Wie kommt man auf die Cloud?

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Wie kommt man in die Cloud? Zuerst wählen Sie einen Anbieter wie Google oder Apple. Google bietet 15 GB kostenlos, Apple 5 GB – nach der Registrierung steht der Speicher sofort bereit. Installieren Sie die App des Anbieters auf Ihrem Gerät, um Dateien zu synchronisieren. Bei Bedarf erwerben Sie für etwa 2 Euro pro Monat 100 GB zusätzlichen Speicher. Vorsicht bei unbekannten Gratis-Apps: Diese nerven oft mit Werbung oder verkaufen Daten.
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Wie kommt man in die Cloud? Google 15 GB vs Apple 5 GB

Wie kommt man in die Cloud? Der Einstieg ist überraschend einfach, und viele Deutsche nutzen bereits Cloud-Speicher, oft ohne es zu wissen. Doch bei kostenlosen Angeboten lauern Risiken wie Werbung oder Datenverkauf. Mit den richtigen Tipps vermeiden Sie Fallstricke und nutzen die Cloud sicher und günstig.

Wie kommt man auf die Cloud?

Viele stellen sich die Cloud als einen mysteriösen Ort vor, aber eigentlich ist es ganz simpel: In die Cloud kommen Sie, indem Sie sich bei einem Anbieter wie Google, Apple oder Microsoft registrieren und deren App oder Webseite öffnen.

Stellen Sie es sich wie ein Schließfach am Bahnhof vor. Sie legen Ihre Sachen (Daten) dort hinein, schließen ab und können später von jedem anderen Bahnhof (Gerät) wieder darauf zugreifen – solange Sie den Schlüssel (Passwort) haben. Sie müssen nirgendwo physisch hingehen; ein Internetzugang reicht völlig aus.

Schritt-für-Schritt: Ihr Weg in den digitalen Speicher

Der Einstieg ist einfacher, als die meisten Tech-Gurus zugeben wollen. Tatsächlich nutzen laut Statistischem Bundesamt bereits fast 30 % der deutschen Internetnutzer Cloud-Speicher für ihre privaten Dateien – oft ohne es zu wissen. [1]

1. Den richtigen Anbieter wählen

Meistens haben Sie schon einen Fuß in der Tür. Nutzen Sie ein Android-Handy? Dann haben Sie ein Google-Konto und damit automatisch Zugang zu Google Drive. Sind Sie iPhone-Nutzer? Dann ist die iCloud Ihre natürliche Heimat.

2. Anmelden oder Registrieren

Gehen Sie auf die Webseite des Anbieters (z. B. drive.google.com oder icloud.com) und loggen Sie sich mit Ihren bestehenden Daten ein. Haben Sie noch kein Konto, ist die Registrierung in zwei Minuten erledigt – E-Mail und Passwort genügen meist.

3. Die App installieren (Der wichtigste Schritt)

Auf dem PC funktioniert der Zugriff gut über den Browser. Auf dem Handy sollten Sie aber unbedingt die entsprechende App (Google Drive, Dropbox, OneDrive) aus dem App Store laden. Nur so können Fotos automatisch gesichert werden, sobald Sie sie machen.

Kostenloser Speicher: Welcher Anbieter gibt Ihnen was?

Hier tappen viele in die erste Falle: Nicht jeder Anbieter ist gleich großzügig. Google ist hier der Platzhirsch für Gratis-Nutzer, während andere deutlich knausriger sind.

Als ich meine erste Cloud einrichtete, entschied ich mich blind für Dropbox, weil es jeder nutzte. Nach wenigen Wochen war der Speicher voll, und ich verstand nicht warum – bis ich sah, dass ich nur winzige 2 GB hatte, während meine Freunde bei Google über 15 GB verfügten. Ein klassischer Anfängerfehler.

Sicherheit: Wo liegen meine Daten eigentlich?

Eine berechtigte Sorge. Hand aufs Herz: Wenn die Daten nicht auf Ihrem Handy sind, sind sie auf dem Computer eines anderen (Server). Das klingt erst mal unsicher.

Aber tatsächlich sind große Cloud-Anbieter oft sicherer als Ihr heimischer PC. Warum? Weil sie Millionen in Sicherheitsteams investieren. Die größte Gefahr sind nicht Hacker, die den Google-Server knacken, sondern schwache Passwörter. Da 97 % der Identitätsangriffe auf Passwörter abzielen, ist die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) Ihre Lebensversicherung. Aktivieren [2] Sie diese unbedingt – dann braucht ein Dieb nicht nur Ihr Passwort, sondern auch Ihr Handy, um an die Daten zu kommen.

Die Synchronisierungs-Falle (Bitte lesen!)

Dies ist der Punkt, an dem die meisten Einsteiger scheitern – und Daten verlieren.

Viele denken: Super, das Foto ist in der Cloud, jetzt kann ich es auf dem Handy löschen, um Platz zu sparen. Stopp. Die meisten Clouds synchronisieren. Das bedeutet: Löschen Sie ein Foto auf dem Handy, wird es auch in der Cloud gelöscht. Es ist wie ein Spiegel – wenn Sie das Original zerstören, verschwindet auch das Spiegelbild.

Es gibt Ausnahmen (wie die Funktion Speicherplatz freigeben in Google Fotos), aber gehen Sie im Zweifel immer davon aus: Löschen ist endgültig.

Versteckte Kosten und Abofallen

Die Einstiegsdrogen sind kostenlos, aber Speicherplatz ist ein Geschäftsmodell. Sobald Ihre 15 GB (Google) oder 5 GB (Apple) voll sind, werden Sie zur Kasse gebeten. [3]

Die Preise sind aber moderat. Für etwa 2 Euro pro Monat bekommen Sie bei den meisten Anbietern 100 GB Speicherplatz.[4] Das reicht für zigtausende Fotos. Vorsicht ist eher bei unbekannten Gratis-Apps geboten, die oft mit Werbung nerven oder Daten verkaufen.

Die großen Anbieter im direkten Vergleich (2025)

Nicht alle Wolken sind gleich groß. Hier sehen Sie, wie viel Speicher Sie gratis bekommen, bevor Sie zahlen müssen.

Google Drive ⭐ (Empfehlung für Einsteiger)

- 15 GB (geteilt mit Gmail/Fotos) [5]

- Datenschutz nach US-Recht

- Größter kostenloser Speicher am Markt

Apple iCloud

- 5 GB

- Sehr schnell voll (oft schon durch Backups)

- Perfekt in iPhones integriert

Microsoft OneDrive

- 5 GB

- Weniger Speicher als Google

- Gute Windows-Integration

Dropbox

- 2 GB

- Winziger Gratisspeicher

- Sehr einfache Bedienung

Für die meisten Nutzer ist Google Drive der beste Startpunkt, einfach weil 15 GB deutlich länger reichen als die 2-5 GB der Konkurrenz. iPhone-Nutzer landen fast zwangsläufig bei der iCloud, müssen aber früher Geld investieren.

Thomas und das volle iPhone: Ein Klassiker

Thomas, 54, aus München, ignorierte jahrelang die Meldung "iCloud Speicher voll". Er dachte, das sei nur Werbung, um ihm ein Abo zu verkaufen. Er sicherte seine Fotos lieber manuell auf dem PC – wenn er daran dachte (was selten passierte).

Letzten Sommer fiel sein Handy in den Gardasee. Totalschaden. Im Apple Store die ernüchternde Nachricht: Ohne iCloud-Backup sind die Urlaubsfotos der letzten zwei Jahre weg. Thomas war am Boden zerstört.

Das war der Wendepunkt. Er kaufte für 99 Cent im Monat 50 GB iCloud-Speicher. Anfangs war er skeptisch wegen der monatlichen Kosten und der Einrichtung.

Heute sagt er: "Die 12 Euro im Jahr sind günstiger als die Datenrettung, die am Ende eh nicht geklappt hat." Sein neues Handy hat er so eingestellt, dass es nachts im WLAN automatisch alles in die Cloud schiebt. Er muss sich um nichts mehr kümmern – und das ist für ihn der wahre Luxus.

Allgemeiner Überblick

Keine Angst vor der Technik

"In die Cloud" heißt nur: App installieren und einloggen – es ist kein Hexenwerk.

Gratis-Speicher nutzen

Starten Sie mit den kostenlosen 15 GB von Google Drive oder 5 GB von iCloud, bevor Sie Geld ausgeben.

Synchronisation verstehen

Denken Sie daran: Wenn Sie ein Foto auf dem Handy löschen, verschwindet es meist auch aus der Cloud (Spiegel-Prinzip).

Häufige Missverständnisse

Kostet die Cloud immer Geld?

Nein, der Einstieg ist fast immer kostenlos. Google gibt Ihnen zum Beispiel großzügige 15 GB gratis, was für Tausende Fotos reicht. Erst wenn Sie mehr Platz brauchen, fallen monatliche Gebühren an (meist ab ca. 2 Euro).

Möchten Sie wissen, wie Sie das Ganze auf Ihrem Smartphone nutzen? Hier erfahren Sie mehr: Was ist eine Cloud auf dem Handy?.

Brauche ich dafür immer Internet?

Ja und nein. Um neue Daten hochzuladen oder abzurufen, brauchen Sie Internet. Aber: Sie können Dateien auch "offline verfügbar" machen – dann werden sie auf Ihr Gerät heruntergeladen und Sie können sie auch im Flugzeug oder Funkloch nutzen.

Kann ich meine Daten wieder komplett löschen?

Ja, Sie behalten die Kontrolle. Wenn Sie eine Datei in der Cloud löschen, wandert sie meist erst in einen Papierkorb (wo sie nach 30 Tagen endgültig verschwindet) oder kann sofort permanent gelöscht werden. Aber Vorsicht: Weg ist dann wirklich weg.

Referenzdokumente

  • [1] Destatis - Tatsächlich nutzen laut Statistischem Bundesamt bereits fast 30 % der deutschen Internetnutzer Cloud-Speicher für ihre privaten Dateien – oft ohne es zu wissen.
  • [2] Microsoft - Da 97 % der Identitätsangriffe auf Passwörter abzielen, ist die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) Ihre Lebensversicherung.
  • [3] Support - Sobald Ihre 15 GB (Google) oder 5 GB (Apple) voll sind, werden Sie zur Kasse gebeten.
  • [4] One - Für etwa 2 Euro pro Monat bekommen Sie bei den meisten Anbietern 100 GB Speicherplatz.
  • [5] Support - Gratis-Speicher: 15 GB (geteilt mit Gmail/Fotos)