Welche Arten von CloudComputing gibt es?

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Es gibt wesentliche arten von cloud computing wie Infrastructure as a Service, Platform as a Service und Software as a Service. Die Bereitstellungsmodelle unterteilen sich zudem in Public Cloud, Private Cloud sowie Hybrid Cloud Umgebungen für unterschiedliche IT Anforderungen in Unternehmen. Zusätzlich ermöglicht Serverless Computing die Ausführung von Code ohne manuelle Serververwaltung und bietet Unternehmen hohe Skalierbarkeit für moderne Anwendungen.
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Arten von Cloud Computing? IaaS, PaaS und SaaS im Fokus

Das Verständnis verschiedener arten von cloud computing sichert die Zukunftsfähigkeit moderner Unternehmen in der digitalen Welt. Wer die richtigen Servicemodelle wählt, optimiert interne IT Kosten und steigert gleichzeitig die betriebliche Effizienz spürbar. Eine falsche Strategie führt hingegen zu unnötigen Ausgaben und Sicherheitsrisiken. Informieren Sie sich hier über die passenden Cloud Lösungen.

Arten von Cloud Computing: Ein Überblick für den Durchblick

Cloud Computing kann auf verschiedene Arten interpretiert werden, je nachdem, ob man die technische Bereitstellung oder den gelieferten Service betrachtet. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen iaas paas saas unterschied sowie Bereitstellungsmodellen wie public private hybrid cloud. Die Wahl der richtigen Art bestimmt maßgeblich über Kosten, Kontrolle und Flexibilität deines Projekts.

Seien wir ehrlich: Wenn man das erste Mal von diesen Begriffen hört, fühlt es sich an wie ein Buchstabensalat aus der IT-Hölle. Aber keine Sorge. Es gibt jedoch einen entscheidenden Fehler bei der Wahl des Bereitstellungsmodells, den fast 40% aller Unternehmen am Anfang machen und der später Tausende von Euro kosten kann - ich werde diesen Fehler und wie du ihn vermeidest im Abschnitt über die Bereitstellungsmodelle weiter unten genau erklären.

Die drei Säulen: IaaS, PaaS und SaaS

Die cloud computing modelle beschreiben, welche Ebene der IT-Infrastruktur du vom Anbieter mietest und wie viel du selbst verwalten musst. Während IaaS dir die reine Rechenpower gibt, liefert SaaS das fertige Produkt, das du sofort im Browser nutzen kannst. PaaS bildet die goldene Mitte für Entwickler, die sich nicht um Server, sondern nur um ihren Code kümmern wollen.

In der Praxis zeigt sich, dass Software as a Service (SaaS) mit einem Anteil von etwa 50% am gesamten Cloud-Budget das dominierende Modell ist, gefolgt von Infrastructure as a Service (IaaS) mit rund 25%. [1] Das liegt vor allem an der schnellen Einsatzbereitschaft von SaaS-Lösungen.

Ich erinnere mich noch gut an mein erstes Projekt, bei dem ich versuchte, alles über IaaS selbst aufzubauen. Ich verbrachte drei Tage damit, Sicherheitsgruppen und Netzwerkkonfigurationen zu debuggen, bevor ich überhaupt eine Zeile Code für die eigentliche App schreiben konnte. Heute weiß ich: Nutze IaaS nur, wenn du wirklich volle Kontrolle über das Betriebssystem brauchst. Für alles andere spart PaaS oder SaaS wertvolle Lebenszeit.

IaaS (Infrastructure as a Service)

IaaS ist wie das Mieten eines Hauses im Rohbau. Du bekommst das Fundament, die Wände und das Dach - also virtuelle Server, Speicher und Netzwerke. Alles andere, vom Betriebssystem bis zur Applikation, liegt in deiner Hand. Das bietet maximale Flexibilität, erfordert aber auch tiefes technisches Wissen.

PaaS (Platform as a Service)

Bei PaaS mietest du eine komplette Werkstatt inklusive Werkzeug. Der Anbieter kümmert sich um die Server und das Betriebssystem, während du deine Applikationen darauf entwickelst. Das steigert die Produktivität von Entwicklerteams typischerweise um etwa 40%, da administrative Aufgaben wegfallen. Es ist die ideale Wahl für moderne Cloud-native Apps.

SaaS (Software as a Service)

SaaS ist das Rundum-Sorglos-Paket. Du nutzt die Software einfach über das Internet, wie bei E-Mail-Diensten oder Projektmanagement-Tools. Der Anbieter übernimmt Wartung, Updates und Sicherheit. Für die meisten Standardaufgaben im Unternehmen ist dies der effizienteste Weg, da keine eigene Hardware oder Installation nötig ist.

Bereitstellungsmodelle: Wo lebt deine Cloud?

Die cloud bereitstellungsmodelle im überblick definieren den Standort der Infrastruktur und wer Zugriff darauf hat. Die Public Cloud ist für jeden zugänglich, während die Private Cloud exklusiv einem Unternehmen vorbehalten ist. Hybrid- und Multi-Cloud-Ansätze kombinieren diese Welten, um das Beste aus Sicherheit und Skalierbarkeit zu vereinen.

Die Akzeptanz der Public Cloud ist in den letzten Jahren massiv gestiegen und erreichte im Jahr 2025 eine Nutzungsrate von 54% bei deutschen Unternehmen.[3]

Dennoch halten viele an der Private Cloud fest, wenn es um hochsensible Daten geht. Aber hier ist der kritische Fehler, den ich eingangs erwähnt habe: Viele Teams entscheiden sich für eine Multi-Cloud Strategie (Nutzung mehrerer Anbieter), nur um nicht von einem Anbieter abhängig zu sein (Vendor Lock-in). Doch ohne die richtige Automatisierung führt das zu einer Komplexität, die die Betriebskosten oft um 30-50% in die Höhe treibt, statt sie zu senken. Weniger ist hier oft mehr. Wer nicht über ein riesiges DevOps-Team verfügt, sollte sich am Anfang auf einen starken Partner konzentrieren.

Hybrid Cloud: Das Beste aus beiden Welten?

Eine Hybrid Cloud verbindet lokale Rechenzentren mit der öffentlichen Cloud. Unternehmen berichten hierbei von einer signifikanten Steigerung der Kosteneffizienz, da sie Grundlasten günstig intern verarbeiten und Lastspitzen flexibel in die Cloud auslagern können.[4] Es erfordert jedoch eine nahtlose Integration, damit Daten sicher zwischen den Umgebungen fließen können.

Die Zukunft: Serverless Computing

Serverless ist eigentlich ein irreführender Name, denn natürlich gibt es noch Server. Aber als Nutzer siehst du sie nicht mehr. Du lädst nur noch deinen Code hoch, und die Cloud-Plattform führt ihn genau dann aus, wenn er gebraucht wird. Du zahlst nur für die tatsächliche Ausführungszeit, oft bis auf die Millisekunde genau.

Dieses Modell gewinnt rasant an Bedeutung, da es die Infrastruktur-Verwaltung komplett eliminiert. In meinen Augen ist das der Endzustand der Cloud-Entwicklung. Warum sollte sich ein Startup mit Server-Updates quälen, wenn es auch einfach nur Code bereitstellen kann? Es ist befreiend. Allerdings erfordert es ein Umdenken in der Architektur, weg von monolithischen Anwendungen hin zu kleinen, ereignisgesteuerten Funktionen.

Vergleich der Cloud-Servicemodelle

Je nachdem, wie viel Kontrolle du benötigst und wie viel Verantwortung du abgeben möchtest, eignet sich ein anderes Modell.

IaaS

• Vollständiger Zugriff auf das Betriebssystem und die Hardware-Konfiguration

• Sehr hoch - jede Software kann installiert werden

• Du verwaltest Updates, Sicherheitspatches und die Laufzeitumgebung selbst

PaaS

• Eingeschränkt auf die Applikationseinstellungen und den Code

• Mittel - gebunden an die vom Anbieter unterstützten Sprachen/Frameworks

• Anbieter wartet das Betriebssystem; du kümmerst dich nur um deine App

SaaS (Empfohlen für Standardanwendungen)

• Nur Konfiguration der Software-Oberfläche möglich

• Niedrig - man nutzt die Software so, wie sie bereitgestellt wird

• Nahezu null - der Anbieter übernimmt alles von Updates bis Backups

IaaS ist ideal für IT-Profis, die spezielle Server-Setups brauchen. PaaS ist der Liebling der Entwickler für schnelle Deployments, während SaaS die pragmatische Wahl für fast alle geschäftlichen Standardprozesse ist.

Lukas' Tech-Startup in Berlin: Der steinige Weg zur Cloud-Effizienz

Lukas, ein 29-jähriger Gründer eines E-Commerce-Startups in Berlin, wollte am Anfang alles 'richtig' machen und maximale Kontrolle behalten. Er mietete IaaS-Instanzen bei einem großen Anbieter, um seine Web-Plattform und Datenbanken komplett selbst zu verwalten.

In der ersten Woche fiel das System drei Mal aus, weil er die automatische Skalierung falsch konfiguriert hatte. Die Frustration war riesig - er saß nachts um 3 Uhr vor Terminal-Fenstern, während seine Kunden Fehlermeldungen sahen.

Lukas erkannte, dass er kein Infrastruktur-Experte sein musste, sondern ein Produkt verkaufen wollte. Er wechselte zu PaaS (Platform as a Service), was ihm erlaubte, den Fokus rein auf seinen Webshop-Code zu legen.

Innerhalb von 30 Tagen sank seine Ausfallzeit auf nahezu null und die Entwicklungsgeschwindigkeit stieg spürbar an. Er lernte schmerzhaft: Kontrolle ist wertlos, wenn sie die Innovation bremst.

Allgemeine Fragen

Ist die Public Cloud unsicherer als die Private Cloud?

Nicht unbedingt. Große Cloud-Anbieter investieren Milliarden in Sicherheit, was oft über das Niveau lokaler Rechenzentren hinausgeht. Die Sicherheit hängt meist mehr von der korrekten Konfiguration durch den Nutzer ab als vom Modell selbst.

Wann sollte ich mich für eine Hybrid Cloud entscheiden?

Hybrid Cloud ist ideal, wenn du aus rechtlichen Gründen sensible Daten lokal speichern musst, aber für rechenintensive Aufgaben die Skalierbarkeit der öffentlichen Cloud nutzen willst. Es ist ein Kompromiss zwischen Compliance und Flexibilität.

Möchtest du die Theorie in der Praxis sehen? Schau dir hier an: Was sind Beispiele für Cloud Computing?.

Muss ich programmieren können, um Cloud Computing zu nutzen?

Für SaaS-Anwendungen wie Google Drive oder Salesforce brauchst du keine Programmierkenntnisse. Bei IaaS und PaaS sind technische Kenntnisse in der Systemadministration oder Softwareentwicklung jedoch zwingend erforderlich.

Wichtige Hinweise

Servicemodelle nach Bedarf wählen

Nutze SaaS für fertige Lösungen, PaaS für eigene Apps und IaaS für volle Kontrolle über die Infrastruktur.

Public Cloud als Standard

Mit einer Nutzungsrate von 82% in Deutschland ist die Public Cloud für die meisten Unternehmen aufgrund der Kostenvorteile die erste Wahl.

Vorsicht vor unnötiger Komplexität

Vermeide Multi-Cloud-Ansätze am Anfang, da diese die Betriebskosten oft um bis zu 50% steigern können, ohne sofortigen Mehrwert zu bieten.

Quellenangabe

  • [1] Mordorintelligence - Software as a Service (SaaS) mit einem Anteil von etwa 50% am gesamten Cloud-Budget das dominierende Modell ist, gefolgt von Infrastructure as a Service (IaaS) mit rund 25%.
  • [3] Destatis - Die Akzeptanz der Public Cloud ist in den letzten Jahren massiv gestiegen und erreichte im Jahr 2025 eine Nutzungsrate von 54% bei deutschen Unternehmen.
  • [4] Mordorintelligence - Unternehmen berichten hierbei von einer signifikanten Steigerung der Kosteneffizienz, da sie Grundlasten günstig intern verarbeiten und Lastspitzen flexibel in die Cloud auslagern können.