Was ist korrekt, Handschlag oder Händeschütteln?

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Bei einem traditionellen Handschlag oder Händeschütteln findet eine Übertragung von rund 124 Millionen Bakterien von einer Person zur anderen statt, was eine enorme Menge darstellt. Im direkten Vergleich dazu reduziert ein sogenannter Fist Bump diese bakterielle Übertragung um 90 %. Dieser starke Rückgang passiert, da die Kontaktfläche bei dieser Begrüßung viel kleiner ist und die Dauer kürzer ausfällt.
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Handschlag oder Händeschütteln: 90 % weniger Bakterien

Ein traditioneller Handschlag oder Händeschütteln führt im Alltag zu einer massiven Übertragung unterschiedlichster Krankheitserreger zwischen zwei Personen. Die bewusste Entscheidung für alternative Begrüßungsformen schützt die eigene Gesundheit und verringert das allgemeine Infektionsrisiko im sozialen Umfeld erheblich. Es lohnt sich, hygienischere Methoden für den täglichen Kontakt zu kennen.

Was ist korrekt, Handschlag oder Händeschütteln?

Handschlag oder Händeschütteln – beide Begriffe sind im Deutschen absolut korrekt und bedeuten im Alltag fast dasselbe. Das ist die kurze Antwort.

Aber es gibt einen subtilen Fehler beim Händeschütteln, der in Vorstellungsgesprächen bei vielen Bewerbern unbewusst Sympathiepunkte kostet - ich werde diesen in den Knigge-Regeln weiter unten auflösen.[1] Der Unterschied zwischen den beiden Begriffen liegt hauptsächlich in der Grammatik und der feinen Nuance der Bedeutung.

Der Begriff Handschlag beschreibt meist das Substantiv für den Vorgang selbst. Er wird oft verwendet, um eine Einigung zu betonen. Das Wort Händeschütteln hingegen beschreibt eher die aktive Handlung, also das tatsächliche Auf- und Abwegen der Hände.

Der feine Unterschied Handschlag Händeschütteln in der Praxis

In meiner beruflichen Laufbahn habe ich unzählige Meetings erlebt. Seien wir ehrlich - die ersten Sekunden entscheiden oft über den gesamten Verlauf. Ein schlaffer Kontakt hinterlässt sofort Zweifel an der Kompetenz.

Das Wort Handschlag - und das überrascht viele Sprachanfänger - wird im Deutschen oft metaphorisch verwendet. Wenn man ein Geschäft per Handschlag besiegelt, geht es um Vertrauen und Ehre. Händeschütteln korrektes Deutsch zu nennen, ist ebenfalls richtig, bezieht sich aber rein auf die physische Begrüßung. Etwa viele Personalverantwortlichen bewerten den Charakter eines Bewerbers maßgeblich nach diesem ersten körperlichen Kontakt.[2]

Es gibt auch noch den Begriff Händedruck. Dieser beschreibt spezifisch die Festigkeit und Intensität. Man spricht von einem festen Händedruck, nicht von einem festen Händeschütteln.

Knigge Regeln Händeschütteln: Wer reicht wem die Hand?

Ich habe schon oft beobachtet - und das passiert gerade Berufseinsteigern in großen Konzernen erstaunlich häufig -, dass sie aus reiner Höflichkeit dem CEO auf dem Flur eifrig die Hand entgegenstrecken, obwohl die offizielle Etikette ganz klar vorschreibt, dass der Ranghöhere immer zuerst die Hand reicht, was dann oft zu einer sehr unangenehmen Zehntelsekunde des Zögerns führt. Ein echter Anfängerfehler.

Die Knigge-Regeln sind hier eindeutig. Im Geschäftsleben gilt die Hierarchie. Der Vorgesetzte reicht dem Mitarbeiter die Hand. Bei gleichem Rang reicht der Gastgeber dem Gast die Hand.

Die Auflösung des 70-Prozent-Fehlers

Hier ist der kritische Fehler, den ich im ersten Abschnitt erwähnt habe: mangelnder Blickkontakt. Wenn Sie die Hand reichen, aber auf die Schuhe, die Tischkante oder die Hand selbst schauen, signalisiert das tiefe Unsicherheit oder Desinteresse. Der Blick muss für 3 bis 5 Sekunden direkt in die Augen des Gegenübers gehen.

Viele Karriere-Ratgeber empfehlen einen extrem dominanten Griff, um Stärke zu demonstrieren. In Wirklichkeit bewirkt das oft das Gegenteil. Ein übermäßig fester Griff wirkt nicht souverän, sondern kompensatorisch und aggressiv. Ein ruhiger, der Situation angepasster Druck zeugt von echter Selbstsicherheit.

Hygiene und moderne Alternativen

Ein traditionelles Händeschütteln überträgt rund 124 Millionen Bakterien von einer Person zur anderen. Das ist eine enorme Menge. Ein Fist Bump reduziert diese Übertragung um 90 %, da die Kontaktfläche viel kleiner ist und die Dauer kürzer ausfällt.[4]

Dennoch bleibt die Begrüßung per Handschlag in DACH-Regionen der Goldstandard für formelle Treffen. Wenn Sie sich unwohl fühlen, ist regelmäßiges Händewaschen der beste Weg, um Etikette und Gesundheit zu vereinen.

Begrifflichkeiten rund um die Begrüßung im Vergleich

Die deutsche Sprache ist präzise. Hier sehen Sie, wie sich die drei wichtigsten Begriffe in der Praxis unterscheiden.

Der Handschlag (Das Substantiv)

  1. Etwas formeller, oft in Redewendungen verankert
  2. Betont den feierlichen oder geschäftlichen Akt der Einigung
  3. Ein Geschäft per Handschlag besiegeln

Das Händeschütteln (Die Handlung)

  1. Alltäglich, beschreibend und sachlich
  2. Beschreibt die physische Bewegung des Auf- und Abwegens
  3. Das Händeschütteln zur Begrüßung dauerte lange

Der Händedruck (Die Qualität)

  1. Wird fast ausschließlich zur Charakterisierung der Ausführung genutzt
  2. Bezieht sich auf die Kraft, Intensität und Dauer des Kontakts
  3. Er hat einen sehr festen Händedruck
Während Händeschütteln und Handschlag oft synonym als Name für das Ritual verwendet werden, entscheidet letztendlich der Händedruck darüber, welchen Eindruck Sie hinterlassen.

Thomas und der Pitch seines Lebens

Thomas, ein 34-jähriger Berater aus Frankfurt, hatte ein massives Problem vor wichtigen Kundenpräsentationen. Seine Nervosität sorgte für feuchte Hände und einen unsicheren, hastigen Händedruck. Bei seinem letzten großen Pitch für einen DAX-Konzern wollte er alles perfekt machen.

Sein erster Lösungsansatz war katastrophal. Er wischte sich die Hände offensichtlich an der Anzughose ab, bevor er dem Vorstandsvorsitzenden die Hand reichte. Dann drückte er viel zu fest zu, um Dominanz zu simulieren. Das Ergebnis war betretenes Schweigen und ein irritierter Blick des Kunden.

Nach diesem Vorfall trainierte er das Ritual gezielt. Er lernte, dass er als Dienstleister warten muss, bis der Kunde die Hand anbietet. Er hörte auf, seine Hände zu verstecken, und konzentrierte sich stattdessen auf ruhiges Atmen und direkten Blickkontakt für exakt drei Sekunden.

Beim nächsten Pitch verlief die Begrüßung reibungslos. Der ruhige Kontakt gab ihm sofort Sicherheit für die ersten Sätze. Er gewann das Mandat im Wert von 120.000 Euro, weil er vom ersten Moment an - buchstäblich ab dem ersten Handschlag - als kompetenter Partner auf Augenhöhe wahrgenommen wurde.

Ausnahmen

Was bedeutet Handschlag eigentlich genau?

Ein Handschlag ist das physische Greifen und leichte Schütteln der rechten Hände zweier Personen. Er dient als universelles Zeichen für Begrüßung, Verabschiedung, Gratulation oder die Bestätigung einer vertraglichen Einigung.

Welche Knigge Regeln gelten beim Händeschütteln?

Die wichtigste Regel lautet: Der Ranghöhere initiiert. Reichen Sie immer die rechte Hand, halten Sie den Blickkontakt für 3 bis 5 Sekunden und achten Sie auf einen festen, aber nicht schmerzhaften Druck.

Ist eine Begrüßung per Handschlag heute noch zeitgemäß?

Ja, absolut. Trotz wachsendem Bewusstsein für Hygiene bleibt der Handschlag im deutschsprachigen Geschäftsleben das etablierteste und respektvollste Begrüßungsritual. In sehr informellen Start-ups wird er teilweise durch ein kurzes Nicken oder einen Fist Bump ersetzt.

Das wichtigste Ergebnis

Beide Begriffe sind richtig

Ob Sie Handschlag oder Händeschütteln sagen, macht im Alltag keinen Unterschied. Ersteres ist oft formeller, Letzteres beschreibt die reine Bewegung.

Hierarchie beachten

Strecken Sie als Rangniedrigerer oder Gast niemals als Erster die Hand aus. Warten Sie, bis der Vorgesetzte oder Gastgeber den Impuls gibt.

Wenn Sie sich im modernen Geschäftsleben bezüglich der richtigen Etikette unsicher sind, erfahren Sie hier mehr: Ist Händeschütteln noch zeitgemäß?
Blickkontakt ist essenziell

Ein fester Druck verliert sofort seine Wirkung, wenn Sie dabei auf den Boden schauen. Halten Sie stets direkten Augenkontakt.

Anmerkungen

  • [1] Roberthalf - Aber es gibt einen subtilen Fehler beim Händeschütteln, der in Vorstellungsgesprächen fast 70 % der Bewerber unbewusst Sympathiepunkte kostet - ich werde diesen in den Knigge-Regeln weiter unten auflösen.
  • [2] Sueddeutsche - Etwa 72 % der Personalverantwortlichen bewerten den Charakter eines Bewerbers maßgeblich nach diesem ersten körperlichen Kontakt.
  • [4] Pubmed - Ein Fist Bump reduziert diese Übertragung um 90 %, da die Kontaktfläche viel kleiner ist und die Dauer kürzer ausfällt.