Können Batterien von alleine leer werden?

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Können Batterien von alleine leer werden? Ja, chemische Prozesse führen bei allen Batterietypen zur Selbstentladung. Alkali-Batterien verlieren jährlich etwa 2 bis 3 Prozent ihrer Kapazität. Lithium-Ionen-Akkus entladen sich monatlich um 2 bis 5 Prozent, während ältere NiMH-Akkus monatlich bis zu 30 Prozent Kapazität einbüßen. Moderne LSD-Akkus stellen eine Ausnahme dar, da sie ihre Energie bei Lagerung deutlich länger speichern.
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Batterien: Selbstentladung bei Lagerung

Die Frage, ob können batterien von alleine leer werden, lässt sich eindeutig mit Ja beantworten. Auch bei Nichtbenutzung verlieren Energiespeicher leise ihre Kapazität aufgrund chemischer Prozesse im Inneren. Das Verständnis dieses Effekts ist hilfreich, um die korrekte Wahl für selten genutzte Geräte zu treffen und frustrierende Ausfälle zu vermeiden.

Können Batterien von alleine leer werden?

Ja, Batterien entladen sich mit der Zeit von selbst, auch wenn sie nicht benutzt werden oder in keinem Gerät eingelegt sind. Dieser Effekt wird als Selbstentladung bezeichnet und ist ein natürlicher chemischer Prozess, bei dem die gespeicherte Energie durch interne Nebenreaktionen innerhalb der Zelle langsam abnimmt. Es gibt jedoch einen entscheidenden Fehler, den fast jeder bei der Lagerung macht und der Batterien schneller unbrauchbar macht als die Zeit selbst - ich werde diesen kritischen Punkt im Abschnitt über die richtige Lagerung genauer erklären.

Kennen Sie das Gefühl? Sie kramen nach Monaten die Taschenlampe für den Notfall aus der Schublade, drücken den Schalter und nichts passiert. Das ist nicht nur nervig, sondern oft auch ein Rätsel. Warum ist der Saft weg, obwohl niemand das Licht angelassen hat? Die Antwort liegt tief in der Chemie der kleinen Kraftpakete. Eine Batterie ist im Grunde ein chemisches System, das darauf wartet, zu reagieren. Und Chemie wartet leider nicht immer darauf, dass wir einen Schalter umlegen.

Warum entladen sich Batterien ohne Verbraucher?

Die Selbstentladung entsteht durch interne chemische Reaktionen, die auch dann ablaufen, wenn kein Stromkreis geschlossen ist. Innerhalb der Batterie gibt es winzige Verunreinigungen in den verwendeten Materialien, die kleine interne Kurzschlüsse verursachen. Diese Mikro-Reaktionen verbrauchen die aktiven chemischen Substanzen, die eigentlich für die Stromerzeugung gedacht waren. Je nach Batterietyp und Umgebungstemperatur läuft dieser Prozess mal schneller und mal langsamer ab.

Alkali-Batterien verlieren bei Standardbedingungen etwa 2 bis 3 Prozent ihrer Kapazität pro Jahr. Das klingt erst einmal wenig, bedeutet aber, dass eine Batterie nach fünf Jahren Lagerung bereits bis zu 15 Prozent ihrer Energie eingebüßt hat, ohne jemals eine einzige Glühbirne zum Leuchten gebracht zu haben. Ich habe früher oft geglaubt, dass Batterien ewig halten, solange die Verpackung zu ist. Ein Irrtum. Chemie schläft nie. Sie arbeitet leise im Hintergrund, bis die Spannung unter das Niveau fällt, das Ihr Gerät zum Starten benötigt.

Die Temperatur spielt hierbei die Hauptrolle. Wärme wirkt wie ein Turbolader für die Chemie. Wenn man bedenkt, dass chemische Reaktionen bei Wärme schneller ablaufen - und ich habe das oft genug in technischen Datenblättern oder bei eigenen Versuchen mit Batterien gesehen, die im Sommer im Handschuhfach lagen -, dann wird klar, warum eine Batterie bei 40 Grad Celsius bis zu zehnmal schneller entlädt als bei kühlen 10 Grad Celsius. Die Hitze treibt die Ionen im Inneren an, sich gegenseitig zu neutralisieren.

Wie lange halten verschiedene Batterietypen ohne Benutzung?

Nicht jede Batterie ist gleich anfällig für den schleichenden Energietod. Es gibt gewaltige Unterschiede zwischen der klassischen Einwegbatterie und dem modernen Akku. Während Einwegbatterien auf eine lange Lagerfähigkeit optimiert sind, haben viele Akkutypen ein massives Problem mit der Selbstentladung, wenn sie nicht regelmäßig geladen werden.

Akkus vs. Einwegbatterien

Ältere NiMH-Akkus weisen eine Selbstentladungsrate von bis zu 30 Prozent pro Monat auf. Das ist extrem viel. Wer solche Akkus in einer Fernbedienung nutzt, wird feststellen, dass sie leer sind, bevor sie überhaupt nennenswert Energie an das Gerät abgegeben haben. Lithium-Ionen-Akkus, wie sie in Laptops oder Smartphones verbaut sind, verlieren monatlich durchschnittlich 2 bis 5 Prozent ihrer Ladung. Das ist deutlich besser, erklärt aber, warum ein voll geladen weggelegtes Tablet nach drei Monaten im Schrank plötzlich den Dienst verweigert.

Es gibt jedoch eine Ausnahme: Die sogenannten LSD-Akkus (Low Self-Discharge). Diese speziellen Nickel-Metallhydrid-Zellen wurden so modifiziert, dass sie die Energie deutlich länger halten. Moderne LSD-Akkus behalten nach einem Jahr Lagerung noch etwa 85 Prozent ihrer ursprünglichen Energie. Wenn Sie also Akkus für Geräte suchen, die nur selten benutzt werden, sind diese Modelle die einzige vernünftige Wahl. Alles andere führt nur zu Frust beim nächsten Einsatz.

Der fatale Fehler bei der Lagerung

Hier ist der kritische Punkt, den ich eingangs erwähnt habe: Viele Menschen lassen Batterien in Geräten, die sie über Monate nicht benutzen. Das Problem ist nicht nur die Selbstentladung der Batterie selbst, sondern der sogenannte batterie leer ohne verbraucher-Effekt durch Kriechstrom. Viele moderne Geräte schalten nie komplett ab; sie warten im Standby auf ein Signal. Dieser minimale Stromverbrauch saugt die Batterie leer, bis sie tiefentladen ist. Und genau hier beginnt die Katastrophe: Eine tiefentladene Batterie neigt dazu, auszulaufen. Die austretende Kalilauge zerfrißt die Kontakte und zerstört die Elektronik Ihres teuren Geräts.

Nehmen Sie die Batterien raus. Wirklich. Es dauert zehn Sekunden, spart aber am Ende oft hunderte Euro für Neukäufe. Ich habe auf diese harte Tour eine alte Kamera und ein hochwertiges Messgerät verloren, weil ich zu faul war, die Zellen zu entfernen. Die Kontakte waren so stark korrodiert, dass keine Reinigung mehr half. Ein teures Lehrgeld für eine einfache Lektion.

Lagern Sie Batterien kühl und trocken. Zimmertemperatur ist okay, aber ein kühler Kellerraum zwischen 10 und 15 Grad Celsius ist ideal. Damit lässt sich die lagerung batterien temperatur deutlich besser kontrollieren und die chemische Alterung verlangsamen. Und vergessen Sie den Mythos mit dem Kühlschrank - außer Sie wollen riskieren, dass Feuchtigkeit beim Herausnehmen an den Kontakten kondensiert und einen Kurzschluss verursacht.

Vergleich der Selbstentladungsraten

Je nach Technologie variiert die Geschwindigkeit, mit der die Energie verschwindet, erheblich. Hier ist eine Übersicht der gängigsten Typen.

Alkali-Mangan (Einweg)

  1. Etwa 2-3 Prozent pro Jahr
  2. Uhren, Fernbedienungen, Rauchmelder
  3. Bis zu 10 Jahre bei korrekter Lagerung

Lithium (Einweg)

  1. Weniger als 1 Prozent pro Jahr
  2. Hochwertige Elektronik, Außensensoren
  3. Extrem lange, oft 15-20 Jahre

Lithium-Ionen (Akku)

  1. Etwa 2-5 Prozent pro Monat
  2. Smartphones, Laptops, Werkzeuge
  3. Sollte alle 6 Monate nachgeladen werden
Für Geräte mit sehr geringem Stromverbrauch sind Lithium-Einwegbatterien unschlagbar, da sie fast keine Selbstentladung zeigen. Bei Akkus sollte man unbedingt auf den Ladezustand achten, um eine schädliche Tiefentladung zu vermeiden.

Klaus und der Rauchmelder-Schreck

Klaus, ein Hausbesitzer aus Hamburg, installierte hochwertige Rauchmelder in allen Zimmern. Nach drei Jahren fing einer mitten in der Nacht an zu piepsen - das typische Signal für eine schwache Batterie. Klaus war genervt, da er dachte, die Batterien würden zehn Jahre halten.

Er versuchte, Geld zu sparen, und legte billige Alkali-Batterien aus einer alten Vorratsschublade ein. Das Ergebnis war frustrierend: Der Melder piepte bereits nach zwei Wochen wieder, weil die gelagerten Zellen ihre Energie längst verloren hatten.

Nach einem Gespräch mit einem Elektriker wurde ihm klar: Batterien in der Schublade entladen sich zwar langsam, aber stetig. Er wechselte auf spezielle Lithium-Blockbatterien für Rauchmelder.

Seitdem ist seit vier Jahren Ruhe. Klaus hat gelernt, dass billige Lagerware für sicherheitsrelevante Geräte keine Option ist und die Selbstentladung bei Lithium-Zellen fast vernachlässigbar ist.

Fragen zum gleichen Thema

Sollte ich Batterien im Kühlschrank lagern?

Nein, das ist meist nicht nötig und birgt Risiken. Die Kälte verlangsamt zwar die Chemie, aber Kondenswasser beim Herausnehmen kann die Kontakte beschädigen oder zu Kurzschlüssen führen. Ein kühler, trockener Schrank im Flur oder Keller ist völlig ausreichend.

Mehr dazu erfahren Sie im Beitrag Wie lange hält eine Batterie ohne Benutzung?

Woran erkenne ich, dass eine Batterie leer gelagert wurde?

Oft sieht man es ihr nicht an, es sei denn, sie ist bereits ausgelaufen und zeigt weiße Krusten an den Polen. Mit einem einfachen Batterietester oder einem Multimeter lässt sich die Restspannung schnell prüfen; liegt diese deutlich unter der Nennspannung (z. B. 1,1 Volt bei einer 1,5 Volt Zelle), ist sie fast leer.

Warum laufen leere Batterien oft aus?

Wenn eine Batterie leer wird, ändert sich der chemische Zustand im Inneren, was zu Gasbildung führen kann. Der Druck steigt an und presst das Elektrolyt durch die Dichtungen nach außen. Das passiert besonders oft, wenn leere Batterien über Monate in einem Gerät vergessen werden.

Gesamtüberblick

Batterien immer aus ungenutzten Geräten entfernen

Kriechströme saugen Batterien leer und erhöhen das Risiko von Schäden durch auslaufende Flüssigkeit massiv.

Kühl und trocken lagern statt im Kühlschrank

Ein trockener Lagerort bei 10-15 Grad Celsius ist ideal, um die Selbstentladungsrate gering zu halten, ohne Feuchtigkeitsprobleme zu riskieren.

Auf das Haltbarkeitsdatum achten

Jede Batteriepackung hat ein Datum; kaufen Sie keine Vorräte, die Sie nicht innerhalb von 2-3 Jahren verbrauchen können.

Akkus regelmäßig prüfen

Besonders Lithium-Ionen-Akkus sollten etwa alle 6 Monate auf 50-70 Prozent nachgeladen werden, um eine dauerhafte Schädigung der Kapazität zu vermeiden.