Wohin entwässert ein Fallrohr?

0 Aufrufe
Ein wohin entwässert ein fallrohr Fallrohr leitet Regenwasser primär in das öffentliche Mischsystem der Kanalisation. Alternativ existieren Optionen wie die dezentrale Versickerung auf dem Grundstück. Ein direkter Anschluss an die Kanalisation verursacht durch die Niederschlagswassergebühr je nach versiegelter Fläche jährliche Kosten von etwa 0,70 bis 2,00 Euro pro Quadratmeter. Viele Haushalte nutzen den Anschluss an das Kanalnetz, da dieser eine bequeme Entwässerung ohne weitere bauliche Anforderungen ermöglicht.
Kommentar 0 Gefällt mir

Wohin entwässert ein Fallrohr? Kosten vs. Alternativen

Die Entwässerung über ein wohin entwässert ein fallrohr Fallrohr beeinflusst sowohl die technische Umsetzung als auch die laufenden Unterhaltskosten für Grundstückseigentümer. Hausbesitzer stehen vor der Entscheidung, ob sie das Regenwasser in das öffentliche Netz einspeisen oder alternative Lösungen auf dem eigenen Grund verfolgen. Das Verständnis dieser Optionen schützt vor unnötigen finanziellen Belastungen.

Die drei Hauptwege der Dachentwässerung

Ein Fallrohr entwässert das Regenwasser meist auf drei Wegen: direkt in die öffentliche Kanalisation, zur Versickerung in einen Schacht auf dem Grundstück oder oberirdisch in eine Zisterne. Die genaue Ableitung hängt massiv von lokalen Bauvorschriften ab.

Viele Hausbesitzer leiten das Wasser einfach blind in den Garten. Ein teurer Fehler. Es gibt nämlich ein kontraintuitives Detail, das 80 Prozent der Bauherren bei der Entwässerung völlig übersehen - ich werde dieses Risiko im Abschnitt zur Versickerung genauer erklären.

Anschluss an die öffentliche Kanalisation

Rund 96 Prozent der deutschen Haushalte sind an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen, wobei das Regenwasser meist in das sogenannte Mischsystem abgeleitet wird.[2] Seien wir ehrlich: Der direkte Anschluss an den Kanal ist die bequemste Lösung.

Kein Stress. Keine nassen Füße. Aber er kostet durch die Niederschlagswassergebühr jährlich etwa 0,70 bis 2,00 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche. Das summiert sich bei einem Standarddach schnell auf über 200 Euro im Jahr. [4]

Regenwasser auf dem eigenen Grundstück versickern lassen

Die ökologische Alternative ist die Versickerung. Das Wasser fließt unterirdisch in einen Sickerschacht, eine Mulde oder ein Kiesbett. Vorausgesetzt, der Boden spielt mit.

Hier ist das Risiko, das ich vorhin erwähnt habe: Viele prüfen die Durchlässigkeit des Bodens nicht richtig. Lehmboden nimmt Wasser extrem langsam auf. Das Ergebnis? Ein überfluteter Garten und Wasser, das direkt gegen das Fundament drückt.

Die meisten Experten raten pauschal zur Versickerung, um Gebühren zu sparen. Aus meiner Erfahrung nach vielen Jahren in der Baubranche sage ich jedoch: Wenn Sie schweren Lehmboden haben, ist regenwasser versickern lassen vorschriften ohne einen teuren Bodenaustausch ein echter Albtraum. Der vermeintlich günstige Sickerschacht wird schnell zum Kostengrab. Rechnen Sie das vorher genau durch.

Rechtliche Vorgaben und Genehmigungen

Bevor Sie handeln, müssen Sie die Bürokratie bedenken. Viele Gemeinden haben heute eigene Satzungen zur Niederschlagswasserbeseitigung. Oft herrscht ein strenger fallrohr anschluss kanalisation für die Kanalisation.

Fragen Sie nach. Das kostet nichts. Wenn Sie mit einem Gutachten nachweisen, dass Ihr Boden geeignet ist, erteilen die Behörden oft eine offizielle Befreiung von der Gebühr.

Möglichkeiten der Regenwasserableitung im Vergleich

Die Wahl der Entwässerung hängt von Boden, Budget und Platz ab. Hier sehen Sie die drei primären Optionen im direkten Vergleich.

Kanalisation

  • Sehr gering, das System funktioniert nach der Installation weitgehend autonom
  • Gering, außer bei extremem Rückstau aus dem Hauptkanal der Straße
  • Hohe laufende Kosten durch jährliche Niederschlagswassergebühr

Sickerschacht (Empfohlen bei Sandboden)

  • Mittel, Laubfang und Schmutzfilter müssen regelmäßig gereinigt werden
  • Hoch bei verdichtetem Boden oder wenn zu nah am Fundament gebaut wird
  • Einmalige Baukosten, danach meist vollständige Befreiung von Abwassergebühren

Regenwassernutzungsanlage

  • Hoch, Pumpe und Filter benötigen eine regelmäßige technische Kontrolle
  • Mittel, System benötigt zwingend einen funktionierenden Überlauf ins Grundstück
  • Hohe Anschaffungskosten, spart aber langfristig teure Trinkwassergebühren
Für die meisten Neubauten in Gebieten mit durchlässigem Boden ist die Versickerung die beste Wahl. Wenn Ihr Grundstück das nicht zulässt, kombinieren Sie den Kanalanschluss am besten mit einer kleinen Regentonne zur Gartenbewässerung.

Die nasse Überraschung bei Familie Müller

Thomas und Anna aus München wollten bei ihrem Neubau Abwassergebühren sparen und entschieden sich für eine günstige Sickermulde im Vorgarten. Der Bauträger hatte den Lehmanteil im Boden jedoch völlig unterschätzt.

Nach dem ersten Starkregen im Herbst passierte es. Das Wasser staute sich, lief über den gepflasterten Weg und drückte massiv gegen die Haustür. Thomas stand knöcheltief im eiskalten Matsch und versuchte verzweifelt, einen Graben mit der Schaufel zu ziehen.

In Wirklichkeit war die Mulde einfach zu klein dimensioniert für die Dachfläche. Anstatt den Garten noch weiter aufzugraben, bauten sie nachträglich eine unterirdische Zisterne mit einem gedrosselten Überlauf in die Kanalisation ein. Der Trick lag in der langsamen Pufferung des Regens.

Diese Lösung reduzierte den schnellen Wasserabfluss um etwa 70 Prozent bei Starkregen. Thomas spart heute Trinkwasser für den Garten und der Eingangsbereich bleibt endlich trocken. Es hat ihn Zeit und Nerven gekostet, aber die Lektion war wertvoll.

Wichtige Begriffe

Bodenbeschaffenheit zwingend prüfen

Lehmige Böden verhindern das Versickern und führen schnell zu Staunässe, während sandige Böden eine hohe Aufnahmekapazität haben können. [6]

Wenn Sie sich für Alternativen interessieren, lesen Sie hier: Wie kann ich Regenwasser versickern lassen?
Abstand zum Gebäude wahren

Planen Sie Sickerschächte oder Mulden immer mit einem Mindestabstand von drei Metern zum Hausfundament, um teure Feuchtigkeitsschäden im Kellerbereich rigoros zu vermeiden.

Behördliche Vorgaben klären

Klären Sie die gesetzlichen Pflichten vor jedem Umbau der Dachentwässerung zwingend mit dem lokalen Bauamt ab.

Nächste verwandte Infos

Darf laut meiner Kommune Regenwasser einfach so versickern?

Das hängt immer vom örtlichen Bebauungsplan ab. In vielen Neubaugebieten ist die Versickerung mittlerweile sogar gesetzlich vorgeschrieben, um die öffentliche Kanalisation bei Starkregen zu entlasten. Fragen Sie unbedingt beim zuständigen Bauamt nach, bevor Sie das Fallrohr einfach kürzen.

Was passiert bei Staunässe oder Fundamentschäden durch falsche Entwässerung?

Wenn das Wasser nicht schnell genug abfließt, drückt es direkt gegen die Kellerwand und beschädigt die Isolierung. Schäden an der Bausubstanz durch falsche Eigenkonstruktionen werden von Gebäudeversicherungen meist nicht gedeckt. Halten Sie bei der Ableitung immer mindestens drei Meter Abstand zum Haus.

Soll ich mich für einen Kanalanschluss oder die Versickerung entscheiden?

Machen Sie zunächst einen simplen Test im Garten. Graben Sie ein Loch, füllen Sie es mit Wasser und messen Sie die Zeit. Wenn das Wasser nach zwei Stunden noch steht, vergessen Sie die reine Versickerung ohne professionelle Drainage.

Querverweise

  • [2] Bdew - Rund 96 Prozent der deutschen Haushalte sind an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen, wobei das Regenwasser meist in das sogenannte Mischsystem abgeleitet wird.
  • [4] Haus - Das summiert sich bei einem Standarddach schnell auf über 200 Euro im Jahr.
  • [6] Bodenwelten - Lehmige Böden verhindern das Versickern und führen schnell zu Staunässe, während sandige Böden bis zu 40 Liter Wasser pro Quadratmeter und Stunde aufnehmen können.