Was passiert mit getragener Unterwäsche von Astronauten auf der ISS?

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Die Entsorgung von getragener Unterwäsche auf der ISS erfolgt in drei Schritten. Zuerst tragen Astronauten die Kleidung lange Zeit, um Wasser zu sparen. Danach sammelt die Besatzung diese in den Progress-Frachtern als Müll. Beim Wiedereintritt verglühen diese Frachter mit der darin enthaltenen was passiert mit getragener unterwäsche von astronauten auf der iss in der Atmosphäre. Dabei zersetzen sich organische Stoffe, Baumwolle und Schweißrückstände in Sekundenbruchteilen zu Asche.
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Unterwäsche auf der ISS: Vom Tragen zum Verglühen

Die Frage nach dem Verbleib der Kleidung im All verdeutlicht die extremen logistischen Herausforderungen der Raumfahrt. Da Ressourcen wie Wasser begrenzt sind und Waschmaschinen zu schwer wären, müssen Astronauten auf effiziente Entsorgungswege setzen. Das Verständnis dieser Prozesse offenbart, was passiert mit getragener unterwäsche von astronauten auf der iss und wie menschliche Abfallprodukte bei der Rückkehr zur Erde sicher und rückstandslos verschwinden.

Keine Waschmaschine im All: Warum Wasser zu teuer zum Waschen ist

Da der Transport von einem Kilogramm Fracht deutlich mehr kostet[2] (aktuell oft 20.000 USD oder höher je nach Anbieter) und Wasser eine extrem begrenzte Ressource ist, wäre das Waschen von Kleidung logistisch und finanziell nicht tragbar.

Wasser ist im Orbit das kostbarste Gut. Selten ist eine Ressource so umkämpft wie H2O über unseren Köpfen. Obwohl die ISS-Systeme mittlerweile eine beeindruckende Wasser-Rückgewinnungsrate von etwa 93% erreichen - [1] indem sie Urin, Schweiß und sogar die Feuchtigkeit aus der Atemluft filtern - reicht die Menge bei weitem nicht aus, um Wäsche zu waschen. Eine einzige Waschladung auf der Erde verbraucht oft mehr Wasser, als einem Astronauten für mehrere Wochen zum Trinken und für die Hygiene zur Verfügung steht. Seien wir ehrlich: Wer möchte schon in einer Blechdose leben, in der die Luftfeuchtigkeit durch nasse Socken ins Unermessliche steigt? Genau deshalb stellt sich die Frage, wie waschen astronauten auf der iss ihre wäsche, in der Praxis kaum.

Zudem wiegt eine Waschmaschine hunderte Kilogramm. Im Weltraum zählt jedes Gramm. Ein Astronaut benötigt pro Jahr etwa 68 kg (150 lbs) an Kleidung.[3] Würde man diese waschen wollen, bräuchte man nicht nur die Maschine, sondern auch tonnenweise zusätzliches Wasser und Reinigungsmittel. Da ist es effizienter, die Kleidung einfach so lange wie möglich zu tragen und dann zu entsorgen. Moment mal. Wie lange trägt man eine Unterhose eigentlich im All?

Tragezyklen und Frische-Hacks: Wie lange hält eine Unterhose?

Da es keinen Nachschub um die Ecke gibt, tragen Astronauten ihre Unterwäsche meist zwei bis drei Tage am Stück, während T-Shirts und Hosen oft eine Woche oder länger im Einsatz bleiben. Um Gerüche und Bakterienbildung zu minimieren, setzt die Raumfahrt zunehmend auf spezielle Textilien und antimikrobielle Beschichtungen. Solche Entwicklungen verbessern den Alltag mit kleidung auf der iss erheblich.

Ich habe selbst oft erlebt, wie schnell Sportkleidung nach nur einer Stunde Training riechen kann. Auf der ISS müssen Astronauten täglich zwei Stunden trainieren, um dem Muskelschwund in der Schwerelosigkeit entgegenzuwirken. Das bedeutet: Viel Schweiß, aber keine Dusche. Stattdessen nutzen sie feuchte Handtücher und Trockenshampoo. Die Unterwäsche leidet darunter am meisten. Um die Tragezeit zu verlängern, wird mit Silberionen oder natürlichen Pigmenten wie Violacein experimentiert. Neuartige Polymer-Beschichtungen konnten in Tests auf der ISS die bakterielle Belastung um 3,16 log10 reduzieren - das entspricht einer Keimreduktion von über 99,9%. [4]

Trotz dieser High-Tech-Lösungen stößt jede Faser irgendwann an ihre Grenzen. Wenn die Kleidung buchstäblich von alleine steht, wandert sie in den Müll. Das ist kein gewöhnlicher Mülleimer, sondern oft ein leerer Versorgungsfrachter wie die russische Progress oder die amerikanische Cygnus. Diese Schiffe bringen frisches Obst, wissenschaftliche Geräte und neue Socken zur Station - und nehmen den Dreck der letzten Monate wieder mit nach unten. Das ist ein zentraler Teil der astronauten wäsche entsorgung.

Das feurige Ende: Von der ISS zur Sternschnuppe

Sobald ein Versorgungsraumschiff entladen ist, füllen die Astronauten den leeren Raum mit ihren Abfällen, darunter auch die gesamte schmutzige Unterwäsche der Crew. Wenn der Frachter voll ist, dockt er ab und wird gezielt zum Absturz gebracht, wobei er beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre mitsamt der Fracht vollständig verglüht. Genau so beantworten Raumfahrtagenturen die Frage: was machen astronauten mit schmutziger wäsche.

Stellen Sie sich das vor: Ihre alten Socken werden zu einer Sternschnuppe. Das klingt romantisch, ist aber eigentlich nur effiziente Abfallwirtschaft. Ein Progress-Frachter kann bis zu 2.140 kg Müll aufnehmen. D[5] ie Reibungshitze beim Wiedereintritt mit mehreren tausend Kilometern pro Stunde sorgt dafür, dass organische Stoffe, Baumwolle und Schweißrückstände in Sekundenbruchteilen zu Asche zerfallen. Nichts davon erreicht jemals den Boden. Es ist eine saubere, wenn auch kostspielige Lösung für ein sehr menschliches Problem.

Selbst im April 2026 bleibt dies der Standard. Gerade erst im April 2026 wurde die Konfiguration der ISS mit Schiffen wie dem Progress 93 und 94 aktualisiert, um Platz für den nächsten Müll-Zyklus zu schaffen. Für die aktuelle Expedition 74, die noch bis Sommer 2026 läuft, gehört das sorgfältige Packen von Müllbeuteln zum wöchentlichen Dienstplan. Wer hier schlampig arbeitet, riskiert, dass lose Gerüche die gesamte Station fluten. Ein Albtraum auf engstem Raum.

Die Zukunft: Warum das für die Mars-Reise nicht reicht

Während wir im Erdorbit auf Einwegkleidung setzen können, wird für eine Reise zum Mars (die etwa drei Jahre dauert) ein Recycling-System für Kleidung unumgänglich sein, da das Gewicht von drei Jahren Unterwäsche die Treibstoffkapazitäten sprengen würde.

Für eine Mars-Mission bräuchte ein einzelner Astronaut über 200 kg Kleidung, wenn man beim aktuellen Entsorgungsmodell bleibt. Das ist Wahnsinn. Deshalb forscht die NASA an Textilien, die nicht nur Bakterien abtöten, sondern sich vielleicht sogar selbst reinigen oder durch UV-Licht aufgefrischt werden können. Wir stehen hier vor einer der größten Hürden der bemannten Raumfahrt: der Logistik des Alltags. Was heute als Sternschnuppe verglüht, muss morgen vielleicht in einem geschlossenen Kreislauf wiederaufbereitet werden. Bis dahin bleibt uns nur die Faszination für das feurige Ende einer Astronauten-Unterhose.

Wäsche-Management: Erde vs. ISS vs. Mars

Wie wir unsere Kleidung pflegen, hängt radikal von der Verfügbarkeit von Schwerkraft und Wasser ab.

Leben auf der Erde

  • Centbeträge pro Waschgang für Strom und Wasser
  • Kleiderspende oder Textilmüll nach Jahren der Nutzung
  • Waschmaschine mit ca. 50 Litern Wasser pro Ladung

ISS (Aktueller Standard)

  • Extrem hoch; Transportkosten von ca. 4.500 USD pro kg
  • Verbrennen in der Atmosphäre (Sternschnuppe)
  • Keine; Kleidung wird bis zur Geruchsgrenze getragen

Zukünftige Mars-Mission ⭐

  • Investition in High-Tech-Textilien spart Tonnen an Frachtgewicht
  • Minimale Entsorgung; Ziel ist 100% Recycling der Fasern
  • Antimikrobielle Textilien und evtl. CO2-basierte Reinigung
Auf der ISS ist Entsorgung aktuell die einzige wirtschaftliche Lösung. Für Langzeitreisen zum Mars gewinnen jedoch High-Tech-Textilien an Bedeutung, die das Mitführen von riesigen Kleidungsmengen überflüssig machen.

Lukas und die verflixte Sportwoche

Lukas, ein 34-jähriger deutscher Ingenieur auf seiner ersten ISS-Mission im Jahr 2026, liebt sein tägliches Training am Laufband, hasst aber das Gefühl, danach in derselben Kleidung weiterzuarbeiten. Er versuchte anfangs, seine Socken durch Auswringen am Lüftungsgitter zu trocknen, was jedoch nur die Luftfeuchtigkeit im Modul gefährlich ansteigen ließ.

Sein erster Fehler: Er benutzte zu viel Wasser aus seinem Hygiene-Kit, um ein T-Shirt 'kurz durchzuwaschen'. Das Resultat war eine schwebende Wasserblase, die fast in die Elektronik geriet, und ein Shirt, das auch nach drei Tagen in der Schwerelosigkeit noch klamm war.

Nach einem Gespräch mit erfahrenen Kollegen lernte er, die antimikrobielle Kleidung nicht zu waschen, sondern zwischen den Trainingseinheiten einfach fest in trockene Handtücher einzuwickeln, um die Feuchtigkeit zu entziehen. Er erkannte, dass Hygiene im All eher 'Management von Bakterien' als 'Sauberkeit' bedeutet.

Nach vier Wochen hatte Lukas einen Rhythmus gefunden: Er verbrauchte exakt die geplanten 5 kg Kleidung pro Monat und meldete seinem Boden-Team in Köln, dass die neue Silberionen-Beschichtung seine Nase (und die seiner Kollegen) erfolgreich vor dem Schlimmsten bewahrte.

Allgemeine Fragen

Was machen Astronauten mit schmutziger Wäsche?

Schmutzige Wäsche wird in Müllbeuteln gesammelt und in Frachtschiffe verladen. Sobald der Frachter von der ISS abdockt, verglüht er beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre vollständig.

Wie waschen Astronauten auf der ISS ihre Wäsche?

Gar nicht. Da Wasser im Weltraum zu kostbar ist (Transportkosten von 4.500 USD/kg) und es keine Waschmaschinen gibt, wird Kleidung einfach entsorgt, wenn sie zu schmutzig ist.

Warum stinkt die Kleidung der Astronauten nicht extrem?

Moderne Raumfahrtkleidung ist oft mit Silberionen oder anderen antimikrobiellen Stoffen behandelt. Diese unterdrücken das Bakterienwachstum und reduzieren Gerüche um bis zu 99,9%.

Wichtige Hinweise

Wasser-Recycling ist Priorität

Mit einer Rückgewinnungsrate von 93% ist Wasser zu wertvoll für Waschgänge; Trinken und Hygiene gehen vor.

Hohe Logistikkosten diktieren den Alltag

Bei Transportkosten von etwa 4.500 USD pro Kilogramm ist Einwegkleidung paradoxerweise die günstigste Option.

Entsorgung als Sternschnuppe

Der Abfall von bis zu 2.140 kg pro Progress-Frachter verglüht restlos in der Atmosphäre und hinterlässt keinen Weltraummüll.

Anmerkungen

  • [1] Nasa - Obwohl die ISS-Systeme mittlerweile eine beeindruckende Wasser-Rückgewinnungsrate von etwa 93% erreichen.
  • [2] Spacenews - Da der Transport von einem Kilogramm Fracht etwa 4.500 USD kostet.
  • [3] Learningenglish - Ein Astronaut benötigt pro Jahr etwa 68 kg (150 lbs) an Kleidung.
  • [4] Biorxiv - Neuartige Polymer-Beschichtungen konnten in Tests auf der ISS die bakterielle Belastung um 3,16 log10 reduzieren - das entspricht einer Keimreduktion von über 99,9%.
  • [5] En - Ein Progress-Frachter kann bis zu 2.140 kg Müll aufnehmen.