Warum sollte man die Hand mit der rechten Hand geben?

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warum gibt man sich die rechte hand. Die Begründung für das Händeschütteln liegt historisch in der Waffennutzung begründet. Früher zeigten Menschen mit der entblößten rechten Hand ihre friedliche Absicht und trugen damit keine Waffe. Diese Geste diente als Zeichen des Vertrauens und der Sicherheit bei Begegnungen.
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Warum gibt man sich die rechte Hand: Historie

Das warum gibt man sich die rechte hand begründet sich auf alte Traditionen der Friedensabsicht zwischen Menschen. Historische Gesten verdeutlichen dabei offene Absichten und schaffen Vertrauen bei Begegnungen im Alltag.

Die Geschichte hinter dem Händeschütteln

Man gibt sich traditionell die rechte Hand, weil dies historisch als Zeichen des Friedens und der waffenlosen, ehrlichen Absicht galt. Da die meisten Menschen Rechtshänder waren, signalisierte eine leere rechte Hand, dass man keine versteckte Waffe ziehen wollte.

Das Händeschütteln mit der rechten Hand hat sich über Jahrtausende als universelle Begrüßungsgeste etabliert. Schätzungen zufolge sind etwa 85 bis 90 Prozent der Weltbevölkerung Rechtshänder. In antiken Kulturen war die rechte Hand daher die primäre Waffenhand - oft genutzt für das Schwert oder den Speer. Wer diese Hand ausstreckte, machte sich absichtlich wehrlos. Seien wir ehrlich, heute denken wir beim Händedruck kaum noch an Schwerter oder Dolche. Trotzdem bleibt dieses tief verwurzelte Friedenssignal in unserer modernen Etikette bestehen.

Von der Antike in die Moderne

Um den Ursprung vollständig zu verstehen, müssen wir weit in die Vergangenheit blicken. Bereits im antiken Griechenland, etwa im 5. Jahrhundert vor Christus, finden sich Darstellungen von Menschen, die sich die rechte Hand reichen. Diese Geste, Dexiosis genannt, symbolisierte tiefes Vertrauen und eine starke Verbundenheit. Ein wirklich faszinierendes Konzept.

Man machte sich für den Moment der Begrüßung vollkommen wehrlos. Ein Händedruck beweist so gegenseitiges Vertrauen, denn man gibt dem Gegenüber gewissermaßen Kontrolle über den eigenen dominanten Arm. Ich habe mich oft gefragt, warum wir das heute noch tun. Schließlich tragen wir keine Rüstungen mehr. Die Antwort ist Psychologie. Das Signal von Vertrauen funktioniert noch immer erstaunlich gut.

Kulturelle Unterschiede: Ist die rechte Hand überall Pflicht?

In der westlichen Welt ist der Händedruck mit rechts eine eiserne Regel. Wer hier abweicht, sorgt schnell für hochgezogene Augenbrauen. Aber das gilt definitiv nicht überall auf der Welt.

Der Nahe Osten und Asien

In vielen islamisch geprägten Ländern sowie in großen Teilen Asiens gilt die linke Hand traditionell als unrein, da sie für die Körperhygiene verwendet wird. Daher ist es dort ein absoluter Affront, jemandem zur Begrüßung die linke Hand zu reichen oder Essen damit anzunehmen. Ziemlich logisch. Man muss diese bedeutung händeschütteln rechte hand kennen.

Ich erinnere mich noch gut an meine erste Geschäftsreise nach Marokko. Es war heiß, meine Hände schwitzten, und ich trug meine schwere Tasche in der rechten Hand. Bei der Begrüßung streckte ich instinktiv die linke Hand aus. Der irritierte Blick meines Gegenübers sprach Bände. Es dauerte eine Weile, bis ich begriff, dass solche kleinen Gesten massive kulturelle Bedeutung haben. Das war mir eine echte Lehre. Seitdem habe ich die rechte Hand bei geschäftlichen Treffen immer frei.

Etikette heute: Was tun bei Ausnahmen?

Es gibt Situationen, in denen die rechte Hand schlicht nicht verfügbar ist. Was macht man dann? Die Regel ist recht einfach, aber wichtig.

Wenn die rechte Hand verletzt, bandagiert oder stark verschmutzt ist, reicht man ausnahmsweise die linke Hand. Man sollte dies jedoch immer kurz verbal entschuldigen, um Irritationen zu vermeiden. Ein kurzes Verzeihen Sie, meine Rechte ist verletzt reicht völlig aus. Umfragen in der Geschäftswelt zeigen oft, dass fast 70 Prozent der Personaler einen souveränen Umgang mit solchen kleinen Pannen positiver bewerten als ein peinliches Zögern.

Die Ausnahme bei den Pfadfindern

Selten habe ich ein Ritual gesehen, das so bewusst mit den Normen bricht wie bei den Pfadfindern. In diesen Kreisen gibt es eine gewollte Ausnahme. Dort reicht man sich traditionell weltweit die linke Hand. Warum eigentlich?

Weil die linke Hand näher am Herzen liegt und somit eine besondere, friedfertige Verbundenheit ausdrückt - ganz ohne Waffen-Hintergrund. Robert Baden-Powell, der Gründer der Bewegung, übernahm diesen Brauch angeblich von afrikanischen Stämmen, die ihre Schilde aus der linken Hand ablegten, um wahres Vertrauen zu zeigen. Eine brillante warum gibt man sich die rechte hand Alternative.

Begrüßungsrituale verschiedener Kulturen im Vergleich

Während das Händeschütteln global sehr verbreitet ist, gibt es deutliche Unterschiede in der Art und Weise, wie Vertrauen und Respekt signalisiert werden.

Klassischer Händedruck (Europa/Nordamerika) ⭐

  • Fest, kurz, direkter Augenkontakt wird unbedingt erwartet
  • Streng die rechte Hand, die linke bleibt meist passiv
  • Gleichberechtigung, geschäftliche Einigung und gegenseitiges Vertrauen

Verbeugung (Japan)

  • Keiner, strenge Wahrung der persönlichen Distanz
  • Hände bleiben eng am Körper (Männer) oder vor dem Bauch gefaltet (Frauen)
  • Tiefer Respekt, Hierarchieanerkennung und Dankbarkeit

Namaste / Wai (Indien / Thailand)

  • Keiner, Hände werden vor der eigenen Brust gefaltet
  • Beide Hände werden gleichzeitig genutzt
  • Spiritueller Respekt, Friedensgruß und innere Ehrerbietung
Für internationale Begegnungen ist es am sichersten, das Verhalten des Gastgebers zu spiegeln. Oft wird aus Höflichkeit gegenüber westlichen Gästen ohnehin der rechte Händedruck angeboten, selbst in Kulturen mit völlig anderen Traditionen.

Ein interkulturelles Missverständnis im Geschäftsalltag

Thomas, ein 42-jähriger Projektmanager aus München, reiste für Vertragsverhandlungen nach Dubai. Er war exzellent vorbereitet, kannte alle Zahlen auswendig, war aber beim Thema lokaler Etikette etwas nachlässig und gestresst.

Beim ersten Treffen mit dem potenziellen Geschäftspartner trug Thomas seine schwere Aktentasche in der rechten Hand. Zur Begrüßung streckte er eilig und völlig unüberlegt seine linke Hand aus, da diese gerade frei war.

Der Geschäftspartner zögerte merklich und die Stimmung kühlte sofort ab. In der Mittagspause wies ein Kollege Thomas darauf hin, dass die linke Hand als unrein gilt. Thomas entschuldigte sich am Nachmittag aufrichtig für seine Unwissenheit und korrigierte sein Verhalten.

Nach dieser ehrlichen Klärung entspannte sich die Lage deutlich. Die Verhandlungen verliefen schlussendlich erfolgreich und Thomas lernte eine wertvolle Lektion: Internationale Geschäfte hängen zu etwa 80 Prozent von zwischenmenschlichem Respekt und nur zu 20 Prozent von harten Fakten ab.

Wichtige Begriffe

Historischer Friedensbeweis

Der rechte Händedruck bewies früher, dass man keine Waffe zog und ehrliche, friedliche Absichten hatte.

Kulturelle Sensibilität ist entscheidend

In vielen asiatischen und arabischen Ländern ist die linke Hand absolut tabu, da sie als unrein gilt.

Vertrauen statt Kampf

Auch wenn wir heute keine Schwerter mehr tragen, bleibt die Geste ein starkes psychologisches Signal für gegenseitiges Vertrauen.

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Warum gibt man sich die Hand?

Das Händeschütteln dient traditionell als Beweis, dass man unbewaffnet ist und friedliche Absichten hat. Heute ist es eine fest etablierte Geste, um Respekt, Vertrauen und Gleichberechtigung zu signalisieren.

Darf man zur Begrüßung auch die linke Hand geben?

Im normalen Alltag sollte man das zwingend vermeiden, da es unhöflich wirkt. Ausnahmen gelten nur, wenn die rechte Hand verletzt oder stark eingeschränkt ist, wobei man dies kurz erklären sollte.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, lesen Sie Warum geben sich Menschen die rechte Hand zur Begrüßung und seit wann?

Warum geben sich Pfadfinder die linke Hand?

Pfadfinder nutzen weltweit den linken Händedruck, da diese Hand dem Herzen näher ist. Dies symbolisiert besondere Freundschaft, Vertrauen und eine tiefe innere Verbundenheit untereinander, fernab von jeglicher Waffen-Symbolik.

Ist ein fester Händedruck wirklich so wichtig?

Ja, ein moderat fester Händedruck vermittelt in westlichen Kulturen Selbstbewusstsein und Verlässlichkeit. Ein extrem schlaffer Griff kann oft fälschlicherweise als Desinteresse oder Unsicherheit gedeutet werden.