Wie hoch ist die Selbstentladung eines Akkus?

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AkkutypSelbstentladung pro Monat
Lithium-Ionen-Akku (bei 20 °C)3-5 %
**Wie hoch die Selbstentladung eines Akkus ist**, hängt stark von der Temperatur ab. Jede Temperaturerhöhung um 10 °C verdoppelt diese Rate. Lagern Sie Akkus daher kühl zwischen 10 °C und 25 °C. Vermeiden Sie heiße Orte wie Autos im Sommer oder direkte Heizungsnähe, um die chemische Abbaurate zu minimieren.
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Wie hoch ist die Selbstentladung eines Akkus?

Um die Frage zu beantworten, wie hoch ist die Selbstentladung eines Akkus: Die Problematik betrifft die chemische Stabilität bei Lagerung. Höhere Temperaturen beschleunigen den Energieverlust maßgeblich, während kühle Orte die Kapazität bewahren. Wer die Lagerbedingungen kennt, schützt die Lebensdauer der Zellen effektiv und verhindert eine schleichende Entladung, die ohne Nutzung den Akku schädigen kann.

Warum entlädt sich ein Akku überhaupt von selbst?

Das ist eine berechtigte Frage, besonders wenn man genauer wissen möchte: wie hoch ist die Selbstentladung eines Akkus eigentlich im Alltag? Die Selbstentladung ist ein unvermeidbarer chemischer Prozess. Im Inneren eines Akkus finden ständig winzige Reaktionen statt, selbst wenn er nicht an ein Gerät angeschlossen ist. Diese Nebenreaktionen verbrauchen geringe Mengen an aktivem Material und führen zu einem ungewollten Energieverlust. Man könnte sagen, der Akku verbraucht seine eigene Energie sozusagen für interne Zwecke. Bei hochwertigen Zellen ist dieser Prozess sehr gut kontrolliert und bleibt gering, aber ganz vermeiden lässt er sich nie.

Wie stark beeinflusst die Temperatur die Selbstentladung?

Sehr stark. Je wärmer es ist, desto schneller laufen die chemischen Reaktionen ab und desto höher ist die Selbstentladung. Die Selbstentladung Akku pro Monat liegt bei einem Lithium-Ionen-Akku bei 20 °C bei etwa 3–5 %, während die Rate bei 5 °C deutlich geringer ist. Lagern Sie Ihren Akku bei einer konstanten Temperatur zwischen 10 °C und 25 °C, idealerweise um die 15 °C. Ein trockener Keller oder ein kühler Vorratsraum sind perfekt. Vermeiden Sie unbedingt heiße Orte wie das Auto im Sommer oder die direkte Nähe zur Heizung.

So lagern Sie Ihren Akku richtig, um Schäden zu vermeiden

Die falsche Lagerung ist der größte Feind eines Akkus. Viele unterschätzen, wie schnell eine Tiefentladung einen Akku dauerhaft schädigen kann. Hier ist meine einfache Checkliste für Sie:

Den richtigen Ladezustand (SoC) wählen: Lagern Sie Lithium-Ionen- und LiFePO4-Akkus bei 40-60 % ihrer Kapazität. Ein vollgeladener Akku altert schneller, ein komplett entladener kann durch Tiefentladung irreparabel geschädigt werden.

Kühl und trocken lagern: Das Thema Akku richtig lagern Temperatur ist essenziell, denn die optimale Lagertemperatur liegt zwischen 10 °C und 25 °C. Jede Temperaturerhöhung um 10 °C kann die chemische Abbaurate verdoppeln. [6]

Regelmäßig kontrollieren: Überprüfen Sie die Spannung alle 3-6 Monate. Sinkt der Ladezustand unter 30 % bei Li-Ion oder unter 40 % bei LiFePO4, laden Sie den Akku wieder auf das empfohlene Niveau. Das verhindert die gefürchtete Tiefentladung.

Muss ich mir bei meinem Smartphone-Akku Sorgen machen?

In der Praxis ist die Selbstentladung für Smartphone-Nutzer meist kein Thema, da die Geräte täglich genutzt und geladen werden. Anders sieht es bei Geräten aus, die Sie nur saisonal verwenden – wie Rasenmäher, Laubbläser oder Wohnmobile. Viele fragen sich: warum entladen sich Akkus von selbst, wenn sie monatelang im Schuppen liegen? Hier kann die Selbstentladung tückisch werden.

Ein über den Winter entladener Akku verliert oft dauerhaft an Kapazität. Meine persönliche Erfahrung: Ich habe einen E-Bike-Akku zwei Jahre lang mit 60 % Ladung im kühlen Keller gelagert. Die Kapazität war danach immer noch bei über 90 %. Ein Nachbar hingegen lagerte seinen Akku vollgeladen in der heißen Garage – nach einem Jahr war die Reichweite um fast die Hälfte geschrumpft. Ein kleiner Aufwand, der sich lohnt.

Was ist die 40-80-Regel für Lithium-Ionen-Akkus?

Sie haben vielleicht schon von der sogenannten 40-80-Regel gehört. Sie besagt, dass Sie Ihren Lithium-Ionen-Akku idealerweise nur zwischen 40 % und 80 % seiner Kapazität laden und nutzen sollten. Extreme Ladezustände – also vollständiges Aufladen auf 100 % oder tiefes Entladen unter 20 % – setzen die Zellen stärker unter Stress und beschleunigen die Alterung. Für die alltägliche Nutzung eines Smartphones oder Laptops ist es völlig in Ordnung, den Akku auf 100 % zu laden. Für die Langzeitlagerung ist die 40-60-%-Regel jedoch der absolute Goldstandard, um die Lebensdauer zu maximieren.

Häufig gestellte Fragen zur Selbstentladung

Wenn Sie noch tiefere Einblicke zu diesem Thema wünschen, lesen Sie gerne unseren Beitrag: Warum entlädt sich mein Akku von selbst?

Vergleich der Selbstentladung (typische Werte pro Monat bei Raumtemperatur)

Die folgende Übersicht zeigt die ungefähren monatlichen Kapazitätsverluste der gängigsten Akkutypen:

Lithium-Ionen (Li-Ion)

• 1–3 % pro Monat

• 40–60 % bei kühler Temperatur

• Smartphones, Laptops, E-Bikes, moderne Geräte

NiMH (Low Self-Discharge, z. B. Eneloop)

• 1–3 % pro Monat (ca. 15 % pro Jahr)

• beliebig, aber nicht vollständig entladen

• Fernbedienungen, Taschenlampen, Geräte mit geringem Stromverbrauch

Standard NiMH

• 15–25 % pro Monat

• Immer kurz vor Gebrauch laden

• Nur für regelmäßige Nutzung, da sonst hohe Verluste

Blei-Akku (AGM/Vlies)

• ca. 3 % pro Monat

• Vollgeladen und kühl lagern

• Autobatterien, USV-Anlagen, Wohnmobile

Moderne Lithium-Ionen- und LSD-NiMH-Akkus (Low Self-Discharge) schneiden mit Werten von nur 1-3 % monatlichem Verlust am besten ab. Standard-NiMH-Akkus sind mit 15-25 % Verlust die schlechteste Wahl für selten genutzte Geräte, während Blei-Akkus mit etwa 3 % im Mittelfeld liegen.

Der vergessene E-Bike-Akku: Ein Winter mit Folgen

Jürgen, 58 Jahre alt aus Hamburg, stellte sein E-Bike wie jedes Jahr im Oktober in die Garage. Der Akku war noch etwa zu 80 % geladen, aber er kümmerte sich nicht weiter darum. Über den Winter fielen die Temperaturen in der ungedämmten Garage oft unter den Gefrierpunkt.

Im Frühjahr wollte er seine erste Frühlingsrunde drehen, doch der Motor blieb stumm. Das Display zeigte nur noch 12 % Ladung an. Nach einem vollständigen Ladezyklus war die ursprüngliche Reichweite von 100 km auf magere 60 km gesunken.

Der Besuch in der Werkstatt brachte die ernüchternde Diagnose: Die extremen Temperaturschwankungen und die monatelange Lagerung mit ungeeignetem Ladezustand hatten die Zellen dauerhaft geschädigt. Ein neuer Akku kostete ihn 650 Euro – ein teures Lehrgeld.

Heute lagert Jürgen seinen Akku nach jedem Herbst im kühlen Keller bei einer konstanten Temperatur von 15 °C und einem Ladezustand von genau 60 %. Sein neuer Akku hält nun schon das zweite Jahr ohne nennenswerten Kapazitätsverlust durch.

Die zuverlässige Taschenlampe: Warum Eneloops die bessere Wahl sind

Familie Schmidt aus München nutzt ihre Taschenlampe vielleicht nur dreimal im Jahr – bei Stromausfällen oder auf dem Campingplatz. Jahrelang ärgerten sie sich, dass die alten NiMH-Akkus bei jedem Griff in die Notfallkiste komplett leer waren.

Ein befreundeter Elektriker riet ihnen zu Eneloop-Akkus. Diese speziellen LSD-NiMH-Akkus (Low Self-Discharge) verlieren nur etwa 15 % ihrer Ladung pro Jahr, verglichen mit 15-25 % pro Monat bei herkömmlichen Modellen. Der Umstieg kostete nur 15 Euro mehr.

Das Ergebnis: Nach einem Jahr im dunklen Schrank waren die Eneloops noch zu über 80 % geladen. Die Taschenlampe funktionierte sofort. Die Familie spart nun nicht nur Geld, sondern hat auch das beruhigende Gefühl, im Notfall nicht im Dunkeln zu stehen.

Dieses einfache Beispiel zeigt: Für selten genutzte Geräte sind LSD-NiMH-Akkus die einzig sinnvolle Wahl. Die geringfügig höheren Anschaffungskosten zahlen sich durch jahrelange, sorgenfreie Nutzung aus.

Zusammenfassung des Artikels

Selbstentladung ist unvermeidbar, aber beherrschbar

Jeder Akku verliert im Ruhezustand Energie. Entscheidend ist die richtige Lagerung, um diesen Verlust zu minimieren und die Lebensdauer zu verlängern.

40-60 % Ladung ist der Sweet Spot für die Lagerung

Weder voll noch leer: Lagern Sie Lithium-Ionen-Akkus mit einem Ladezustand von etwa 50 %, um chemischen Stress zu vermeiden. Bleiakkus sollten dagegen voll gelagert werden.

Kühle Lagerung verlangsamt die chemische Alterung

Jedes Grad über 20 °C beschleunigt die Alterung. Ein kühler, trockener Keller ist ideal – aber bitte nicht ins Gefrierfach legen.

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Kann ich einen Akku überwintern, ohne ihn zu laden?

Nein, das ist nicht empfehlenswert. Ein vollständig entladener Akku kann durch Tiefentladung dauerhaft beschädigt werden. Laden Sie ihn vor der Einlagerung auf etwa 50-60 % und kontrollieren Sie ihn alle 3-6 Monate, um ihn bei Bedarf nachzuladen.

Wie hoch ist die Selbstentladung eines Blei-Gel-Akkus?

Blei-Gel-Akkus haben eine monatliche Selbstentladungsrate von etwa 2-5 %. Anders als Lithium-Ionen-Akkus sollten sie idealerweise vollgeladen und möglichst kühl gelagert werden, um eine schädliche Sulfatierung zu verhindern.

Welcher Akku hält seine Ladung am längsten?

Moderne Lithium-Ionen- und spezielle LSD-NiMH-Akkus (Low Self-Discharge) wie die Eneloop-Modelle sind hier führend. Sie verlieren nur etwa 1-3 % ihrer Ladung pro Monat und bleiben damit über Monate hinweg einsatzbereit.

Referenz

  • [6] Chemie - Jede Temperaturerhöhung um 10 °C kann die chemische Abbaurate verdoppeln.