Warum heißt Faust Faust?

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Der Name warum heißt faust faust geht auf den historischen Alchemisten und Magier Johann Georg Faust sowie auf das lateinische Wort faustus zurück. Dieser Begriff bedeutet der Glückliche oder der Günstige. Die literarische Figur basiert auf dieser historischen Vorlage und wurde durch das Volksbuch sowie Johann Wolfgang von Goethe weltberühmt.
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Warum heißt Faust Faust - Ursprung und historische Vorlage

Entdecken Sie den wahren Ursprung hinter dem berühmten Namen und erfahren Sie, wie eine historische Persönlichkeit zur weltbekannten literarischen Vorlage wurde. Das Verständnis dieser Hintergründe vertieft das literarische Wissen erheblich.

Warum heißt Faust Faust?

Die Figur Faust heißt so, weil Johann Wolfgang von Goethe eine reale historische Person als direkte Vorlage nutzte: den Wunderheiler und Magier Johann Georg Faust, der von etwa 1480 bis 1541 lebte.

Dessen lateinischer Name Faustus bedeutet übersetzt der Glückbringende oder der Begünstigte. Goethe übernahm diesen Namen und wandelte die historischen sowie sagenumwobenen Überlieferungen in sein weltberühmtes Drama um.

Die historische Vorlage: Wer war Dr. Johann Georg Faust?

Hinter dem literarischen Meisterwerk steht eine reale Gestalt des 16. Jahrhunderts. Der echte Doktor Faustus reiste durch deutsche Lande, gab sich als Astrologe, Alchemist sowie Wunderdoktor aus und erwarb sich rasch den Ruf eines dunklen Magiers.

Im damaligen Volksmund hielt sich hartnäckig die Erzählung, er stehe im Bund mit dem Teufel. Diese schaurigen Legenden verbreiteten sich schnell nach seinem Tod im Jahr 1541 und bildeten den perfekten Nährboden für die ersten literarischen Bearbeitungen.

Um ehrlich zu sein, war der historische Faust oft eher ein fahrender Schausteller als ein ernsthafter Gelehrter. Aber genau diese schillernde und geheimnisvolle Aura faszinierte Goethe jahrhundertelang später so sehr, dass er den Stoff für sein Hauptwerk aufgriff.

Der Weg vom Volksbuch zu Goethe

Bevor Goethe seine Version vollendete, gab es bereits im Jahr 1587 das erste Volksbuch über den Teufelsbuhler Faust, welches gedruckt wurde und großen Anklang fand. Auch Christopher Marlowe verfasste kurz darauf ein berühmtes englisches Theaterstück dazu.

Goethe beschäftigte sich fast sein ganzes Leben lang mit diesem Stoff. Er formte aus der einfachen Sage eine tiefgründige Tragödie über menschliches Streben, Zweifel und den Pakt mit dem Unbekannten, behielt aber den traditionsreichen Namen bei.

Bedeutung und Herkunft des Namens Faustus

Namen trugen im Humanismus oft eine tiefere programmatische Bedeutung. Die Latinisierung von Vornamen war im 15. und 16. Jahrhundert unter Gelehrten, Ärzten und Magiern weit verbreitet, um sich mehr Autorität und Gelehrsamkeit zu verleihen.

Der Name Faustus leitet sich vom lateinischen Adjektiv faustus ab, was glücklich, gütig oder eben der Glückbringende bedeutet. Ironischerweise stand die historische Figur jedoch bald für das pure Gegenteil - für schwarze Magie und den ewigen Verderb.

Hier ist die Sache: Der echte Magier nannte sich vermutlich selbst so, um bei abergläubischen Menschen Eindruck zu schinden. Der Name klang geheimnisvoll, lateinisch geschult und erzeugte sofort eine gewisse Ehrfurcht beim einfachen Volk.

Unterschied zwischen historischer Person und literarischer Figur

Viele Leser fragen sich, wie viel vom echten Doktor Faust im Drama von Goethe tatsächlich übrig geblieben ist. Die Antwort lautet: gar nicht so viel im Detail, aber der Kerncharakter blieb erhalten.

Während der historische Faust ein eher zwielichtiger Herumtreiber war, machte Goethe ihn zu einem genialen Wissenschaftler, der nach dem absoluten Wissen strebt. Diese Verwandlung hob die Geschichte von einer simplen Schauerlegende auf ein philosophisches Niveau.

Vergleich: Der historische Doktor Faust vs. Goethes literarische Figur

Betrachtet man den Ursprung des Namens, lohnt sich der Blick auf den enormen Unterschied zwischen dem realen Wanderzauberer und dem weltberühmten Drama.

Der historische Johann Georg Faust (1480-1541)

• Belegt durch zeitgenössische Briefe, Aktennotizen und städtische Rechnungen

• Wandernder Astrologe, Alchemist und angeblicher Schwarzkünstler

• Gering, nutzte oft Taschenspielertricks und Aberglauben aus

• Finanzieller Gewinn und Ruhm als Wunderdoktor

Goethes literarischer Faust

• Literarische Fiktion basierend auf Volksbüchern und Sagen

• Universalgelehrter, Philosoph und verzweifelter Suchender

• Extrem hoch, durchforscht Philosophie, Jura, Medizin und Magie

• Erkenntnis des innersten Zusammenhalts der Welt und Sinnerfüllung

Während der echte Faust eine schillernde Randfigur der Reformationszeit war, schuf Goethe durch die Beibehaltung des Namens ein zeitloses Symbol für den wissensdurstigen und fehlerhaften Menschen.

Wie aus einer historischen Randnotiz ein Mythos wurde

Im Jahr 1507 tauchte der Name von Georgius Faustus Helmitheus erstmals in einer Klosterrechnung in Bad Kreuznach auf, wo der Abt ihm Geld für astrologische Berechnungen zahlte.

Die damaligen Berichte zeichneten das Bild eines angeberischen Mannes, der oft aus Städten vertrieben wurde, weil seine magischen Versprechungen fehlschlugen und Gläubiger ihn drängten.

Nach seinem mysteriösen Tod um 1541, bei dem die Legende von einer Explosion die Runde machte, begannen Chronisten, diese Anekdoten zu sammeln und dramatisch auszuschmücken.

Jahrzehnte später griff Johann Wolfgang von Goethe diese überlieferten Sagen auf und verwandelte den schlichten Scharlatan in eine der tiefgründigsten Figuren der Weltliteratur.

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Woher kommt der Name Faust?

Der Name stammt von der historischen Vorlage Johann Georg Faust und dessen lateinischem Künstlernamen Faustus. Dieser bedeutet übersetzt der Glückbringende oder Begünstigte.

Gab es Doktor Faust wirklich?

Ja, der historische Doktor Johann Georg Faust lebte im 16. Jahrhundert in Deutschland. Er zog als Astrologe und Alchemist durch das Land und galt im Volksmund als Magier.

Warum hat Goethe diesen Namen für sein Drama gewählt?

Goethe nutzte die bereits im 16. und 17. Jahrhundert bekannten Volksbücher über den Teufelsbuhler Faust als Basis. Der Name war damals sprichwörtlich für einen Pakt mit dem Teufel bekannt.

Möchten Sie mehr über die wahren Hintergründe erfahren? Lesen Sie unseren Beitrag zu der spannenden Frage: Hat es Faust wirklich gegeben?

Zusammenfassung des Artikels

Historischer Ursprung

Der Name geht auf den echten Wanderzauberer Johann Georg Faust aus dem 16. Jahrhundert zurück.

Bedeutung des Namens

Der lateinische Name Faustus bedeutet der Glückbringende oder Begünstigte, was einen bewussten Kontrast zur dunklen Sage bildete.

Goethes Transformation

Goethe nahm den historischen Namen und die alten Sagen, um daraus ein universelles Drama über das menschliche Streben zu formen.