Kann ein Dienst mehrere APIs haben?

0 Aufrufe
Ja, ein Unternehmen kann für einen Dienst mehrere APIs bereitstellen und spezialisierte Schnittstellen für mobile Apps oder interne Analyse-Tools anbieten. Etwa 33 Prozent der Firmen nutzen mehrere API-Gateways zur sicheren Steuerung und Überwachung des Datenverkehrs laut vorliegenden Informationen. Die Trennung in verschiedene Schnittstellen wie GraphQL reduziert Datenmengen und senkt langfristig den jährlichen Wartungsaufwand von 15 bis 25 Prozent des Budgets.
Kommentar 0 Gefällt mir

Kann ein Dienst mehrere APIs haben? Ja, für 33% der Firmen.

Die Frage, ob kann ein dienst mehrere apis haben betrifft die Effizienz der gesamten Softwarearchitektur und Datenübertragung. Falsche Strategien führen zu hohem Wartungsaufwand und unnötiger Belastung der Systemressourcen durch unpassende Schnittstellenformate für verschiedene Endgeräte. Ein tiefes Verständnis der Architekturvorteile schützt vor unnötigen Kosten und verbessert die Performance der digitalen Infrastruktur erheblich.

Die kurze Antwort: Ja, und das ist oft klug

Ein Dienst kann absolut mehrere APIs haben, um unterschiedliche technische Anforderungen oder Nutzergruppen zu bedienen. In modernen Softwarearchitekturen ist es sogar Standard, dass ein einzelner Backend-Service verschiedene Schnittstellen wie REST, GraphQL oder gRPC gleichzeitig bereitstellt. Dies ermöglicht maximale Flexibilität bei der Datenabfrage und Systemintegration.

Rund 83 Prozent der Unternehmen verfolgen mittlerweile einen API-First-Ansatz, bei dem die Schnittstelle bereits vor der eigentlichen Anwendung geplant wird. Dabei [1] zeigt sich oft schnell, dass eine einzige API nicht alle Bedürfnisse abdeckt. Ich habe in meiner Laufbahn oft erlebt, wie Teams versuchten, alles in einen einzigen REST-Endpunkt zu quetschen – nur um später festzustellen, dass mobile Apps ganz andere Datenmengen benötigen als interne Analyse-Tools. Die Trennung in spezialisierte Schnittstellen spart langfristig Zeit und Nerven.

Verschiedene Protokolle für verschiedene Zwecke

Oft reicht ein Protokoll nicht aus, um sowohl externe Entwickler als auch interne Hochleistungssysteme glücklich zu machen. Während REST der Goldstandard für öffentliche Schnittstellen bleibt, setzen immer mehr Firmen auf einen hybriden Ansatz. Das ist kein Zeichen von Unentschlossenheit, sondern von technischer Reife.

REST für die breite Masse

REST ist wegen seiner Einfachheit und der universellen Browser-Unterstützung nach wie vor die erste Wahl für öffentliche APIs. Da es auf Standard-HTTP-Methoden basiert, kann fast jeder Entwickler sofort damit arbeiten. Es ist robust, leicht zu cachen und weit verbreitet. Aber es hat Grenzen, besonders wenn Clients sehr spezifische Datensätze benötigen.

GraphQL für komplexe Frontends

Mehr als 50 Prozent der größeren Unternehmen nutzen mittlerweile GraphQL in der Produktion – ein massiver Anstieg im Vergleich zu nur 10 Prozent vor fünf Jahren [2]. GraphQL glänzt dort, wo REST versagt: bei der Vermeidung von Over-Fetching. Ein mobiler Client kann genau die drei Felder abfragen, die er für den Startbildschirm braucht, statt ein riesiges JSON-Objekt mit 50 Feldern zu empfangen. Das reduziert die übertragene Datenmenge spürbar.

gRPC für interne Hochgeschwindigkeit

Wenn zwei Microservices miteinander kommunizieren, zählt jede Millisekunde. Hier kommt gRPC ins Spiel, das oft 5 bis 10 Mal schneller sein kann als herkömmliche REST-Schnittstellen. [3] Durch die Nutzung von HTTP/2 und binärer Serialisierung wird die Netzwerklast minimiert. Für einen Dienst bedeutet das: Er bietet nach außen REST an, spricht intern aber gRPC. Ein effizientes Doppelspiel.

Versionierung: Das v1 und v2 Dilemma

Ein weiterer häufiger Grund für mehrere APIs ist der sanfte Übergang bei Updates. Wenn Sie bahnbrechende Änderungen (Breaking Changes) einführen, können Sie nicht einfach den alten Stecker ziehen. Sie lassen v1 weiterlaufen, während v2 bereits online ist. So geben Sie Ihren Partnern Zeit für die Migration.

Ich erinnere mich an ein Projekt, bei dem wir v1 ganze zwei Jahre lang unterstützen mussten. Es war mühsam. Jedes Mal, wenn wir ein neues Feature bauten, mussten wir prüfen, ob v1 noch stabil läuft. Der Wartungsaufwand für Software liegt jährlich oft bei 15 bis 25 Prozent des ursprünglichen Entwicklungsbudgets.[4] Dass mehrere API-Versionen diesen Wert schnell nach oben treiben, muss bei der Strategieplanung berücksichtigt werden.

Architektur-Entscheidung: Welches Protokoll passt wann?

Die Wahl der API hängt stark vom Empfänger ab. Ein Dienst ist heute eher ein Hub, der verschiedene Türen für verschiedene Gäste öffnet. Sicherheit ist dabei ein zentrales Thema. Etwa 33 Prozent der Unternehmen nutzen mittlerweile mehrere API-Gateways, um diesen Datenverkehr sicher zu steuern und zu überwachen. [5]

API-Protokolle im direkten Vergleich

Je nach Anwendungsfall bietet jedes Protokoll spezifische Vorteile. Ein moderner Dienst nutzt oft eine Kombination aus diesen dreien.

REST API (Der Allrounder)

  1. Solide, aber neigt zu Over-Fetching oder vielen aufeinanderfolgenden Abfragen
  2. Öffentliche Schnittstellen, B2B-Integrationen, einfache Web-Apps
  3. JSON über HTTP/1.1; sehr gut lesbar für Menschen

GraphQL (Der Flexibilitäts-König)

  1. Reduziert Bandbreite durch gezielte Abfragen, erfordert aber serverseitige Optimierung
  2. Komplexe Dashboards, Mobile Apps mit wechselndem Datenbedarf
  3. JSON; Client bestimmt exakt die Form der Antwort

gRPC (Der Performance-Profi)

  1. Hervorragend; bis zu 10x höherer Durchsatz als REST in internen Netzen
  2. Interne Kommunikation zwischen Microservices, Echtzeit-Systeme
  3. Binär (Protocol Buffers) über HTTP/2; extrem kompakt
Für die meisten Dienste ist REST die sicherste Basis. GraphQL lohnt sich, wenn die Frontend-Entwicklung beschleunigt werden soll, während gRPC die erste Wahl für die interne System-Skalierung ist.

Berliner Fintech: Skalierung durch API-Trennung

Lukas, Chefentwickler bei einem Berliner Fintech-Startup mit 50.000 Kunden, stand vor einem Problem: Die mobile App wurde immer langsamer. Die REST-API lieferte bei jedem Login massenhaft Transaktionsdaten mit, die auf dem Smartphone gar nicht gebraucht wurden.

Der erste Versuch, die bestehende API mit Filtern zu erweitern, scheiterte kläglich. Der Code wurde zu komplex, die Dokumentation unübersichtlich. Das Team verbrachte mehr Zeit mit Bugfixes als mit neuen Features.

Die Lösung war radikal: Sie ließen die REST-API für Partner bestehen, bauten aber parallel eine GraphQL-Schnittstelle nur für die App. Plötzlich konnte die App Daten punktgenau laden. Der Durchbruch kam, als sie sahen, wie die Ladezeiten sofort sanken.

Das Ergebnis: Die mobile Bandbreitennutzung sank um 40 Prozent. Die Kundenzufriedenheit stieg messbar an und Lukas konnte die alte REST-Schnittstelle stabil halten, ohne sie für jedes App-Update anfassen zu müssen.

E-Commerce System: Effiziente Microservices

Ein großer Online-Händler kämpfte mit Verzögerungen beim Bezahlvorgang. Die Kommunikation zwischen dem Warenkorb-Dienst und dem Bestands-Dienst dauerte zu lange, da hunderte JSON-Anfragen pro Sekunde verarbeitet werden mussten.

Zunächst versuchten sie es mit aggressivem Caching. Das führte jedoch zu Synchronisationsfehlern: Kunden kauften Produkte, die eigentlich schon vergriffen waren. Frust bei den Käufern war die Folge.

Das Team implementierte zusätzlich zur öffentlichen REST-API eine interne gRPC-Schnittstelle für den Bestandsabgleich. Die binäre Datenübertragung war der entscheidende Faktor für die Systemstabilität.

Innerhalb von zwei Monaten sank die Latenz beim Check-out um 70 Prozent. Die Fehlerrate bei Doppelbuchungen ging gegen Null. Der Dienst bedient nun beide Welten: Langsames REST für Partner, schnelles gRPC intern.

Weitere Aspekte

Wird mein System durch mehrere APIs nicht viel komplizierter?

Ja, die Komplexität steigt initial an. Allerdings verringert die Trennung oft die Abhängigkeiten zwischen Teams, da Änderungen an einer API nicht zwangsläufig die andere beeinflussen. Mit einem API-Gateway lässt sich dieser Wildwuchs gut im Zaum halten.

Kann ich REST und GraphQL im selben Dienst nutzen?

Absolut. Viele Frameworks erlauben es, beide Protokolle auf denselben Datenquellen laufen zu lassen. Das ist oft der beste Weg, um sowohl universelle Kompatibilität als auch moderne Flexibilität zu bieten.

Muss ich für jede kleine Änderung eine neue API-Version erstellen?

Nein, kleinere, abwärtskompatible Änderungen sollten über Felderweiterungen gelöst werden. Eine neue API-Version (z.B. v2) ist erst nötig, wenn bestehende Funktionen entfernt oder so stark verändert werden, dass alte Clients abstürzen würden.

Wichtige Erkenntnisse

Zweck bestimmt das Protokoll

Nutzen Sie REST für öffentliche Erreichbarkeit und gRPC für interne Performance-Gewinne von bis zu 10x.

Vermeidung von Datenmüll

GraphQL kann die übertragene Datenmenge für mobile Endgeräte um fast die Hälfte reduzieren, indem nur benötigte Felder geladen werden.

Versionierung schützt Partner

Parallele v1 und v2 Schnittstellen sind essenziell, um Bestandskunden nicht durch Updates zu verlieren.

Da die Anforderungen je nach System variieren, ist die Wahl entscheidend. Erfahren Sie hier: Welche verschiedenen APIs gibt es?
Investition in Wartung einplanen

Bedenken Sie, dass jede zusätzliche API die Wartungskosten erhöht, die oft 20 Prozent des ursprünglichen Budgets ausmachen.

Referenzinformationen

  • [1] Postman - Rund 83 Prozent der Unternehmen verfolgen mittlerweile einen API-First-Ansatz, bei dem die Schnittstelle bereits vor der eigentlichen Anwendung geplant wird.
  • [2] Gartner - Mehr als 50 Prozent der größeren Unternehmen nutzen mittlerweile GraphQL in der Produktion - ein massiver Anstieg im Vergleich zu nur 10 Prozent vor fünf Jahren.
  • [3] Tech-insider - gRPC ist oft 5 bis 10 Mal schneller ist als herkömmliche REST-Schnittstellen.
  • [4] Adevs - Der Wartungsaufwand für Software liegt jährlich oft bei 15 bis 25 Prozent des ursprünglichen Entwicklungsbudgets.
  • [5] Postman - Etwa 33 Prozent der Unternehmen nutzen mittlerweile mehrere API-Gateways, um diesen Datenverkehr sicher zu steuern und zu überwachen.