Woher kommt der Spruch wo der Bartel den Most holt?

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Die Redewendung woher kommt der spruch wo der barthel den most holt ist seit dem 17. Jahrhundert in schriftlichen Quellen nachweisbar. Es existieren drei gängige Theorien zur Herkunft der Redensart. Eine besagt, Barthel sei ein Spitzname für den Heiligen Bartholomäus. Eine andere Theorie führt den Begriff auf einen jiddischen Ausdruck zurück. Die dritte Erklärung deutet auf eine abgewandelte Form von Namen hin, die in Verbindung mit der Gewinnung von Obstwein stehen.
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Woher kommt der Spruch: Bedeutung und 3 Theorien

Viele Mythen ranken sich um die Redensart woher kommt der spruch wo der barthel den most holt. Es lohnt sich, den geschichtlichen Hintergrund dieser geläufigen Redewendung genauer zu betrachten, um die verschiedenen Interpretationen zu verstehen. Lesen Sie weiter, um die Hintergründe der Entstehung und die verschiedenen Deutungsansätze zu entdecken.

Was bedeutet: Wissen, wo der Barthel den Most holt?

Wenn man sich fragt, was heißt wissen wo der barthel den most holt, bedeutet das ganz einfach, extrem gut Bescheid zu wissen. Jemand kennt alle Kniffe, ist schlau und lässt sich nicht so leicht über den Tisch ziehen. Ein echter Klassiker. Selten hat eine Redewendung so viele falsche Legenden hervorgebracht wie diese.

Die meisten Menschen denken sofort an einen gemütlichen Wirt namens Barthel, der im dunklen Keller frischen Apfelwein zapft. Seien wir ehrlich - ich dachte das jahrelang auch. Aber es gibt da ein historisches Detail zur Herkunft Spruch Barthel Most aus der Gaunersprache, das rund 80% der landläufigen Erklärungen komplett auf den Kopf stellt - ich verrate es dir im Abschnitt über die Ursprungstheorien weiter unten.

Die zwei Gesichter des Spruchs im Alltag

Der Spruch hat zwei völlig unterschiedliche Nuancen. Einerseits ist es ein großes Kompliment für jemanden, der clever und lebenserfahren ist. Andererseits funktioniert die Wendung als handfeste Drohung. Wenn dir jemand sagt, er zeigt dir gleich, wo der Barthel den Most holt, dann bedeutet das: Ich weise dich jetzt in deine Schranken. Das ist eine klare Kampfansage.

Ich habe das selbst mal auf die harte Tour gelernt. Mein Großvater benutzte genau diesen Spruch, bevor er mich beim Schach in nur acht Zügen völlig vernichtend schlug. Die Bedeutung ändert sich komplett durch den Tonfall. Man muss also ziemlich genau hinhören.

Die 3 Herkunftstheorien: Woher kommt der Spruch wirklich?

Es gibt viele Mythen um diese Redewendung und die Frage: woher kommt der spruch wo der barthel den most holt? Seit dem 17. Jahrhundert ist der Spruch in schriftlichen Quellen nachweisbar.[1] Aber die Erklärungen könnten unterschiedlicher nicht sein.

Theorie 1: Das Brecheisen der Unterwelt (Die wahre Herkunft)

Hier ist das historische Detail, das ich vorhin erwähnt habe: Der Spruch - und das ist für viele ein echter Schock - stammt aus der kriminellen Unterwelt. Genauer gesagt aus dem Rotwelschen und Jiddischen, der historischen Gaunersprache.

Das hebräische Wort Barzel bedeutet Eisen oder Brecheisen. Das Wort Maot steht für Münzen oder Geld. Ein Einbrecher, der wusste, wo der Barzel die Maot holt, wusste also schlichtweg, wo es fette Beute zu machen gab. Völlig verrückt, oder? Das erklärt das barthel most sprichwort jiddischer Herkunft. Aus dem unverständlichen Barzel und Maot machten die normalen Bürger dann irgendwann den vertrauten Barthel und den Most. [2]

Theorie 2: Der Bartholomäustag und das Wirtshaus

Das ist die harmlosere Erklärung, die besonders im süddeutschen Raum sehr beliebt ist, wenn es um den zeigen wo der barthel den most holt ursprung geht. Der 24. August ist der Bartholomäustag. An diesem Tag erneuerten Wirte traditionell ihre Ausschanklizenzen, und die Vorbereitungen für die Weinpresse begannen. Barthel ist einfach die Kurzform von Bartholomäus.

Wer wusste, wo der Barthel den Most holt, kannte also die besten Quellen für frischen Wein. Klingt extrem logisch. Das stimmt nur leider nicht. Es handelt sich hierbei um eine klassische Volksetymologie - ein Versuch, unverständliche Fremdwörter mit bekannten Begriffen aus dem Alltag zu erklären.

Theorie 3: Der Klapperstorch aus dem Norden

Im niederdeutschen Raum gibt es noch eine dritte, recht amüsante Variante. Dort wurde der Storch im Volksmund oft Barthel genannt. Und was macht der Storch? Er bringt laut der Legende die Kinder. Der Storch weiß also, wo der Nachwuchs herkommt - beziehungsweise wo er den Most holt.

Niemand glaubt heute mehr ernsthaft an diese Theorie. Sie zeigt aber wunderbar, wie kreativ Menschen werden, wenn sie alte Sprichwörter erklären wollen.

Die Ursprungstheorien im direkten Vergleich

Um das Chaos der verschiedenen Erklärungen zu ordnen, lohnt sich ein genauer Blick auf die Fakten hinter den Mythen.

⭐ Jiddisch und Rotwelsch (Wissenschaftlich belegt)

• Sehr hoch - klassische sprachliche Eindeutschung von Fremdwörtern

• Wissen, wie und wo man mit einem Brecheisen Geld stiehlt

• Barzel (Brecheisen) und Maot (Geld)

Der Bartholomäustag

• Mittel - eine typische nachträgliche Erklärung aus dem Volksmund

• Die besten Wirtshäuser und Weinpressen kennen

• Bartholomäus (Schutzpatron) und Most (Apfelwein)

Der Niederdeutsche Storch

• Sehr gering - eher ein lokaler Scherz als ein echter historischer Ursprung

• Wissen, wo die Babys herkommen

• Barthel (Spitzname für Storch)

Die sprachwissenschaftlichen Beweise sprechen eine klare Sprache. Während die Geschichten über Wirte und Störche gemütlich klingen, verbirgt sich hinter dem Spruch die raue Realität der historischen Kriminalität.

Thomas und der Irrtum im Wirtshaus

Thomas, ein 45-jähriger Lehrer aus München, hielt einen Vortrag über alte bayerische Traditionen. Er erklärte seinem Publikum voller Überzeugung, der Spruch stamme vom Bartholomäustag und den herbstlichen Weinpressen. Er hatte das als Kind von seinen Eltern genau so gelernt.

Mitten im Vortrag meldete sich ein älterer Linguistikstudent aus der ersten Reihe und erklärte detailliert die jiddische Brecheisen-Theorie. Thomas war völlig irritiert und geriet ins Schwitzen. Seine gesamte Präsentation baute auf dieser gemütlichen Wirtshaus-Idee auf.

In Wirklichkeit war das ein Geschenk. Anstatt abzublocken, schlug er in der Kaffeepause in einem etymologischen Wörterbuch nach. Er stellte fest, dass sein Zuhörer recht hatte. Der Spruch kommt tatsächlich aus der Gaunersprache. Ein echter Aha-Moment für ihn.

Nach der Pause integrierte er diese überraschende Wendung sofort in seinen Vortrag. Das Publikum war absolut fasziniert von dem dunklen Ursprung, und Thomas lernte eine wichtige Lektion: Sprache hat oft viel tiefere, dunklere Wurzeln, als die harmlose Fassade vermuten lässt.

Weitere Diskussion

Was heißt wissen wo der Barthel den Most holt genau?

Es bedeutet, dass jemand sehr klug, erfahren und mit allen Wassern gewaschen ist. Wer das weiß, kennt alle Tricks und lässt sich in schwierigen Situationen nicht so leicht täuschen.

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Ist zeigen wo der Barthel den Most holt eine Drohung?

Ja, in dieser Form ist es definitiv eine Warnung oder Drohung. Es drückt aus, dass man jemandem seine Grenzen aufzeigen oder ihn hart bestrafen wird, wenn er sein Verhalten nicht ändert.

Warum glauben so viele an die Wirtshaus-Theorie?

Menschen versuchen instinktiv, fremde und unverständliche Wörter mit Dingen aus ihrem Alltag zu erklären. Da Barzel und Maot im Deutschen unbekannt waren, machte der Volksmund daraus einfach den vertrauten Barthel und den Most.

Lernziele

Die Gaunersprache ist der wahre Ursprung

Der Spruch hat nichts mit Wein oder Wirten zu tun, sondern stammt von den Wörtern Barzel (Brecheisen) und Maot (Geld).

Zwei völlig verschiedene Bedeutungen

Je nach Kontext ist die Redewendung ein großes Lob für Lebenserfahrung oder eine scharfe Drohung an einen Gegner.

Volksetymologie führt oft in die Irre

Oft klingen die gemütlichen Erklärungen logischer, aber die historische Wahrheit hinter unserer Sprache ist meistens deutlich komplexer.

Querverweise

  • [1] De - Seit dem 17. Jahrhundert ist der Spruch in schriftlichen Quellen nachweisbar.
  • [2] De - Die Gaunersprache gilt heute als der historisch belegte Ursprung, wobei moderne etymologische Analysen diese Theorie zu etwa 80% stützen.