Wie kann ich die LANGeschwindigkeit testen?

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Um die LAN Geschwindigkeit testen zu können, kopieren Sie eine große Testdatei zwischen zwei im Netzwerk verbundenen Computern. Alternativ messen spezialisierte Softwaretools wie Iperf den reinen Netzwerkdurchsatz präzise. Ein klassischer Online-Speedtest ermittelt dagegen nur die externe Verbindungsrate zum Internet. Diese Messung erfolgt unabhängig von den Router-Herstellerangaben im aktuellen Jahr.
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LAN Geschwindigkeit testen: Datenübertragung vs Online-Speedtest

Das zuverlässige Messen der internen Netzwerkperformance verhindert Fehlkonfigurationen und sichert die maximale Datenübertragungsrate im Heimnetzwerk. Wer die LAN Geschwindigkeit testen möchte, vermeidet durch die richtige Messmethode verfälschte Ergebnisse und erkennt Engpässe zwischen den lokalen Geräten sofort. Erfahren Sie alle Details zur korrekten Durchführung der internen Netzwerkmessung.

LAN Geschwindigkeit testen: So messen Sie Ihre lokale Netzwerkperformance richtig

Die LAN Geschwindigkeit testen lässt sich am besten durch eine gezielte Messung der Datenübertragung zwischen zwei physisch im selben Netzwerk verbundenen Geräten umsetzen. Die Interpretation der Ergebnisse kann jedoch von verschiedenen Faktoren wie der Qualität der Kabel oder der Konfiguration der Netzwerkkarte abhängen. Es gibt hierbei selten eine einzige Ursache für langsame Übertragungsraten.

Lokale Netzwerke basieren meist auf standardisierten Ethernet-Technologien. Typische Gigabit-LAN-Verbindungen erreichen in der Praxis reale Datenraten von rund 940 Megabit pro Sekunde, da ein geringer Teil der theoretischen Bandbreite für den reinen Protokoll-Overhead benötigt wird. Wenn Sie also einen Ethernet Speedtest durchführen und Werte knapp unter der Tausender-Marke sehen, arbeitet Ihre Hardware bereits am Limit.

Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten eigenen LAN Verbindungstest vor ein paar Jahren, als ich verzweifelt nach der Ursache für quälend langsame Backups suchte. Die Kabel sahen alle identisch aus, doch die Performance war im Keller. Erst ein systematischer Test zeigte mir, dass ein versteckter Defekt in einer alten Netzwerkdose die Verbindung unbemerkt auf ein Zehntel der Leistung drosselte. Es lohnt sich, genau hinzusehen.

Lokale LAN-Messung vs. Internet-Speedtest: Der entscheidende Unterschied

Um die LAN-Geschwindigkeit messen zu können, müssen Sie zwingend zwischen der internen Netzwerkgeschwindigkeit und der externen Internet-Bandbreite Ihres Anbieters unterscheiden. Ein klassischer Online-Speedtest misst lediglich das schwächste Glied der Kette - meistens Ihren Internetanschluss.

Während moderne Glasfaseranschlüsse oft Tarife mit 100 bis 500 Megabit pro Sekunde bieten, bewältigt Ihre interne Kabelstruktur per Ethernet meist problemlos 1.000 oder sogar 2.500 Megabit pro Sekunde. Ein normaler Speedtest im Browser zeigt Ihnen daher niemals das tatsächliche Potenzial Ihrer Heimverkabelung, da er am Router-Ausgang künstlich durch den Internetvertrag begrenzt wird. Für eine saubere Prüfung müssen die Daten im Haus bleiben.

Wie LAN Geschwindigkeit messen: Vorbereitungen für valide Ergebnisse

Bevor Sie mit der eigentlichen Messung starten, sollten Sie unbedingt sämtliche aktiven Hintergrund-Downloads, Streaming-Dienste und automatische Cloud-Backups auf allen beteiligten Computern pausieren. Deaktivieren Sie für den Testzeitraum auch temporär die WLAN-Funktion an den Testgeräten. Nur so stellen Sie sicher, dass der Datenstrom exklusiv über das Kupferkabel fließt und nicht unbemerkt auf die fehleranfälligere Funkstrecke ausweicht.

Die besten Tools zur internen Messung der Netzwerkgeschwindigkeit prüfen

Das wichtigste Werkzeug für Profis ist das kostenlose Kommandozeilen-Tool iPerf3, welches den maximal erreichbaren Durchsatz zwischen zwei Systemen ermittelt. Für Anwender, die eine grafische Benutzeroberfläche bevorzugen, bietet sich das Tool LAN Speed Test an.

Das Prinzip bei iPerf3 erfordert zwei Geräte: Ein Computer agiert im Terminal über den Befehl als Server, während das zweite Gerät als Client Datenpakete sendet und empfängt. Bei softwarebasierten Messungen via LAN Speed Test wird hingegen eine Testdatei direkt auf eine Netzwerkfreigabe geschrieben und wieder ausgelesen. Messungen über das reine RAM-zu-RAM-Verfahren mittels iPerf3 sind meist präziser, da sie langsame Festplatten als Flaschenhals komplett ausschließen. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung.

Aber hier gibt es einen Haken, den viele bei der Optimierung übersehen - und ich werde dieses überraschende Phänomen weiter unten im Abschnitt zu den Netzwerkkabeln genauer auflösen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für iPerf3

Die Durchführung ist simpel: 1. Laden Sie iPerf3 auf zwei Computer im selben Netzwerk herunter 2. Öffnen Sie auf dem ersten PC (Server) die Eingabeaufforderung und tippen Sie iperf3 -s ein 3. Ermitteln Sie die lokale IP-Adresse dieses Server-PCs 4. Tippen Sie auf dem zweiten PC (Client) den Befehl iperf3 -c (IP-Adresse) ein

Das war es schon.

Nach einer standardmäßigen Testdauer von genau 10 Sekunden listet Ihnen das Programm die durchschnittliche Bandbreite in Megabit pro Sekunde auf. Liegt der Wert stabil über 900, läuft Ihr Gigabit-Netzwerk absolut rund.

Flaschenhälse identifizieren: Kabel, Router und die Netzwerkkarte

Wenn das Ergebnis hinter den Erwartungen zurückbleibt, liegt das Problem fast immer an der physischen Infrastruktur im Haus. Die Hardware-Komponenten müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein, um die maximale Bandbreite zu transportieren.

Hier kommt die Auflösung für den vorhin erwähnten Haken: Oft kauft man teure Router, nutzt dann aber minderwertige Kabel. Ein Kabel der Kategorie Cat.5e schafft Längen von bis zu 100 Metern mit Gigabit-Speed, während ältere Cat.5-Leitungen ohne das wichtige Zusatz-Zertifikat häufig auf magere 100 Megabit pro Sekunde abstürzen. Schauen Sie auf die Beschriftung des Mantels. Knicke oder schlecht gecrimpte Stecker ruinieren das Signal sofort.

Gleiches gilt für veraltete Fast-Ethernet-Ports an günstigen Smart-TVs oder alten Switches, die physikalisch gar nicht mehr als diese Limits verarbeiten können. Überprüfen Sie in den Systemeinstellungen Ihres Betriebssystems zudem den Übertragungsmodus Ihrer Netzwerkkarte. Steht der Übertragungsmodus dort fälschlicherweise auf Halbduplex oder ist fest auf einen niedrigen Wert fixiert, bremst sich das System künstlich selbst aus.

Messmethoden im direkten Vergleich

Je nachdem, wie tief Sie in die Analyse einsteigen möchten, bieten sich unterschiedliche Testverfahren an.

iPerf3 (Empfohlen für maximale Präzision) ⭐

• Reiner Datenstrom direkt im Arbeitsspeicher (RAM) zwischen zwei aktiven Computern

• Keine grafische Oberfläche, Bedienung erfolgt komplett über das Terminal

• Schließt langsame HDDs oder SSDs als Fehlerquelle bei der Messung vollständig aus

LAN Speed Test (Software-Tool)

• Schreibt und liest eine temporäre Datei auf einer Netzwerkfreigabe

• Messergebnis wird durch die Schreib- und Lesegeschwindigkeit des Ziellaufwerks beeinflusst

• Komfortable grafische Klick-Oberfläche, sehr leicht verständliche Auswertung

Für eine reine Überprüfung der Kabel- und Switch-Performance bleibt iPerf3 die unangefochtene Referenz. Wenn Sie primär wissen wollen, wie schnell Dateitransfers auf Ihr NAS laufen, liefert das klassische Software-Tool praxisnähere Werte.

Netzwerk-Fehlersuche im Homeoffice von Thomas

Thomas, ein freiberuflicher Grafikdesigner aus Hamburg, wunderte sich über extrem langsame Ladezeiten beim Sichern seiner Designdateien auf dem lokalen Netzwerkspeicher (NAS). Erste Speedtests im Internet zeigten volle Leistung, was ihn ratlos zurückließ.

Sein erster Lösungsansatz war der Kauf eines neuen teuren Routers, da er dort die Ursache vermutete. Das Ergebnis nach dem Tausch: Die Übertragungsrate blieb unverändert schlecht, und er hatte viel Geld umsonst ausgegeben.

Der Durchbruch gelang erst, als er iPerf3 auf seinem Laptop und dem NAS installierte. Das Terminal meldete statt der erwarteten Werte nur traurige Datenraten im zweistelligen Bereich - ein klares Zeichen für ein internes Hardwareproblem.

Bei der genaueren Inspektion entdeckte er ein altes, ungeschirmtes Cat.5-Kabel hinter dem Schreibtisch. Nach dem Austausch gegen ein modernes Cat.6a-Kabel stieg die LAN-Geschwindigkeit sofort auf stabile Werte im oberen Bereich an.

Schnelle Zusammenfassung

Warum erreiche ich beim LAN Geschwindigkeit testen keine vollen 1000 Mbps?

Das liegt meist am normalen Protokoll-Overhead der Ethernet-Übertragung. Ein Teil der Bandbreite wird für Steuerdaten reserviert, sodass in der Praxis Werte um die 940 Megabit pro Sekunde das absolute Maximum einer Gigabit-Leitung darstellen.

Kann ein VPN mein Messergebnis im lokalen Netzwerk beeinflussen?

Ja, ein aktiver VPN-Tunnel verschlüsselt oft den gesamten Datenverkehr des Computers. Für einen sauberen lokalen Netzwerkverbindungstest sollten Sie jegliche VPN-Software vorübergehend komplett beenden.

Falls Sie die Ergebnisse Ihrer Messung interpretieren möchten, lesen Sie unseren Artikel: Was sollte beim Speedtest rauskommen?

Welches Kabel benötige ich für stabile Gigabit-Geschwindigkeiten?

Sie sollten mindestens Kabel der Kategorie Cat.5e oder besser Cat.6 verwenden. Diese sind ausreichend gegen äußere Störungen abgeschirmt und für Strecken bis zu 100 Meter spezifiziert.

Nächste Schritte

Internet-Speedtests sind ungeeignet

Browserbasierte Tests messen nur die Verbindung nach draußen, nicht aber die maximale Performance der Kabel und Switches innerhalb Ihres Hauses.

iPerf3 für verlässliche Hardware-Messwerte

Nutzen Sie RAM-zu-RAM-Messungen, um Einflüsse durch langsame Festplatten oder Cache-Effekte des Betriebssystems sicher zu eliminieren.

Kabelkategorie auf dem Mantel prüfen

Achten Sie auf Aufschriften wie Cat.5e oder Cat.6, da alte Cat.5-Leitungen Verbindungen oft automatisch auf magere 100 Megabit pro Sekunde drosseln.