Wie viele gute Fische gibt es?

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Die gute fische liste verbraucherzentrale führt zwölf Meeresfische und Meeresfrüchte als empfehlenswert sowie drei als bedingt empfehlenswert auf. Dazu gehören Ostsee Flunder, Riga Hering, Keta Lachs, Miesmuschel Leinenkultur, Ostsee Scholle und Barentssee Seelachs. Weitere empfohlene Arten sind Rotlachs, Ostsee Kliesche, Nördlicher Irland Hering, Iberischer Stöcker, Bonito Thunfisch sowie Weisser Thun.
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Gute Fische Liste: 12 empfehlenswerte Meeresfische

Wer beim Einkaufen auf Nachhaltigkeit achtet, findet in der offiziellen Marktübersicht eine konkrete Auswahl an vertretbaren Meeresarten. Entdecken Sie die wenigen verbleibenden Meerestiere, die Sie ohne schlechtes Gewissen verzehren können, basierend auf der aktuellen gute fische liste verbraucherzentrale.

Wie viele gute Fische gibt es wirklich für unseren Teller?

Weltweit existieren rund 33.000 bis 36.000 bekannte Fischarten, doch die Auswahl für den nachhaltigen Genuss ist erschreckend klein. Laut der aktuellen gute fische liste verbraucherzentrale, die in Zusammenarbeit mit dem WWF und weiteren Umweltorganisationen herausgegeben wird, können derzeit nur 13 bis 14 Meeresfischarten beziehungsweise Fischgruppen mit wirklich gutem Gewissen verzehrt werden. Diese verschwindend geringe Zahl macht deutlich, wie stark unsere Meere unter Druck stehen.

Als ich vor Jahren das erste Mal vor der Fischtheke stand, wollte ich einfach nur ein gesundes Abendessen kaufen. Ich war völlig überfordert von den winzigen Codes und Siegeln auf den Verpackungen. Erst nach stundenlanger Recherche legte ich meine Naivität ab. Es gibt eben nicht den einen Fisch, der pauschal nachhaltig ist.

Die offizielle Liste: Welche Fischarten dürfen noch auf den Einkaufszettel?

Die Empfehlungen der Umweltschützer unterteilen sich in spezifische Wildbestände und kontrollierte Zuchten. Wenn Sie wissen möchten, wie viel gute Fische gibt es in den jeweiligen Kategorien, hilft ein Blick auf die konkreten Gruppen der aktuellen Auswertung.

Plattfische aus heimischen Gewässern: Scholle, Kliesche und Flunder gelten als empfehlenswert, sofern sie vor allem aus der Ostsee stammen und mit schonenden Reusen gefangen wurden. Spezifische Wildlachse: Keta-Lachs und Rotlachs aus den gut verwalteten Beständen in Alaska sind eine sichere Wahl. Ausgewählte Thunfischarten: Der Echte Bonito (Skipjack), weltweit mit der Handleine gefangen, sowie der Weiße Thun aus bestimmten, stabilen Beständen mit zertifizierter Angeltechnik.

Weitere Meeresfische: Seelachs aus der Barentssee, Schellfisch, Iberischer Stöcker, Schildmakrele und Sardelle sowie Miesmuscheln. Zuchten und Süßwasserfische: Karpfen, Tilapia und Pangasius aus geschlossenen Kreislaufsystemen sowie Bio-Lachs, der nach strengen Verbandsrichtlinien zertifiziert ist.

In der Realität ist der Einkauf im Supermarkt oft komplizierter als die Theorie. Kürzlich kaufte ich ein vermeintlich grünes Produkt, nur um zu Hause beim Scannen des Kleingedruckten festzustellen, dass das Fanggebiet suboptimal war. Ein echter Frustmoment.

Warum die Fangmethode den Unterschied macht

Ein Fisch ist nicht allein wegen seiner Art gut oder schlecht. Das größte Problem unserer modernen Fischerei sind zerstörerische Fangmethoden wie Grundschleppnetze. Diese schweren Netze werden über den Meeresboden gezogen und walzen empfindliche Ökosysteme wie Kaltwasserkorallen oder Seegraswiesen unwiderruflich nieder. Zudem ist der Beifang - also das ungewollte Mitfangen von Seevögeln, Schildkröten und Jungfischen - bei dieser Methode katastrophal hoch. Nachhaltige Alternativen nutzen selektive Fanggeräte wie Reusen oder Handleinen, die gezielt nur die gewünschte Fischgröße entnehmen.

Das Kleingedruckte verstehen: Fanggebiet und Bestandsstatus

Ein und dieselbe Fischart kann aus einem überfischten Bestand stammen oder aus einer gesunden Population. Die Bestände verändern sich jährlich, weshalb die Listen regelmäßig angepasst werden müssen. Verbraucher sollten beim Kauf zwingend auf das genaue Fanggebiet achten, das auf jeder Packung als FAO-Fanggebiet angegeben sein muss, um gezielt fischarten mit gutem gewissen auszuwählen.

Manchmal fragen mich Freunde, ob Aquakulturen die perfekte Lösung sind. Die Antwort lautet: Es kommt darauf an. Offene Netzgehege im Meer führen oft zu einer enormen Belastung der Umwelt durch Fäkalien, Medikamente und Futterreste. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt geschlossene Kreislaufsysteme an Land, da diese die umliegenden Wildbestände und Gewässer nicht belasten. Welche fische kann man noch mit gutem gewissen essen? Am Ende sind es genau jene, bei denen Herkunft und Methode lückenlos transparent sind.

Einkaufsratgeber: Wildfang vs. Konventionelle Aquakultur vs. Geschlossene Systeme

Beim Fischkauf stehen Verbraucher meist vor drei grundlegenden Produktionsformen. Jede bringt spezifische Vor- und Nachteile für die Meeresumwelt mit sich.

Wildfang (Schonende Methoden)

  • Abhängig von staatlichen Fangquoten; erfordert ständige Kontrolle der Populationsdichte.
  • Gering, da keine Futterchemikalien oder Medikamente in die Natur abgegeben werden.
  • Sehr niedrig bei der Nutzung von selektiven Methoden wie Handleinen oder Reusen.

Konventionelle Aquakultur (Netzgehege)

  • Kritisch, da Raubfische oft mit Fischmehl aus Wildfang gefüttert werden müssen.
  • Hoch durch ungefilterte Ausscheidungen, Futterreste und den Einsatz von Antibiotika im offenen Meer.
  • Keines, da es sich um eine kontrollierte Aufzucht in abgegrenzten Netzen handelt.

Geschlossene Aquakultur (Rezirkulierende Systeme) ⭐

  • Erhöht durch den dauerhaften Betrieb von Pumpen- und Filteranlagen.
  • Minimal, da das Wasser in landbasierten Anlagen gefiltert und im Kreislauf gehalten wird.
  • Vollständig ausgeschlossen durch die isolierte Haltung an Land.
Für den umweltbewussten Einkauf sind geschlossene Aquakulturen an Land oder streng kontrollierter Wildfang mit selektiven Fanggeräten die besten Optionen. Konventionelle Netzgehege sollten aufgrund der massiven lokalen Umweltzerstörung gemieden werden.

Verbraucher-Erfahrung von Sabine: Der Schollen-Fehlkauf im Supermarkt

Sabine, eine engagierte Hobbyköchin aus Hamburg, wollte für ihre Familie ein nachhaltiges Fischgericht zubereiten. Inspiriert von Tipps für den Umweltschutz kaufte sie im Discounter eine Packung tiefgekühlte Schollenfilets, da sie dachte, Plattfisch sei immer eine gute Wahl.

Beim Auspacken in der Küche fiel ihr Blick auf die Rückseite. Als Fangmethode war dort grob das Wort Schleppnetz angegeben - die genaue Spezifikation fehlte völlig. Sabine fühlte sich ertappt und frustriert, weil sie die Zerstörung des Meeresbodens nicht unterstützen wollte.

Anstatt den Fisch wegzuwerfen, nutzte sie den Moment als Weckruf. Sie recherchierte direkt in der App der Verbraucherzentrale und verstand die kritischen Unterschiede der FAO-Fanggebiete. Beim nächsten Einkauf ging sie gezielt zum zertifizierten Fischhändler auf dem Wochenmarkt.

Dort kaufte sie erfolgreich Ostsee-Scholle aus traditioneller Reusenfischerei. Das Gericht schmeckte nicht nur hervorragend, sondern gab ihr auch die Gewissheit, durch bewusste Nachfrage die handwerkliche, schonende Küstenfischerei direkt vor ihrer Haustür zu unterstützen.

Verwandte Fragen

Welche Fische stehen auf der roten Liste des WWF?

Arten wie der Aal, der Rote Thunfisch, viele Hai- und Rochenarten sowie Wildkabeljau aus stark überfischten Regionen sind absolute No-Gos. Diese Bestände sind akut vom Aussterben bedroht oder werden durch zerstörerische Fischereimethoden massiv dezimiert.

Wie erkenne ich beim Einkaufen wirklich nachhaltigen Fisch?

Achten Sie auf die dreiteilige Pflichtkennzeichnung: Handelsbezeichnung der Fischart, das genaue Fanggebiet mit der FAO-Nummer und die verwendete Fangmethode. Ergänzend bieten strenge Bio-Siegel wie Bioland oder Naturland eine verlässliche Orientierung für nachhaltigere Aquakulturen.

Sind Bio-Fische aus Aquakultur immer besser als Wildfang?

Nicht zwingend, aber sie bieten klare Vorteile bei der Rückverfolgbarkeit. Bio-Aquakulturen garantieren geringere Besatzdichten, den Verzicht auf präventive Medikamente und zertifiziertes Öko-Futter, während Wildfang stark von der jeweiligen Fangmethode und dem aktuellen Zustand des Meeresbestands abhängt.

Wenn Sie sich für den Kauf interessieren, erfahren Sie hier mehr über Welche Alternativen gibt es zu Kabeljau?

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Die Auswahl ist extrem begrenzt

Von Zehntausenden Fischarten weltweit gelten aktuell nur mickrige 13 bis 14 Arten oder Gruppen laut Umweltverbänden als uneingeschränkt empfehlenswert.

Die Methode schlägt die Art

Meiden Sie Fischprodukte, die mittels Grundschleppnetzen gefangen wurden. Bevorzugen Sie stattdessen gezielte Methoden wie Reusen, Angeln oder Handleinen.

Prüfen Sie stets die Pflichtangaben

Verlassen Sie sich nicht blind auf Werbesprüche an der Fischtheke. Nutzen Sie die FAO-Gebietsnummern und vergleichen Sie diese direkt mit den aktuellen Smartphone-Ratgebern der Verbraucherzentralen.