Wohin fließt mein Regenwasser vom Dach?

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wohin fließt regenwasser vom dach? Das Wasser gelangt entweder in die öffentliche Kanalisation, wenn die Dachentwässerung daran angeschlossen ist. Ein weiterer Weg führt zur Versickerung auf dem eigenen Grundstück, wodurch Niederschlagswasser direkt in den Boden gelangt. Zusätzlich erfolgt die Nutzung über eine Zisterne. Gesammeltes Dachwasser senkt den Trinkwasserverbrauch und beeinflusst die anfallenden Gebühren für versiegelte Flächen.
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Wohin fließt Regenwasser vom Dach? Drei Wege

wohin fließt regenwasser vom dach ist eine wichtige Frage für Eigentümer, die Wasser sinnvoll nutzen und unnötige Kosten vermeiden möchten. Der tatsächliche Entwässerungsweg beeinflusst Gebühren und den Umgang mit Niederschlagswasser. Wer die Möglichkeiten kennt, trifft bessere Entscheidungen für Grundstück und Haushalt.

Der Weg des Wassers: Wo landet der Regen nach dem Fallrohr?

Der Weg Ihres Regenwassers kann von verschiedenen Faktoren abhängen und lässt sich nicht pauschal für jedes Haus bestimmen. Es gibt mehrere logische Endpunkte für das Wasser, das von Ihrer Dachfläche in die Rinne und schließlich durch das Fallrohr schießt - doch welcher davon auf Sie zutrifft, entscheidet oft die lokale Entwässerungssatzung.

In Deutschland fließt ein großer Teil des gesammelten Niederschlagswassers direkt in die öffentliche Kanalisation,[1] während der Rest entweder auf dem Grundstück versickert oder aktiv genutzt wird. Das Wissen über den tatsächlichen Entwässerungsweg ist nicht nur für die Umwelt wichtig, sondern auch für die anfallenden Gebühren und die Planung geeigneter Maßnahmen zur regenwasser entsorgung grundstück.

Die Kanalisation: Mischsystem oder Trennsystem?

Wenn Ihr Haus an das öffentliche Netz angeschlossen ist, landet das Wasser in einem von zwei Systemen. Beim klassischen Mischsystem fließen Regenwasser und häusliches Abwasser aus Toilette oder Küche zusammen in ein gemeinsames Rohr zur Kläranlage. Das ist simpel, aber bei Starkregen problematisch. Moderne Siedlungen nutzen daher oft das Trennsystem, bei dem das Regenwasser in einer separaten Leitung direkt in ein nahegelegenes Gewässer oder ein Rückhaltebecken geleitet wird.

In vielen Städten sind Mischsysteme weiterhin weit verbreitet,[2] was bei starken Niederschlägen zu einer höheren Belastung von Kanalisation und Kläranlagen führen kann. Trennsysteme entlasten diese Infrastruktur, da Regenwasser und Schmutzwasser getrennt abgeführt werden und Niederschlagswasser gezielt in Gewässer oder Rückhalteanlagen geleitet werden kann.

Versickerung auf dem eigenen Grundstück: Die umweltfreundliche Wahl

Immer mehr Kommunen schreiben heute vor, dass Regenwasser dort bleiben muss, wo es fällt. Das Ziel ist die Grundwasserneubildung. Anstatt das Wasser in ein Rohr zu sperren, leiten Sie es in eine Versickerungsanlage auf Ihrem Grundstück. Das kann eine einfache Mulde sein oder eine unterirdische Rigole - ein mit Kies gefüllter Speicher, der das Wasser langsam an das Erdreich abgibt. Diese Lösung unterstützt häufig das Prinzip regenwasser versickern oder kanalisation.

Die Versickerung reduziert die Belastung der Kanalisation und unterstützt die Grundwasserneubildung.[3] Allerdings ist nicht jeder Boden dafür geeignet. Besonders bei stark verdichteten oder lehmigen Böden kann das Wasser nur langsam versickern. Daher sollte vor dem Bau einer Versickerungsanlage geprüft werden, ob die örtlichen Bodenverhältnisse ausreichend durchlässig sind.

Regenwassernutzung: Sparen mit Zisterne und Regentonne

Warum wertvolles Trinkwasser für den Rasen oder die Toilette verschwenden? Eine Zisterne im Boden sammelt das Dachwasser und macht es nutzbar. Mit einer solchen Anlage können Haushalte ihren Trinkwasserverbrauch um fast 50 Prozent senken.[4] Das spart bares Geld und schont die Ressourcen.

Eine Regentonne eignet sich für die Gartenbewässerung und stellt einen einfachen Einstieg in die Regenwassernutzung dar. Für Anwendungen wie die Toilettenspülung oder die Versorgung von Waschmaschinen wird in der Regel eine Zisterne mit entsprechender Fördertechnik benötigt. Ob sich die Investition wirtschaftlich lohnt, hängt von Wasserverbrauch, Anlagengröße und den örtlichen Kosten ab. Wer sich fragt, wohin fließt regenwasser vom dach, sollte auch die Nutzungsmöglichkeiten berücksichtigen.

Niederschlagswassergebühr: Warum der Weg des Wassers Geld kostet

Hier kommt der versprochene finanzielle Aspekt. Die meisten Kommunen erheben eine gesplittete Abwassergebühr. Das bedeutet, Sie zahlen nicht nur für das Wasser, das aus dem Hahn kommt, sondern auch für jeden Quadratmeter versiegelte Fläche, von dem Regenwasser in die Kanalisation fließt. Die Sätze liegen in Deutschland meist zwischen 0,70 und 1,90 Euro pro Quadratmeter und Jahr. [5] Dies steht oft im Zusammenhang mit der niederschlagswassergebühr sparen-Strategie vieler Eigentümer.

Wenn Regenwasser dauerhaft auf dem eigenen Grundstück versickert oder über eine anerkannte Anlage genutzt wird, können je nach kommunaler Satzung Gebührenreduzierungen oder Befreiungen möglich sein. Die Voraussetzungen unterscheiden sich regional. Daher empfiehlt es sich, beim zuständigen Entwässerungsbetrieb oder Wasserversorger nach den geltenden Regelungen und Antragsverfahren zu fragen.

Notentwässerung: Was passiert bei Extremwetter?

Ein oft vergessener Aspekt ist die Notentwässerung, besonders bei Flachdächern. Gemäß DIN 1986-100 muss jedes Dach so konstruiert sein, dass das Wasser bei einem Jahrhundertregen nicht das Gebäude zum Einsturz bringt. Wenn die normalen Abflüsse verstopft sind, muss das Wasser über Speier oder Notüberläufe direkt ins Freie schießen können - weg von der Fassade. Dabei sind die notentwässerung flachdach vorschrift besonders wichtig.

Starkregenereignisse haben in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Selten habe ich eine so gefährliche Situation erlebt wie bei einem verstopften Gulli auf einem Flachdach, wo sich binnen Minuten Tonnen von Last ansammelten. Das Dach bog sich bereits sichtbar durch. Die regelmäßige Kontrolle Ihrer Abläufe ist keine Empfehlung, sondern eine Pflicht für die Sicherheit Ihres Heims. Ein kurzes Hineinschauen in die Dachrinne im Herbst spart Ihnen im schlimmsten Fall eine komplette Dachsanierung. Unabhängig davon, wohin fließt regenwasser vom dach, sollten Abläufe stets frei gehalten werden.

Vergleich der Entwässerungswege

Je nachdem, wie Sie Ihr Regenwasser ableiten, ergeben sich unterschiedliche Vor- und Nachteile in Bezug auf Kosten und Umwelt.

Öffentliche Kanalisation

Jährliche Niederschlagswassergebühren zwischen 0,70 und 1,90 Euro pro Quadratmeter [6]

Geringer Nutzen, belastet Kläranlagen besonders im Mischsystem

Sehr gering, da die Kommune für das Leitungsnetz zuständig ist

Versickerung (Rigole/Mulde)

Einmalige Investition für den Bau, entfällt meist bei den jährlichen Gebühren

Sehr hoch, fördert die lokale Grundwasserneubildung aktiv

Mittel, regelmäßige Reinigung von Filtern und Laubfängern nötig

Regenwassernutzung (Zisterne) ⭐

Hohe Anschaffungskosten, spart aber bis zu 50 Prozent Trinkwasser

Hervorragend durch Ressourcenschonung und Entlastung der Kanäle

Hoch, Pumpe und Filtertechnik müssen jährlich kontrolliert werden

Für ökologisch bewusste Hausbesitzer ist die Zisterne die beste Wahl, da sie Nutzen und Schutz kombiniert. Wer einfach nur Kosten sparen will, fährt mit einer fachgerechten Versickerung am günstigsten.

Hinnerks Kampf gegen die Regenwassergebühr in Hamburg

Hinnerk, ein frischgebackener Hausbesitzer aus Hamburg-Bergedorf, wunderte sich über seine erste Abrechnung: 180 Euro für Regenwasser. Er fand das absurd, da sein Grundstück groß war und er das Wasser eigentlich sinnvoll nutzen wollte.

Erster Versuch: Er kaufte drei billige Regentonnen im Baumarkt und dachte, das Problem sei gelöst. Das Ergebnis war frustrierend - die Tonnen liefen ständig über, der Keller wurde feucht und das Amt akzeptierte die Tonnen nicht für eine Gebührenbefreiung.

Nach einem Gespräch mit einem Tiefbauer verstand er, dass nur eine Zisterne mit offiziellem Überlauf oder eine Rigole zählt. Er grub mit zwei Freunden ein Wochenende lang eine Versickerungs-Rigole im Garten ein, was im harten Boden echte Knochenarbeit war.

Das Ergebnis: Das Amt befreite ihn komplett von der Niederschlagswassergebühr. Er spart nun jedes Jahr rund 180 Euro und sein Garten übersteht dank der Zisterne, die er später nachrüstete, selbst heiße Wochen ohne Leitungswasser.

Wichtige Stichpunkte

Prüfen Sie Ihr Entwässerungssystem

Finden Sie heraus, ob Sie an ein Misch- oder Trennsystem angeschlossen sind, um Ihr persönliches Überflutungsrisiko bei Starkregen besser einschätzen zu können.

Gebühren sparen durch Versickerung

Durch die Entkopplung von der Kanalisation können Sie jährlich zwischen 0,70 und 1,90 Euro pro Quadratmeter Fläche an Gebühren sparen.

Wartung ist Sicherheit

Reinigen Sie Dachrinnen und Notüberläufe jährlich, um die statische Sicherheit Ihres Dachs bei extremen Regenfällen zu gewährleisten.

Weitere Fragen

Darf ich mein Regenwasser einfach auf die Straße leiten?

Nein, das ist in fast allen Kommunen streng verboten. Wasser muss entweder kontrolliert versickern oder über die vorgesehenen Rohre in die Kanalisation gelangen, um Glättebildung im Winter oder Unfälle zu vermeiden.

Wie oft muss ich mein Fallrohr kontrollieren?

Einmal im Jahr im Spätherbst ist ideal. Wenn das Laub gefallen ist, verstopfen die Siebe am schnellsten. Eine fünfminütige Kontrolle kann teure Wasserschäden an der Hauswand verhindern.

Lohnt sich eine Zisterne auch für einen kleinen Garten?

Wirtschaftlich oft erst nach vielen Jahren. Wenn Sie jedoch Pflanzen haben, die kalkarmes Regenwasser bevorzugen, wie Hortensien, profitiert die Gesundheit Ihres Gartens sofort von der weichen Wasserqualität.

Quellen

  • [1] Lanuk - In Deutschland fließen etwa 60 Prozent des gesammelten Niederschlagswassers direkt in die öffentliche Kanalisation
  • [2] Lanuk - In Städten mit veralteter Infrastruktur macht das Mischsystem immer noch einen Anteil von rund 40 Prozent aus
  • [3] Umweltbundesamt - Die Versickerung reduziert die Belastung der Kläranlagen um bis zu 100 Prozent für Ihr Grundstück.
  • [4] Umweltbundesamt - Mit einer solchen Anlage können Haushalte ihren Trinkwasserverbrauch um fast 50 Prozent senken.
  • [5] Haus - Die Sätze liegen in Deutschland meist zwischen 0,70 und 1,90 Euro pro Quadratmeter und Jahr.
  • [6] Haus - Jährliche Niederschlagswassergebühren zwischen 0,70 und 1,90 Euro pro Quadratmeter