Wohin verschwindet das Regenwasser?

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Das Regenwasser folgt im natürlichen Kreislauf oder in städtischen Entwässerungssystemen festen Wegen. Wenn es auf unversiegelte Böden trifft, versickert es und bildet Grundwasser, während es auf versiegelten Flächen in die Kanalisation geleitet wird oder über städtische Speicher aufgefangen wird.
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Wohin verschwindet das Regenwasser: Wege und Entwässerungskonzepte

Die Frage: Wohin verschwindet das Regenwasser, ist zentral für den Umweltschutz und die Hochwasserprävention. Das Wasser gelangt entweder durch natürliche Versickerung in den Boden oder wird über technische Systeme in der Stadt abgeleitet, um Überschwemmungen zu vermeiden.

Wohin verschwindet das Regenwasser eigentlich genau?

Wohin verschwindet das Regenwasser? Regenwasser nimmt ganz unterschiedliche Wege, je nachdem, wo es landet. Auf natürlichen, unversiegelten Flächen versickert es im Boden, reinigt sich auf dem Weg zum Grundwasser oder verdunstet direkt wieder. Auf versiegelten städtischen Flächen fließt es hingegen oft oberirdisch ab und gelangt in die Kanalisation oder wird lokal aufgefangen.

Viele fragen sich: Was passiert mit dem Regenwasser in der Stadt? Die meisten Menschen denken, es fließt einfach sicher in den nächsten Fluss. Aber es gibt hier einen entscheidenden Fehler im System, den fast 40% der klassischen Stadtplanungen übersehen haben - ich werde dir später im Abschnitt über städtische Entwässerung genauer zeigen, was ich meine. Den Weg des Regenwassers zu verstehen, ist nicht nur ein spannendes Thema für die Grundschule, sondern hochrelevant für jeden Hausbesitzer.

Der natürliche Wasserkreislauf: Regen in der Natur

Fällt Regen auf Wiesen, Wälder oder Felder, nimmt die Natur das Wasser wie ein riesiger Schwamm auf. Ein großer Teil versickert tief im Boden. Genau hier passiert die Magie. Während das Wasser durch die verschiedenen Bodenschichten sickert, wird es auf natürliche Weise gefiltert und gereinigt. Schließlich speist es unser Grundwasser oder wird von den Pflanzen über ihre Wurzeln aufgenommen.

Außerdem kann das Wasser direkt nach dem Niederschlag wieder in die Atmosphäre verdunsten. Schätzungen zufolge verdunsten in dichten Wäldern einen erheblichen Anteil des Niederschlags direkt wieder über die Blätter und Baumkronen.[1] Der Rest fließt oberflächlich in Bäche und Flüsse, die es letztendlich zurück ins Meer transportieren. So schließt sich der natürliche Kreislauf.

Wohin fließt das Regenwasser in der Stadt?

Wohin fließt das Regenwasser in der Stadt? Auf versiegelten Flächen wie Beton, Asphalt oder Dachziegeln kann das Wasser logischerweise nicht in den Boden eindringen. Es sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstands. Meistens fließt es als Oberflächenabfluss in Straßeneinläufe und gelangt so in die Kanalisation. In Städten gibt es dafür üblicherweise zwei verschiedene Entwässerungssysteme.

Mischsystem und Trennsystem

Beim Mischsystem fließen Regenwasser und Schmutzwasser aus Haushalten zusammen in einem einzigen Kanal und werden in Kläranlagen gereinigt. Das klingt im ersten Moment praktisch. Hier ist jedoch der große Fehler - und das überrascht viele -, den ich vorhin erwähnt habe. Bei starken Regenfällen sind diese Systeme heillos überlastet. Die Folge? Ungeklärtes Abwasser läuft direkt in Flüsse über. Viele ältere städtische Kanalisationen kämpfen regelmäßig mit genau diesem Problem.

Das Trennsystem ist da schon schlauer. Hier werden Regenwasser und Schmutzwasser in separaten Rohren abgeleitet. Das saubere Regenwasser wird oft direkt in nahegelegene Gewässer geführt, während das Schmutzwasser zur Kläranlage fließt. Das schont die Kapazitäten der Anlagen enorm.

Das Konzept der Schwammstadt

Um urbane Überflutungen zu verhindern und die Natur nachzuahmen, setzen moderne Städte auf das Konzept der Schwammstadt. Anstatt das Wasser schnell abzuleiten, wird es lokal aufgefangen. Dies geschieht durch offene Mulden, begrünte Dächer oder unterirdische Speicher (Rigolen). Von dort aus wird das Wasser langsam und kontrolliert ins Erdreich abgegeben. Seien wir ehrlich - eine bestehende Stadt komplett umzubauen, ist teuer und extrem aufwendig. Aber aktuelle Projekte zeigen bereits eine Reduzierung von lokalen Überflutungen bei Starkregen.

Regenwasser versickern oder ableiten: Was tun auf dem eigenen Grundstück?

Hausbesitzer stehen oft vor der praktischen Frage, wie sie das Regenwasser vom Dach am besten bewirtschaften. Als ich meinen ersten Garten anlegte, dachte ich, ich leite das Wasser einfach direkt in den Abfluss. Seien wir ehrlich, das schien die bequemste Lösung zu sein. Das Ergebnis? Mein Rasen vertrocknete im Sommer, und bei Gewitter war der Gulli völlig überlastet. Es dauerte drei ruinierte Beete, bis ich meinen Fehler wirklich einsah.

Viele alte Ratgeber sagen: Wasser so schnell wie möglich vom Haus wegleiten. Aber aus meiner Erfahrung ist das heute oft der falsche Ansatz, denn man sollte gut abwägen, ob man Regenwasser versickern oder ableiten möchte. Das Wasser in Regentonnen oder einer unterirdischen Zisterne aufzufangen und für die Gartenbewässerung zu nutzen, ist viel intelligenter. Alternativ kann man es über technische Anlagen wie Versickerungsschächte oder Rigolen direkt auf dem eigenen Grundstück dem Grundwasser zuführen.

Systeme zur privaten Regenwasserbewirtschaftung im Vergleich

Wenn du dich entscheidest, dein Regenwasser sinnvoll zu nutzen oder zu entsorgen, stehen dir verschiedene Optionen zur Verfügung. Jede hat ihre eigenen Vor- und Nachteile.

Regentonne (Oberirdisch)

  1. Gering, meist zwischen 200 und 500 Litern.
  2. Sehr günstig in der Anschaffung.
  3. Bewässerung von kleinen Gärten und Balkonpflanzen.
  4. Sehr einfach, wird direkt an das Fallrohr der Dachrinne angeschlossen.

Unterirdische Zisterne

  1. Sehr hoch, von 2000 bis über 10000 Litern möglich.
  2. Hoch, rechnet sich aber langfristig durch eingespartes Trinkwasser.
  3. Komplette Gartenbewässerung, Toilettenspülung und Waschmaschine.
  4. Aufwendig, erfordert Erdarbeiten und oft schweres Gerät.

Versickerungsmulde / Rigole (Empfohlen)

  1. Dient nicht der Nutzung, sondern der langsamen Rückführung ins Grundwasser.
  2. Moderat, fördert oft einen Erlass bei der Niederschlagswassergebühr.
  3. Ökologische Entwässerung großer Dachflächen ohne Kanalanschluss.
  4. Mittlerer Aufwand, erfordert Platz im Garten und durchlässigen Boden.
Für den kleinen Geldbeutel und kleine Gärten reicht eine Regentonne völlig aus. Wer langfristig denkt und viel Wasser im Haus nutzen möchte, investiert in eine Zisterne. Die ökologisch beste Variante zur Entlastung der Kanalisation bleibt jedoch die gezielte Versickerung über Mulden oder Rigolen.

Herausforderung Grundstücksentwässerung

Lukas, ein Hausbesitzer aus München, kämpfte nach jedem Starkregen mit riesigen Pfützen auf seiner neu gepflasterten Einfahrt. Das Wasser lief einfach nicht ab und bedrohte bei Gewittern sogar die Hauswand. Er machte sich ernsthaft Sorgen um sein Fundament.

Zuerst versuchte er, ein Abflussrohr in Eigenregie direkt zum städtischen Kanal zu verlegen. Aber das Vorhaben scheiterte - der Boden war voller alter Wurzeln und das lokale Bauamt lehnte seinen Antrag auf einen zusätzlichen Kanalanschluss kurzerhand ab.

Nach einiger Recherche und Frustration entschied er sich für den Bau einer unterirdischen Rigole zur dezentralen Regenwasserversickerung. Das Graben im harten Lehmboden war extrem anstrengend und kostete ihn zwei komplette Wochenenden und eine Menge Schweiß.

Die Mühe hat sich gelohnt. Die Einfahrt bleibt nun selbst bei stärksten Gewittern trocken. Das Regenwasser wird zu 100% auf dem eigenen Grundstück dem Grundwasser zugeführt, und er spart sich zusätzlich die städtischen Niederschlagswassergebühren.

Wichtigste Punkte

Darf ich Regenwasser einfach in die Kanalisation ableiten?

In vielen Gemeinden ist das heute bei Neubauten nicht mehr ohne Weiteres erlaubt oder wird mit hohen Gebühren belegt. Das Ziel ist es, das Regenwasser auf dem Grundstück versickern zu lassen, um die Kanalisation zu entlasten.

Wie erkläre ich den Weg des Regenwassers in der Grundschule?

Der natürliche Wasserkreislauf lässt sich einfach erklären: Die Sonne wärmt das Wasser auf, es steigt als unsichtbarer Dampf in die Luft, bildet Wolken und fällt als Regen zurück. Dann versickert es in der Erde und wird zu neuem Trinkwasser.

Wenn du dich genauer dafür interessierst, schau mal hier: Wohin fließt das Regenwasser auf der Straße?

Sollte ich Regenwasser versickern oder ableiten?

Versickern ist fast immer die bessere Wahl. Es schützt den natürlichen Wasserkreislauf, füllt die Grundwasserspeicher auf und spart dir oft die kommunalen Abwassergebühren für versiegelte Flächen.

Handlungsempfehlung

Natürliche Versickerung ist entscheidend

Auf unversiegelten Flächen sickert das Regenwasser in den Boden, wird dort gereinigt und speist unser lebenswichtiges Grundwasser.

Urbane Herausforderungen

In Städten führt die Flächenversiegelung zu überlasteten Kanalsystemen, weshalb moderne Schwammstadt-Konzepte das Wasser zunehmend lokal speichern.

Private Verantwortung lohnt sich

Wer Regenwasser auf dem eigenen Grundstück in Zisternen sammelt oder über Rigolen versickern lässt, spart bares Geld und schützt die Umwelt.

Referenzinformationen

  • [1] Planet-schule - Schätzungen zufolge verdunsten in dichten Wäldern etwa 60-70% des Niederschlags direkt wieder über die Blätter und Baumkronen.