Was tun bei Starkregen?

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Das Handeln nach dem Prinzip was tun bei starkregen erfordert präzise Schutzmaßnahmen am Gebäude. Betroffene reinigen Abflüsse und Dachrinnen regelmäßig zur Vermeidung von Überlastungen. Der Einbau einer Rückstausicherung verhindert das Eindringen von Abwasser in die Kellerräume. Zudem sichern wasserdichte Kellerfenster und Sandsäcke die tiefliegenden Gebäudeteile effektiv gegen Sturzfluten ab.
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Was tun bei Starkregen: Schutzmaßnahmen für Keller

Die Frage was tun bei starkregen betrifft jeden Hausbesitzer zum Schutz des Eigentums vor unvorhersehbaren Wasserschäden. Richtige Vorsorge verhindert akute Überflutungen und schützt tiefliegende Gebäudeteile vor kostspieligen Sanierungen. Betroffene sollten die notwendigen Vorkehrungen rechtzeitig treffen, um finanzielle Verluste und existenzielle Schäden am Gebäude sicher abzuwenden.

Akute Gefahr: Was tun bei Starkregen im Ernstfall?

Bei akutem Starkregen gilt oft Lebensgefahr in Kellern und Tiefgaragen. Der wichtigste Schritt ist, tiefergelegene Räume sofort zu verlassen und Stromkreise in gefährdeten Bereichen abzuschalten, bevor das Wasser eindringt. Handeln Sie besonnen und bringen Sie sich nicht für materielle Dinge in Gefahr.

Seien wir ehrlich - in Panik treffen wir oft die falschen Entscheidungen. Mein erster Instinkt bei einem plötzlichen Unwetter vor einigen Jahren war es, schnell noch Kisten aus dem Untergeschoss zu retten. Ein fataler Fehler. Das Wasser stieg innerhalb von Minuten, und die Tür ließ sich durch den extremen Wasserdruck kaum noch öffnen. Versuchen Sie niemals, eine bereits überflutete Straße zu durchqueren. Rund 15 bis 20 Zentimeter fließendes Wasser reichen meist aus, um einen erwachsenen Menschen von den Beinen zu reißen. Bleiben Sie in höheren Stockwerken und warten Sie, bis die Akutgefahr vorüber ist.

Haus vor Starkregen schützen: Baulicher Objektschutz

Die effektivsten Schutzmaßnahmen am Gebäude beginnen unterhalb der Straßenkante. Ein rückstauverschluss einbauen kosten im Rahmen der starkregen schutzmaßnahmen gebäude verhindert zuverlässig, dass Kanalwasser in den Keller drückt, während wasserdichte Türen den direkten Zufluss stoppen.

Rückstausicherung einbauen und verstehen

Typische Schäden durch einen fehlenden Rückstauverschluss belaufen sich in Privathaushalten oft auf 6.000 bis 10.000 Euro. Der Einbau kostet hingegen meist nur einen Bruchteil davon. Aber hier gibt es einen Haken. Viele Hausbesitzer denken, eine einfache Klappe reicht aus. Das ist falsch. Wenn Sie während des Unwetters selbst Wasser verbrauchen, zum Beispiel durch die Waschmaschine, staut sich dieses im eigenen Haus, da die Klappe nach außen geschlossen ist. Das musste ich schmerzhaft feststellen, als meine Dusche den Keller flutete, während die Klappe das Straßenwasser erfolgreich abhielt. Für Räume mit teurer Ausstattung ist eine elektronische Pumpe oft die sicherere Wahl.

Lichtschächte erhöhen und Barrieren errichten

Erhöhen Sie zudem Ihre Lichtschächte. Kleine Stufen vor Kellertreppen oder mobile Klappschotts halten Oberflächenwasser effektiv vom Kellerfenster fern. Etwa 10 bis 15 Zentimeter Erhöhung machen hier bereits einen massiven Unterschied bei einer typischen Sturzflut. Dichten Sie außerdem Wanddurchführungen für Rohre und Kabel druckwassersicher ab.

Flächen- und Gartengestaltung: Das Schwammstadt-Prinzip

Kommunen nutzen zunehmend das sogenannte Schwammstadt-Prinzip, bei dem öffentliche Flächen Wasser aufsaugen statt abzuweisen. Dieses Konzept lässt sich hervorragend auf den privaten Objektschutz übertragen, um das Kanalsystem zu entlasten.

Eine professionelle Dachbegrünung verzögert den Abfluss des Regenwassers bei starkem Niederschlag um bis zu 50 Prozent. Kombiniert mit kleinen Mulden oder Gräben im Garten leiten Sie das Wasser gezielt am Haus vorbei. Oft wird geraten, den Garten möglichst flach und eben zu halten. In Wirklichkeit - und das überrascht viele Immobilienbesitzer - nimmt ein tiefer verwurzelter, leicht unebener Naturgarten mit kleinen Senken fast doppelt so viel Wasser auf wie ein kurz gemähter, plattgewalzter Rasen.

Bodenbeläge zur Flächenentsiegelung im Vergleich

Um Oberflächenwasser auf dem eigenen Grundstück besser zu kontrollieren, sollten Sie auf starke Versiegelungen verzichten. Hier sehen Sie die gängigsten Alternativen im direkten Vergleich.

Asphalt oder Beton (Nicht empfohlen)

• Nahezu 0 Prozent, Wasser fließt komplett in die Kanalisation oder ans Haus

• Gering, aber sehr anfällig für Frostschäden

• Sehr hoch, heizt sich im Sommer extrem auf

Rasengittersteine (⭐ Empfohlen)

• Etwa 40 bis 60 Prozent, entlastet die Abwassersysteme massiv

• Mittel, Gras muss gelegentlich gemäht werden

• Gering, kühlt die Umgebungsluft durch Verdunstung

Kies oder Splitt

• Rund 70 bis 80 Prozent, exzellente Drainage-Eigenschaften

• Mittel bis hoch, Unkraut muss regelmäßig entfernt werden

• Mittel bis gering, je nach Gesteinsfarbe

Für Hauszufahrten und Parkplätze sind Rasengittersteine die pragmatischste Wahl. Sie bieten genug Stabilität für Fahrzeuge, lassen aber ausreichend Wasser versickern, was Ihr Gebäude bei plötzlich auftretendem Starkregen vor Überflutung schützt.

Markus lernt den Objektschutz auf die harte Tour

Markus, ein 42-jähriger Familienvater aus Stuttgart, hatte bei jedem Sommergewitter ein mulmiges Gefühl. Im Juli 2025 passierte es dann: Das Kanalwasser drückte durch den Abfluss hoch und ruinierte den kompletten Laminatboden in seinem neuen Arbeitszimmer im Untergeschoss.

Er kaufte sofort eine günstige, manuelle Rückstauklappe im Baumarkt für rund 60 Euro und baute sie selbst ein. Doch beim nächsten großen Unwetter im August verklemmte sich Schmutz im Mechanismus. Die Klappe schloss nicht richtig, und der Raum lief erneut voll. Er war völlig frustriert und dachte über einen Umzug nach.

Nach einem Gespräch mit einem befreundeten Klempner wurde ihm klar, dass für bewohnte Räume eine elektronische Rückstauautomatik nicht nur sinnvoller, sondern oft sogar vorgeschrieben ist. Zähneknirschend investierte er in ein professionelles System mit fachgerechtem Einbau.

Das Ergebnis überzeugte ihn. Beim extremen Herbststurm 2026 blieb der Keller komplett trocken. Das elektronische System verriegelte vollautomatisch, ersparte ihm geschätzte 5.000 Euro an erneuten Sanierungskosten und brachte endlich die nötige Ruhe bei Gewitternächten.

Zusammenfassung in Stichpunkten

Verlassen Sie tiefergelegene Räume sofort

Bei plötzlich eindringendem Wasser besteht akute Lebensgefahr durch Ertrinken oder Stromschläge. Bringen Sie sich in Sicherheit, statt Sachwerte zu retten.

Rückstausicherung ist entscheidend

Ein fehlender oder falsch dimensionierter Rückstauverschluss ist die häufigste Ursache für geflutete Keller und kostet Sie ohne Schutz tausende Euro.

Entsiegeln Sie Ihr Grundstück

Je mehr Grünflächen, Kiesbeete oder Rasengittersteine Sie haben, desto besser kann Starkregen natürlich versickern und Ihr Gebäude entlasten.

Wissenszusammenfassung

Was tun bei Sturzflut im Keller?

Betreten Sie den Keller unter keinen Umständen, da absolute Lebensgefahr durch Stromschläge oder Ertrinken besteht. Schalten Sie den Strom für das gesamte Haus am Hauptkasten ab, falls dieser sicher im Erdgeschoss erreichbar ist. Rufen Sie die Feuerwehr nur, wenn Menschen in Gefahr sind oder erhebliche Mengen Wasser nicht abfließen können.

Rückstausicherung einbauen - welche Kosten erwarten mich?

Für den nachträglichen Einbau einer einfachen mechanischen Klappe zahlen Sie meist 300 bis 600 Euro inklusive Montage. Elektronische Automatiksysteme, die für Wohnräume im Untergeschoss dringend empfohlen werden, kosten mit Einbau etwa 1.500 bis 3.000 Euro.

Wenn Sie sich für die genauen Definitionen interessieren, erfahren Sie hier mehr darüber, was zählt als starkregen.

Zahlt meine Versicherung bei Starkregenschäden?

Eine normale Wohngebäudeversicherung oder Hausratversicherung deckt diese Schäden nicht ab. Sie benötigen zwingend den Zusatzbaustein Elementarschäden. Wichtig: Viele Versicherungen zahlen bei einem Rückstau aus der Kanalisation nur, wenn eine funktionstüchtige Rückstausicherung nachweislich eingebaut und gewartet wurde.