Senkt der REMSchlaf den Blutdruck?

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Die Regulation des Herzkreislaufsystems im Schlaf zeigt, dass der REM-Schlaf den Blutdruck nicht pauschal über die gesamte Nacht senkt. Der tiefste Rückgang um zehn bis fünfzehn Prozent erfolgt während der Non-REM-Phasen. Die dazwischenliegenden REM-Abschnitte lassen die Werte durch eine erhöhte Aktivität des Sympathikus wieder ansteigen.
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Senkt der REM-Schlaf den Blutdruck: Non-REM vs REM

Die nächtliche Regulation des Herzkreislaufsystems verläuft in unterschiedlichen Phasen. Das Verständnis über Non-REM und REM hilft dabei, die physiologischen Vorgänge richtig einzuordnen. Erfahren Sie, wie sich das vegetative Nervensystem im Schlaf verhält.

Senkt der REM-Schlaf den Blutdruck?

Nein, der REM-Schlaf senkt den Blutdruck nicht, sondern erhöht ihn wieder. Während der Körper in tiefen Non-REM-Phasen zur Ruhe kommt und der Blutdruck stark absinkt, steigen Blutdruck und Herzfrequenz in der traumreichen REM-Phase spürbar an.

Wie sich der Blutdruck im Schlaf verändert

Die nächtliche Regulation des Herzkreislaufsystems folgt einem festen Rhythmus. Bei gesunden Menschen sinkt der Blutdruck über die gesamte Nacht hinweg normalerweise um 10 bis 15 Prozent im Vergleich zum Tag ab[3].
Dieser Rückgang findet vor allem in den tiefen Non-REM-Phasen statt, während die kurzen REM-Phasen die Werte zwischendurch wieder ansteigen lassen.

Aktivität des Körpers im REM-Schlaf

In der REM-Phase (Rapid Eye Movement) ist das vegetative Nervensystem, genauer gesagt der Sympathikus, ähnlich aktiv wie im Wachzustand[2].
Deswegen gilt dieser Abschnitt auch als paradoxer Schlaf, da der Körper einerseits tief schläft und die Muskeln gelähmt sind, das Blutdruckverhalten im Schlaf jedoch auf Hochtouren arbeitet.

Vergleich: Non-REM-Schlaf und REM-Schlaf

Die verschiedenen Schlafphasen wirken sich völlig unterschiedlich auf das Herz-Kreislauf-System aus.

Non-REM-Schlaf (Tiefschlaf)

- Sinkt stark ab und sorgt für die Hauptentspannung des Herzens

- Der Parasympathikus dominiert, der Körper erholt sich physisch

REM-Schlaf (Traumschlaf)

- Steigt an und erhöht vorübergehend die Herzfrequenz

- Der Sympathikus ist aktiv, vergleichbar mit dem Wachzustand

Der ständige Wechsel zwischen diesen beiden Phasen ist ein völlig normaler Rhythmus, der für eine gesunde nächtliche Erholung sorgt.

Nächtliche Blutdruckmessung bei Markus

Markus wunderte sich über seine nächtlichen Blutdruckwerte, da er dachte, der Körper müsse im Schlaf durchgehend herunterfahren.

Nachdem er ein Langzeit-Blutdruckprofil ausgewertet hatte, sah er unerwartete Peaks in den Morgenstunden.

Sein Arzt erklärte ihm, dass diese Anstiege oft mit den intensiven REM-Schlafphasen gegen Morgen zusammenhängen.

Mit diesem Wissen verstand Markus, dass diese kurzzeitigen Schwankungen ein normaler physiologischer Prozess sind.

Das sollten Sie noch wissen

Senkt der REM-Schlaf den Blutdruck?

Nein, der REM-Schlaf erhöht den Blutdruck und die Herzfrequenz wieder. Die eigentliche Blutdrucksenkung findet vor allem in den tiefen Non-REM-Schlafphasen statt.

Warum steigt der Blutdruck im REM-Schlaf?

In dieser Phase ist das vegetative Nervensystem beziehungsweise der Sympathikus ähnlich aktiv wie im Wachzustand, was zu höheren Werten führt.

Das sollten Sie mitnehmen

Gegensätzliche Schlafphasen

Während Non-REM-Phasen den Blutdruck stark senken, bewirkt der REM-Schlaf einen Anstieg der Werte.

Normaler Rhythmus

Der nächtliche Wechsel zwischen Blutdruckabfall und -anstieg ist ein völlig natürlicher Prozess des Körpers.

Referenz

  • [2] Netdoktor - Das vegetative Nervensystem ist in dieser Phase ähnlich aktiv wie im Wachzustand.
  • [3] Netdoktor - Über den gesamten Schlaf sinkt der Blutdruck bei gesunden Menschen normalerweise um 10 bis 15 Prozent im Vergleich zum Tag ab.