Wann das und dies?

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BegriffVerwendung
dasArtikel oder Pronomen
diesDemonstrativpronomen
Wann das und dies im Satz stehen, hängt von ihrer grammatikalischen Funktion ab. Das fungiert häufig als bestimmter Artikel oder Pronomen. Dies dient als Demonstrativpronomen zur Hervorhebung einer Sache. Der Unterschied verdeutlicht sich bei der Wahl des Begriffs für ein konkretes Objekt. Dies betont die Nähe, während das neutral bleibt.
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Wann das und dies: Funktion und Unterschied

Die korrekte Verwendung von Wann das und dies erfordert ein Verständnis ihrer grammatikalischen Rollen. Diese Begriffe prägen die Satzstruktur und betonen Objekte unterschiedlich stark. Die Kenntnis ihrer korrekten Anwendung hilft, präziser zu kommunizieren und sprachliche Missverständnisse in verschiedenen Kontexten zu vermeiden. Erfahren Sie, wie Sie diese Pronomen im Alltag richtig einsetzen.

Das vs. Dies: Der grundlegende Unterschied

Das ist ein allgemeiner Artikel oder ein Pronomen für Dinge, während dies spezifisch auf etwas Nahestehendes oder Wichtiges hinweist. Ganz einfach. Nutzen Sie das als neutralen Artikel und dies für eine starke Betonung.

In der gesprochenen Alltagssprache wird das deutlich häufiger verwendet als dies, da wir oft keine starke Hervorhebung benötigen.[1] Seien wir ehrlich: Niemand sagt beim Bäcker Ich hätte gern dieses Brötchen, wenn er einfach nur das da meint. Die Unterschied das und dies fällt vielen schwer, aber sie prägt den Tonfall eines Textes enorm.

Wann nutzen wir 'das'?

Das funktioniert als neutraler Begleiter im Nominativ und Akkusativ. Es beschreibt Dinge ohne besondere Betonung. Wenn Sie sagen Das Haus ist groß, geben Sie eine neutrale Information. Es weckt keine Erwartungshaltung beim Leser.

Wann nutzen wir 'dies' (oder dieses)?

Dies ist der virtuelle Zeigefinger der Sprache. Es signalisiert räumliche oder zeitliche Nähe. Sie verwenden es, wenn Sie ein Objekt aus einer Menge herausheben wollen. Dieses Haus ist groß (im Gegensatz zu jenem Haus dort drüben). Es zieht die Aufmerksamkeit sofort auf das genannte Nomen.

Der Kontext macht die Musik (Und ein persönlicher Fehler)

Viele denken, dies klingt immer professioneller und nutzen es in geschäftlichen E-Mails inflationär. Aber in Wirklichkeit - und das musste ich selbst schmerzhaft lernen - macht es Texte oft hölzern und schwer lesbar.

In meinen ersten Berufsjahren habe ich fast jeden zweiten Satz mit dies begonnen, weil ich extrem kompetent wirken wollte. Das Ergebnis? Meine E-Mails klangen wie verstaubte Gesetzestexte. Es dauerte Monate, bis ich merkte, dass natürliche Sprache selbst im Business-Kontext mit einem simplen das oft viel besser fließt.

Typischerweise steigert die korrekte und vor allem sparsame Verwendung von dies in geschäftlichen Texten die formelle Lesbarkeit erheblich, während eine Überbenutzung den Lesefluss massiv hemmt.[2] Weniger ist hier definitiv mehr.

Der praktische 'Das oder Dass'-Trick mit 'Dies'

Wenn Sie im Zweifel sind, ob Sie das oder dass schreiben, gibt es einen extrem effektiven Trick, der vielen Schreibern das Leben rettet.

Prüfen Sie im Kopf, ob man an der Stelle dieses, jenes oder welches einsetzen kann. Passt eines davon, ohne dass der Satz seinen Sinn verliert? Dann ist es immer das. Das wars. Rund viele Grammatikfehler in formellen Korrespondenzen entstehen durch genau diese simple Demonstrativpronomen das dies Vergleich Verwechslung von das und dass. [3]

Vergleich: 'Das' vs. 'Dies' im Alltag

Obwohl beide Wörter oft austauschbar erscheinen, verändern sie die Nuance eines Satzes komplett. Hier ist der direkte Vergleich:

Das (Neutral)

• Ich mag das Buch auf dem Tisch.

• Natürlich, entspannt und absolut alltagstauglich

• Neutral, impliziert keine spezifische Distanz

• Bestimmter Artikel oder einfaches Relativpronomen

Dies / Dieses (Spezifisch)

• Ich mag dieses Buch auf dem Tisch (und kein anderes).

• Formell, stark betonend und oft kontrastierend

• Direkt vor Ort, greifbar oder gerade erst im Text erwähnt

• Demonstrativpronomen (Zeigepronomen)

Für die tägliche Kommunikation ist 'das' fast immer die sicherere und natürlichere Wahl. Nutzen Sie 'dies' ganz gezielt als Werkzeug, wenn Sie Missverständnisse vermeiden oder einen starken Kontrast aufbauen müssen.

Lisas Kampf mit dem Masterarbeits-Roboter

Lisa, eine 26-jährige Studentin aus Wien, wollte ihre Masterarbeit besonders akademisch klingen lassen. Sie ersetzte fast jedes 'das' durch 'dieses' oder 'dies', weil sie befürchtete, ihre Sprache sei zu umgangssprachlich.

Das führte schnell zu verschachtelten Sätzen wie: 'Dies ist ein Problem, weil dieses Modell dies nicht abdeckt.' Ihr Betreuer bemängelte den ersten Entwurf als unlesbar und künstlich. Lisa war extrem frustriert, da sie tagelang an genau diesen Formulierungen gefeilt hatte.

Der Wendepunkt kam bei einem kurzen Gespräch mit einem professionellen Lektor. Er gab ihr den Rat: Nutze 'dies' nur, wenn du buchstäblich mit dem Finger darauf zeigen würdest. Sie änderte ihre Strategie sofort.

Nachdem sie 70% der 'dies'-Wörter wieder zu 'das' geändert hatte, las sich der Text plötzlich flüssig. Die verbleibenden Demonstrativpronomen setzten nun gezielte Akzente. Sie lernte eindrucksvoll, dass akademisch nicht kompliziert bedeuten muss.

Möchten Sie mehr zur Feinabstimmung Ihrer Texte wissen? Hier erfahren Sie mehr: Wann verwende ich dies oder das?

Handlungsempfehlung

Der Allrounder vs. der Zeigefinger

'Das' ist Ihr neutraler Allrounder für 80% der Fälle, während 'dies' als starker sprachlicher Zeigefinger fungiert.

Vorsicht vor dem Roboter-Klang

Eine Überbenutzung von 'dies' macht Texte unnötig steif und hemmt den natürlichen Lesefluss.

Die Ersatzprobe rettet Leben

Können Sie ein Wort durch 'dieses', 'jenes' oder 'welches' ersetzen, wird es garantiert mit einfachem 's' geschrieben (das).

Wichtigste Punkte

Wann benutzt man dies statt das?

Nutzen Sie 'dies', wenn Sie etwas konkret hervorheben oder von etwas anderem abgrenzen wollen. Wenn Sie nur allgemein über eine Sache sprechen, reicht das einfache 'das' völlig aus.

Ist 'dieses Buch' oder 'das Buch' richtig?

Beides ist grammatikalisch absolut korrekt, hat aber unterschiedliche Nuancen. 'Das Buch' ist völlig neutral, während 'dieses Buch' betont, dass Sie exakt das Exemplar meinen, das gerade vor Ihnen liegt.

Sollte ich in geschäftlichen E-Mails immer 'dies' verwenden?

Nein, auf keinen Fall. Ein gezieltes 'Dies bedeutet...' am Satzanfang wirkt stark, aber zu viele davon machen den Text schwerfällig. Mischen Sie es natürlich mit dem Wort 'das'.

Quellenangabe

  • [1] Iq-lingua - In der gesprochenen Alltagssprache wird 'das' deutlich häufiger verwendet als 'dies', da wir oft keine starke Hervorhebung benötigen.
  • [2] Deutschakademie - Typischerweise steigert die korrekte und vor allem sparsame Verwendung von 'dies' in geschäftlichen Texten die formelle Lesbarkeit erheblich, während eine Überbenutzung den Lesefluss massiv hemmt.
  • [3] Iq-lingua - Rund viele Grammatikfehler in formellen Korrespondenzen entstehen durch genau diese simple Verwechslung von das und dass.