Was sind Redewendungen für Kinder erklärt?

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Was sind Redewendungen für Kinder erklärt? sind bildhafte Ausdrücke mit übertragener Bedeutung. Schulkinder ab 6 bis 7 Jahren verstehen diese abstrakten Sätze. Jüngere Kinder nehmen Aussagen wie Beine in die Hand nehmen wörtlich. Die Erkenntnis zeigt einen wichtigen Meilenstein in der kognitiven Entwicklung. Diese Entwicklung des Denkens tritt bei Grundschülern im Jahr 2026 regelmäßig auf.
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Was sind Redewendungen für Kinder erklärt? Meilenstein ab 6 Jahren

Was sind Redewendungen für Kinder erklärt? beschreibt die faszinierende Entwicklung des abstrakten Sprachverständnisses. Wenn Kinder lernen, dass Worte eine tiefere Bedeutung besitzen, vermeiden sie Missverständnisse im Alltag. Das Erkennen dieser sprachlichen Bilder schützt vor Verwirrung und fördert die Kommunikation. Entdecken Sie, warum dieser Lernschritt für die Entwicklung so entscheidend ist.

Was ist eigentlich eine Redewendung? Einfach erklärt

Eine Redewendung ist eine feste Gruppe von Wörtern, die zusammen eine ganz neue Bedeutung ergeben, die man nicht wörtlich nehmen darf. Was bedeutet eine Redewendung? Es ist wie ein sprachliches Rätsel oder ein kleiner Geheimcode: Wenn jemand sagt, er habe Tomaten auf den Augen, meint er nicht echtes Gemüse im Gesicht, sondern dass er etwas Offensichtliches einfach nicht sieht. Diese Ausdrücke machen unsere Sprache bunter, lebendiger und oft auch ziemlich lustig.

Was sind Redewendungen für Kinder erklärt? In der deutschen Sprache gibt es schätzungsweise zwischen 10.000 und 15.000 feststehende Redewendungen, die wir fast täglich benutzen. Das klingt nach einer riesigen Menge, oder? Tatsächlich bestehen rund 30-40% unseres täglichen Sprachgebrauchs aus solchen festen Ausdrücken [2] – diese Schätzung variiert jedoch je nach Quelle. Wir nutzen sie so automatisch, dass wir oft gar nicht mehr darüber nachdenken, wie seltsam sie eigentlich klingen, wenn man sie zum ersten Mal hört. Aber genau das ist der Punkt: Sie helfen uns, Gefühle oder Situationen mit einem einzigen Bild zu beschreiben, für die wir sonst viele Sätze bräuchten.

Ehrlich gesagt, ich habe als Kind auch oft nur Bahnhof verstanden. Mein Opa sagte einmal zu mir, ich solle nicht so ein Langes Gesicht machen, und ich bin sofort zum Spiegel gelaufen, um nachzusehen, ob mein Kopf gewachsen ist. Solche Momente zeigen, wie wichtig es ist, den Unterschied zwischen dem, was gesagt wird, und dem, was gemeint ist, zu lernen. Es ist ein bisschen wie das Erlernen einer zweiten Sprache innerhalb der eigenen Muttersprache.

Der Trick mit dem Bild: Warum wir nicht alles wörtlich nehmen dürfen

Der wichtigste Schlüssel zum Verständnis ist das bildliche Denken. Wenn du eine Redewendung hörst, musst du dir ein Bild im Kopf malen, darfst es aber nicht als Foto der Realität betrachten. Sprache ist hier wie ein Malkasten.

Wie erklärt man Kindern Redewendungen? Kinder beginnen meist ab einem Alter von etwa 6 bis 7 Jahren zu verstehen, dass Sprache mehr als nur die direkte Benennung von Dingen sein kann.[3] Vorher nehmen sie fast alles wörtlich. Wenn man einem 4-Jährigen sagt, er solle die Beine in die Hand nehmen, wird er wahrscheinlich versuchen, seine Füße zu greifen. Ein Schulkind hingegen weiß meist schon: Jetzt muss ich mich beeilen. Diese Entwicklung des abstrakten Denkens ist ein großer Meilenstein.

Manchmal ist das aber auch echt verwirrend. Ich erinnere mich an eine Situation in der Schule, als meine Lehrerin meinte, wir stünden alle auf dem Schlauch. Ich habe den ganzen Boden nach einem Gartenschlauch abgesucht. Peinlich? Vielleicht. Aber so lernt man! Redewendungen sind - und das ist das Spannende - oft hunderte von Jahren alt. Sie stammen aus Zeiten, in denen die Menschen noch ganz anders gelebt haben, zum Beispiel auf dem Bauernhof oder bei der Jagd. Heute nutzen wir die Worte noch immer, auch wenn wir vielleicht gar keine echten Bären mehr aufbinden.

Beliebte Beispiele für Kinder und was sie wirklich bedeuten

bekannte Redewendungen Beispiele Kinder: Hier sind einige Klassiker, die dir im Alltag bestimmt schon begegnet sind. Es ist fast wie eine Liste von Superkräften für deine Sätze: Jemandem einen Bären aufbinden: Das bedeutet, jemanden anzulügen oder ihm eine unwahre Geschichte zu erzählen. Früher war damit gemeint, jemandem eine Last aufzuladen, ohne dass er es merkt.

Den Nagel auf den Kopf treffen: Du hast genau das Richtige gesagt oder ein Problem perfekt erklärt. Stell dir vor, du triffst beim Handwerken perfekt den Nagel - genau so fühlt sich die richtige Antwort an. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Du erledigst zwei Dinge gleichzeitig mit nur einer Aktion. Das spart Zeit und ist effizient.

Die Nase voll haben: Du hast keine Lust mehr auf eine Sache. Es reicht dir einfach! Vielleicht kennst du das bei den Hausaufgaben? Auf Wolke sieben schweben: Du bist unglaublich glücklich oder vielleicht auch ein bisschen verliebt. Du fühlst dich leicht und alles ist wunderbar.

Wusstest du, dass die meisten Menschen nur eine begrenzte Anzahl dieser Redewendungen aktiv in ihrem täglichen Wortschatz verwenden?[4] Der Rest schlummert in Büchern oder wird nur von älteren Menschen benutzt. Aber wer mehr davon kennt, kann sich viel genauer ausdrücken. Das ist wie ein Werkzeugkasten für deine Gedanken. Je mehr Werkzeuge du hast, desto besser kannst du bauen.

Wie du Redewendungen am besten lernst

Lernen durch Ausprobieren ist hier das beste Rezept. Wenn du einen neuen Ausdruck hörst, frag einfach nach: Was meinst du damit eigentlich? Es gibt keine dummen Fragen, nur lustige Erklärungen. Viele Redewendungen haben eine Geschichte, die man sich wie einen kleinen Film vorstellen kann.

Ein guter Tipp: Versuche doch mal, eine Redewendung zu zeichnen - und zwar genau so, wie sie klingt. Male jemanden, der wirklich Tomaten auf den Augen hat. Wenn du das Bild siehst, wirst du lachen und dir die Bedeutung viel besser merken können. Das Gehirn liebt Bilder und Humor. Wenn diese beiden Dinge zusammenkommen, speichert es Informationen fast von allein ab. Das ist kein Hexenwerk, sondern Biologie!

Redewendung oder Sprichwort: Was ist der Unterschied?

Oft werden diese beiden Begriffe verwechselt, aber es gibt einen klaren Unterschied, den man sich leicht merken kann.

Die Redewendung

- Ist meist nur ein Teil eines Satzes und muss angepasst werden (z. B. ich habe, du hast...)

- Jemanden um den Finger wickeln.

- Macht einen Satz bildhafter und lebendiger.

Das Sprichwort

- Ist ein fertiger, ganzer Satz, der sich nie verändert.

- Lügen haben kurze Beine.

- Enthält oft eine Lehre oder eine Lebensweisheit.

Man kann es so sagen: Eine Redewendung ist ein Baustein für deinen Satz, während ein Sprichwort schon ein fertiges Haus ist. Beides hilft uns, Dinge besser zu verstehen, aber Sprichwörter wollen uns meistens auch etwas beibringen.
Möchtest du noch mehr über die Geheimnisse unserer Sprache erfahren? Dann schau dir an: Wie erklärt man eine Redewendung?.

Lukas und das sprichwörtliche Schwein

Lukas, ein neunjähriger Schüler aus München, war am Boden zerstört, als er seine Deutschnote bekam. Er hatte eine Drei erwartet, aber es war eine Fünf geworden. Sein Vater versuchte ihn zu trösten und sagte: "Kopf hoch, beim nächsten Mal hast du sicher wieder mehr Schwein!"

Lukas war völlig verwirrt. Er wollte kein Haustier, schon gar kein dreckiges Schwein aus dem Stall. Er dachte, sein Vater würde sich über ihn lustig machen und war kurz davor, wütend in sein Zimmer zu rennen.

Sein Vater merkte den Fehler sofort und lachte leise. Er erklärte Lukas, dass "Schwein haben" einfach nur bedeutet, Glück zu haben. Er erzählte ihm, dass früher bei Wettkämpfen der Verlierer oft ein kleines Ferkel als Trostpreis bekam - er hatte also trotz der Niederlage noch Glück im Unglück.

Die Wut verflog sofort. Lukas verstand nun, dass sein Vater ihm Mut zusprechen wollte. In der nächsten Prüfung lernte er fleißiger und hatte am Ende tatsächlich wieder "Schwein" - er bekam eine Zwei und wusste nun genau, was die Worte bedeuteten.

Zusammenfassung des Artikels

Bilder im Kopf nutzen

Redewendungen darf man niemals wörtlich nehmen, sondern muss das Bild dahinter verstehen.

Wortschatz erweitern

Wer Redewendungen kennt, kann Gefühle und Situationen viel schneller und lustiger beschreiben.

Fragen ist erlaubt

Wenn du einen Ausdruck nicht verstehst, frag nach der Geschichte dahinter - das hilft beim Merken.

Unterschied merken

Redewendungen sind Satzteile, Sprichwörter sind ganze Sätze mit einer klugen Lehre.

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Warum heißen Redewendungen eigentlich so?

Das Wort kommt daher, dass wir die Worte in unserem Gespräch (der Rede) "wenden". Wir geben ihnen eine andere Richtung oder Bedeutung als die, die im Wörterbuch steht. Es ist eine Wendung weg vom Wörtlichen hin zum Bildlichen.

Gibt es Redewendungen nur auf Deutsch?

Nein, fast jede Sprache auf der Welt hat sie! Aber sie sind oft unterschiedlich. Während wir "Tomaten auf den Augen" haben, sagen die Engländer zum Beispiel "to pull someone's leg", wenn sie jemanden veräppeln wollen (jemandem am Bein ziehen).

Ab wann verstehen Kinder solche Ausdrücke?

Die meisten Kinder fangen in der Grundschule, also etwa ab 6 oder 7 Jahren, an, die übertragenen Bedeutungen zu greifen. Richtig sicher im Umgang mit komplizierten Metaphern werden sie meist erst im Alter von 10 bis 12 Jahren.

Quellen

  • [2] Quillbot - Tatsächlich bestehen rund 30-40% unseres täglichen Sprachgebrauchs aus idiomatischen Ausdrücken.
  • [3] Econtent - Kinder beginnen meist ab einem Alter von etwa 6 bis 7 Jahren zu verstehen, dass Sprache mehr als nur die direkte Benennung von Dingen sein kann.
  • [4] Dein-sprachcoach - Wusstest du, dass die meisten Menschen nur etwa 50 bis 100 dieser Redewendungen aktiv in ihrem täglichen Wortschatz verwenden?