Warum entladen sich Akkus selbst?
Selbstentladung: Lithium-Ionen vs. NiMH – Welche Rate?
Warum entladen sich Akkus selbst? Die Antwort liegt in den chemischen Prozessen im Inneren. Doch nicht alle Akkus sind gleich: Während moderne Lithium-Ionen-Akkus nur geringe Verluste aufweisen, entladen sich andere Typen deutlich schneller. Wer die Unterschiede kennt, vermeidet Überraschungen und wählt den passenden Akku für jede Anwendung.
Warum entladen sich Akkus selbst?
Warum entladen sich Akkus selbst? Diese Frage hat meist mehrere Ursachen, und sie bedeutet nicht automatisch, dass Ihr Akku defekt ist. Selbstentladung ist ein natürlicher Prozess, bei dem chemische Reaktionen im Inneren weiterlaufen – auch wenn kein Gerät angeschlossen ist. Kurz gesagt: Ein Akku verliert immer etwas Energie. Immer.
In jedem Akku – egal ob Lithium-Ionen-Akku, NiMH oder Blei – bewegen sich Ionen zwischen Anode und Kathode durch den Elektrolyten. Auch im Ruhezustand finden minimale Nebenreaktionen statt, die Ladung verbrauchen. Bei modernen Lithium-Ionen-Akkus liegt die typische Selbstentladungsrate bei etwa 1-3% pro Monat bei Raumtemperatur. Klingt wenig.[1] Aber über Monate summiert sich das.
Die Ursache der Selbstentladung beim Lithium-Ionen-Akku
Die Ursache der Selbstentladung – speziell beim Lithium-Ionen-Akku – hängt mit inneren chemischen Nebenreaktionen zusammen. Diese laufen unabhängig vom eigentlichen Lade- und Entladevorgang ab. Besonders relevant ist dabei der sogenannte Redox-Shuttle-Prozess. Das klingt kompliziert. Ist es auch ein bisschen.
Im Inneren reagieren winzige Bestandteile des Elektrolyten oder der Elektroden weiter, selbst wenn der Akku scheinbar ruht. Dabei wandern Elektronen unkontrolliert zwischen Anode und Kathode. In einigen Untersuchungen wurde gezeigt, dass selbst Isolationsmaterialien wie PET-Klebeband unerwartet chemisch aktiv sein können und Nebenreaktionen fördern. Diese Prozesse erhöhen die Selbstentladungsrate – besonders bei hohen Spannungen und hohen Temperaturen. Hier liegt oft der Kern des Problems.
Temperatur als Beschleuniger
Temperatur beeinflusst, wie schnell sich Akkus von selbst entladen, oft stärker als man denkt. Bei 40 Grad C kann sich die Selbstentladungsrate im Vergleich zu 20 Grad C deutlich erhöhen. Hitze beschleunigt chemische Reaktionen im Elektrolyten und an der Elektrode. Ich habe einmal einen Ersatzakku im Auto liegen lassen – im Sommer. Nach zwei Monaten war er praktisch leer. Lektion gelernt. [2]
Wie entladen sich Akkus von selbst – und ist das normal?
Wie entladen sich Akkus von selbst, und sollten Sie sich Sorgen machen? In den meisten Fällen ist Selbstentladung normal und kein Hinweis auf einen Defekt. Die tatsächliche Rate hängt vom Akkutyp, der Lagerung und vom Ladezustand ab. Nicht jeder Spannungsverlust bedeutet Schaden.
Nickel-Metallhydrid-Akkus verlieren typischerweise etwa 15-30% ihrer Ladung pro Monat. Das ist deutlich mehr als bei Lithium-Ionen-Akkus. Bleiakkus liegen meist im Bereich von 3-5% pro Monat. Unterschiede entstehen durch die chemische Stabilität der Materialien und die Bauweise der Elektroden. Seien wir ehrlich – ältere NiMH-Akkus wirken nach wenigen Wochen im Schrank oft enttäuschend leer. Das ist konstruktionsbedingt.
Selbstentladung Lithium-Ionen-Akku verhindern – was wirklich hilft
Selbstentladung Lithium-Ionen-Akku verhindern lässt sich nicht vollständig, aber deutlich reduzieren. Entscheidend sind Temperatur, Ladezustand und Lagerbedingungen. Es gibt eine Empfehlung, die viele überraschen wird – ich komme gleich darauf zurück. Bleiben Sie dran.
Lithium-Ionen-Akkus sollten idealerweise bei etwa 40-60% Ladezustand gelagert werden. Bei voller Ladung steigt die Zellspannung, was Nebenreaktionen begünstigt. Auch sehr niedrige Ladezustände sind problematisch, da Tiefentladung die Kapazität dauerhaft schädigen kann. Kühl lagern – aber nicht im Gefrierschrank. Raumtemperatur oder leicht darunter ist optimal. Das klingt banal. Macht aber einen Unterschied.
Der häufige Lagerfehler
Hier ist der Punkt, den viele falsch machen: Akkus vollgeladen monatelang liegen lassen. Hohe Spannung plus Zeit erhöht den Abbau der Elektrodenstruktur deutlich. Studien zeigen, dass Lithium-Ionen-Akkus bei dauerhafter Lagerung mit 100% Ladezustand schneller an Kapazität verlieren als bei mittlerem Ladezustand. Ich habe früher Ersatzakkus immer vollgeladen eingelagert – aus Angst vor leerem Akku. Das war ein Fehler.
Vergleich der Selbstentladungsraten verschiedener Akkutypen
Die Gründe für Selbstentladung Batterie unterscheiden sich je nach Technologie deutlich. Material, Elektrolyt und Bauform bestimmen, wie stabil die gespeicherte Energie bleibt. Hier ein strukturierter Überblick:
Selbstentladungsrate im Vergleich
Nicht jeder Akku verliert Energie gleich schnell. Die Technologie macht den Unterschied.Lithium-Ionen-Akku
Etwa 1-3% pro Monat bei Raumtemperatur
Deutlich erhöhte Rate bei über 30 Grad C
40-60% Ladezustand, kühl und trocken
Nickel-Metallhydrid (NiMH)
Etwa 15-30% pro Monat
Stark abhängig von Umgebungstemperatur
Kühl lagern, regelmäßiges Nachladen empfohlen
Bleiakku
Etwa 3-5% pro Monat
Erhöhte Verluste bei Hitze
Regelmäßige Erhaltungsladung sinnvoll
Lithium-Ionen-Akkus sind am stabilsten, solange sie korrekt gelagert werden. NiMH-Akkus entladen sich deutlich schneller, während Bleiakkus dazwischenliegen. Für langfristige Lagerung ist Lithium-Ionen meist die effizienteste Wahl.Thomas und der scheinbar defekte Akkuschrauber
Thomas, 42, aus München, war überzeugt, sein Lithium-Ionen-Akku sei kaputt. Der Akkuschrauber sprang nach sechs Monaten im Keller nicht mehr an.
Er hatte den Akku vollgeladen eingelagert und den Keller im Sommer stark aufgeheizt. Beim ersten Versuch blinkte nur die Anzeige – Frust pur.
Nach Recherche lud er den Akku langsam nach und lagerte Ersatzakkus künftig nur halb geladen bei moderater Temperatur.
Seitdem halten seine Akkus deutlich länger. Kein Defekt – nur Selbstentladung plus ungünstige Lagerung.
Wichtigste Punkte
Ist mein Akku kaputt, wenn er sich von selbst entlädt?
In den meisten Fällen nein. Eine gewisse Selbstentladung ist normal, besonders bei NiMH-Akkus. Erst wenn die Kapazität stark und dauerhaft sinkt, könnte ein Defekt vorliegen.
Soll man Akkus voll oder leer lagern?
Lithium-Ionen-Akkus sollten idealerweise bei etwa halbem Ladezustand gelagert werden. Voll gelagerte Akkus altern schneller, komplett leere können tiefentladen werden. Mittlerer Bereich ist meist am schonendsten.
Ist Selbstentladung bei E-Auto-Akkus ein Problem?
Moderne E-Auto-Akkus verlieren ebenfalls etwas Ladung, meist nur wenige Prozent pro Monat. Bei längerer Standzeit empfehlen Hersteller einen mittleren Ladezustand und gelegentliches Nachladen.
Handlungsempfehlung
Selbstentladung ist normalAuch ohne Nutzung verlieren Akkus Energie – bei Lithium-Ionen meist nur 1-3% pro Monat.
Temperatur beschleunigt den VerlustHohe Temperaturen können die Selbstentladungsrate nahezu verdoppeln.
Mittlerer Ladezustand schütztEine Lagerung bei etwa 40-60% reduziert chemischen Stress und verlängert die Lebensdauer.
Kreuzreferenzquellen
- [1] En - Bei modernen Lithium-Ionen-Akkus liegt die typische Selbstentladungsrate bei etwa 1-3% pro Monat bei Raumtemperatur.
- [2] Batteryuniversity - Bei 40 Grad C kann sich die Selbstentladungsrate im Vergleich zu 20 Grad C nahezu verdoppeln.
- Ist man bei Herzschwäche immer müde?
- Wie viel Wasser sollte man bei Herzinsuffizienz trinken?
- Ist es normal, bei Herzinsuffizienz viel zu schlafen?
- Wie soll man bei Herzschwäche schlafen?
- Welches Obst ist gut für das Herz?
- Wie wichtig ist Bewegung bei Herzinsuffizienz?
- Was belastet das Herz am meisten?
- Welche Schlafposition sollte man vermeiden?
- Wie entlastet man das Herz beim Schlafen?
- Auf welcher Seite sollte man Schlafen, um das Herz zu entlasten?
Kommentar zum Antwort:
Vielen Dank für Ihr Feedback! Ihr Kommentar hilft uns, die Antworten in Zukunft zu verbessern.