Was ist der Grund für den ganzen Regen?

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Die Gründe für warum regnet es so viel liegen in der Physik der Atmosphäre. Eine wärmere Atmosphäre speichert pro Grad Celsius Erwärmung etwa 7 Prozent mehr Wasserdampf. Diese Feuchtigkeit entlädt sich durch vermehrten Niederschlag. In einigen Regionen Mitteleuropas verzeichnen Experten mittlerweile 15 bis 20 Prozent mehr Niederschlag in den Wintermonaten im Vergleich zu den 1990er Jahren.
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Warum regnet es so viel: 20 Prozent mehr Niederschlag

Dauerregen entsteht meist durch das Zusammenspiel von feuchten Luftmassen, beständigen Tiefdruckgebieten und blockierenden Hochdrucklagen. Zusätzlich kann eine wärmere Atmosphäre mehr Wasserdampf aufnehmen, wodurch das warum regnet es so viel oft mit besonders intensiven Niederschlägen erklärt werden kann.

Was verursacht das aktuelle Dauerregen-Wetter?

Der viele Regen wird maßgeblich durch vom Atlantik heranziehende Tiefdruckgebiete verursacht, die milde und extrem feuchte Luftmassen transportieren. Wenn diese Luft aufsteigt, kühlt sie ab und es regnet.

Neben den atlantischen Tiefdruckgebieten spielt auch der Klimawandel eine wichtige Rolle. Um diesen klimawandel regen zusammenhang einzuordnen, lohnt sich zunächst ein Blick auf die grundlegenden Prozesse in der Atmosphäre.

Langanhaltender Regen wird häufig durch sogenannte blockierende Wetterlagen verursacht. Dabei bleiben Hoch- und Tiefdruckgebiete über mehrere Tage oder sogar Wochen nahezu ortsfest, sodass dieselben Regionen immer wieder Niederschläge erhalten.

Die atlantische Autobahn und blockierende Hochs

Unter normalen Umständen wechseln sich Hoch- und Tiefdruckgebiete über Europa munter ab. Das bringt uns den typischen Mix aus Sonne und Regen. Selten jedoch war die Wetterlage so dermaßen blockiert wie in bestimmten Regenphasen. Wenn sich ein starkes Hochdruckgebiet - meist über Osteuropa oder Skandinavien - nicht vom Fleck bewegt, fungiert es wie eine unsichtbare Mauer.

Das Resultat? Die atlantischen Tiefs können nicht weiterziehen. Sie stauen sich direkt über uns. Das ist das Problem.

Die Tiefdruckgebiete entleeren ihre feuchte Meeresluft buchstäblich wie ein Schwamm, der stetig ausgedrückt wird, während ständig neuer Nachschub vom Ozean herangeführt wird, was letztendlich zu diesem nicht enden wollenden, grauen Nieselregen führt, bei dem man das Gefühl hat, die Sonne hätte das Sonnensystem verlassen.

Warum der Klimawandel die Regenmenge drastisch erhöht

Hier ist der entscheidende Faktor, den ich vorhin erwähnt habe: Unsere Atmosphäre verändert sich grundlegend. Es regnet nicht einfach nur öfter, es regnet intensiver. Warum?

Die physikalische Regel ist simpel. Die Atmosphäre kann pro Grad Celsius Erwärmung etwa 7 Prozent mehr Wasserdampf speichern. Eine wärmere Atmosphäre saugt Feuchtigkeit auf wie ein riesiger Schwamm. Und was oben reinkommt, muss irgendwann wieder runter. Einige Regionen in Mitteleuropa verzeichnen mittlerweile 15 bis 20 Prozent mehr Niederschlag in den Wintermonaten im Vergleich zu den 1990er Jahren.

Viele Menschen denken, ein bisschen mehr Regen sei gut für die Natur. Falsch gedacht. Zu viel Wasser auf einmal führt dazu, dass trockene Böden die Massen gar nicht schnell genug aufnehmen können.

Atmosphärische Flüsse: Ströme in der Luft

Ein weiteres Phänomen sind sogenannte atmosphärische Flüsse. Das sind extrem feuchte, schmale Bänder in der Troposphäre, die über weite Strecken ziehen.

Diese Bänder - und das überrascht viele Laien - transportieren oft größere Wassermassen als der Amazonas. Wenn ein solcher atmosphärischer Fluss genau auf eine Bergkette oder ein blockierendes Hoch trifft, regnet er tagelang an derselben Stelle ab. Das führt dann oft zu lokalen Überschwemmungen und erklärt, wieso regnet es ständig an manchen Orten.

Welcher Dauerregen ist das? Die Hauptverursacher

Nicht jeder Regen hat die gleiche Ursache. Um zu verstehen, warum es ständig nass ist, hilft ein Blick auf die unterschiedlichen Wettersysteme.

Atlantisches Frontensystem

• Meist 1 bis 3 Tage anhaltend. Mäßig, aber stetig.

• Klassische Tiefdruckgebiete vom Atlantik, die milde Luft bringen.

• Aufgeweichte Böden und fehlende Sonnenstunden, meist aber keine extremen Fluten.

Atmosphärischer Fluss

• Oft nur 24 bis 48 Stunden, dafür extrem intensiv.

• Schmale, hochkonzentrierte Feuchtigkeitsbänder aus den Tropen.

• Starkes Risiko für lokale Sturzfluten und übertretende Flüsse.

Vb-Wetterlage (Fünf-b)

• Mehrere Tage kreisend. Extrem hohe Regenmengen.

• Tief zieht vom Mittelmeer über die Alpen nach Mitteleuropa.

• Historisch verantwortlich für die größten Hochwasserkatastrophen in Deutschland und Österreich.

Für das typische, wochenlange Schmuddelwetter sind meist blockierte atlantische Frontensysteme verantwortlich. Wenn jedoch innerhalb kürzester Zeit die Keller volllaufen, steckt oft ein atmosphärischer Fluss oder eine Vb-Wetterlage dahinter.

Beispiel: Hochwasserschutz im eigenen Garten

Ein typisches Beispiel ist ein Hausbesitzer mit einem stark lehmigen Gartenboden, in dem sich nach längerem Regen Wasser staut. Solche Situationen zeigen, wie anhaltende Niederschläge die Entwässerung überfordern und das Risiko für Feuchtigkeitsschäden am Gebäude erhöhen können.

Sein erster Versuch war klassisch. Er verlegte einfache Drainagerohre knapp unter der Grasnarbe. Das Ergebnis? Beim nächsten starken Tiefdruckgebiet wurde es sogar noch schlimmer. Das Wasser staute sich an den Rohren, der Boden verdichtete sich völlig, und er rutschte beim Versuch, den Abfluss freizumachen, im Matsch aus und prellte sich schmerzhaft das Knie.

Nach zwei Wochen Frustration erkannte er den Fehler. Er hatte die Intensität moderner Regenfälle völlig unterschätzt. Anstatt das Wasser nur flach umzuleiten, musste er in die Tiefe gehen und die Bodenstruktur komplett aufbrechen, um den plötzlichen Wassermassen Herr zu werden.

Er ersetzte die flachen Rohre durch tiefe Sickerschächte und mischte massiv Sand in den stark lehmigen Boden. Resultat: Selbst nach 72 Stunden Dauerregen im letzten Herbst blieb der Rasen begehbar, und der Keller blieb komplett trocken. Er lernte, dass alte Gartenregeln beim heutigen Wetter oft nicht mehr funktionieren.

Zusammenfassung des Artikels

Blockierte Systeme sind die Hauptschuldigen

Stabiles Dauerregen-Wetter entsteht fast immer, wenn Hochdruckgebiete die natürliche Zugbahn der Tiefs blockieren.

Wärmere Luft bedeutet mehr Regen

Durch den Klimawandel nimmt die Atmosphäre rund 7 Prozent mehr Wasserdampf pro Grad Erwärmung auf, was Schauer deutlich extremer macht. [3]

Atmosphärische Flüsse als Turbo

Schmale Feuchtigkeitsbänder in der Luft transportieren gigantische Wassermengen und verschärfen die Hochwassergefahr lokal enorm.

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Wieso regnet es ständig und hört einfach nicht auf?

Meistens liegt das an einer blockierenden Wetterlage. Ein starkes Hochdruckgebiet versperrt den Tiefdruckgebieten vom Atlantik den Weg, sodass diese über einer Region festhängen und sich langsam abregnen.

Welche Rolle spielt der Klimawandel beim Dauerregen?

Eine wärmere Atmosphäre kann deutlich mehr Feuchtigkeit speichern. Pro Grad Erwärmung sind es etwa 7 Prozent mehr. Wenn es dann regnet, fallen diese größeren Mengen oft in kürzerer Zeit herab, was die Intensität spürbar erhöht.

Wann hört der viele Regen endlich auf?

Das hängt stark von der Verschiebung der globalen Jetstreams ab. Oft dauert es 7 bis 14 Tage, bis sich ein blockierendes Hochdruckgebiet auflöst und die atlantische Westwinddrift wieder normales, wechselhaftes Wetter bringt.

Wenn du dich genauer dafür interessierst, wie entsteht Regen?

Fußnoten

  • [3] Wiki - Durch den Klimawandel nimmt die Atmosphäre rund 7 Prozent mehr Wasserdampf pro Grad Erwärmung auf, was Schauer deutlich extremer macht.