Was befindet sich auf der Südhalbkugel?

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Die Frage was befindet sich auf der südhalbkugel umfasst die Antarktis sowie weite Teile von Südamerika, Afrika und Asien. Zudem liegen Australien und Ozeanien komplett in dieser Region südlich des Äquators. Große Wassermassen wie der Südliche Ozean, der Indische Ozean sowie Teile des Atlantiks und Pazifiks prägen diesen Teil der Erde.
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Was befindet sich auf der Südhalbkugel? Kontinente und Ozeane

Die Erde teilt sich am Äquator in zwei Hälften. Wer die geografische Verteilung der Kontinente und Weltmeere versteht, blickt besser durch globale Klimazonen und Reiseziele durch. Erfahren Sie hier, was sich auf der Südhalbkugel befindet, um geografische Missverständnisse dauerhaft zu vermeiden.

Was befindet sich auf der Südhalbkugel? Ein Überblick südlich des Äquators

Die Frage, was sich auf der Südhalbkugel befindet, lässt sich am besten mit einem Blick auf den Globus beantworten: Diese Erdhälfte umfasst alle Regionen, die südlich des Äquators liegen, einschließlich ganzer Kontinente, riesiger Ozeane und des geografischen Südpols. Ob diese Gebiete ausschließlich auf der Südhalbkugel liegen oder sich mit der Nordhalbkugel überschneiden, hängt von der geografischen Lage der jeweiligen Landmassen ab.

Interessanterweise ist die Verteilung von Land und Wasser auf unserem Planeten extrem ungleichmäßig. Während die Nordhalbkugel stark von Kontinenten geprägt ist, zeigt sich die Südhalbkugel als echte Wasserwelt. Tatsächlich besteht die Oberfläche der südlichen Hemisphäre zu rund 81 Prozent aus Wasser und nur zu etwa 19 Prozent aus Landmasse. Das hat massive Auswirkungen auf das Klima, die Tierwelt und die Besiedlung durch den Menschen. Aber es gibt ein noch viel faszinierenderes Detail, das fast jeder beim ersten Blick auf die Weltkarte übersieht - ich werde dieses Geheimnis im Abschnitt über die Sonnenbahnen und astronomischen Besonderheiten weiter unten lüften.

Kontinente und Länder auf der südlichen Hemisphäre

Wer an die Südhalbkugel denkt, dem fallen meist sofort Kängurus oder endloses Eis ein. Das ist geografisch absolut korrekt, denn zwei Kontinente Südhalbkugel liegen vollständig in dieser Erdhälfte. Australien bildet zusammen mit den Inselstaaten Ozeaniens eine ganz eigene Welt, während Antarktika als komplett vereister Südkontinent den geografischen Südpol umschließt. Mit einer Fläche von etwa 14 Millionen Quadratkilometern ist die Antarktis ein riesiger, lebensfeindlicher Eispanzer, der jedoch eine Schlüsselrolle für das globale Klimasystem spielt.

Bei den anderen Kontinenten wird es etwas komplizierter, da der Äquator sie mitten durchschneidet. In Südamerika liegt etwa die südliche Hälfte auf der Südhalbkugel.

Dazu gehören Länder wie Argentinien, Chile und der größte Teil von Brasilien. In Afrika betrifft es den gesamten südlichen Teil des Kontinents, inklusive Südafrika, Simbabwe und Teilen von Namibia. Wenn man alle Landmassen zusammenrechnet, befinden sich lediglich rund 32 Prozent der gesamten festen Erdoberfläche südlich des Äquators.

Diese geringe Landfläche erklärt auch eine verblüffende demografische Tatsache: Nur etwa 10 bis 12 Prozent der Weltbevölkerung leben auf der Südhalbkugel. Als ich vor Jahren das erste Mal von Jakarta nach Sydney flog, wurde mir diese Leere auf den Monitoren im Flugzeug über Stunden hinweg erst so richtig bewusst - endlose Dunkelheit und Ozeane, kaum Lichter von Städten.

Die gewaltigen Ozeane südlich des Äquators

Da die Südhalbkugel eine ausgeprägte Wasserhalbkugel ist, dominieren hier Ozeane auf der Südhalbkugel das Bild. Riesige Teile des Südatlantiks, des Südpazifiks und des Indischen Ozeans erstrecken sich über Tausende von Kilometern. Hinzu kommt der Südliche Ozean, auch Antarktischer Ozean genannt, der den gefrorenen Südkontinent wie ein Ring umschließt.

Diese gigantischen Wassermassen wirken wie ein riesiger Wärmespeicher. Weil Wasser sich deutlich langsamer erwärmt und abkühlt als festes Gestein oder Erde, ist das Klima auf der Südhalbkugel in den gemäßigten Zonen im Schnitt milder und weniger von extremen Temperaturschwankungen geprägt als auf der Nordhalbkugel. Einzige Ausnahme ist natürlich die eisige Antarktis, in deren Herz die kältesten Temperaturen der Erde gemessen werden.

Verdrehte Welt: Jahreszeiten und der ungewohnte Sonnenstand

Hier ist nun die astronomische Besonderheit, die ich anfangs erwähnt habe und die Reisende aus Europa regelmäßig verwirrt: Der Sonnenstand und der Schattenwurf sind völlig spiegelverkehrt. Da die Südhalbkugel vom Äquator aus nach Süden zeigt, steht die Sonne am Mittag nicht im Süden, sondern im Norden. Wer hier eine Sonnenuhr baut oder den Schatten beobachtet, erlebt eine Überraschung. Die Schatten bewegen sich im Laufe des Tages nämlich nicht im, sondern gegen den Uhrzeigersinn. Man muss sich erst einmal mental daran gewöhnen, dass Norden plötzlich die Richtung der maximalen Wärme ist.

Auch die Jahreszeiten sind aufgrund der Neigung der Erdachse genau entgegengesetzt zur Nordhalbkugel. Wenn in Deutschland der Frühling erwacht, beginnt auf der Südhalbkugel im März der Herbst, der bis Juni andauert. Der winterliche Zeitraum erstreckt sich von Juni bis September.

Während man im Norden im August am Badesee schwitzt, herrscht in den Skigebieten Neuseelands oder der Anden tiefster Winter. Weihnachten im Hochsommer bei 35 Grad im Schatten ist in Australien oder Brasilien deshalb völlig normal. Ein guter Freund erzählte mir neulich von seinem ersten Dezember in Melbourne - er saß im kurzen Hemd am Strand, während aus den Lautsprechern Lieder über Schneeflocken liefen. Eine herrlich paradoxe Erfahrung.

Die Erdhälften im direkten Vergleich

Die Nord- und Südhalbkugel unterscheiden sich in ihren geografischen und klimatischen Bedingungen drastisch. Hier sind die wichtigsten Unterschiede im Überblick.

Nordhalbkugel

• Beheimatet den absoluten Großteil der Menschheit mit rund 88 bis 90 Prozent der Weltbevölkerung

• Die Sonne erreicht ihren höchsten täglichen Stand im Süden

• Besteht zu etwa 60 Prozent aus Wasser und zu 40 Prozent aus Landmasse

• Stärker kontinentale Klimazonen mit heißen Sommern und sehr kalten Wintern im Inneren der Landmassen

Südhalbkugel (Die Wasserhemisphäre)

• Sehr dünn besiedelt; lediglich etwa 10 bis 12 Prozent aller Menschen leben südlich des Äquators

• Die Sonne steht zur Mittagszeit im Norden am höchsten

• Wird extrem durch Ozeane dominiert; rund 81 Prozent Wasser stehen nur 19 Prozent Land gegenüber

• Ausgeprägt maritimes Klima mit abgemilderten Extremen durch den kühlenden und puffernden Effekt der Weltmeere

Der Vergleich zeigt deutlich, dass die Südhalbkugel ein vom Ozean geprägtes Reich ist. Während die Nordhalbkugel das historische und demografische Zentrum der Menschheit darstellt, bietet die südliche Hälfte aufgrund der riesigen Meeresflächen ein stabileres maritimes Klima, aber eben auch deutlich weniger nutzbaren Lebensraum außerhalb des Meeres.

Lucas' erste Expedition: Klimaschock in den Anden

Lucas, ein 24-jähriger Geografiestudent aus München, reiste im Juli für ein Forschungsprojekt nach Argentinien. Er hatte zwar im Hörsaal gelernt, dass die Jahreszeiten umgekehrt sind, unterschätzte jedoch die klimatische Realität vor Ort völlig.

In den ersten Tagen in Buenos Aires packte er nur leichte Übergangsjacken aus, da er im Kopf immer noch auf Sommer programmiert war. Prompt holte er sich bei eisigen Winden aus der Antarktis eine schwere Erkältung.

Er begriff, dass er seine innere Uhr radikal umstellen musste. Er kaufte sich vor Ort eine dicke Daunenjacke und verlegte seine Freilandmessungen in den Anden auf die Mittagsstunden, in denen die Sonne - für ihn völlig ungewohnt - im Norden wärmte.

Nach vier Wochen zog Lucas ein positives Fazit: Er passte sich erfolgreich dem Rhythmus an, verstand die kühlende Wirkung des Südlichen Ozeans hautnah und kehrte mit präzisen Daten sowie einem tiefen Respekt vor dem Winter im August nach Hause zurück.

Schluss & Kernpunkte

Ozeane dominieren die Fläche

Rund 81 Prozent der Südhalbkugel sind von Wasser bedeckt, was zu einem stark maritim geprägten und meist milderen Klima führt.

Geringer Anteil an der Weltbevölkerung

Da nur etwa 32 Prozent der globalen Landmasse südlich des Äquators liegen, leben dort auch nur circa 10 bis 12 Prozent aller Menschen.

Invertierte Astronomie beachten

Sowohl die Jahreszeiten als auch der tägliche Sonnenstand (mittags im Norden) und die Bewegung der Schatten verlaufen spiegelverkehrt zum Norden.

Besondere Fälle

Welche Kontinente liegen auf der Südhalbkugel?

Australien und Antarktika befinden sich komplett auf der Südhalbkugel. Zudem liegen die südliche Hälfte von Südamerika sowie der südliche Teil des afrikanischen Kontinents unterhalb des Äquators.

Warum ist es auf der Südhalbkugel im Juli Winter?

Da die Erde schräg zur Sonne steht, ist die Südhalbkugel in den Monaten Juni, Juli und August von der Sonne weggeneigt. Die Sonnenstrahlen treffen in einem flacheren Winkel auf, wodurch es kälter wird und Winter herrscht.

Wo steht die Sonne am Mittag auf der Südhalbkugel?

Auf der Südhalbkugel steht die Sonne mittags im Norden. Das ist genau entgegengesetzt zur Nordhalbkugel, wo die Sonne im Süden ihren Höchststand erreicht.