Woher kommt der Ausdruck Ich mache blau?

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Der Ausdruck woher kommt der ausdruck ich mache blau stammt vermutlich aus dem Handwerk und verweist auf den blauen Ruhetag oder die Textilfärberei. Handwerker feierten früher den blauen Montag als arbeitsfreien Tag. Alternativ nutzten Färber den blauen Farbstoff, wodurch Stoffe tagelang trocknen mussten und Arbeiter zeitweise Pause hatten.
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Woher kommt der Ausdruck ich mache blau?

Redewendungen begleiten den Alltag und werfen oft Fragen nach ihrem wahren Ursprung auf. Die Herkunft bestimmter Ausdrücke verbindet historische Bräuche mit alten Handwerkskünsten. Erfahren Sie die Hintergründe dieser bekannten Redewendung und entdecken Sie, welche historischen Deutungen und woher kommt der ausdruck ich mache blau dahinterstecken.

Woher kommt der Ausdruck Ich mache blau?

Die Redewendung „blau machen“ für das unentschuldigte Fernbleiben von der Schule oder der Arbeit hat eine lange Geschichte. In den meisten Fällen wird der Ursprung auf den historischen ursprung blauer montag handwerk im Handwerk zurückgeführt. Doch es existieren auch andere Theorien, die sich um alte Handwerkstraditionen ranken.

Der historische blaue Montag im Handwerk

Im Mittelalter erkämpften sich Handwerksgesellen den freien Montag. Der Name leitet sich von den blauen Gewändern ab, die Priester an bestimmten kirchlichen Feiertagen oder Montagen trugen. Handwerker blieben an diesen Tagen der Arbeit fern, um diesen Feiertag zu begehen.

Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit der feste Begriff des „blauen Montags“ für eine unentschuldigte Auszeit vom Alltag. Im 19. Jahrhundert wurde aus diesem Phänomen schließlich die Kurzzurede: „Heute mache ich blau.“

Die Legende der Blaufärber

Eine bekannte Volkssage führt den Ausdruck auf das alte Färberhandwerk zurück. Früher hängten Blaufärber mit Waid oder Indigo gefärbte Stoffe montags an die frische Luft, wo sie durch Oxidation ihre blaue Farbe bekamen. Während die Wolle trocknete, hatten die Gesellen angeblich nichts zu tun.

Sprachforscher bezweifeln diese Erklärung jedoch, da sie sich historisch kaum belegen lässt und der chemische Prozess in der Realität anders ablief.

Häufige Fragen zum blauen Montag und zur Redewendung

Die Herkunft von Redewendungen ist oft umstritten, weil sich blau machen herkunft redewendung hartnäckig halten. Wenn man sich die historischen Belege ansieht, spricht jedoch vieles für die liturgische Tradition der Priestergewänder anstelle der Färberarbeit.

Die Theorien zur Herkunft im Vergleich

Es gibt zwei Haupttheorien, die erklären sollen, woher der Ausdruck stammt. Jede hat ihre eigenen Argumente.

Der liturgische blaue Montag

Blau getragene Priestergewänder an bestimmten Feiertagen

Von Sprachforschern weitgehend akzeptierte Erklärung

Durch Zunftakten und kirchliche Aufzeichnungen gut belegt

Die Legende der Färber

Trocknen von mit Waid oder Indigo gefärbten Stoffen an der Luft

Wird von Experten wegen chemischer Abläufe bezweifelt

Kaum belegbar, basiert meist auf mündlichen Volkssagen

Während die Färberlegende volkstümlich sehr bekannt ist, favorisieren Historiker und Sprachforscher eindeutig die Theorie des kirchlich begründeten freien Montags im Handwerk.

Thomas und die Spurensuche im Mittelalter

Thomas, ein Geschichtsstudent aus München, wunderte sich während seiner Recherchen über die vielen Redewendungen aus dem Handwerk. Er wollte genau wissen, wie aus einem arbeitsfreien Tag das heutige Schwänzen wurde.

Anfangs glaubte er an die romantische Geschichte der Färbergesellen, die im Sonnenschein faulenzten. Doch bei der Arbeit in alten Archiven stieß er auf steuerliche und zünftige Dokumente.

Er erkannte, dass der freie Montag eine erkämpfte soziale Gewohnheit der Gesellen war. Die Verbindung zu den blauen Gewändern der Geistlichen gab schließlich den Ausschlag für seine Hausarbeit.

Das Ergebnis war eine Note von sehr gut und die Erkenntnis, dass Volkssagen oft spannender sind als die trockene Realität, letztere aber historisch standhält.

Wichtige Begriffe

Der wahre Ursprung

Die Redewendung geht auf den historischen blauen Montag zurück, an dem Handwerker wegen kirchlicher Traditionen nicht arbeiteten.

Die Rolle der Priestergewänder

Der Name leitet sich von blauen Gewändern ab, die an bestimmten Montagen oder Feiertagen in der Kirche getragen wurden.

Der Mythos der Färber

Die populäre Geschichte über trocknende Stoffe von Blaufärbern lässt sich historisch kaum belegen und gilt als unwahrscheinlich.

Nächste verwandte Infos

Was bedeutet blau machen heute?

Heute versteht man darunter das bewusste und meist unentschuldigte Fernbleiben von der Arbeit, der Schule oder anderen Verpflichtungen, um sich stattdessen einen freien Tag zu machen.

Warum war der Montag im Handwerk früher oft frei?

Im Mittelalter nutzten Handwerksgesellen kirchliche Feiertage und Traditionen, um sich neben dem Sonntag einen zusätzlichen freien Tag zu sichern, an dem sie nicht in der Werkstatt erschienen.

Hast du Lust auf weitere spannende Erklärungen zu Sprichwörtern? Entdecke hier die Antwort auf die Frage: Was sind Beispiele für Redewendungen?

Stimmt die Geschichte mit den Färbern wirklich?

Sprachforscher bezweifeln diese Erklärung stark, da sich die Legende historisch kaum belegen lässt und der chemische Färbeprozess mit Waid oder Indigo anders ablief als in der Sage beschrieben.