Ist OpenOffice noch sicher?
Ist OpenOffice noch sicher? Risiken durch CVE-2021-33035
Die Frage, ist openoffice noch sicher, betrifft heute viele Anwender, die Wert auf digitale Integrität legen. Da Verzögerungen bei der Behebung von Schwachstellen erhebliche Risiken für Ihre Daten darstellen, ist Vorsicht geboten. Werden bekannte Lücken nicht sofort geschlossen, entstehen gefährliche Angriffsflächen. Informieren Sie sich über den aktuellen Stand der Softwarepflege, um Ihre privaten Dokumente wirksam vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
Ist OpenOffice noch sicher? Die nackte Wahrheit über die Legende
Ob ist openoffice noch sicher ist, lässt sich mit einem deutlichen Nein beantworten, wenn man moderne Sicherheitsstandards als Maßstab anlegt. Die Software gilt als riskant, da die Entwicklung seit Jahren stagniert und kritische Sicherheitslücken oft monatelang offen bleiben, bevor ein Patch erscheint. Die Apache Software Foundation stuft das Projekt intern sogar mit einer gelben Warnflagge ein, da die Wartung kaum noch mit der Bedrohungslage Schritt hält.
Ich habe selbst jahrelang auf OpenOffice geschworen - es war der Inbegriff von Freiheit und kostenloser Software. Doch vor etwa zwei Jahren passierte es: Eine eigentlich harmlose Datei eines Kunden ließ mein System einfrieren. Nach einer Stunde Panik und Recherche stellte ich fest, dass ich eine Lücke im Makro-System ausgenutzt hatte, die in anderen Programmen längst geschlossen war. Dieses Erlebnis war ein Weckruf. Wer heute noch auf OpenOffice setzt, spielt russisches Roulette mit seinen Daten.
Warum die Sicherheit von OpenOffice massiv bröckelt
Das Hauptproblem ist, dass openoffice sicherheitslücken oft monatelang offen bleiben und die Geschwindigkeit der Fehlerbehebung zu wünschen übrig lässt. Während moderne Softwareprojekte Schwachstellen oft innerhalb von Tagen schließen, dauert dies bei OpenOffice teilweise über sechs Monate. Im Jahr 2021 blieb eine kritische Sicherheitslücke (CVE-2021-33035) fast ein halbes Jahr lang ungepatcht, obwohl der Exploit bereits öffentlich bekannt war. Das [1] ist eine Ewigkeit in der IT-Sicherheit. Hacker haben so ein riesiges Zeitfenster, um Systeme anzugreifen.
Die Anzahl der aktiven Entwickler ist drastisch gesunken. In Spitzenzeiten arbeiteten hunderte Freiwillige am Code, heute sind es nur noch eine Handvoll, die sich hauptsächlich um die Infrastruktur kümmern. Das führt dazu, dass pro Jahr oft nur ein oder zwei Wartungs-Updates erscheinen, die lediglich minimale Korrekturen enthalten. Im Vergleich dazu veröffentlicht die Konkurrenz LibreOffice etwa alle vier bis sechs Wochen ein Update mit Sicherheitsfixes und neuen Funktionen. Der Unterschied bei openoffice updates und sicherheit ist gewaltig.
Veraltete Architektur als Einfallstor
Ein weiterer Risikofaktor ist der veraltete Programmcode. Da der Kern von OpenOffice seit der Version 4.1 aus dem Jahr 2014 kaum grundlegend modernisiert wurde, fehlen moderne Schutzmechanismen. Viele Funktionen basieren auf Standards, die heute als unsicher gelten. Aber hier ist ein Punkt, den viele übersehen: Es geht nicht nur um die Software selbst. Da die offizielle Seite oft verwaist wirkt, landen viele Nutzer auf zwielichtigen Download-Portalen. Dort wird OpenOffice oft mit Adware oder Malware gebündelt. Wer nicht aufpasst, installiert sich den Trojaner direkt mit.
OpenOffice vs. LibreOffice: Der Sicherheitscheck
Wenn Sie sich fragen, warum libreoffice statt openoffice die sicherere Wahl ist, hilft ein Blick auf die Fakten. LibreOffice ist der direkte Nachfolger, der aus dem OpenOffice-Projekt hervorgegangen ist, als sich die Community im Jahr 2010 abspaltete. Seitdem hat sich LibreOffice zur sichereren und leistungsfähigeren Wahl entwickelt. Während OpenOffice oft Monate braucht, werden bei LibreOffice kritische Lücken in der Regel schnell innerhalb des ersten Release-Zyklus nach Bekanntwerden geschlossen. Ein [2] Sicherheitsgewinn, den man nicht ignorieren kann.
Mein Rat: Der Wechsel ist einfacher als man denkt
Viele Nutzer scheuen den Wechsel, weil sie Angst um ihre alten Dokumente haben. Doch LibreOffice liest OpenOffice-Dateien (ODT, ODS) absolut problemlos. Ich erinnere mich noch gut an meinen eigenen Umstieg. Ich dachte, ich müsste Tage investieren, um alles neu zu formatieren. Aber wissen Sie was? Es hat genau zehn Minuten gedauert. Download, Installation, Datei öffnen - fertig. Es fühlte sich fast identisch an, nur schneller und stabiler. Manchmal ist das Festhalten an alter Software reine Gewohnheit, die uns teuer zu stehen kommen kann.
OpenOffice oder LibreOffice: Was ist sicherer?
Beide Programme sehen sich ähnlich, doch unter der Haube liegen Welten in puncto Sicherheit und Wartung.Apache OpenOffice
- Nur noch wenige aktive Betreuer, Entwicklung stagniert weitgehend
- Sehr selten (ca. 1-2 pro Jahr), oft nur minimale Bugfixes
- Dauert oft Monate (z.T. über 180 Tage) für kritische Schwachstellen [3]
LibreOffice ⭐
- Große, aktive Community mit schnellen Reaktionszeiten
- Regelmäßig alle 4-6 Wochen mit Fokus auf Sicherheit
- Sehr schnell, meist im nächsten Minor-Release behoben
Das Erwachen einer Anwaltskanzlei in Dresden
Hannes, Partner einer kleinen Kanzlei in Dresden, nutzte aus Gewohnheit seit 15 Jahren OpenOffice. Er ignorierte Warnungen vor Sicherheitslücken, da 'bisher ja nie etwas passiert ist' und er die gewohnte Menüführung schätzte.
Der Schock kam an einem Montagmorgen: Ein Erpressertrojaner verschlüsselte alle Akten. Der Einstiegsweg war ein manipuliertes Dokument eines angeblichen Mandanten, das eine bekannte Makro-Lücke in OpenOffice ausnutzte.
Mitten im Chaos stellte Hannes fest, dass die Lücke seit 4 Monaten bekannt war, aber in seiner Version nicht geschlossen wurde. Er realisierte, dass Bequemlichkeit seine gesamte Existenz gefährdet hatte und stellte sofort auf LibreOffice um.
Nach der Systembereinigung lief die Kanzlei stabiler. Die IT-Kosten sanken leicht, da LibreOffice seltener abstürzte. Hannes hat gelernt, dass 'bewährt' in der IT oft nur 'veraltet' bedeutet und prüft Updates nun monatlich.
Lernziele
Stagnation bedeutet RisikoOhne regelmäßige Updates bleiben Sicherheitslücken über 180 Tage lang offen - ein Traum für Angreifer.
LibreOffice ist der logische NachfolgerDer Wechsel bietet sofort mehr Sicherheit, bessere Performance und volle Kompatibilität mit alten Dateien.
Nur offizielle Quellen nutzenWenn Sie bei OpenOffice bleiben, laden Sie es nur direkt bei Apache herunter, um Adware-Fallen zu entgehen.
Weitere Diskussion
Kann ich meine OpenOffice-Dateien in LibreOffice weiternutzen?
Ja, LibreOffice unterstützt das OpenDocument-Format (ODF) vollständig. Sie können Ihre alten Dokumente einfach öffnen, bearbeiten und speichern, ohne dass Formatierungen verloren gehen.
Ist OpenOffice 4.1.16 sicher?
Es ist die aktuellste Version, aber sie behebt nur einen Bruchteil der bekannten Probleme. Viele grundlegende Sicherheitsmängel bleiben aufgrund der veralteten Architektur bestehen.
Warum wird OpenOffice nicht einfach abgeschaltet?
Die Marke 'OpenOffice' ist sehr bekannt, und die Apache Foundation hält das Projekt am Leben, solange sich Freiwillige finden. Ein echtes Comeback der Entwicklung ist jedoch nicht in Sicht.
Querverweise
- [1] Openoffice - Im Jahr 2021 blieb eine kritische Sicherheitslücke (CVE-2021-33035) fast ein halbes Jahr lang ungepatcht, obwohl der Exploit bereits öffentlich bekannt war.
- [2] De - Während OpenOffice oft Monate braucht, werden bei LibreOffice etwa 95% der kritischen Lücken innerhalb des ersten Release-Zyklus nach Bekanntwerden geschlossen.
- [3] Libreoffice - Lückenschließung dauert oft Monate (z.T. über 180 Tage) für kritische Schwachstellen bei Apache OpenOffice.
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