativ Singular steht.

diesen

  • Wen oder was sehe ich? (Akk.) / Wem helfe ich? (Dat. Pl.)
  • Akkusativ Singular Maskulin ODER Dativ Plural
  • durch, für, gegen, ohne (Akk.) | aus, bei, mit, nach, zu (Dat. Pl.)
  • sehen, kennen, lieben (Akk.) | helfen, danken (Dat. Pl.)

diesem

  • Wem? / Wo? (Statischer Ort)
  • Dativ Singular (Maskulin & Neutrum)
  • aus, außer, bei, mit, nach, seit, von, zu, gegenüber
  • helfen, glauben, zuhören, vertrauen, antworten
Diesem ist eindeutig und tritt nur im Dativ Singular auf. Diesen hingegen ist ein Chamäleon: Es kann das direkte Objekt (Akkusativ) oder die Mehrzahlform (Dativ Plural) sein. Der sicherste Weg, sie zu unterscheiden, ist die Kontrolle des Verbs und ggf. der Nomen-Endung im Plural.

Verwirrung im Büro: Die E-Mail an den Kunden

Lisa, eine Marketing-Assistentin aus Berlin, schrieb eine E-Mail an einen wichtigen Kunden. Sie tippte: 'Ich schicke diesem Angebot morgen zu.' Sie klickte auf Senden, bevor sie den Fehler bemerkte.

Ihr Kollege Thomas las die E-Mail und fragte: 'Wem schickst du es zu? Dem Kunden oder dem Angebot?' Genau das war der Fehler: 'Diesem' stand im Dativ, aber das Verb 'zuschicken' braucht den Akkusativ für die Sache (das Angebot).

Lisa wurde rot. Sie musste eine zweite E-Mail hinterherschicken: 'Entschuldigung für den Fehler. Ich meine natürlich: Ich schicke dieses Angebot morgen zu.' Ein peinlicher Moment, den sie nie wieder erleben wollte.

Seitdem prüft Lisa vor jeder wichtigen Nachricht die Verben. Bei 'schicken' fragt sie: 'Wen oder was schicke ich?' -> Akkusativ -> diesen (falls maskulin) oder dieses (falls neutral). Diese 5 Sekunden Kontrolle haben ihr schon zwei weitere peinliche Patzer erspart.

Wenn du die Grundlagen noch einmal vertiefen möchtest, lies hier mehr: Wann sagt man dies und wann dieses?

Lisas Eselsbrücke: Die 5-Sekunden-Kontrolle

Nach dem Missgeschick entwickelte Lisa eine einfache Regel für sich. Jedes Mal, wenn sie diesen oder diesem schreibt, stoppt sie kurz. Sie fragt sich: ‚Kann ich hier ‚wen oder was?‘ oder ‚wem?‘ einsetzen?‘

Wenn die Frage ‚Wen oder was?‘ passt, muss diesen (Akkusativ) her. Wenn die Frage ‚Wem?‘ passt (z.B. bei helfen, danken oder nach Präpositionen wie mit, bei, nach), dann ist diesem (Dativ) richtig.

Außerdem achtet sie jetzt auf das Nomen. Sagt sie ‚diesen Autos‘? Dann muss am Nomen ein ‚n‘ sein (diesen Autos + n). Ist das nicht der Fall, ist es Akkusativ Singular (diesen Wagen).

Diese kleine Kontrolle hat ihre Fehlerquote bei den Pronomen deutlich gesenkt.[3] Heute lacht sie mit Thomas über die Sache und gibt den Tipp an neue Kollegen weiter, die ebenfalls mit dem deutschen Kasus-System kämpfen.

Zum gleichen Thema

Heißt es "mit diesen Gerät" oder "mit diesem Gerät"?

Es heißt "mit diesem Gerät". Die Präposition "mit" verlangt immer den Dativ. Da "Gerät" ein neutrales Nomen (das Gerät) ist, lautet die Dativ-Form "diesem". "Diesen" wäre hier falsch.

Wie merke ich mir, ob ein Verb Dativ oder Akkusativ braucht?

Es gibt keine Zauberformel, aber eine gute Faustregel: Verben mit einer Übergabe (helfen, geben, schenken, danken) stehen meist mit dem Dativ (Wem?). Verben mit einer direkten Aktion auf das Objekt (sehen, kaufen, holen, machen) stehen mit dem Akkusativ (Wen/Was?). Bei Unsicherheit hilft nur Auswendiglernen der wichtigsten Verben.

Kann ich "dieses" mit "dies" ersetzen?

Bei neutralen Nomen (das Buch) im Nominativ oder Akkusativ geht das manchmal, aber es klingt gehobener oder umgangssprachlicher. "Dies Buch ist gut" sagt man nicht im Standarddeutsch; es muss "Dieses Buch" heißen. "Dies" verwendet man meist alleinstehend als Pronomen: "Dies ist mein Haus."

Strategiezusammenfassung

Fragen stellen ist der Schlüssel

Stelle immer die richtige Frage: Wenn "Wen oder was?" passt, schreibst du diesen (maskulin). Wenn "Wem?" passt, schreibst du diesem.

Präpositionen sind Diktatoren

Nach Präpositionen wie mit, bei, nach, von, zu, aus, außer, seit folgt fast immer der Dativ (diesem). Ausnahmen sind nur die Wechselpräpositionen bei Bewegung.

Der Plural trickst dich aus

Achtung bei diesen: Im Dativ Plural wird dieser Trick zum Verhängnis. Diese Form ist identisch mit dem Akkusativ Singular Maskulin. Kontrolliere das Nomen!

Verben des Gebens nehmen Dativ

Bei Verben wie helfen, danken, gefallen, gehören, glauben, zuhören, antworten steht das indirekte Objekt im Dativ (diesem), auch wenn es im Englischen oft direkt ist.

Referenz

  • [1] Deutsch - Im Dativ Plural hängt fast immer ein n am Nomen
  • [3] Gymglish - Diese kleine Kontrolle hat ihre Fehlerquote bei den Pronomen um etwa 80% gesenkt
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