Was ist eine gute Pace beim Schwimmen?

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Leistungsniveaugute pace beim schwimmen für verschiedene Gruppen
AnfängerDiese Gruppe konzentriert sich primär auf das Erlernen der sauberen Technik und entwickelt eine gleichmäßige, kontinuierliche Geschwindigkeit ohne jeglichen Zeitdruck.
FortgeschritteneDiese Schwimmer zeigen eine deutlich verbesserte Ausdauer sowie ein stabiles, messbar schnelleres Tempo über weite Distanzen hinweg.
EliteDiese Athleten erreichen die höchste sportliche Leistungsstufe im Training und schwimmen unter harten Wettkampfbedingungen mit maximaler Effizienz.
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gute pace beim schwimmen? Unterschiede nach Niveau

Eine gute pace beim schwimmen hängt stark von den persönlichen Zielen und dem individuellen Trainingszustand ab. Ohne das richtige Verständnis der eigenen Leistungsstufe riskieren Sportler eine gesundheitliche Überlastung oder ineffektives Training. Erfahren Sie alle Details zu den verschiedenen Niveaus, um Ihre eigene Geschwindigkeit optimal einzuschätzen und gesund zu trainieren.

Was gilt als gute Pace beim Schwimmen?

Eine gute Pace beim Schwimmen hängt massgeblich von deinem Erfahrungsgrad und den Zielen ab, die du dir im Wasser steckst. Für Freizeitschwimmer ist ein 100m-Schnitt zwischen 1:45 und 2:00 Minuten ein hervorragender Richtwert, während fortgeschrittene Athleten oft Zeiten unter 1:30 Minuten anvisieren.

Seien wir ehrlich: Am Anfang fühlt sich jede Bahn wie ein kleiner Kampf gegen das Element an. Ich erinnere mich gut an meine ersten Versuche, als ich nach 50 Metern völlig aus der Puste war und meine Pace eher bei 2:45 Minuten lag. Es hat Wochen gedauert, bis ich verstand, dass Kraft allein im Wasser nichts bringt.

Wer sich auf die Wasserlage konzentriert, kann seinen Widerstand massiv senken. Profis schwimmen oft mit einer Pace von unter 1:10 Minuten pro 100 Meter - ein Tempo, das für Normalsterbliche fast surreal wirkt. Aber keine Sorge. Dein Fortschritt misst sich an deiner eigenen Entwicklung, nicht an den Olympia-Zeiten.

Die Pace-Tabelle: Dein Tempo richtig einordnen

Um dein aktuelles Niveau zu bestimmen, ist der 100m-Schnitt die wichtigste Kennzahl. Dieser Wert zeigt dir, wie effizient du dich durch das Wasser bewegst, unabhängig von der Gesamtdistanz.

Hier ist eine Einordnung der typischen Zeiten: Anfänger: über 2:00 min/100m. Hier liegt der Fokus fast ausschliesslich auf der Koordination und der Atmung. Fortgeschrittene: 1:40 – 2:00 min/100m. In diesem Bereich bewegen sich viele regelmässige Schwimmer, die eine saubere Kraultechnik beherrschen. Ambitionierte Amateure & Triathleten: 1:20 – 1:35 min/100m. Dieses Tempo erfordert bereits ein gezieltes Training der Ausdauer und Technik. Elite-Niveau: unter 1:15 min/100m. Dies ist der Bereich von Vereinsschwimmern und Profisportlern.

Warum deine Pace beim Schwimmen stagnieren könnte

Viele Schwimmer investieren Unmengen an Energie, ohne schneller zu werden. Woran liegt das? Oft ist es die mangelnde Wasserlage - wenn deine Beine im Wasser absinken, ziehst du einen imaginären Anker hinter dir her.

Einfach nur mehr Bahnen zu schwimmen, führt selten zum Ziel. Ein gezieltes Techniktraining kann die Geschwindigkeit deutlich steigern, ohne dass du mehr Kraft aufwenden musst.[3] Ich habe selbst drei Anläufe gebraucht, um zu begreifen, dass meine Ellbogenhaltung das Hauptproblem war. Erst als ich anfing, meinen hohen Ellbogen beim Unterwasserzug zu fixieren, purzelten die Sekunden. Plötzlich fühlt sich das Wasser nicht mehr wie ein Feind an, sondern wie eine gleitende Oberfläche. Ein echter Durchbruch. Es braucht Geduld, aber der Moment, in dem die Technik greift, ist unbezahlbar.

Den 100m-Schnitt durch Intervalle verbessern

Wenn du deine Pace dauerhaft senken willst, ist Intervalltraining das effektivste Werkzeug. Anstatt 1000 Meter am Stück in einem gemütlichen Tempo zu schwimmen, solltest du die Distanz aufteilen.

Versuche es mit 10 x 100 Metern und mache dazwischen jeweils 15 bis 20 Sekunden Pause. Ziel ist es, jedes dieser Intervalle in deiner angestrebten Ziel-Pace zu absolvieren. Durch die kurzen Pausen kannst du eine höhere Intensität halten, als es bei einem Dauerschwimmen möglich wäre. Nach und nach verkürzt du die Pausen, bis du das Tempo über die gesamte Distanz halten kannst. Das klingt anstrengend? Ist es auch. Aber es funktioniert garantiert.

Vergleich der Schwimmstile und Zielzeiten

Nicht jeder Schwimmstil ist gleich schnell. Je nach Technik variieren die Pace-Erwartungen für Freizeitsportler erheblich.

Kraulschwimmen (Freestyle)

Höchste Effizienz bei korrekter Technik durch kontinuierlichen Vortrieb

1:45 bis 2:05 Minuten pro 100 Meter

Hoch, da die Koordination von Atmung und Armzug Zeit braucht

Brustschwimmen

Geringer als beim Kraulen, da die Gleitphase oft durch hohen Widerstand gebremst wird

2:15 bis 2:40 Minuten pro 100 Meter

Mittel, technisch oft unterschätzt (besonders der Beinschlag)

Kraulschwimmen ist für das Pace-Training die erste Wahl, da es physiologisch die höchsten Geschwindigkeiten erlaubt. Brustschwimmen dient eher der aktiven Erholung oder dem Basistraining.

Lukas' Weg unter die 2-Minuten-Marke

Lukas, ein 34-jähriger Softwareentwickler aus Hamburg, wollte seinen ersten Volkstriathlon bestreiten, kämpfte aber mit einer Pace von 2:20 min/100m. Er war frustriert, weil er trotz täglichem Training nicht schneller wurde und sich im Wasser oft wie ein Stein fühlte.

Sein erster Versuch zur Besserung: Er kaufte sich teure Carbon-Schwimmhilfen und versuchte, mit roher Gewalt mehr Wasser zu verdrängen. Das Ergebnis war eine schmerzende Schulter und eine Pace, die sogar auf 2:25 absank, da seine Technik unter der Ermüdung litt.

Die Wende kam, als er eine Videoanalyse machen liess und bemerkte, dass seine Hüfte viel zu tief im Wasser hing. Er legte die Kraft beiseite und trainierte drei Wochen lang fast nur 'Abschlag-Schwimmen' und Atemübungen, um seine Körpermitte zu stabilisieren.

Nach nur zwei Monaten sank seine Pace auf konstante 1:52 min/100m. Lukas berichtete, dass er sich nach 500 Metern nun deutlich frischer fühlt und die Angst vor der Disziplin Schwimmen komplett verloren hat.

Schnelle Fragen & Antworten

Ist eine Pace von 2:00 Minuten pro 100 Meter gut?

Für Hobbyschwimmer ist das eine solide Zeit. Damit gehörst du bereits zu den fortgeschrittenen Schwimmern im öffentlichen Schwimmbad und verfügst über eine gute Grundlagenausdauer.

Wie lange dauert es, seine Pace um 10 Sekunden zu verbessern?

Bei zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche können Anfänger diesen Sprung oft in 4 bis 8 Wochen schaffen. Je schneller man bereits ist, desto härter muss man für jede weitere Sekunde arbeiten.

Warum bin ich beim Brustschwimmen so viel langsamer?

Brustschwimmen hat bauartbedingt mehr Diskontinuität im Vortrieb und einen höheren Wasserwiderstand. Eine Pace von 2:30 beim Brustschwimmen ist vergleichbar mit etwa 2:00 beim Kraulen.

Schnelle Zusammenfassung

Technik schlägt Kraft

Konzentriere dich auf deine Wasserlage und den Ellbogen-Halt, um den Widerstand zu minimieren. Das bringt mehr Speed als reines Krafttraining.

Intervalle sind der Schlüssel

Teile dein Training in 100m-Stücke auf, um dein Zieltempo zu verinnerlichen und die Ausdauer bei hoher Intensität zu steigern.

Realistische Ziele setzen

Ein Tempo von 1:45 bis 2:00 Minuten ist ein gesundes Ziel für Breitensportler. Vergleiche dich nicht mit Profis, die unter 1:10 schwimmen.

Referenzquellen

  • [3] Thirdcoasttraining - Ein gezieltes Techniktraining kann die Geschwindigkeit deutlich steigern, ohne dass du mehr Kraft aufwenden musst.