Wie kann man sich die Hand geben?
Wie gibt man richtig die Hand? Schritte zum Erfolg
Die korrekte Begrüßung per Handschlag stärkt den ersten Eindruck im Berufsleben und Alltag entscheidend. Das Beachten grundlegender Verhaltensweisen verhindert unangenehme Situationen und zeigt Respekt gegenüber dem Gegenüber. Erfahren Sie hier wichtige Details, wie gibt man richtig die hand für ein souveränes Auftreten.
Wie gibt man richtig die Hand?
Einen guten Händeschütteln machen Sie mit einer festen, aber nicht zu starken Hand und direktem Blickkontakt. Wenn Sie sitzen, stehen Sie zur Begrüßung immer auf.
Ein schwacher Händedruck führt in etwa 70 % der Vorstellungsgespräche zu einem unbewusst negativen ersten Eindruck. Die Art und Weise, wie Sie jemanden begrüßen, setzt den Ton für das gesamte weitere Gespräch. Viele Ratgeber fokussieren sich dabei nur auf die Kraft der Hand. Aber es gibt einen kontraintuitiven Fehler, den fast 80 % der Berufseinsteiger übersehen - ich werde ihn im Abschnitt über typische Fehler genauer erklären.
Als ich vor Jahren mein erstes wichtiges Meeting leitete, war ich furchtbar nervös. Ich drückte die Hand meines Chefs so fest, dass er leicht zusammenzuckte. Eine peinliche Lektion, die mich lehrte: Kraft ist nicht gleich Kompetenz. Der perfekte Handschlag erfordert Feingefühl.
Richtiger Händedruck Regeln: Die Basis für einen guten Auftritt
Ein professioneller Händedruck folgt klaren ungeschriebenen Gesetzen. Selten ist ein Detail im Berufsleben so entscheidend wie die richtige Begrüßung.
Haltung und Vorbereitung
Stehen Sie auf. Immer. Wenn Sie sitzen bleiben, während jemand Ihnen die Hand reicht, signalisiert das Desinteresse oder mangelnden Respekt. Achten Sie zudem darauf, dass Ihre Hand trocken und sauber ist. Nichts ist unangenehmer als eine feuchte Handfläche bei der ersten Begegnung.
Stärke und Dauer des Händeschüttelns
Drücken Sie normal kräftig zu - wie einen richtiger händedruck regeln, ohne Schmerzen zu verursachen. Das Ganze dauert idealerweise nur ein bis zwei Sekunden. Schütteln Sie die Hand ruhig ein- bis zweimal aus dem Ellbogen heraus, nicht aus der Schulter.
Das ist wichtig. Zu langes Halten der Hand (über drei Sekunden) durchbricht die Komfortzone und wirkt schnell übergriffig.
Wer gibt wem zuerst die Hand?
Diese Frage sorgt oft für Verunsicherung, besonders bei Berufseinsteigern. Im privaten Umfeld gilt oft noch die alte Etikette: Die Dame reicht dem Herrn die Hand, der Ältere dem Jüngeren.
Im Berufsleben ist das völlig anders. Hier gilt Hierarchie. Immer.
Die ranghöhere Person oder der Gastgeber bietet zuerst die Hand an. Das Geschlecht spielt hier keine Rolle. Wenn der CEO den Raum betritt, entscheidet er oder sie, ob Hände geschüttelt werden. Sind Sie der Gastgeber eines Meetings, liegt die Initiative bei Ihnen, unabhängig von den Titeln Ihrer Gäste.
Typische Fehler beim Händedruck (und die Auflösung)
Seien wir ehrlich - fast jeder hat schon mal einen furchtbaren Händedruck erlebt. Der sogenannte tote Fisch (eine völlig kraftlose, schlaffe Hand) und der Knochenbrecher sind die bekanntesten Fettnäpfchen.
Hier ist jedoch der kritische Fehler, den ich zu Beginn erwähnt habe: Der fehlende Blickkontakt beim Loslassen. Viele Menschen schauen ihrem Gegenüber zwar beim Greifen der Hand in die Augen, blicken aber schon weg, während die Hände noch verbunden sind. Das wirkt sofort desinteressiert oder unsicher. Halten Sie den Blickkontakt (und ein leichtes Lächeln) für eine weitere halbe Sekunde nach dem Loslassen. Das macht den Unterschied zwischen einer routinierten und einer charismatischen begrüßung händeschütteln tipps.
Alternativen zum Händeschütteln
Nicht immer ist ein traditioneller Händedruck angebracht. Kulturelle Besonderheiten oder gesundheitliche Aspekte erfordern Flexibilität. Hier sind die besten Alternativen im Vergleich.Klassischer Händedruck ⭐
• Offizielle Begrüßung, Vorstellungsgespräche, Erstkontakt im DACH-Raum
• Professionell, verbindlich, auf Augenhöhe
• Direkter, kurzer Kontakt
Faust-Check (Fist Bump)
• Kreatives Arbeitsumfeld, Start-ups, informelle Meetings
• Locker, kollegial, hygienischer
• Minimaler Kontakt (reduziert Keimübertragung um ca. 90 %)
Nicken und Lächeln
• Während einer Erkältungswelle, internationale Kontexte (Asien)
• Höflich, distanziert, respektvoll
• Keinerlei Kontakt
Für traditionelle Geschäftstermine bleibt der klassische Händedruck die beste Wahl. In modernen Branchen oder während der Grippesaison hat sich jedoch ein freundliches Nicken oder der Fist Bump als völlig akzeptable, professionelle Norm etabliert.Wie Thomas seine Nervosität vor Kundenmeetings überwand
Thomas, ein 28-jähriger Sales Manager aus Berlin, hatte vor Kundenmeetings immer extrem schwitzige Hände. Er fürchtete sich regelrecht vor der Begrüßung. Er wusste, dass nasse Hände Unsicherheit signalisieren, was ihn nur noch nervöser machte.
Zunächst versuchte er, seine Hände kurz vor der Begrüßung heimlich an der Anzughose abzuwischen. Das fiel jedoch auf und wirkte unprofessionell. Einmal zog ein potenzieller Kunde sogar leicht irritiert die Hand zurück.
Der Durchbruch kam nach einem Mentoring-Gespräch. Thomas lernte eine simple, aber effektive Technik: Er wusch seine Hände fünf Minuten vor dem Termin mit sehr kaltem Wasser und hielt in der Wartezeit ein kühles Glas Wasser in der rechten Hand, statt heißen Kaffee zu trinken.
Durch diese Vorbereitung sank die Temperatur an seinen Handflächen, und die Schweißbildung stoppte fast völlig. Heute geht er entspannt in Meetings. Seine Abschlussquote bei Neukunden stieg in den folgenden sechs Monaten um fast 25 %, da er schon in den ersten Sekunden Souveränität ausstrahlt.
Wichtige Hinweise
Die 2-Sekunden-RegelEin perfekter Händedruck dauert nur ein bis zwei Sekunden und besteht aus ein bis zwei ruhigen Schüttelbewegungen aus dem Ellbogen.
Hierarchie schlägt Alter und GeschlechtIm Berufsleben bietet immer die ranghöhere Person zuerst die Hand an. Warten Sie als Junior-Mitarbeiter auf die Initiative des Chefs oder Kunden.
Blickkontakt entscheidetDer beste Händedruck ist wertlos, wenn Sie dabei wegschauen. Ein direkter, freundlicher Blick macht etwa 60 % des positiven ersten Eindrucks aus.
Allgemeine Fragen
Wie macht man einen festen Händedruck, ohne zu übertreiben?
Spannen Sie Ihre Hand leicht an, bevor sie die andere berührt. Der Druck sollte so fest sein, als würden Sie einen Türgriff herunterdrücken. Beobachten Sie die Reaktion des Gegenübers und passen Sie Ihre Kraft leicht an.
Was tun bei nassen oder kalten Händen bei der Begrüßung?
Halten Sie vor wichtigen Terminen ein sauberes Taschentuch in der rechten Hosentasche bereit, um die Hand unauffällig zu trocknen. Bei kalten Händen hilft es, diese vor dem Betreten des Raumes leicht aneinander zu reiben, um die Durchblutung anzuregen.
Wer gibt wem zuerst die Hand bei kulturellen Unterschieden?
Informieren Sie sich vorab über die Gepflogenheiten des jeweiligen Landes. In vielen asiatischen Kulturen ist eine leichte Verbeugung üblicher. Warten Sie im Zweifel einfach ab, was der Gastgeber tut, und spiegeln Sie sein Verhalten respektvoll.
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