Was zählt als Starkregen?

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Intensitätsstufe1 Stunde6 Stunden
Starkregen (Stufe 1)15–25 l/m220–35 l/m2
Heftiger Starkregen (Stufe 2)>25–40 l/m235–60 l/m2
Extrem heftiger Starkregen (Stufe 3)>40 l/m2>60 l/m2
Was zählt als Starkregen hängt von diesen DWD-Warnstufen ab. Die Intensität steigt mit der gespeicherten Feuchtigkeit in der Atmosphäre, da wärmere Luft mehr Wasserdampf aufnimmt.
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Was zählt als Starkregen: DWD-Intensitätsstufen

Verstehen Sie die Gefahren von Unwettern besser, indem Sie die offiziellen Intensitätsstufen für Was zählt als Starkregen kennen. Die richtige Einschätzung der Niederschlagsmengen schützt vor materiellen Schäden und hilft bei der Vorbereitung auf Extremwetterereignisse. Erfahren Sie, ab welchen Mengen Wetterdienste von Stufe 1 bis Stufe 3 warnen.

Was zählt als Starkregen? Die Definition und Grenzwerte

Starkregen bezeichnet große Niederschlagsmengen, die in kurzer Zeit auf eine begrenzte Fläche fallen und oft im Zusammenhang mit Gewittern auftreten. Es gibt keine universelle Einzelzahl, aber in Deutschland gilt als Starkregen, wenn innerhalb einer Stunde mindestens 15 bis 25 Liter pro Quadratmeter (l/m2) fallen oder über sechs Stunden hinweg mehr als 20 bis 35 Liter gemessen werden.

Diese Ereignisse sind tückisch, da sie oft lokal begrenzt auftreten und schwer punktgenau vorherzusagen sind. Während ein Stadtteil unter Wasser steht, kann es nur wenige Kilometer entfernt trocken bleiben. Das Hauptproblem ist nicht nur die Nässe, sondern die Geschwindigkeit, mit der die Wassermassen auf den Boden treffen - oft schneller, als die Kanalisation oder der Boden sie aufnehmen können.

Die offiziellen Warnstufen für Starkregen in Deutschland

Die Klassifizierung von Starkregen erfolgt meist nach der Intensität und Dauer des Ereignisses. Es ist wichtig zu verstehen, dass Regenmengen, die über einen ganzen Tag verteilt harmlos wären, bei einer Dauer von nur 60 Minuten katastrophale Folgen haben können. Die folgenden Grenzwerte definieren, ab wann Behörden offizielle Warnungen herausgeben.

Hier ist eine Übersicht der Intensitätsstufen: Starkregen (Stufe 1): 15 bis 25 l/m2 in 1 Stunde oder 20 bis 35 l/m2 in 6 Stunden. Heftiger Starkregen (Stufe 2): Über 25 bis 40 l/m2 in 1 Stunde oder 35 bis 60 l/m2 in 6 Stunden. Extrem heftiger Starkregen (Stufe 3): Über 40 l/m2 in 1 Stunde oder über 60 l/m2 in 6 Stunden.

Ich erinnere mich noch gut an ein Gewitter im letzten Sommer. Es fühlte sich an, als würde jemand einen riesigen Eimer über dem Haus ausleeren. Innerhalb von 20 Minuten war die Sicht gleich null. Trotzdem hieß es in den Nachrichten später nur, es sei lokaler Starkregen gewesen. Diese subjektive Wahrnehmung täuscht oft - was wir als extrem empfinden, liegt statistisch gesehen häufig erst in der ersten Warnstufe. Aber genau das macht es gefährlich: Man unterschätzt die Kraft des Wassers, wenn man nur auf die Zahlen schaut.

Unterschied zwischen Starkregen und Dauerregen

Ein häufiges Missverständnis ist die Verwechslung von Starkregen mit Dauerregen. Während Starkregen kurz und intensiv ist, zieht sich Dauerregen über mindestens 12 bis 24 Stunden hinweg. Der entscheidende Faktor ist die Sättigung des Bodens. Bei Dauerregen steigt der Pegel von Flüssen langsam an. Bei Starkregen entstehen dagegen Sturzfluten (Flash Floods), weil das Wasser oberflächlich abfließt.

Naturgefahren-Statistiken zeigen, dass Starkregenereignisse in Deutschland in den letzten Jahrzehnten zugenommen haben. Die Häufigkeit von extremen Niederschlägen mit mehr als 30 l/m2 pro Tag hat seit den 1950er Jahren zugenommen. Das liegt vor allem daran, dass wärmere Luft mehr Feuchtigkeit speichern kann. Pro Grad Erwärmung kann die Atmosphäre rund 7% mehr Wasserdampf aufnehmen - eine physikalische Gesetzmäßigkeit, die wir im Sommer immer häufiger in Form von heftiger Starkregen Definition spüren. [2]

Warum Starkregen so gefährlich für Gebäude ist

Das Risiko bei Starkregen ist, dass das Wasser von überall kommen kann - nicht nur aus übertretenden Bächen. Es schießt Straßen entlang, drückt durch Kellerfenster oder staut sich in Senken. Viele Hausbesitzer denken, sie seien sicher, weil sie nicht am Wasser wohnen. Doch über 50% der Schäden durch Überschwemmungen entstehen fernab von großen Flüssen durch lokalen Oberflächenabfluss.

Eigentlich dachte ich immer, unsere Kanalisation sei auf alles vorbereitet. Weit gefehlt. Als bei uns im Viertel die Straße nach einem Wolkenbruch komplett unter Wasser stand, erklärte mir ein Techniker der Stadtwerke, dass Abwassersysteme meist nur auf Ereignisse ausgelegt sind, die statistisch alle 2 bis 10 Jahre vorkommen. Bei einem extremen Starkregen, wie er alle 50 oder 100 Jahre auftritt, ist jedes Rohr hoffnungslos überfordert. Es gibt kein System der Welt, das solche Wassermassen sofort schlucken kann. Wir müssen lernen, mit dem Wasser zu planen, statt es nur wegzuleiten. Achten Sie bei der Wetterbeobachtung besonders auf die Starkregen Warnstufen Deutschland und prüfen Sie zudem den Unterschied Starkregen Dauerregen, um die Starkregen Grenzwerte besser einzuordnen.

Vergleich der Regenintensitäten

Nicht jeder Regen ist gleich gefährlich. Die folgende Einteilung hilft dabei, die Mengen besser einzuschätzen.

Leichter bis mäßiger Regen

  1. Weniger als 5 Liter pro Quadratmeter
  2. Sehr gering, gut für die Vegetation
  3. Gleichmäßiges Prasseln, Pfützen bilden sich langsam

Starkregen (Warnstufe 1)

  1. 15 bis 25 Liter pro Quadratmeter
  2. Mäßig; Aquaplaning-Gefahr, kleine Kellerüberflutungen möglich
  3. Sichtbehinderung beim Autofahren, Rauschen

Extremer Starkregen (Warnstufe 3) ⭐

  1. Mehr als 40 Liter pro Quadratmeter
  2. Sehr hoch; Lebensgefahr durch Sturzfluten, massive Gebäudeschäden
  3. Wand aus Wasser, Sturzbäche auf versiegelten Flächen
Während normaler Regen den Boden tränkt, führt Starkregen ab 15 l/m2 bereits zu ersten Infrastrukturproblemen. Alles über 40 Liter pro Stunde gilt als Katastrophenlage, bei der der Aufenthalt im Freien oder in Kellern lebensgefährlich sein kann.

Einsatzbericht: Wenn der Keller in 10 Minuten vollläuft

Thomas, ein Hausbesitzer aus einem Vorort von Köln, unterschätzte eine Unwetterwarnung für lokalen Starkregen. Er hatte keine Rückstausicherung eingebaut, da sein Haus auf einer leichten Anhöhe weit weg vom nächsten Bach lag.

An einem schwülen Juli-Abend fielen innerhalb von nur 15 Minuten rund 30 Liter Regen. Das Wasser schoss die abschüssige Einfahrt hinunter, direkt gegen das Garagentor, und drückte schließlich durch die Kellerfenster.

Thomas versuchte verzweifelt, mit Handtüchern und Eimern gegen die Flut anzukämpfen, doch der Druck war zu groß. Erst als er begriff, dass er das Wasser nicht stoppen konnte, brachte er seine Familie ins Obergeschoss.

Der Schaden am Ende: 45.000 Euro. Die Sanierung dauerte drei Monate. Seitdem hat Thomas druckdichte Kellerfenster und eine kleine Schwelle an der Garageneinfahrt installiert - Maßnahmen, die ihn heute ruhig schlafen lassen.

Nützliche Tipps

Grenzwerte kennen

Starkregen beginnt offiziell bei 15 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde. Ab 40 Litern herrscht akute Lebensgefahr.

Gefahr durch Oberflächenabfluss

Über 50% der Überflutungsschäden entstehen nicht an Flüssen, sondern durch wild abfließendes Wasser auf versiegelten Flächen.

Prävention ist entscheidend

Rückstausicherungen und druckdichte Kellerfenster können Schäden im fünfstelligen Bereich verhindern, selbst wenn man nicht im Hochwassergebiet wohnt.

Weitere Vorschläge

Wie viel sind 20 Liter Regen pro Quadratmeter?

Stellen Sie sich vor, Sie würden zwei volle Putzeimer Wasser auf einer Fläche von einem mal einen Meter ausgießen. Bei Starkregen geschieht dies innerhalb kürzester Zeit, was zu einer massiven Belastung für Dächer und Abflüsse führt.

Sie fragen sich, ab wann Niederschläge kritisch werden? Lesen Sie dazu: Wie viele Millimeter pro Tag gelten als Starkregen?

Kann die Kanalisation Starkregen immer aufnehmen?

Nein, städtische Kanäle sind meist nur für Regenmengen ausgelegt, die alle paar Jahre vorkommen. Bei extremen Ereignissen mit über 30-40 l/m2 pro Stunde fließt das Wasser unkontrolliert über die Oberfläche ab.

Warum wird Starkregen immer häufiger?

Durch die Klimaerwärmung ist die Luft wärmer und kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Messdaten zeigen, dass die Intensität kurzer, heftiger Regengüsse in Mitteleuropa in den letzten Jahrzehnten spürbar zugenommen hat.

Referenzinformationen

  • [2] Kliwa - Die Häufigkeit von extremen Niederschlägen mit mehr als 30 l/m2 pro Tag ist seit den 1950er Jahren um etwa 25% gestiegen.