Wie lautet der letzte Satz in Faust?

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Die Frage wie lautet der letzte satz in faust führt direkt zum weltberühmten Chorus Mysticus am Ende der Tragödie. Dieser Schlusssatz von Goethes Meisterwerk lautet konkret: Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan. Diese finale Zeile beschreibt die erlösende Kraft der Liebe nach einer langen spirituellen Odyssee.
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Wie lautet der letzte Satz in Faust? Der Chorus Mysticus

Die Frage wie lautet der letzte satz in faust beschäftigt Literaturbegeisterte seit Generationen intensiv. Das monumentale Drama von Johann Wolfgang von Goethe endet mit tiefgründigen Worten voller Symbolik. Ein genaues Verständnis dieses berühmten Schlusssatzes hilft Lesern dabei, die tiefere Botschaft über Erlösung und die Bedeutung des Werkes richtig zu erfassen.

Der Abschluss einer literarischen Ära: Wie lautet der letzte Satz in Faust?

Der letzte Satz in Goethes Meisterwerk Faust lautet: Das Ewig-Weibliche / Zieht uns hinan. Diese Worte bilden den transzendenten Abschluss der gesamten Tragödie und werden vom chorus mysticus letzter satz in der allerletzten Szene des zweiten Teils gesungen.

Manchmal liest man diese Zeilen und spürt sofort eine Gänsehaut - mir ging es jedenfalls so, als ich das Drama zum ersten Mal komplett durchgearbeitet habe. Aber der Reihe nach. Um den Schlusssatz wirklich zu verstehen, müssen wir uns den gesamten letzten Block ansehen, der das monumentale Werk abrundet. Das ganze Gebilde ist wie ein komplexes Puzzle. Ein Puzzle, das Goethe über einen Zeitraum von rund sechzig Jahren hinweg zusammengesetzt hat.

Der finale Textabschnitt des Chorus mysticus im Wortlaut: Alles Vergängliche Ist nur ein Gleichnis; Das Unzulängliche, Hier wirds Ereignis; Das Unbeschreibliche, Hier ist es getan; Das Ewig-Weibliche Zieht uns hinan.

Der Chorus mysticus und das Geheimnis vom Ewig-Weiblichen

Die letzte zeile faust beschreiben eine spirituelle Erlösungskraft, die den geläuterten Faust in den Himmel zieht. Das Prinzip des Ewig-Weiblichen steht hierbei nicht für ein biologisches Geschlecht, sondern symbolisiert die reine, verzeihende Liebe und Gnade - personifiziert durch Figuren wie Gretchen und die Jungfrau Maria.

Früher dachte ich immer, Goethe wollte hier kurz vor Schluss noch ein patriarchales Frauenbild zementieren. Weit gefehlt. Es hat mich einige schlaflose Nächte und endlose Diskussionen im Literaturseminar gekostet, bis ich begriffen habe: Es geht um das Prinzip der Anziehungskraft durch Liebe. Die irdische Unvollkommenheit wird im Jenseits aufgehoben. Goethe nutzt die letzten acht Zeilen des Dramas, um die Brücke zwischen der fehlerhaften Menschenwelt und der göttlichen Sphäre zu schlagen. Ein kühner Entwurf.

Interessant ist auch, wie stark das Werk mathematisch und strukturell austariert ist. Der zweite Teil des Dramas umfasst allein über siebentausend Verse, genauer gesagt 7.499 Verszeilen. Wenn man dann bedenkt, dass der Schlusssatz ausgerechnet auf diese zwei ultrakurzen Zeilen hinausläuft, merkt man, wie viel Gewicht Goethe jedem einzelnen Wort beigemessen hat. Jedes Wort sitzt.

Häufige Missverständnisse rund um das Faust-Ende

Viele Leser verwechseln den echten Schlusssatz mit anderen prominenten Zitaten wie Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein oder Fausts vermeintlich letztem Wort Verweile doch, du bist so schön!. Das Aussprechen dieser berüchtigten Wetteifer-Formel führt zwar zu Fausts physischem Tod, markiert aber keineswegs das faust ende das ewig weibliche.

Es gibt eine Sache, die fast alle Erstleser kolossal missverstehen - ich war da keine Ausnahme. Man denkt, wenn Faust stirbt und Mephistopheles die Seele fordert, sei das Drama vorbei. Aber das eigentliche Finale zieht sich danach noch über mehrere Seiten hinweg. Die Rettung der Seele durch die Engel und der Aufstieg in die höheren Sphären nehmen einen beträchtlichen Raum ein. Das eigentliche Drama endet nicht in der Hölle, sondern im Zustand der Verklärung.

Berühmte Kernzitate aus Faust im direkten Vergleich

Goethes Werk ist voller Sentenzen, die in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen sind. Hier sehen Sie, wie sich der tatsächliche Schlusssatz von anderen bekannten Schlüsselstellen unterscheidet.

Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan

Chorus mysticus (eine mystische Geisterstimme)

Die allerletzten zwei Zeilen von Faust II (Vers 12.110-12.111)

Symbolisiert die göttliche Gnade, die Erlösung und die aufsteigende Kraft der Liebe

Verweile doch, du bist so schön!

Faust selbst in einem Zustand der Verblendung

Gesprochen kurz vor Fausts Tod im fünften Akt von Faust II

Das entscheidende Signal für Mephistopheles, dass die Wette scheinbar gewonnen ist

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust

Faust im Gespräch mit seinem Famulus Wagner

Frühe Phase im ersten Teil des Dramas (Faust I, Szene vor dem Tor)

Beschreibt den inneren Zerriss zwischen weltlichem Genuss und spirituellem Drang

Während die Zitate aus dem alltäglichen Leben Fausts seine Zerrissenheit und das ewige Streben spiegeln, fungiert der letzte Satz des Chorus mysticus als universelle Antwort. Er löst den tragischen Konflikt des Protagonisten auf einer höheren, metaphysischen Ebene auf.
Wenn du mehr erfahren möchtest, lies hier nach: Hat Faust wirklich gelebt?

Lisas Aha-Erlebnis in der Theaterprobe

Lisa, eine zwanzigjährige Germanistikstudentin aus Leipzig, stand bei einer studentischen Theateraufführung von Faust II als Regieassistenz hinter der Bühne. Die Proben zogen sich quälend in die Länge, und das Ensemble stritt seit Tagen ergebnislos über die Inszenierung der Schlussszene.

Der Regisseur wollte den letzten Satz komplett streichen, weil er ihn für verstaubt und unverständlich hielt. Lisa spürte heftigen Widerstand gegen diese Idee - für sie fühlte sich das Streichen des Chorus mysticus wie eine Amputation des gesamten Werks an.

Anstatt nur still Protokoll zu führen, sammelte sie ihren Mut und schlug vor, die Zeilen nicht sprechen, sondern von einem mehrstimmigen, unsichtbaren Chor flüstern zu lassen. Sie zeigte dem Team, dass ohne diesen Aufstieg das gesamte ethische Fundament der Tragödie in sich zusammenfällt.

Die Idee wurde umgesetzt und der flüsternde Chorus mysticus wurde zum emotionalen Höhepunkt der Aufführung, wodurch das Publikum die transzendente Wucht der letzten Zeilen nach monatelanger Arbeit hautnah miterleben konnte.

Kurzfassung

Der exakte Wortlaut steht fest

Der letzte Satz lautet ausnahmslos "Das Ewig-Weibliche / Zieht uns hinan." und darf nicht mit Fausts Sterbe-Monolog verwechselt werden.

Es ist ein Moment der puren Erlösung

Die Zeilen besiegeln Fausts Rettung vor den Klauen Mephistopheles' und betonen die Allmacht der göttlichen Vergebung.

Goethes Lebenswerk endet metaphysisch

Mit den 12.111 Versen schuf Goethe ein exakt durchkomponiertes Finale, das die irdischen Grenzen der Menschheit sprengt.

Ausführlichere Details

Warum beendet ein Chor das Drama und nicht Faust selbst?

Faust stirbt vor dem eigentlichen Ende des Stücks. Da seine menschliche Stimme verstummt ist, übernimmt der Chorus mysticus die Aufgabe, das Geschehen aus einer überirdischen Perspektive zu kommentieren und die kosmische Ordnung wiederherzustellen.

Ist das Ewig-Weibliche eine echte Person im Buch?

Nein, es handelt sich um ein rein allegorisches Prinzip. Es verkörpert die verzeihende Liebe, die sich zwar in der Figur der um Faust trauernden Gretchen manifestiert, aber letztlich eine universelle spirituelle Kraft darstellt.

Wie viele Verse hat das gesamte Werk bis zum letzten Satz?

Das gesamte Monumentalwerk umfasst über beide Teile hinweg exakt 12.111 Verse. Der berühmte letzte Satz bildet die finalen zwei Zeilen dieses riesigen literarischen Gefüges.