Wie viel Geld bekomme ich pro Blutspende?

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SpendeartAufwandsentschädigung
Blutspende allgemein20 - 50 Euro pro Spende
Die Vergütung für wie viel Geld bekomme ich pro Blutspende bewegt sich zwischen 20 und 50 Euro pro Spende. Einrichtungen kalkulieren diese Aufwandspauschale im gesetzlichen Rahmen selbst. Bis zu 256 Euro pro Kalenderjahr bleiben diese Einnahmen beim Finanzamt steuerfrei.
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Wie viel Geld bekomme ich pro Blutspende? 20 bis 50 Euro

Wer Blut spendet, erhält eine finanzielle Aufwandsentschädigung statt einer klassischen Bezahlung. Eine regelmäßige Spende bringt jedoch steuerliche Pflichten mit sich, wenn bestimmte Freigrenzen beim Finanzamt überschritten werden. Das Verständnis dieser Regelungen schützt Spender vor unerwarteten steuerlichen Konsequenzen und sichert den finanziellen Vorteil komplett.

Aufwandsentschädigung statt Verdienst: Was Sie pro Blutspende erhalten

Für eine Blutspende erhalten Sie in Deutschland in der Regel keine klassische Bezahlung, sondern eine aufwandsentschädigung blutspende, die sich meist zwischen 20 und 50 Euro pro Spende bewegt.[1] Die genaue Summe hängt stark von der Spendeart und der jeweiligen Einrichtung ab. Caching-Mechanismen oder standardisierte Sätze gibt es hierbei nicht - jede Klinik oder Blutbank kalkuliert ihren eigenen Aufwandspauschalbetrag im gesetzlichen Rahmen.

Das Transfusionsgesetz schreibt in Paragraph 10 fest, dass die Spendeentnahme grundsätzlich unentgeltlich erfolgen soll, um den rein ideellen Charakter der Lebensrettung zu wahren (1.1.4, source: 2). Die gewährte Pauschale dient ausschließlich dazu, Ihren unmittelbaren Aufwand wie Fahrtkosten, Parkgebühren oder den reinen Zeitverlust auszugleichen. In meinen ersten Jahren als Spender dachte ich fälschlicherweise auch, man könnte sich damit ein solides Nebeneinkommen aufbauen. Ein Irrtum - die Entschädigung deckt oft nur das Nötigste ab. Wer mit dem Gedanken spielt, regelmäßig zu spenden, sollte die finanziellen Rahmenbedingungen der unterschiedlichen Spendearten genau kennen.

Uniklinik, DRK oder Privatunternehmen: Wer zahlt Geld und wer nicht?

Wo Sie spenden gehen, entscheidet maßgeblich darüber, ob am Ende Bargeld in Ihrer Tasche landet oder ein kostenloser Snack als Dankeschön herhalten muss. Das Deutsche Rote Kreuz zahlt für die klassische Vollblutspende grundsätzlich kein Geld. Hier investieren Sie Ihre Zeit rein ehrenamtlich. Als Ausgleich erhalten Spender dort meist eine kostenlose Verpflegung, kalte Getränke oder kleine Aufmerksamkeiten wie Gutscheine.

Möchten Sie eine finanzielle Entschädigung erhalten, müssen Sie Universitätskliniken, kommunale Krankenhäuser oder private Pharma-Unternehmen und Plasmazentren aufsuchen (1.3.11, source: 2). Diese Institute nutzen die gesetzliche Erlaubnis zur Aufwandsentschädigung konsequent aus (1.1.4, source: 2). Bei privaten Betreibern gibt es gelegentlich sogar gestaffelte Bonusaktionen, wenn Sie bestimmte Meilensteine - wie die zwanzigste oder vierzigste Spende innerhalb eines Jahres - erfolgreich erreichen. Nach einer anstrengenden Arbeitswoche noch ins Zentrum zu hetzen, kann logistisch nerven. Aber der finanzielle Anreiz gleicht den Stress für viele aus.

Achtung beim Steuerrecht: Die Freigrenze für sonstige Einkünfte

Wer das Spenden intensiviert und häufiger Zentren aufsucht, läuft Gefahr, in eine weitgehend unbekannte Steuerfalle zu tappen. Bis zu einer Freigrenze von 256 Euro pro Kalenderjahr bleiben Aufwandsentschädigungen für Blut- und Plasmaspenden beim Finanzamt komplett steuerfrei. Wird dieser Betrag jedoch auch nur um einen einzigen Euro überschritten, greift eine harte steuerliche Konsequenz: Das gesamte Geld muss voll versteuert werden - nicht nur der Teil, der über dem Limit liegt [3].

Besonders tückisch ist hierbei, dass diese Grenze nicht isoliert betrachtet wird. Das Steuerrecht fasst alle Einnahmen aus sogenannten gelegentlichen Tätigkeiten oder sonstigen Leistungen in diesem Topf zusammen. Haben Sie im selben Jahr ein kleines Probandenhonorar erhalten, eine seltene Vermittlungskommission kassiert oder ein Honorar für einen Gelegenheitsauftritt als Amateurmusiker bekommen, addieren sich diese Beträge unbarmherzig auf. In der Praxis bedeutet das: Spender, die fleißig Plasma oder Blutplättchen abgeben, knacken die Grenze extrem schnell. Wer über den 256 Euro landet, muss die Summe in der Steuererklärung angeben, kann dann aber immerhin fahrtkostenbedingte Aufwendungen als Werbungskosten gegenrechnen. Wenn Sie genauer wissen möchten, wie viel Geld sich insgesamt erzielen lässt, lesen Sie auch unseren Beitrag darüber, wie viel geld bekomme ich pro blutspende in verschiedenen Einrichtungen.

Spendearten im direkten Vergleich

Je nachdem, welche Blutbestandteile entnommen werden, variieren der zeitliche Aufwand, die mögliche Häufigkeit und die Höhe der Entschädigung drastisch.

Vollblutspende

  • Mindestens 56 Tage (8 Wochen) Pause [7]
  • ca. 20 bis 30 Euro pro Spende (DRK unbezahlt)
  • Männer max. 6-mal, Frauen max. 4-mal [4]
  • ca. 10 Minuten (Gesamtaufwand knapp 1 Stunde)

Plasmaspende

  • Mindestens 2 bis 3 Tage Pause dazwischen [8]
  • ca. 20 bis 25 Euro pro Spende
  • Männer und Frauen bis zu 60-mal pro Jahr [5]
  • ca. 30 bis 45 Minuten an der Maschine

Thrombozytenspende

  • Mindestens 14 Tage Pause dazwischen [9]
  • ca. 50 Euro pro Spende (Empfohlen für erfahrene Spender)
  • Männer und Frauen bis zu 26-mal pro Jahr
  • ca. 60 bis 90 Minuten an der Maschine
Während die Vollblutspende schnell erledigt ist, lässt sie sich nur wenige Male im Jahr durchführen. Die Plasmaspende bietet durch die hohe erlaubte Frequenz das größte finanzielle Potenzial, erfordert aber immense zeitliche Disziplin. Die hochbezahlte Thrombozytenspende ist zeitlich am intensivsten und wird meist nur bei passendem Blutbild und gut zugänglichen Venen durchgeführt.

Erfahrungsbericht von Lukas: Auf der Suche nach der passenden Spenderoutine

Lukas, ein 24-jähriger Student aus Köln, wollte sein monatliches Budget etwas aufbessern und gleichzeitig etwas Gutes tun. Da er von Bekannten gehört hatte, dass man mit Blutspenden schnelles Geld verdienen kann, meldete er sich motiviert beim nächstgelegenen DRK-Zentrum an.

Nach seiner ersten Vollblutspende folgte die Enttäuschung: Statt Bargeld gab es lediglich ein reichhaltiges Lunchpaket und ein warmes Danke. Lukas stellte fest, dass er sich vorab nicht gründlich über die verschiedenen Organisationen informiert hatte und die erhoffte Aufwandsentschädigung hier ausblieb.

Er wechselte daraufhin zu einer nahegelegenen Universitätsklinik und stellte seine Routine komplett auf die Plasmaspende um. Statt stur alle zwei Monate Vollblut abzugeben, ging er nun alle zwei Wochen zur maschinellen Thrombozyten- und Plasmapherese, wo sein Körper gezielter entlastet wurde.

Durch den Wechsel erhielt Lukas nun konstant 25 Euro pro Sitzung. Nach vier Monaten hatte er nicht nur knapp 200 Euro extra auf dem Konto, sondern lernte auch, dass Geduld an den Filtermaschinen der Schlüssel zu einer stabilen Aufwandsentschädigung ist.

Kernbotschaft

Einrichtung gezielt auswählen

Wer eine finanzielle Entschädigung wünscht, sollte DRK-Termine meiden und sich direkt an Unikliniken oder private Plasmazentren wenden.

Die Freigrenze von 256 Euro im Auge behalten

Regelmäßige Spender knacken die steuerfreie jährliche Grenze von 256 Euro schnell, weshalb alle sonstigen Nebeneinnahmen genau dokumentiert werden sollten.

Spendeart auf Zeitbudget abstimmen

Plasmaspenden sind bis zu 60-mal im Jahr möglich und bringen kontinuierlich rund 20 bis 25 Euro, erfordern aber pro Termin deutlich mehr Zeit im Behandlungsstuhl als eine Vollblutspende.

Empfohlene Lektüre

Wieviel zahlt das DRK für eine Blutspende?

Das Deutsche Rotes Kreuz zahlt grundsätzlich kein Geld für Vollblutspenden, da die Arbeit dort rein ehrenamtlich organisiert ist. Spender erhalten stattdessen kostenlose Snacks, Getränke oder kleine Aufmerksamkeiten als Dankeschön nach dem Termin.

Bekommt man bei der ersten Blutspende direkt Geld?

Das hängt von der jeweiligen Einrichtung ab. Manche Universitätskliniken zahlen die Aufwandsentschädigung für die Erstspende erst verzögert beim zweiten Termin aus, um die Laborergebnisse der ersten Untersuchung abzuwarten (source: 2, 1.2.14). Private Zentren händigen die Pauschale oft direkt nach der Spende in bar aus.

Möchten Sie erfahren, wie sich die Vergütungen langfristig summieren? Erfahren Sie mehr unter Wie viel Geld kann man mit Blutspenden verdienen?.

Muss ich das Geld aus der Blutspende in der Steuererklärung angeben?

Solange alle Ihre jährlichen Einkünfte aus sonstigen Leistungen und Aufwandsentschädigungen unter der Freigrenze von 256 Euro bleiben, müssen Sie nichts angeben. Sobald Sie diesen Betrag überschreiten, ist die Gesamtsumme in der Steuererklärung deklarationspflichtig.

Verwandte Dokumente

  • [1] Vlh - Für eine Blutspende erhalten Sie in Deutschland in der Regel keine klassische Bezahlung, sondern eine Aufwandsentschädigung, die sich meist zwischen 20 und 50 Euro pro Spende bewegt
  • [3] Vlh - Wird dieser Betrag jedoch auch nur um einen einzigen Euro überschritten, greift eine harte steuerliche Konsequenz: Das gesamte Geld muss voll versteuert werden - nicht nur der Teil, der über dem Limit liegt
  • [4] Blutspende - Männer max. 6-mal, Frauen max. 4-mal
  • [5] Blutspende - Männer und Frauen bis zu 60-mal pro Jahr
  • [7] Blutspende - Mindestens 56 Tage (8 Wochen) Pause
  • [8] Handelsblatt - Mindestens 2 bis 3 Tage Pause dazwischen
  • [9] Blutspende - Mindestens 14 Tage Pause dazwischen