Wie groß muss ein Sickerschacht sein?

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Eine gängige Faustformel für wie groß muss ein sickerschacht sein berechnet ein Volumen von einem Kubikmeter pro zehn Quadratmeter angeschlossener Dachfläche. Bei der Dimensionierung spielen zudem die Bodenverhältnisse sowie die örtlichen Niederschlagsmengen eine entscheidende Rolle. Ein ausreichender Abstand zum Haus schützt das Mauerwerk vor Feuchtigkeitsschäden.
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Wie groß muss ein Sickerschacht sein? Volumen & Faustformel

Die korrekte Dimensionierung eines Sickerschachts schützt Gebäude zuverlässig vor Wasserschäden und Nässe im Mauerwerk. Eine genaue Planung der Schachtgröße und Tiefe verhindert kostspielige Mängel bei der Entwässerung.
Erfahren Sie hier alles zu den wichtigsten Richtwerten und Berechnungen.

Wie groß muss ein Sickerschacht sein?

Ein Sickerschacht hat typischerweise ein Speichervolumen von 1 bis 3 Kubikmetern je 100 m² Dachfläche, gemessen an gängigen Richtlinien wie der DWA-A 138.
Als einfache volumen sickerschacht faustformel gilt oft ein moderates Speichervolumen im Verhältnis zur Dachfläche, je nachdem, wie schnell das Wasser im Boden versickert.

Die Maße und Dimensionen im Überblick

Bei der Planung stellen sich viele Heimwerker die Frage nach den konkreten Abmessungen.

Der Durchmesser liegt meist zwischen 40 cm und 125 cm, je nachdem ob Schachtringe aus Beton oder Kunststoff verwendet werden. Die Höhe beziehungsweise Tiefe bewegt sich in der Regel im üblichen Rahmen für Grundstücksentwässerungen.

Zudem sollte der Durchmesser der Baugrube rund 20 cm größer sein als die verwendeten sickerschacht durchmesser betonringe.

Wichtige Faktoren für die Berechnung des Volumens

Die exakte Größe hängt nicht nur von der angeschlossenen Fläche ab, sondern von drei zentralen Bedingungen.

Zunächst spielt die örtliche Niederschlagsintensität eine Rolle, welche bei der Gemeinde oder dem Deutschen Wetterdienst erfragt werden kann. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Bodenart beziehungsweise der Durchlässigkeitsbeiwert (kf-Wert).

Während Kies oder Sand eine sehr bis gute Durchlässigkeit aufweisen und oft ein kleinerer Schacht ausreicht, sind Lehm oder Ton kaum durchlässig - hier ist ein wie groß muss ein sickerschacht sein oft von einer präzisen sickerschacht größe berechnen abhängig.

Auch der Grundwasserabstand darf nicht außer Acht gelassen werden.
Die Sohle des Schachtes muss stets mindestens 1 Meter über dem höchsten Grundwasserstand liegen, um Verunreinigungen und Rückstau zu vermeiden.

Wichtige Abstände und rechtliche Vorgaben

Bei der Platzierung auf dem Grundstück müssen bauliche Vorgaben eingehalten werden.
Zum Haus ist ein ausreichender abstand sickerschacht zum haus einzuhalten, der sich nach der Baugrubentiefe richtet. Zur Grundstücksgrenze gilt meist ein Abstand von mindestens 2 Metern.
Da Regenwasser rechtlich als Einleitung gilt, müssen Sie vorab klären, wie tief muss ein sickerschacht sein und ob eine Genehmigung erforderlich ist.

Einfluss der Bodenart auf den Sickerschacht

Die Versickerungsfähigkeit des Bodens bestimmt maßgeblich, ob und in welcher Größe ein Sickerschacht realisierbar ist.

Kies / Sand (Gute Durchlässigkeit)

  1. Kleineres Speichervolumen ist oft völlig ausreichend
  2. Optimal für die Errichtung eines Sickerschachtes
  3. Sehr bis gut durchlässig für Wasser

Lehm / Ton (Geringe Durchlässigkeit)

  1. Erfordert ein massiv vergrößertes Volumen oder ist ungeeignet
  2. Meist ungeeignet ohne zusätzliche Versickerungshilfen
  3. Kaum durchlässig, Wasser versickert nur sehr langsam
Wer die Bodenart vorab durch einen einfachen Test oder ein Bodengutachten ermittelt, vermeidet teure Fehlplanungen und schützt das Gebäude vor Fundamentschäden durch stehendes Wasser.

Das Praxisbeispiel von Familie Weber

Familie Weber stand bei der Entwässerung ihres neuen Gartenhauses vor der Herausforderung, die passende Schachtgröße für eine Dachfläche von 80 Quadratmetern zu finden. Zunächst planten sie auf gut Glück einen zu kleinen Kunststoffschacht.

Beim ersten starken Regenschauer folgte die Ernüchterung: Der Boden aus lehmigem Sand schluckte das Wasser nicht schnell genug, und das Wasser staute sich gefährlich nah am Fundament.

Nach genauerer Analyse der Bodenverhältnisse und Rücksprache mit einem Fachbetrieb passten sie die Dimensionen an und bauten einen Schacht mit entsprechendem Kiespaket zur Ummantelung.

Das Ergebnis: Seitdem läuft die Versickerung reibungslos, und das Regenwasser wird kontrolliert abgeleitet, ganz ohne nasse Kellerwände.

Die wichtigsten Dinge

Faustformel als Richtwert nutzen

Rechne grob mit 1 m³ Speichervolumen pro 10 m² Dachfläche, passe den Wert jedoch an die offiziellen Richtlinien an.

Bodenbeschaffenheit prüfen

Der kf-Wert des Bodens entscheidet maßgeblich darüber, ob das Wasser überhaupt versickern kann.

Abstände und Behörden beachten

Halte den Mindestabstand von 6 Metern zum Haus ein und kläre die Genehmigungspflicht bei der Wasserbehörde.

Weiterführende Lektüre

Wie groß muss ein Sickerschacht für 100 m² Dachfläche sein?

Typischerweise wird ein Speichervolumen von 1 bis 3 Kubikmetern empfohlen. Als grobe Faustformel dient oft 1 m³ Volumen je 10 m² Dachfläche, abhängig von der lokalen Versickerungsfähigkeit des Bodens.

Welcher Abstand zum Haus ist beim Sickerschacht Pflicht?

Es muss ein Mindestabstand von 6 Metern zum Gebäude eingehalten werden, alternativ gilt das 1,5-fache der Baugrubentiefe, um Wasserschäden am Fundament zu verhindern.

Wenn Sie Details zur Berechnung benötigen, erfahren Sie hier, wie Sie die sickerschacht dimensionierung tabelle richtig anwenden.

Brauche ich eine Genehmigung für den Sickerschacht?

In den meisten Fällen muss ein Sickerschacht bei der zuständigen unteren Wasserbehörde angezeigt oder genehmigt werden, da es sich rechtlich um eine Einleitung von Regenwasser handelt.