Welches Hormon verursacht den Laubfall?

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Das Pflanzenhormon Ethylen verursacht den Laubfall bei Bäumen und anderen Pflanzen. Es steuert den Prozess der Abzission, bei dem die Verbindung zwischen Blattstiel und Ast gelöst wird. Dieser Vorgang schützt die Pflanze vor Wasserverlust durch Verdunstung. Wenn sich die Temperaturen senken und das Tageslicht abnimmt, produziert der Baum vermehrt dieses Hormon. Die dadurch aktivierten Enzyme zersetzen das Trenngewebe an der Basis der Blätter, was zum Abfallen der Blätter führt.
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Welches Hormon verursacht den Laubfall? Ethylen-Funktion

Die Steuerung des herbstlichen Laubfalls ist ein biologischer Schutzmechanismus der Natur. Welches hormon verursacht den laubfall bei Bäumen genau? Das Verständnis dieses speziellen pflanzlichen Signalstoffs klärt, wie Bäume ihre Stoffwechselprozesse auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Erfahren Sie hier mehr über die Wirkung dieses Hormons und warum Bäume ihre Blätter abwerfen.

Welches Hormon verursacht den Laubfall?

Der Laubfall bei Bäumen ist ein faszinierendes Zusammenspiel der Natur, das maßgeblich durch das gasförmige pflanzenhormon laubfall Ethylen gesteuert wird. Sinken im Herbst die Temperaturen und nehmen die Tageslängen ab, beginnt der Baum, dieses Hormon verstärkt zu produzieren, um den Abwurf der Blätter einzuleiten.

Warum verlieren bäume ihre blätter überhaupt? Dieser Prozess ist keine bloße Reaktion auf Kälte, sondern eine aktive Überlebensstrategie. Über die Blätter würde der Baum im Winter zu viel wertvolles Wasser verdunsten, das er aus dem gefrorenen Boden nicht nachliefern kann. Der Laubabwurf schützt den Baum somit vor dem Austrocknen.

Die komplexe Steuerung durch Pflanzenhormone

Das Zusammenspiel der Hormone im Baum ist bemerkenswert präzise. Im Sommer verhindern Wachstumshormone wie Auxin und Cytokinin einen vorzeitigen Blattabfall. Wenn jedoch die Tage kürzer werden, nimmt die Konzentration dieser wachstumsfördernden Hormone ab. An ihre Stelle tritt ethylen wirkung bäume, das die entscheidenden biologischen Prozesse in der abzissionszone hormon auslöst.

Die Abzissionszone, auch Trennschicht genannt, befindet sich an der Basis des Blattstiels. Ethylen regt die Zellen in diesem Bereich dazu an, Enzyme zu bilden, die die Zellwände regelrecht auflösen. Dieser Prozess macht die Verbindung zwischen Zweig und Blatt immer schwächer, bis das Blatt schließlich durch ein leichtes Lüftchen abfällt.

Warum dieser Prozess lebenswichtig ist

Viele Menschen denken, dass der Laubfall nur ein Zeichen für das Ende der Wachstumsperiode ist. Das stimmt so nicht ganz. Es ist vielmehr eine hochspezialisierte physiologische Reaktion auf veränderte Umweltbedingungen.

Wenn die Blätter im Herbst abfallen, zieht der Baum zudem wertvolle Nährstoffe wie Stickstoff oder Magnesium aus ihnen zurück in Stamm und Wurzeln. Ein großer Teil des in den Blättern gespeicherten Stickstoffs wird so für den Austrieb im nächsten Frühjahr konserviert. Dieser effiziente Stoffwechsel sorgt dafür, dass der Baum im nächsten Jahr wieder kräftig wachsen kann.

Veränderungen im ökologischen Kontext

In den letzten Jahren haben sich die Muster des Laubfalls durch veränderte klimatische Bedingungen leicht verschoben. Wir beobachten heute oft einen um etwa 6 Tage späteren Laubfall im Vergleich zu Aufzeichnungen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Das ist ein interessantes Phänomen, das zeigt, wie sensibel Bäume auf steigende Durchschnittstemperaturen reagieren.

Die Hauptakteure im Hormonhaushalt der Pflanze

Verschiedene Pflanzenhormone steuern das Wachstum und die Entwicklung eines Baumes. Hier ist der Vergleich ihrer Aufgaben.

Wachstumshormone (Auxin, Cytokinin)

  • Fördern Zellteilung, Streckung und verhindern den Blattabwurf
  • Nehmen bei kürzeren Tagen signifikant ab

Reifungshormon (Ethylen)

  • Steuert Fruchtreife und leitet die Bildung der Trennschicht ein
  • Steigt stark an, um den Laubfall auszulösen
Das Gleichgewicht zwischen wachstumsfördernden Hormonen und Ethylen entscheidet über den richtigen Zeitpunkt für den Laubabwurf. Sinkt der Spiegel der Wachstumshormone, gewinnt Ethylen die Oberhand und steuert den Prozess.

Beobachtungen im Garten von Familie Müller

Familie Müller in einem Vorort bei Berlin hatte zwei identische Ahornbäume im Garten. Einer stand direkt an einer Straßenlaterne, die bis spät in die Nacht leuchtete.

Die Müllers wunderten sich, warum der Baum an der Laterne sein Laub bis weit in den November behielt, während sein Nachbar bereits Ende Oktober kahl war. Die zusätzliche Lichtquelle täuschte dem Baum längere Tage vor.

Das verzögerte das Absinken der Auxin-Konzentration und somit auch die Ethylen-Ausschüttung. Der Baum unter der Laterne blieb hormonell 'im Sommer-Modus' gefangen.

Nachdem sie eine Zeitschaltuhr für die Laterne installierten, begann der Baum im folgenden Jahr fast zeitgleich mit dem anderen sein Laub abzuwerfen. Das verdeutlicht, wie präzise Licht als Signalgeber für die hormonelle Steuerung dient.

Referenzmaterial

Ist Ethylen schädlich für den Baum?

Nein, Ethylen ist ein natürliches Hormon, das der Baum selbst produziert. Es ist essenziell für die Steuerung der Entwicklungsprozesse.

Warum verlieren einige Bäume ihre Blätter früher als andere?

Dies hängt von der Baumart und dem Standort ab. Manche Arten reagieren empfindlicher auf sinkende Temperaturen oder Lichtmangel, was zur schnelleren Ethylen-Bildung führt.

Verursacht Ethylen auch das Verfärben der Blätter?

Nein, das Verfärben ist eher ein Abbau von Chlorophyll, bei dem andere Farbstoffe wie Carotinoide sichtbar werden. Ethylen ist spezifisch für den Abwurfprozess zuständig.

Wenn Sie tiefer in das Thema eintauchen möchten, erfahren Sie hier mehr: Was löst den Laubfall aus?

Höhepunkte

Ethylen als Signalgeber

Dieses Hormon löst die Bildung einer Trennschicht aus, die den Laubfall aktiv ermöglicht.

Schutz vor Austrocknung

Der Laubabwurf ist eine lebenswichtige Anpassung, um Wasserverluste im Winter zu verhindern.

Nährstoffrückgewinnung

Bäume ziehen vor dem Abwurf wichtige Ressourcen aus den Blättern zurück, um den nächsten Austrieb zu sichern.