Wohin mit dem Regenwasser vom Dach?

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Die Nutzung von wohin mit dem regenwasser vom dach erfolgt über vier Hauptwege. Sammeln des Dachwassers in einer Zisterne für den Garten Versickern lassen des Wassers auf dem eigenen Grundstück Einleiten des Regenwassers in das öffentliche Kanalisationsnetz Nutzen des Wassers für die Brauchwasseranlage im Haus
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Wohin mit dem Regenwasser vom Dach? Vier Optionen

Die Frage, wohin mit dem regenwasser vom dach geleitet wird, betrifft jeden Hausbesitzer bei der korrekten Grundstücksentwässerung. Durch das richtige Ableiten des Dachwassers vermeiden Sie teure Feuchtigkeitsschäden am Fundament und nutzen wertvolle Ressourcen. Erfahren Sie die wichtigsten Entsorgungswege, um gesetzliche Vorgaben zu erfüllen und Abwassergebühren effektiv zu sparen.

Wohin mit dem Regenwasser vom Dach? Die 4 Hauptwege

Das wohin mit dem regenwasser vom dach fließt über die Dachrinne und das Fallrohr nach unten und wird von dort aus in die Kanalisation, in eine Zisterne oder direkt in den Boden geleitet.

Aber welcher Weg ist der beste? Das hängt stark von deinem Grundstück und der Bodenbeschaffenheit ab.

1. Die öffentliche Kanalisation

Meistens fließt das Wasser am Ende des Fallrohrs in ein Bodenrohr, das direkt an die öffentliche Kanalisation angeschlossen ist. Das ist der Standardweg in den meisten Wohngebieten.

Seien wir ehrlich - das ist oft die teuerste Variante. Die Gemeinden erheben dafür Niederschlagswassergebühren. Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt dafür etwa 150 bis 200 Euro im Jahr, abhängig von der versiegelten Fläche.

2. Regentonne und Zisterne

Du kannst das Wasser auch über einen Regensammler in eine Regentonne oder eine unterirdische Zisterne leiten. So kannst du das regenwasser in zisterne leiten und es später ideal für den Garten nutzen.

Eine gut geplante Zisterne deckt bis zu 50 Prozent des jährlichen Wasserbedarfs für Garten und Toilettenspülung ab. Das rechnet sich auf Dauer enorm, besonders in heißen Sommern.

3. Versickerung im Garten

Wenn kein Kanalanschluss da ist oder du Gebühren sparen willst, versickert das Wasser im Boden. Das geschieht zum Beispiel über ein Beet, eine Sickergrube oder ein Mulden-Rigolen-System.

Schritt-für-Schritt: Einen DIY-Sickerschacht im Garten bauen

Viele Hobbygärtner scheuen diesen Schritt, weil sie Angst vor Staunässe haben. Zu Unrecht.

Ich habe meinen ersten Sickerschacht vor drei Jahren gebaut. Mein Fehler? Ich war zu ungeduldig und habe die Grube zu nah ans Hausfundament gesetzt. Ein fataler Irrtum, der beim nächsten Herbststurm fast zu Feuchtigkeitsschäden im Keller geführt hätte. Der Mindestabstand zum Haus muss absolut eingehalten werden.

So machst du es richtig:

1. Standort wählen - zwingend mindestens 3 Meter vom Haus entfernt, besser sind 5 Meter.

2. Grube ausheben - oft reicht 1 m3 Volumen für kleine Dächer oder Gartenhäuser.

3. Mit Geotextil auskleiden - das verhindert, dass Erde einspült und den Schacht verstopft.

4. Kies oder spezielle Sickerblöcke einfüllen, das Vlies überschlagen und mit Erde abdecken.

Rechtslage: Darf man Regenwasser einfach ableiten?

Hier wird es oft bürokratisch. In Deutschland herrscht grundsätzlich ein Anschluss- und Benutzungszwang für das Abwassernetz.

Wenn du dein regenwasser versickern lassen grundstück komplett auf dem eigenen Grundstück versickern lassen willst, musst du dich bei der Gemeinde davon befreien lassen. In vielen Neubaugebieten wird die Versickerung mittlerweile sogar aktiv gefordert, um die öffentliche Kanalisation bei Starkregen zu entlasten.

Versicherungsschutz: Wer zahlt bei Starkregenschäden?

Ein oft übersehener Punkt ist der Versicherungsschutz bei Rückstau oder Überschwemmung durch Starkregen.

Viele Hausbesitzer glauben fälschlicherweise, ihre Standardversicherung würde bei solchen Schäden einspringen. Völlig falsch. Normale Policen schließen Schäden durch witterungsbedingten Rückstau oft kategorisch aus. Du brauchst hier eine spezielle Absicherung.

Möchtest du mehr über die Entwässerungswege erfahren? Dann lies auch unseren Artikel darüber: Wohin fließt mein Regenwasser vom Dach?

Versicherungen gegen Starkregenschäden im Vergleich

Es ist entscheidend zu wissen, welche Versicherung bei Wasser im Keller greift und welche nicht. Hier ist der direkte Vergleich.

Wohngebäudeversicherung (Standard)

• Deckt Sturm und Hagel ab, aber keine Überschwemmungen

• Zahlt bei Schäden durch gebrochene Rohre im Haus

• In der Regel nicht versichert - bei vollgelaufenen Kellern durch Regen bleibst du auf den Kosten sitzen

Elementarschadenversicherung (Empfohlen)

• Zahlt, wenn das Kanalnetz überlastet ist und Wasser ins Haus drückt (Rückstauklappe oft Voraussetzung)

• Übernimmt Schäden durch ausufernde Gewässer und Witterungsniederschläge

• Ist ein Zusatzbaustein und kostet extra, rettet dich aber im Ernstfall vor dem finanziellen Ruin

Für einen echten Schutz gegen Starkregen und vollgelaufene Keller brauchst du zwingend den Elementarschutz. Die Standard-Wohngebäudeversicherung reicht hier definitiv nicht aus.

Klaus' Kampf mit dem nassen Keller

Klaus, ein 45-jähriger Hausbesitzer aus München, hatte nach jedem Sommergewitter Feuchtigkeit im Keller. Sein Grundstück hat schweren Lehmboden, und das Regenwasser vom Carport floss direkt an die Hauswand.

Sein erster Versuch war simpel: Er steckte einfach ein zwei Meter langes Plastikrohr an das Fallrohr, um das Wasser weiter in den Garten zu leiten. Das Ergebnis war katastrophal. Das Wasser staute sich im Rasen, und der Keller wurde beim nächsten Starkregen erst recht nass, da der Boden komplett versiegelt wirkte.

Nach wochenlanger Frustration und nassen Füßen holte er einen Fachmann. Die Erkenntnis war hart, aber logisch: Lehmboden lässt Wasser kaum versickern. Das Wasser brauchte einen echten Zwischenspeicher, kein einfaches Rohr auf dem Rasen.

Klaus installierte eine unterirdische 3000-Liter-Zisterne mit gedrosseltem Überlauf in eine kleine Mulde. Die Installation kostete Zeit und Schweiß, aber seit nunmehr zwei Jahren ist der Keller absolut trocken. Zudem spart er jährlich rund 180 Euro an Abwassergebühren.

Nützliche Tipps

Regenwasser nutzen spart bares Geld

Eine Zisterne kann den jährlichen Wasserbedarf für den Garten um bis zu 50 Prozent senken und reduziert gleichzeitig die kommunalen Abwassergebühren.

Sicherheitsabstände sind Pflicht

Egal ob Sickergrube oder Regentonne - halte beim Versickern immer mindestens 3 Meter Abstand zum Hausfundament, um teure Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.

Versicherungsschutz rechtzeitig prüfen

Eine normale Wohngebäudeversicherung zahlt nicht bei Rückstau. Du benötigst zwingend den Zusatzbaustein Elementarschaden, um bei extremem Starkregen abgesichert zu sein.

Weitere Vorschläge

Darf man Regenwasser in den Garten leiten?

Ja, grundsätzlich ist das erlaubt und sogar ökologisch sinnvoll. Allerdings muss sichergestellt sein, dass das Wasser auf dem eigenen Grundstück bleibt und Nachbarn nicht beeinträchtigt werden. Zudem musst du dich meist von der Anschlusspflicht an den öffentlichen Kanal befreien lassen.

Ist eine Fallrohr Entwässerung auf dem Grundstück schädlich für das Haus?

Das hängt vom Abstand ab. Wenn du das Wasser direkt an der Hauswand versickern lässt, kann Feuchtigkeit ins Fundament ziehen. Halte immer einen Mindestabstand von 3 bis 5 Metern zum Haus ein, dann ist es völlig unbedenklich.

Wohin mit dem Regenwasser vom Dach, wenn der Boden nicht versickert?

Bei schweren Lehm- oder Tonböden funktioniert eine einfache Sickergrube oft nicht. Hier ist eine Zisterne die beste Lösung, die das Wasser speichert. Ein gedrosselter Überlauf kann das restliche Wasser dann langsam an den Kanal oder ein größeres Muldensystem abgeben.