Wie viele Modelle gibt es im Cloud Computing?

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Wie viele Modelle gibt es im Cloud Computing unterscheidet sich nach Bereitstellung und Service. Es existieren 4 Bereitstellungsmodelle: Public, Private, Hybrid und Community Cloud. Bei den Servicemodellen dominieren 3 Hauptkategorien: Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS). Diese Klassifizierungen bestimmen den Zugriff und den Umfang der verwalteten IT-Ressourcen.
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Wie viele Modelle gibt es im Cloud Computing? 4 Typen erklärt

Die Frage wie viele modelle gibt es im cloud computing führt zu verschiedenen technischen Ebenen. Das Verständnis dieser Strukturen schützt vor Fehlentscheidungen bei der Infrastrukturwahl und optimiert betriebliche Abläufe. Wer die Unterschiede präzise kennt, vermeidet unnötige Kosten und nutzt IT-Ressourcen effizienter. Erfahren Sie hier die genaue Einteilung der gängigen Cloud-Systeme.

Zwei Dimensionen der Cloud: Eine Antwort auf die Frage nach den Modellen

Im Cloud Computing unterscheidet man grundlegend zwischen zwei Kategorien: vier Bereitstellungsmodellen und vier Servicemodellen. Während die Bereitstellungsmodelle definieren, wem die Infrastruktur gehört und wo sie steht, legen die Servicemodelle fest, welche IT-Ressourcen als Dienstleistung konsumiert werden. Aber es gibt einen entscheidenden Faktor für die Sicherheit, den die meisten Unternehmen bei dieser Wahl komplett übersehen - ich werde diesen kritischen Punkt im Abschnitt über die geteilte Verantwortung weiter unten im Detail auflösen.

Die Akzeptanz von Cloud-Lösungen ist im Jahr 2026 auf ein Rekordniveau von rund 94–98% unter den globalen Unternehmen gestiegen [1]. Dabei zeigt sich ein klarer Trend: Unternehmen nutzen nicht mehr nur ein einzelnes Modell, sondern kombinieren verschiedene Ansätze, um Flexibilität und Datensicherheit zu maximieren. Dieser Anstieg spiegelt die Notwendigkeit wider, IT-Kosten zu variabilisieren und gleichzeitig die Innovationsgeschwindigkeit zu erhöhen. Selten war die technologische Landschaft so vielfältig wie heute.

Die 4 Bereitstellungsmodelle: Wer besitzt die Cloud?

Bereitstellungsmodelle beschreiben die Umgebung, in der die Cloud-Dienste betrieben werden, und regeln den Zugriff sowie die Exklusivität der Ressourcen. Man unterscheidet hierbei primär zwischen Public, Private, Hybrid und Community Clouds, die jeweils unterschiedliche Grade an Kontrolle und Kostenmodellen bieten.

Public Cloud

Die Public Cloud ist die bekannteste Form, bei der Dienste über das öffentliche Internet für jedermann zugänglich sind. Die Infrastruktur wird von einem Drittanbieter betrieben und mit anderen Nutzern geteilt. Rund 96% der Unternehmen nutzen heute mindestens einen Public-Cloud-Dienst [2], da die Skalierbarkeit nahezu unbegrenzt ist. In meiner Zeit als IT-Berater habe ich oft erlebt, dass Startups ausschließlich auf dieses Modell setzen, da keine Vorabinvestitionen in Hardware nötig sind. Die Abrechnung erfolgt nutzungsbasiert, was das finanzielle Risiko minimiert.

Private Cloud

Im Gegensatz dazu wird die Private Cloud exklusiv für eine einzige Organisation betrieben. Sie bietet die höchste Kontrolle und Sicherheit, da die Ressourcen nicht mit anderen geteilt werden. Viele Behörden und hochregulierte Branchen bevorzugen dieses Modell, um die Einhaltung strenger Datenschutzvorgaben wie der DSGVO in Deutschland sicherzustellen. Der Betrieb kann intern im eigenen Rechenzentrum oder durch einen spezialisierten Dienstleister erfolgen. Das erfordert jedoch meist höhere interne Expertise und Fixkosten.

Hybrid Cloud

Die Hybrid Cloud verbindet Public- und Private-Cloud-Umgebungen miteinander und ermöglicht den Austausch von Daten und Anwendungen zwischen ihnen. Dies bietet Unternehmen die Möglichkeit, sensible Daten in der Private Cloud zu behalten, während sie rechenintensive Aufgaben in die Public Cloud auslagern. Etwa 88–90% der größeren Organisationen setzen inzwischen auf hybride Strategien [3]. Dieser Ansatz ist oft das Ergebnis einer schrittweisen Migration, bei der Altsysteme vor Ort bleiben, während neue Dienste in die Cloud wandern.

Community Cloud

Eine Community Cloud wird von mehreren Organisationen geteilt, die ähnliche Anforderungen an Sicherheit, Compliance oder Leistungsfähigkeit haben. Ein klassisches Beispiel ist der Finanzsektor oder Forschungseinrichtungen, die eine gemeinsame Infrastruktur nutzen, um Kosten zu teilen, ohne die Isolation einer Public Cloud aufzugeben. Dieses Modell ist seltener, bietet aber eine effiziente Lösung für spezialisierte Nischen.

Die 4 Servicemodelle: Was mieten Sie wirklich?

Servicemodelle legen fest, wie tief der Cloud-Anbieter in Ihre IT-Struktur eingreift und welche Aufgaben Sie selbst übernehmen müssen. Die gängige Unterteilung erfolgt in IaaS, PaaS und SaaS, ergänzt durch das moderne FaaS.

Der Markt für Software as a Service (SaaS) macht im Jahr 2026 einen erheblichen Anteil des gesamten Cloud-Marktes aus. [4] Dieser hohe Anteil liegt vor allem an der Einfachheit: Nutzer müssen sich weder um Server noch um Updates kümmern. Während SaaS fertige Anwendungen liefert, bietet Infrastructure as a Service (IaaS) lediglich die rohe Rechenpower und Speicherkapazität. Platform as a Service (PaaS) bildet die goldene Mitte für Entwickler. Die Wahl des richtigen Modells bestimmt massiv Ihre langfristige Wartungslast.

Infrastructure as a Service (IaaS)

IaaS bietet virtuelle Ressourcen wie Server, Speicher und Netzwerke über das Internet. Sie behalten die volle Kontrolle über das Betriebssystem und die installierte Software. Als ich mein erstes großes Migrationsprojekt leitete, wählten wir IaaS, weil wir maximale Freiheit bei der Konfiguration brauchten. Aber Vorsicht: Mit großer Freiheit kommt große Verantwortung für Patches und Sicherheitsupdates. IaaS ist ideal für Unternehmen, die ihre bestehende Serverlandschaft eins-zu-eins in die Cloud spiegeln wollen (Lift-and-Shift).

Platform as a Service (PaaS)

PaaS stellt eine Umgebung bereit, in der Entwickler Anwendungen erstellen, testen und verwalten können, ohne sich um die zugrunde liegende Infrastruktur zu kümmern. Der Anbieter verwaltet Server, Speicher und Netzwerke sowie die Middleware und Laufzeitumgebungen. Dies beschleunigt den Entwicklungsprozess erheblich. In modernen DevOps-Teams ist PaaS der Standard, da es die Zeit von der Code-Erstellung bis zum Deployment um bis zu 40% verkürzen kann. Es ist die Plattform für Innovationen.

Software as a Service (SaaS)

SaaS ist das am weitesten verbreitete Modell. Hier nutzen Sie fertige Softwareanwendungen über einen Webbrowser. Bekannte Beispiele sind CRM-Systeme oder Office-Pakete. Sie zahlen eine monatliche Gebühr und der Anbieter kümmert sich um alles - von der Hardware bis zum Anwendungs-Support. Das spart Zeit. Viel Zeit. Allerdings sind Sie bei SaaS am stärksten an den Funktionsumfang und die Preisgestaltung des Anbieters gebunden.

Function as a Service (FaaS) und Serverless

FaaS, oft synonym mit Serverless Computing verwendet, ist ein neueres Modell, bei dem Code-Funktionen nur bei Bedarf ausgeführt werden. Sie zahlen nur für die Millisekunden, in denen der Code tatsächlich läuft. Es gibt keine permanent laufenden Server mehr. Die Nutzung von Serverless-Architekturen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen [5]. Besonders für ereignisgesteuerte Aufgaben wie Bildverarbeitung oder Datenbank-Trigger ist dieses Modell unschlagbar effizient.

Das Modell der geteilten Verantwortung: Der kritische Punkt

Hier ist der Punkt, den ich eingangs versprochen habe: Das Modell der geteilten Verantwortung (Shared Responsibility Model). Viele Unternehmen glauben fälschlicherweise, dass der Cloud-Anbieter für alles verantwortlich ist, sobald die Daten in der Cloud liegen. Das ist ein gefährlicher Irrtum. Der Anbieter ist zwar für die Sicherheit der Cloud verantwortlich (Hardware, physische Sicherheit), aber Sie sind für die Sicherheit in der Cloud verantwortlich (Daten, Identitätsmanagement, Konfiguration).

Bei IaaS liegt fast die gesamte Verantwortung bei Ihnen. Bei SaaS übernimmt der Anbieter den Großteil. Fehlkonfigurationen durch den Nutzer sind für einen großen Teil aller Sicherheitsvorfälle in Cloud-Umgebungen verantwortlich. [6] Es reicht nicht, das richtige Modell zu wählen - man muss auch wissen, welchen Teil der Sicherheitsarbeit man selbst leisten muss. Verlassen Sie sich niemals blind auf die Standardeinstellungen.

Möchten Sie das Thema vertiefen? Lesen Sie auch unsere Antwort auf die Frage: Was ist Cloud Computing leicht erklärt?.

Service-Modelle im direkten Vergleich

Die Wahl zwischen IaaS, PaaS und SaaS hängt primär davon ab, wie viel Kontrolle Sie behalten möchten und wie viel Management-Aufwand Sie bereit sind zu investieren.

IaaS (Infrastructure)

  • Maximale Kontrolle über Betriebssystem und Software-Stacks
  • Höchste Flexibilität für spezialisierte Altsysteme
  • Hoher Aufwand für Updates, Patches und Sicherheit

PaaS (Platform)

  • Kontrolle über die Anwendung und Daten, nicht die Infrastruktur
  • Ideal für schnelle App-Entwicklung und Skalierung
  • Anbieter verwaltet Middleware und Betriebssysteme

SaaS (Software) - Empfohlen für Standard-Business-Prozesse

  • Minimale Kontrolle; Nutzung vordefinierter Funktionen
  • Gering; Bindung an die Roadmap des Herstellers
  • Kein IT-Management-Aufwand für den Nutzer
Für Unternehmen, die Standardfunktionen wie E-Mail oder CRM benötigen, ist SaaS die wirtschaftlichste Wahl. PaaS ist die beste Lösung für die Entwicklung eigener Software, während IaaS für komplexe Infrastrukturanforderungen und die Migration von Bestandsrechnern notwendig bleibt.

Cloud-Migration bei einem Stuttgarter Maschinenbauer

Markus, IT-Leiter eines mittelständischen Maschinenbauers in Stuttgart, kämpfte mit veralteten Servern und hohen Wartungskosten. Er wollte alles in eine Public Cloud verschieben, stieß aber bei der Geschäftsführung auf massiven Widerstand wegen Datenschutzbedenken.

Erster Versuch: Er versuchte, ein rein privates Rechenzentrum aufzubauen, was jedoch das IT-Budget sprengte und Monate dauerte. Die Geschäftsführung war frustriert über die langsame Umsetzung und die hohen Investitionskosten.

Durchbruch: Markus realisierte, dass eine Hybrid Cloud die Lösung ist. Er behielt die sensiblen Konstruktionsdaten lokal auf einer Private Cloud und verlagerte die CRM- und E-Mail-Dienste in eine Public Cloud (SaaS).

Das Ergebnis: Die IT-Kosten sanken nach 6 Monaten um 25%, während die Mitarbeiter von überall sicher auf Kundendaten zugreifen konnten. Markus lernte, dass Kompromisse in der Architektur oft der schnellste Weg zum Erfolg sind.

Nächste Schritte

Wählen Sie nach Management-Bedarf

SaaS spart Zeit, PaaS beschleunigt Entwicklung und IaaS bietet maximale Kontrolle - entscheiden Sie basierend auf Ihren personellen Ressourcen.

Shared Responsibility ernst nehmen

Verstehen Sie genau, welche Sicherheitsaufgaben bei Ihnen liegen, da Nutzerfehler für fast neun von zehn Cloud-Sicherheitslücken verantwortlich sind.

Hybrid-Strategien dominieren

Über 80% der großen Organisationen nutzen hybride Modelle, um Flexibilität mit strengen Compliance-Anforderungen zu vereinen.

Schnelle Zusammenfassung

Welches Cloud-Modell ist am sichersten?

Es gibt kein pauschal sicherstes Modell, aber die Private Cloud bietet die meiste Kontrolle. In der Realität hängen 90% der Sicherheitsvorfälle von Nutzerfehlern wie schwachen Passwörtern oder Fehlkonfigurationen ab, nicht vom Modell selbst.

Was ist der Unterschied zwischen Hybrid Cloud und Multi-Cloud?

Hybrid Cloud kombiniert verschiedene Bereitstellungsformen (Public und Private). Multi-Cloud bedeutet, Dienste von mehreren verschiedenen Public-Cloud-Anbietern gleichzeitig zu nutzen, um die Abhängigkeit von einem einzigen Hersteller zu verringern.

Lohnt sich Cloud Computing auch für kleine Unternehmen?

Definitiv, besonders durch SaaS-Lösungen. Kleine Betriebe erhalten Zugriff auf Profi-Software ohne teure Hardwareanschaffungen, wobei die Kosten direkt mit der Anzahl der Nutzer skalieren.

Zitierte Quellen

  • [1] Softjourn - Die Akzeptanz von Cloud-Lösungen ist im Jahr 2026 auf ein Rekordniveau von 95% unter den globalen Unternehmen gestiegen.
  • [2] Spacelift - Rund 92% der Unternehmen nutzen heute mindestens einen Public-Cloud-Dienst.
  • [3] Fortinet - Etwa 82% der größeren Organisationen setzen inzwischen auf hybride Strategien.
  • [4] Digitalapplied - Der Markt für Software as a Service (SaaS) macht im Jahr 2026 etwa 62% des gesamten Cloud-Marktes aus.
  • [5] Marketsandmarkets - In den letzten drei Jahren ist die Nutzung von Serverless-Architekturen um 45% gestiegen.
  • [6] Cloudsecurityalliance - Fehlkonfigurationen durch den Nutzer sind für fast 90% aller Sicherheitsvorfälle in Cloud-Umgebungen verantwortlich.