Kann man im Flugmodus trotzdem angerufen werden?

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Die Frage, ob man im Flugmodus angerufen werden kann, ist eindeutig zu beantworten. Standardmäßig blockiert diese Funktion alle Mobilfunkverbindungen. Normale Anrufe gehen direkt auf die Mailbox. Eine Ausnahme besteht bei einer aktiven WLAN-Verbindung auf dem Gerät. Über WLAN-Telefonie oder Messenger-Dienste kommen Anrufe trotz der Einschränkung an. Die Aktivierung dieser Netzwerkeinstellungen bestimmt die Erreichbarkeit auf dem Smartphone.
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Kann man im flugmodus angerufen werden? WLAN-Ausnahme erklärt

Die Aktivierung der Netzwerksperre trennt das Smartphone vollständig vom Mobilfunknetz. Wer die eigene Erreichbarkeit im Flugmodus steuern möchte, steht vor technischen Besonderheiten. Bestimmte Einstellungen erlauben dennoch eingehende Verbindungen über alternative Datennetzwerke auf dem Gerät. Das Verständnis dieser Optionen verhindert verpasste wichtige Nachrichten oder unerwünschte Störungen, wenn man sich fragt: kann man im flugmodus angerufen werden?

Kann man im Flugmodus angerufen werden? Das Wichtigste im Überblick

Nein, über das normale Mobilfunknetz kann man im flugmodus angerufen werden nicht bestätigen. Sobald die Funktion aktiv ist, kappt das Smartphone jegliche Verbindung zu den Mobilfunkmasten, sodass reguläre Telefonate blockiert werden. Doch es gibt eine technologische Hintertür - und hier fängt das Problem für viele an, die eigentlich ungestört sein wollen.

Obwohl das klassische Handynetz tot ist, bleibt das Telefon unter bestimmten Umständen ein empfangsbereites Kommunikationsmittel. Der Grund liegt in der modernen IP-Telefonie. Schätzungen zufolge nutzen in Deutschland bereits über 60 Prozent der Onliner regelmäßig Internet- oder Videotelefonie. Wenn Sie den Flugmodus einschalten und danach das WLAN manuell wieder aktivieren, können bestimmte Anrufe trotz flugmodus erreichbar machen. Das betrifft vor allem Messenger-Apps oder die im Smartphone integrierte Funktion für WLAN-Anrufe.

Was passiert bei einem normalen Anruf im Flugmodus?

Wer versucht, Sie auf herkömmlichem Weg über Ihre Mobilfunknummer zu erreichen, scheitert am Flugmodus komplett. Für den Netzbetreiber ist Ihr Gerät in diesem Moment schlichtweg nicht im System registriert. Das verhält sich exakt so, als hätten Sie den Akku ausgebaut oder befänden sich in einem tiefen Betonkeller ohne jeglichen Empfang.

Der Anrufer hört in der Regel die standardisierte Ansage, dass der gewünschte Teilnehmer zurzeit nicht erreichbar ist. Falls Sie eine Mailbox eingerichtet haben, wird das Gespräch sofort dorthin weitergeleitet, ohne dass Ihr Handy auch nur einmal vibriert oder klingelt. Erst wenn Sie den Flugmodus wieder ausschalten und sich das Gerät neu einbucht, erhalten Sie - je nach Provider - eine SMS-Benachrichtigung über den verpassten Anruf. Aber es gibt einen Haken, den fast jeder übersieht, der wissen möchte, was passiert wenn man im flugmodus angerufen wird.

Die große Ausnahme: WLAN-Anrufe und Wi-Fi Calling

Viele moderne Smartphones besitzen eine Funktion namens Wi-Fi Calling oder WLAN-Telefonie. Diese Technik wurde entwickelt, um Funklöcher in Gebäuden mit dicken Wänden zu überbrücken. Hierbei leitet das Smartphone das Gespräch nicht über den Mobilfunkmast, sondern verschlüsselt als Datenpakete über den lokalen Internet Router. Über 80 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs von Smartphones wird ohnehin über WLAN-Netzwerke abgewickelt, da Nutzer die Stabilität in Innenräumen bevorzugen.

Wenn Sie den Flugmodus aktivieren, schalten die Betriebssysteme iOS und Android aus Sicherheitsgründen standardmäßig sämtliche Funkverbindungen ab - inklusive WLAN und Bluetooth. Knipsen Sie das WLAN im Flugmodus jedoch manuell in den Schnelleinstellungen wieder an und sind mit einem Hotspot verbunden, schaltet sich ein wlan call im flugmodus im Hintergrund oft automatisch wieder ein. Das Ergebnis? Ihr Handy klingelt bei einem ganz normalen Anruf auf Ihre Handynummer, obwohl oben in der Statusleiste das kleine Flugzeug-Symbol leuchtet. Das sorgt regelmäßig für Verwirrung.

Erreichbarkeit über Messenger-Apps wie WhatsApp und Signal

Neben den klassischen Mobilfunkanrufen betrifft die WLAN-Ausnahme vor allem moderne Messenger-Dienste. Apps wie WhatsApp, Signal, Telegram oder FaceTime scheren sich nicht um Netzanbieter oder SIM-Karten. Sie benötigen zum Aufbau eines Sprach- oder Videoanrufs lediglich eine aktive Internetverbindung.

Ich habe das selbst vor einiger Zeit bei einem wichtigen Projekt im Homeoffice schmerzhaft gelernt. Ich wollte mich voll konzentrieren und schaltete den Flugmodus ein. Da ich für Recherchen das WLAN wieder aktivierte, dachte ich, ich sei sicher. Sekunden später schreckte mich ein lauter Klingelton aus der Konzentration - ein whatsapp anruf im flugmodus überraschte mich völlig. Mein Fehler war, dass ich den Flugmodus mit einem absoluten Nicht-stören-Modus verwechselt hatte. Sobald Daten fließen, sind die Apps aktiv. Wenn Sie also im Hotel-WLAN surfen, um E-Mails zu checken, gehen auch VoIP-Anrufe reibungslos durch.

Anleitung: WLAN-Anrufe auf dem Smartphone komplett ausschalten

Wer im Urlaub oder in der Freizeit im WLAN surfen, aber über die Handynummer absolut nicht erreichbar sein möchte, muss in den Einstellungen die wlan anrufe aktivieren beziehungsweise gezielt ausschalten. Der Pfad unterscheidet sich je nach Software-Version geringfügig.

So schalten Sie die Funktion Schritt für Schritt ab: 1. Öffnen Sie die Systemeinstellungen Ihres Smartphones. 2. Navigieren Sie zum Bereich Mobilfunk, Verbindungen oder SIM-Karten. 3. Wählen Sie Ihre primäre SIM-Karte aus, falls Sie ein Dual-SIM-Gerät nutzen. 4. Suchen Sie nach dem Punkt WLAN-Anrufe oder Wi-Fi Calling. 5. Legen Sie den Schalter um, sodass die Funktion deaktiviert ist.

Nach dem Deaktivieren bleibt Ihr Telefon für reguläre Mobilfunkanrufe gesperrt, selbst wenn Sie im WLAN eingeloggt sind. Für Messenger-Apps hilft dieser Schalter allerdings nicht - dort müssen Sie in den App-Berechtigungen den Datenzugriff einschränken oder das Smartphone stummschalten.

Flugmodus vs. Nicht-stören-Modus vs. Ausschalten

Je nachdem, welches Ziel Sie verfolgen, eignen sich unterschiedliche Methoden, um unerwünschte Unterbrechungen auf dem Smartphone zu vermeiden.

Flugmodus (mit WLAN)

  • Ideal zum Surfen im Ausland ohne Roaming-Kosten
  • Kommen durch (WhatsApp, FaceTime etc.)
  • Gesperrt (außer bei aktivem Wi-Fi Calling)
  • Moderat, da WLAN-Suche und Datenverkehr Strom verbrauchen

Nicht-stören-Modus

  • Perfekt für Meetings, Kino oder den nächtlichen Schlaf
  • Werden visuell registriert, aber komplett stummgeschaltet
  • Kommen lautlos an, keine Benachrichtigungstöne
  • Keiner, da alle Netze im Hintergrund voll aktiv bleiben

Smartphone komplett ausschalten

  • Die einzige Option für garantiert 100%ige Unerreichbarkeit
  • Komplett offline, keine App kann Daten empfangen
  • Absolut blockiert, Anrufer landet sofort auf der Mailbox
  • Maximal, da das Gerät überhaupt keinen Strom benötigt
Der Flugmodus schützt Sie nicht automatisch vor digitaler Kommunikation, wenn Sie das WLAN wieder einschalten. Wer wirklich absolute Ruhe vor jeglichen Benachrichtigungen und Anrufen sucht, sollte den Nicht-stören-Modus konfigurieren oder das Gerät für die gewünschte Auszeit ganz herunterfahren.
Möchten Sie mehr über die optimale Nutzung Ihres Smartphones erfahren? Lesen Sie einfach hier nach: Wann ist der Flugmodus sinnvoll?.

Jonas und die Kostenfalle beim Roaming im Ausland

Jonas, ein 34-jähriger Vertriebsmitarbeiter aus Hamburg, reiste für einen Kurzurlaub außerhalb der Europäischen Union auf ein Kreuzfahrtschiff. Um horrende Gebühren für Datenroaming zu vermeiden, aktivierte er direkt nach dem Boarding pflichtbewusst den Flugmodus seines Smartphones.

Später loggte er sich im schiffseigenen WLAN ein, um seiner Familie eine kurze Nachricht zu senden. Was Jonas nicht ahnte: Auf seinem Gerät war die Option für WLAN-Anrufe dauerhaft eingeschaltet.

Mitten in der Nacht klingelte das Telefon lautstark im Hotelzimmer, weil ein Kunde aus Deutschland versuchte, ihn auf seiner regulären Mobilfunknummer zu erreichen. Jonas ging verschlafen ran und sprach knapp zwei Minuten.

Die Ernüchterung folgte mit der nächsten Mobilfunkrechnung: Da das Telefonat über das Satelliten-WLAN des Schiffes als Auslandsverbindung abgerechnet wurde, entstanden trotz Flugmodus Kosten von fast 20 Euro. Jonas lernte daraus, Wi-Fi Calling vor jeder Fernreise strikt zu kappen.

Häufig gestellte Fragen

Hört der Anrufer, dass mein Handy im Flugmodus ist?

Nein, das hört man nicht. Der Anrufer bekommt kein spezielles Signal oder ein Freizeichen. Er hört lediglich die reguläre Mailbox-Ansage oder den Hinweis, dass Sie nicht erreichbar sind - exakt so, als ob Ihr Akku leer oder das Handy ausgeschaltet wäre.

Kann man im Flugmodus SMS empfangen oder senden?

Normale SMS funktionieren im reinen Flugmodus nicht, da sie das Mobilfunknetz benötigen. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn Ihr Provider SMS over IP unterstützt und Sie im WLAN eingeloggt sind. Messenger-Nachrichten wie WhatsApp klappen im WLAN-Flugmodus dagegen immer.

Klingelt der Wecker, wenn der Flugmodus aktiviert ist?

Ja, der Wecker klingelt absolut zuverlässig. Der Flugmodus kappt ausschließlich die externen Funkverbindungen wie Mobilfunk, WLAN und Bluetooth. Die internen Systemfunktionen des Smartphones, wozu auch die Uhr und der Wecker gehören, laufen ganz normal weiter.

Gesamtfazit

Der Flugmodus blockiert nur Mobilfunkmasten

Klassische Mobilfunkanrufe werden sofort auf die Mailbox umgeleitet, da das Smartphone vom Netz getrennt wird.

WLAN hebt die Isolation teilweise auf

Sobald Sie das WLAN im Flugmodus manuell aktivieren, sind Sie über WhatsApp und andere Internethandels-Apps wieder erreichbar.

Wi-Fi Calling ist die versteckte Ausnahme

Ist die WLAN-Telefonie in den Einstellungen aktiv, klingelt das Handy bei normalen Mobilfunkanrufen trotz Flugmodus.

Gezieltes Abschalten sichert die Ruhe

Deaktivieren Sie WLAN-Anrufe in den SIM-Einstellungen, wenn Sie im Internet surfen, aber telefonisch unerreichbar bleiben wollen.