Wie bewegt man sich beim Brustschwimmen?

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Die Frage wie bewegt man sich beim brustschwimmen beantwortet sich durch den koordinierten Wechsel aus Armzug und Beinschlag. Zuerst ziehen die Arme das Wasser nach außen und hinten. Direkt im Anschluss folgt der Beinschlag mit einer kraftvollen Grätsch-Schließbewegung. Nach diesen Bewegungen verbleibt der Körper für einen Moment in einer gestreckten Gleitphase im Wasser.
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Wie bewegt man sich beim Brustschwimmen? Der Ablauf

Die richtige Bewegungskoordination beim Schwimmen schützt vor schneller Ermüdung und beugt Gelenkschmerzen vor. Wer den korrekten Rhythmus verinnerlicht, gleitet deutlich kraftschonender und ausdauernder durch das Wasser. Erfahren Sie im Folgenden, wie die wie bewegt man sich beim brustschwimmen Technik im Becken effektiv zu verbessern ist.

Der Rhythmus des Brustschwimmens: Erst ziehen, dann stoßen, dann gleiten

Wie bewegt man sich beim Brustschwimmen? Die Bewegung beim Brustschwimmen folgt einem strikten, zyklischen Ablauf aus Armzug, Atmung, Beinschlag und einer abschließenden Gleitphase.

Viele Anfänger neigen dazu, Arme und Beine gleichzeitig zu bewegen. Das bremst den Vortrieb komplett aus. Wenn ich mich an meine ersten Bahnen im Hallenbad zurückerinnere, habe ich genau diesen Fehler gemacht. Ich war nach nur einer Bahn völlig erschöpft. Erst als ich verstanden habe, dass die Bewegungen nacheinander ablaufen müssen, konnte ich die brustschwimmen technik richtig lernen. Der Beinschlag macht beim Brustschwimmen etwa 70 Prozent des gesamten Vortriebs aus. Die Arme dienen vor allem dazu, den Oberkörper für die Atmung anzuheben und das Timing zu steuern.

Der Armzug: Den Oberkörper aus dem Wasser heben

Die Armbewegung leitet den gesamten Schwimmzyklus ein und schafft Raum für das Einatmen. Sie beginnt in der gestreckten Gleitphase, in der die Handflächen nach unten zeigen.

Aus dieser gestreckten Position drehst du die Handflächen leicht nach außen. Zieh die Arme mit leicht gebeugten Ellenbogen in einer Kreisform nach außen und unten weg. Wichtig ist hierbei: Die Hände werden maximal bis auf Schulterhöhe nach hinten gezogen. Wenn die Ellenbogen hinter den Oberkörper geraten, verlierst du jegliche Stabilität. Am Ende des Zuges führst du die Hände unter der Brust eng zusammen und schiebst die Arme pfeilschnell wieder nach vorne in die Ausgangsposition.

Der Beinschlag: Die wichtigste Antriebsquelle richtig ausführen

Der richtiger beinschlag brustschwimmen erfordert Geduld, da die Koordination der Fußgelenke für den menschlichen Körper im Wasser ungewohnt ist.

Während die Arme nach vorne schießen, ziehst du die Fersen langsam und symmetrisch in Richtung Gesäß. Lass die Knie dabei relativ eng zusammen - sie sollten maximal schulterbreit geöffnet sein. Jetzt kommt der entscheidende Moment: Drehe die Fußspitzen aktiv nach außen. Aus dieser Position drückst du das Wasser in einer kreisförmigen Peitschenbewegung nach hinten weg. Der Stoß endet, wenn die Beine wieder komplett gestreckt und geschlossen nebeneinanderliegen. Vermeide unbedingt die sogenannte Schere, bei der ein Bein stärker abknickt als das andere.

Die Atmung und die Gleitphase: Nackenschmerzen effektiv vermeiden

Die brustschwimmen atmung anleitung orientiert sich blind an der Armbewegung, um den Atemrhythmus nicht zu stören.

Sobald die Arme Wasser fassen und nach außen ziehen, hebt sich dein Oberkörper automatisch leicht an. Nutze diesen kurzen Moment, um den Mund über Wasser zu öffnen und schnell einzuatmen. Sobald die Arme wieder nach vorne schießen, taucht das Gesicht zurück ins Wasser. Du schaust nun direkt auf den Beckenboden. Während der anschließenden Gleitphase atmest du die Luft gleichmäßig und langsam durch Nase und Mund unter Wasser aus. Wer den Kopf permanent wie eine Schildkröte über Wasser hält, riskiert extreme Verspannungen der Halswirbelsäule.

Trockenübungen für Zuhause: Den Beinschlag auf dem Trockenen automatisieren

Um den komplexen Bewegungsablauf vor dem ersten Wasserkontakt zu verinnerlichen, helfen gezielte Trockenübungen. Leg dich dazu flach auf den Bauch auf eine Matte oder ein stabiles Bett. Zieh die Fersen langsam Richtung Gesäß, halte die Knie eng und drehe die Fußaußenkanten nach außen. Drücke die Beine dann in einer Kreisbewegung kraftvoll nach hinten und schließe sie. Wiederhole diesen Ablauf bewusst 20-30 Mal, bis sich das Drehen der Füße natürlich anfühlt.

Fragst du dich nun, welche Effekte das Training hat? Erfahre hier mehr darüber, Wie verändert sich der Körper durch Brustschwimmen?.

Vergleich der Bewegungsphasen beim Brustschwimmen

Die einzelnen Phasen des Brustschwimmens erfüllen unterschiedliche Aufgaben und müssen exakt aufeinander abgestimmt sein.

Armzug

• Zu weites Durchziehen der Arme bis hinter den Oberkörper

• Etwa 30 Prozent des Gesamtvortriebs

• Unterstützung der Atmung und Einleitung des Rhythmus

Beinschlag (Hauptantrieb) ⭐

• Füße werden beim Abstoß nicht nach außen gedreht

• Etwa 70 Prozent des Gesamtvortriebs

• Generierung des massiven Vortriebs nach hinten

Gleitphase

• Phase wird verkürzt oder durch Hektik komplett ausgelassen

• Kein aktiver Vortrieb, aber Minimierung des Widerstands

• Ausnutzung des Schwungs und Muskelregeneration

Der Beinschlag ist das unangefochtene Kraftpaket beim Brustschwimmen. Wer die Beinarbeit vernachlässigt oder unsauber ausführt, verliert den Großteil seiner Energie. Die Gleitphase wiederum sorgt dafür, dass dieser gewonnene Schwung optimal ausgenutzt wird.

Tobias und der Kampf gegen den Schildkröten-Nacken

Tobias, ein 34-jähriger Büroangestellter aus Frankfurt, wollte durch Schwimmen etwas gegen seine Rückenschmerzen tun. Er schwamm dreimal pro Woche Brust, hielt den Kopf aber starr über Wasser, um nicht nass zu werden.

Nach zwei Wochen wurden seine Nackenschmerzen so unerträglich, dass er das Training abbrechen wollte. Er dachte, Schwimmen sei einfach nichts für seinen Körper.

Ein Bademeister gab ihm den entscheidenden Tipp: Kopf unter Wasser und eine Schwimmbrille aufsetzen. Tobias musste seine Angst vor dem Untertauchen überwinden und atmete fortan gezielt unter Wasser aus.

Nach weiteren vier Wochen waren die Nackenschmerzen komplett verschwunden. Durch die gestreckte Wasserlage glitt Tobias viel schneller durchs Becken und schaffte statt 20 plötzlich 40 Bahnen ohne Pause.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Timing ist alles im Wasser

Bewege Arme und Beine niemals gleichzeitig. Der Armzug leitet die Bewegung ein, der Beinschlag folgt unmittelbar danach, gefolgt von einer Gleitphase.

Die Füße sind dein Propeller

Drehe die Fußspitzen beim Beinschlag aktiv nach außen. Nur so kannst du mit den Fußsohlen maximalen Druck aufbauen und dich effizient abstoßen.

Kopf runter für eine gesunde Wirbelsäule

Lass das Gesicht in der Gleitphase im Wasser und schaue auf den Beckenboden. Das schützt deinen Nacken vor schmerzhaften Überlastungen.

Verwandte Fragen

Warum komme ich beim Brustschwimmen kaum vorwärts?

Das liegt meist an einem ineffizienten Beinschlag oder falschem Timing. Wenn du die Füße beim Treten nicht nach außen drehst, drückst du kein Wasser weg. Achte zudem darauf, die Arme zuerst zu strecken, bevor der Beinschlag erfolgt.

Wie atme ich beim Brustschwimmen richtig?

Atme immer dann ein, wenn die Arme nach außen ziehen und sich dein Oberkörper hebt. Die Ausatmung erfolgt komplett unter Wasser durch Mund und Nase, während deine Arme nach vorne gestreckt sind und du gleitest.

Darf ich beim Brustschwimmen die Beine gleichzeitig anziehen?

Ja, die Beine müssen absolut symmetrisch und gleichzeitig angezogen werden. Ein asynchroner Beinschlag, auch Beinschere genannt, ist im Wettkampf verboten und bremst dich im Freizeitbereich stark aus.